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| Anmeldung für den Schwaadlappe-Verteiler | | Hallo FC-Fans!
Der Schwaadlappe, unser regelmäßig erscheinender Info-Flyer, geht derzeit in seine vierte Saison! Seit inzwischen eineinhalb Jahren erhaltet Ihr den Schwaadlappe nicht nur in Papierform zu unseren Heimspielen, sondern schon bis zu zwei Tage vor dem Spiel als Newsletter per Mail.
Wir möchten Euch hiermit noch einmal auf diesen besonderen Service aufmerksam machen. In der rechten Spalte unserer Homepage (unter dem Direktlink zur Foto-Galerie) könnt Ihr Euch schnell und einfach für den Newsletter anmelden. Er enthält die identischen Texte wie der Flyer in Papierform – eine Einleitung zu aktuellen Themen, Spielberichte, Nachrichten rund um die Fanszene und Fankultur und Vieles mehr.
Zudem freuen wir uns gerne über Fragen, Anregungen und Meinungen zum Schwaadlappe. Unter schwaadlappe(at)wh96.de oder vor Heimspielen am Stand könnt Ihr gerne Kontakt mit uns aufnehmen.
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| Karten für das Pokalspiel gegen 1860 München | | Wer eine Dauerkarte über die Gruppe bezieht, hat wie gewohnt auch die Möglichkeit eine Eintrittskarte für das Pokalspiel gegen 1860 München zu bestellen.
Eure Karte könnt ihr noch bis einschließlich Montag, 20.09.2010 unter dauerkarten(at)wh96.de mit Angabe des Kartenwunsches (Ermäßigt/Vollzahler) bestellen. Die genauen Ticketpreise werden zeitnah nachgereicht.
Bestellungen sind verbindlich und müssen auch im Falle von Nichtabholung bezahlt werden. | |
| Zum Erhalt der Fankultur | | Demonstration am 09. Oktober 2010 in Berlin
Treffpunkt: 13.00 Weltzeituhr am Alexanderplatz | Eröffnungskundgebung 14.00 Uhr
Organisatoren: Fan- und Ultraszenen aus Deutschland; ProFans (www.profans.de); BAFF (www.aktive-fans.de); Unsere Kurve (www.unserekurve.de)
Warum jetzt eine Demo für Fankultur?
Jeder, der sich etwas regelmäßiger mit Fußball in Deutschland auseinandersetzt, wird in der letzten Saison zahlreiche Horrormeldungen aus den Medien vernommen haben, die von einer Eskalation in den Fanszenen berichteten. Zeitweilig schienen sich die Schlagzeilen zu überschlagen. Und während die halbe Nation über die Vorfälle von Bochum (Nürnbergfans durch Pyrotechnik verletzt), Berlin (Platzsturm) oder anderswo debattierte, meldeten viele Fanszenen Stadionverbotswellen: Nürnberg, Hertha, München, Hamburg, Köln, Hannover, Bielefeld und einige mehr. Es gab Strafen, die bislang im deutschen Profifußball ein Novum darstellten: Verbote von Auswärtsfahrten (Nürnberg, Köln, Rostock, Dresden) oder die Schließung einer Heimkurve (Hertha, Bochum). Für das Vergehen einiger weniger wurden ganze Fanszenen bestraft. Vermehrt wurden Einschränkungen für Fans diskutiert und teilweise umgesetzt: personalisierte Tickets, Verbote von Fanutensilien und Choreographien, Verbote eigener Fanzines und so weiter. Dies alles sind Strafen, die kein Konzept der Prävention für künftige Zwischenfälle vorweisen und die in der großen Mehrheit völlig unbeteiligte, friedliche Fußballfans treffen.
Wie sahen die Reaktionen der Fangruppen aus? Wenn überhaupt, dann gab es kleinere Aktionen (z.B. in Form von Spruchbändern) in den einzelnen Kurven selbst. Aber passierte irgendetwas von mehreren Kurven zusammen? Eine tatsächliche Fangruppenübergreifende Aktion, die öffentlich antwortet, Vorwürfe kommentiert und evtl. richtig stellt, die zeigt was Fankultur neben einigen Negativschlagzeilen in der Regel Positives ausmacht, so etwas hat es schon seit Jahren nicht mehr gegeben. Daher ist nun, nach dem Chaos der letzten Saison und dem abgeklungenen Fußballboom der WM, die Zeit gekommen am Anfang der neuen Saison 2010/2011 auf die Straße zu gehen und zu zeigen, was uns Fankultur bedeutet und wert ist.
Jetzt ist die Zeit, ein Zeichen zu setzen!
Wir wollen uns nicht nur beschweren, einklagen und fordern. Wir wollen für die Fankultur, die wir leben, werben. Wir wollen auf die Straße gehen und kundtun wie bunt, kreativ und vielseitig faszinierend Fankultur ist. Wie viele Fangruppen engagieren sich neben dem Fußball für gesellschaftliche Belange? Wie viele zeichnen sich durch soziales Engagement in ihrer Szene, ihrem Verein oder ihrer Stadt aus? Ist das der Öffentlichkeit überhaupt bekannt?
Die Demo soll ein Zeichen an alle Funktionäre und Fußballbosse sein, das ihnen klar macht, dass der Fußball nur mit uns das ist, was alle fasziniert. Sie sollen merken, was sie riskieren, wenn sie weiter den Kurs der Verdrängung unserer Fankultur fahren. Es soll aber auch ein Zeichen sein an alle Fanszenen. Uns allen muss klar werden, dass wir gemeinsam für unsere Fankultur einstehen müssen, wenn wir sie auch in der Zukunft noch leben wollen. Es soll ein Zeichen für die Fanszenen sein, mehr über ihr Dasein, ihr Tun und ihr Lassen zu reflektieren. So viele Steine legen sich die Fanszenen oftmals selbst in den Weg. Es wird Zeit zu diskutieren, aus Fehlern zu lernen und selbst zu handeln, wenn wir unsere Fankultur erhalten wollen.
Warum eine Demo in Berlin?
Unter dem Motto "Zum Erhalt der Fankultur" fand bereits im Jahr 2002 in Berlin eine gemeinsame Demonstration von Fans verschiedenster Vereine statt und auch 2005 setzten die Fans mit einer farbenfrohen Demonstration in Frankfurt ein ausdrucksstarkes Zeichen für den Erhalt der Fankultur. Auch wenn sich seither viel in den Fankurven verändert hat und sich einige Problemfelder verlagert haben, sind die Themen und grundlegenden Probleme bis heute die gleichen geblieben. In manchen Bereichen konnten kleinere Fortschritte erreicht werden (z.B. teilweise lokale Anhörungsmöglichkeiten bei Stadionverbotsfällen), in anderen hat sich die Lage verschlimmert. Als Beispiel seien die Anstoßzeiten und späte Terminierung genannt. Wir wollen mit dieser Demo den Bogen zur Demo 2002 schlagen und das damals begonnene Engagement endlich zusammen weiterführen.
Was sind heute im Jahre 2010 konkrete Probleme von Fußballfans?
Was sind Gefahren für unsere Fankultur?
Mit der folgenden Auflistung geben wir Euch einen kleinen Überblick:
Einschränkung von Fanutensilien
Fahnen, Trommeln, Megaphone, Choreographien, Banner, unabhängige Fanzines und viele andere Dinge sind Elemente von Fankultur, die ihre Kreativität und Farbe ausmachen. Leider sind viele Fans, vor allem bei Auswärtsspielen, in diesen essentiellen Punkten großen Restriktionen, Einschränkungen und Verboten ausgesetzt. Diese beruhen aber so gut wie nie auf realen Sachzwängen, sondern sind oftmals reine Schikane und Machtdemonstration. Eine unabhängige und zu Eigenverantwortung befähigte Fankultur braucht aber Luft zum Atmen. So gab es in jüngerer Vergangenheit auch schon Geldstrafen für Fans, die innerhalb ihrer eigenen Fankurve Fahnen schwenkten, deren Stocklängen geringfügig größer als die restriktiven Vorgaben der Stadionordnung waren. Oder es wurden im Vorwege schriftlich erlaubte Fanutensilien am Eingang zum Auswärtsblock spontan verboten.
Anstoßzeiten
Die Terminierung der Spieltage ist das beste Beispiel dafür, dass alle anderen Interessen denen der Geldgeber, hier also der TV-Konzerne untergeordnet werden. Für die Fans wird es dadurch immer schwieriger ihrer Mannschaft zu den Spielen zu folgen. Auch die späte Terminierung der Spieltage führt immer wieder zu großen Problemen. Dass es nicht sinnlos ist, für Belange wie Anstoßzeiten zu kämpfen, zeigt ein Beispiel der jüngeren Vergangenheit: Motiviert durch die internationale Aktion für fangerechte Anstoßzeiten "Our game - our time", verkündete der schwedische Fußballverband eine Änderungsbereitschaft bei den Anstoßzeiten!
Wir haben aktuell eine Vielzahl an unterschiedlichen Anstoßzeiten am Spieltag. An Regelspieltagen beginnen die Spiele allein in den ersten beiden Bundesligen an folgenden Zeiten
- Freitag um 18 Uhr und 20:30 Uhr
- Samstag um 13 Uhr, 15:30 Uhr und 18:30 Uhr
- Sonntag um 13:30 Uhr, 15:30 Uhr und 17:30 Uhr
- Montag um 20:15 Uhr.
An Spieltagen unter der Woche werden die Spiele ebenfalls frühzeitig angepfiffen, sodass selbst den Heimfans aufgrund der Arbeitsverpflichtungen der Stadionbesuch erschwert bis unmöglich gemacht wird. Und dieses setzt sich natürlich bis in die unteren Ligen fort.
Gegen diese Spieltagszerstückelung gab es im Vorfeld natürlich große Proteste. Natürlich wurde auf die Wünsche und Bedenken oder Argumente der Fans seitens der DFL bei der Erstellung des neuen Anstoßzeitenkonzepts keine Rücksicht genommen und stattdessen die Anstoßzeiten so gelegt, dass diese unter dem Motto "Exklusivität steigert den Preis" optimal vermarktet werden konnten.
Kommerzialisierung
Wenn wir uns als Fans gegen die Kommerzialisierung des Fußballs oder "Gegen den modernen Fußball" aussprechen, dann heißt das nicht, dass wir uns vor Notwendigkeiten verschließen oder das Rad der Zeit zurück drehen wollen. Wir wehren uns aber gegen eine maßlose Entwicklung, die alle anderen Interessen der Profitmaximierung unterordnet. Wir Fans sind auch ein wichtiger Teil des Fußballs, nicht mehr und nicht weniger! Und ein Teil, den man nicht in ein paar Jahren durch Geld kompensieren kann.
Es kann nicht sein, dass z. B. traditionsreiche Stadionnamen wie das Westfalenstadion Dortmund oder das Waldstadion in Frankfurt an Unternehmen verkauft werden oder die eigenen Vereinsfarben aufgrund
von Marketingstrategien beliebig variiert werden. Wir, die Fans der Vereine, verlieren dadurch wichtige Identifikationsmerkmale. Aber auch die Vereine selbst und die Liga verlieren Alleinstellungs- und Identifikationsmerkmale, die den eigenen Wiedererkennungswert mindern. Im Augenblick des Verkaufs mag der Wert scheinbar gesteigert werden. Auf die Dauer werden aus wertvollen, in weiten Teilen der Öffentlichkeit mit dem jeweiligen Verein assoziierten Namen beliebig austauschbare Begriffe, die keinerlei emotionale Bindung zulassen. Es kann nicht sein, dass Vereine und Liga ihre Identitäten für Jahre aufgeben wollen, nur um einen weiteren überteuerten Spieler für zwei Jahre finanzieren zu können. Die finanziellen Löcher werden stetig weiter geschoben, die Fanwarnungen vor den Folgen sollten endlich ernst genommen werden statt stetig neue Vermarktungsoffensiven zu starten und damit den Identitätsverlust auf die Spitze zu treiben.
Weiterhin sprechen wir uns konsequent für die Beibehaltung der "50+1"-Regel aus, welche besagt, dass die Mehrheit der Vereinsanteile beim Verein selbst bleiben müssen und somit keine Investoren oder Unternehmen die komplette Kontrolle über die Fußballvereine übernehmen können.
Negative Beispiele kennen wir bereits aus Österreich, wo das Unternehmen "Red Bull" die kompletten Rechte am Verein Austria Salzburg erworben und anschließend die komplette Identität geändert hat. So wurde der Name in Red Bull Salzburg und die Vereinsfarben von lila-weiß in rot-blau geändert, um einen optimalen Markenauftritt sicherzustellen. Auch in Deutschland ist Red Bull inzwischen tätig geworden. Der Oberligaverein SSV Makranstädt wurde aufgekauft und umbenannt in "RasenBallsport Leipzig". Mithilfe der Millionen des Getränkekonzerns ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit bis die selbsternannten "Roten Bullen" aus der "Red-Bull-Arena" (vormals Zentralstadion) in Leipzig im deutschen Profifußball zu finden sein werden, wodurch dann eine traditionelle Mannschaft samt ihrer Fans von der Bildfläche verschwindet.
In England sind viele Vereine nach der Übernahme durch einen Investor nun hoch verschuldet. Und das ist leider nicht die einzige Folge einer wahnwitzigen Kommerzialisierung, wenn man sich z.B. die Ticketpreise anschaut (billigste Karte bei einigen Partien: 80 Euro).
Stadionverbote
Stadionverbote werden meist schon bei Aufnahme eines Verfahrens, also VOR dem Beweis der Schuld des Betroffenen, vergeben. Offiziell sind sie eine Präventivmaßnahme, die verhindern soll, dass jemand im Stadion gewalttätig wird, de facto stellen sie eine Strafe dar. Auf der einen Seite existieren Betroffene, die beweisen müssen, dass sie unschuldig sind, was während eines Ermittlungsverfahrens durch die Polizei sehr schwer ist. Denn Informationen an Betroffene gibt diese selten und ungern Preis. Ganz im Gegensatz zu ihrer Freizügigkeit bei der Weitergabe von Halbwahrheiten an die Vereine oder den DFB. Auf der anderen Seite sind vermehrt jugendliche Fans betroffen, die wegen Lappalien aus dem Stadion und von ihren Freunden ausgesperrt werden. Obwohl es theoretisch in den Richtlinien die Möglichkeit zu Bewährungsauflagen gibt, wird leider nur selten davon Gebrauch gemacht. Somit sind diese oftmals mit einer überzogenen und unverhältnismäßigen Strafe konfrontiert. Dadurch wird das Vertrauen in den Rechtsstaat und auch die Gerechtigkeit allgemein erschüttert und die Betroffenen werden in nicht unerheblichen Maß kriminalisiert. Sie finden sich vor den Stadiontoren wieder, wo ein von Fans und Polizei gleichermaßen gepflegter gewalttätiger oder pseudo-gewalttätiger Habitus existent ist und eine Alternative zur grauen Tristesse darstellt. Dass Gewalt schon lange nicht mehr in den übermäßig überwachten Stadien stattfindet, widerspricht ebenfalls der Mär vom präventiven Charakter der Stadionverbote. Stadionverbote vermindern nicht die Gewalt, sie schüren sie. Außerdem widersprechen Stadionverbote rechtsstaatlichen Grundsätzen und sind keine Lösung für die Probleme des Fußballs. Sie sind selbst ein Problem.
Datei Gewalttäter Sport
Die Datei Gewalttäter Sport ist eine riesige Datensammlung von Fans, unabhängig davon, ob sich diese etwas zu Schulden haben kommen lassen oder nicht. So reicht es zum Beispiel eine einfache Personalienfeststellung aus, um in die Datei aufgenommen zu werden. Der eintragende Beamte muss nur annehmen, dass derjenige vielleicht irgendwann auffällig werden könnte. Diese Eintragung hat dann allerdings einen ganzen Rattenschwanz an negativen Auswirkungen. So kann sie im Extremfall Grundlage für Ausreiseverbote, Meldeauflagen, Stadtverbote oder für so genannte Gefährderansprachen sein, bei denen Fans durch Besuche durch Polizeibeamte zu Hause oder bei der Arbeit bewusst in ihrem sozialen Umfeld bloßgestellt werden sollen. Wenn die Bundesrepublik ein Sozialstaat sein will, widerspricht sie sich mit diesem Verhalten. Anstatt die Verantwortung für scheinbare "Problemfälle" zu übernehmen, wird diese weiter geschoben und mehr noch, es wird durch solches Vorgehen dafür gesorgt, dass betroffene Personen nahezu gänzlich aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Vor allem stellt die Eintragung eine Stigmatisierung bei beispielsweise Grenz- oder gewöhnlichen Verkehrskontrollen dar. Dabei muss man sich vor Augen führen, dass sie meist auf vagen Verdachtsmomenten und subjektiven Einschätzungen beruht und man selber über eine Eintragung nicht informiert wird. Die Datei wurde auf dem Rechtsweg über mehrere Instanzen als unzulässig eingestuft und erst durch eine nachträgliche Rechtsverordnung des Bundesrates am Tag der Urteilsverkündung vor dem Bundesverwaltungsgericht legitimiert. Dabei spricht es Bände, dass eine Debatte im Bundestag vermieden worden ist, um diese Änderung vor der Öffentlichkeit zu verbergen. Mittlerweile sind über 11.000 Personen in der Datei gespeichert.
Polizeiliche Einsatztaktik
Die Art und Weise, wie einzelne Beamte sich gegenüber Fans verhalten, führt in der Regel zu Frustration, Aggression und Eskalation auf Seiten der Fans. Diese Eskalation wird teilweise bewusst in Kauf genommen. Auch die Einsatztaktik spiegelt oftmals den „Fußballfan als Feindbild“ wieder. Die Polizei schafft sich ihre Problemfans selber. Der Alltag der Fans besteht besonders auf Auswärtsfahrten aber auch bei Heimspielen aus engen Polizeikesseln, ständigen Kontrollen und Schikanen sowie Aggressionen und Provokationen. Der Corpsgeist der Polizei schützt dabei nicht nur dieses Vorgehen sondern auch Gewalttätigkeiten und Übergriffe gegen Fans. Dass dies nicht nur unbegründete Vorwürfe von Fußballfans selbst sind, kann man z.B. aus Berichten der Menschrechtsorganisation Amnesty International entnehmen, die im Rahmen der Untersuchung von unaufgeklärten Misshandlungen durch die Polizei in Deutschland, auch Ausführungen über rechtswidrige Gewalt von Polizisten bei Fußballspielen machen.
Wie wurde bislang mit diesen Themen umgegangen?
Es gab Demos, lokale oder bundesweite Aktionen und vieles mehr. Und seit einigen Jahren auch grundsätzlich Gespräche mit dem DFB und der DFL. Viele dieser Probleme wurden auf dem so genannten "Leipziger Fankongress" im Jahr 2007 thematisiert, der vom DFB ausgerichtet wurde. Die Ergebnisse dieses Kongresses, die in den verschiedenen Arbeitsgruppen entstanden sind, sollten in der darauf eingerichteten so genannten "AG Fandialog" thematisiert werden. In dieser AG Fandialog saßen neben DFB und DFL ebenso Fanvertreter von ProFans, BAFF und Unsere Kurve. Der Charakter dieser Veranstaltung spricht Bände über die Art und Weise, wie mit den Faninteressen umgegangen wird. Zwar gab es viele Lippenbekenntnisse, eine wirkliche Verbesserung trat in keinem der genannten Problemfelder auf. Ein wirklicher Dialog zwischen gleichberechtigten Gesprächspartnern fand nicht statt. Vielmehr diente die Veranstaltung anscheinend dazu, dass sich DFB und DFL als gesprächsbereit und fannah hinstellen konnten.
Aber auch wir Fans müssen auf unserer Seite Versäumnisse und Fehler einräumen. Eine jetzt einsetzende selbstkritische Diskussion über die eigenen Handlungsweisen hätte schon viel früher einsetzen müssen. Dies müssen wir ganz klar eingestehen. Parallel zu einer Diskussion über die erwähnten Probleme, denen wir Fans ausgesetzt sind, muss jetzt innerhalb der verschiedenen Fanszenen eine selbstkritische Reflexion der eigenen Handlungsweisen stattfinden und Konsequenzen haben. Wir sind uns bewusst, dass Freiheit auch Verantwortung mit sich bringt. Noch einmal: Diese Demo soll auch ein Zeichen an uns Fanszenen sein!
Wir möchten betonen, dass wir weiter auf Dialog setzen wollen. Wir sind ein Teil des Fußballs und wollen, dass man uns zuhört und uns ernst nimmt.
Die Demo ist erst der Anfang
Unser Vorhaben ist es, den Einsatz "Zum Erhalt der Fankultur" gemeinsam fortzusetzen. Unter diesem Motto soll mit der Demo eine Kampagne ins Leben gerufen werden, bei der jede Fan eingeladen ist mitzuwirken. Es wird eine Internetseite eingerichtet auf der künftig über sämtliche Beiträge und Aktionen für diese Kampagne berichtet wird, auf der ihr Neuigkeiten im Einsatz für Fanrechte erfahren - und Euch als Unterstützter eintragen lassen könnt. Informiert Euch auf: www.erhalt-der-fankultur.de. Macht mit bei künftigen Aktionen. Beteiligt euch an Diskussionen. Berichtet in euren Fankurven davon. Erzählt davon in euren Familien und bei euren Freunden. Lasst uns gemeinsam die Sache voranbringen.
KEIN KICK OHNE FANS! ZUM ERHALT DER FANKULTUR!
Kommt zur Demo am 09. Oktober 2010 um 13.00 Uhr auf den Alexanderplatz in Berlin!
Die Demonstration wird von Fans für Fans organisiert. Wir bitten Euch um eine friedliche Teilnahme. Es sollte klar sein, dass übertriebene Feierei sowie sinnfreies oder beleidigendes Skandieren bei dieser Veranstaltung fehl am Platz ist und unserem Anliegen schadet! Weiterhin möchten wir auf den antirassistischen Grundkonsens der Fanorganisationen hinweisen, der natürlich auch für die Teilnahme an der Demo gilt.
Wer sich daneben benimmt, wird von der Demo ausgeschlossen.
Informationen zur Anreise aus Köln folgen in den nächsten Tagen.
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| SV Werder Bremen - 1. FC Köln 4:2 | |  Mit einer Heimniederlage im Gepäck ging es am Samstag nach Norddeutschland. Zum zweiten Gastspiel in Bremen binnen vier Monaten reiste unsere Gruppe, gemeinsam mit anderen Gruppen und Fans, per Wochenendticket an.
So trafen sich rund 200 Fans bereits am frühen Morgen in Köln, um gemeinsam die Reise anzutreten. Nach der Ankunft in Bremen ging es durch die Innenstadt Richtung Osterdeich, wo uns die ersten bereits anwesenden FC-Fans begrüßten.
Nach den wieder mal anstrengenden Einlasskontrollen erreichten wir rund eineinhalb Stunden vor Spielbeginn den Gästeblock. Supportwillig war da schon ein großer Teil des FC-Anhangs.
Die Mannschaft musste nach der roten Karte gegen Kaiserslautern und dem verletzten Geromel auf die eigentlich gesetzte Innenverteidigung verzichten, was die Gelassenheit vor dem schweren Spiel in Bremen nicht unbedingt wachsen ließ.
Zum Anpfiff präsentierten wir ein letztes Mal nichts außer einer Stadionverbots-Schwenkfahne, auf Bremer Seite konnte ein kleines Fahnen- und Doppelhalterintro betrachtet werden.
Während das Spiel eher sicher, jedoch schon mit ersten Chancen auf grün-weißer Seite begann, legte der Gästeblock direkt los. Der Vorteil des neuen Gästeblocks im Weserstadion ist der Standort im Oberrang, direkt unter dem Dach. Diesen nutzte die Kölner Anhängerschaft, wie schon beim Gastspiel Ende April, deutlich aus. Insbesondere in der ersten Halbzeit überzeugte der Gästeanhang durch Lautstärke und Kontinuität.
Diese sollte sich allerdings leider nicht positiv auf das Spiel unserer Mannschaft auswirken. Nach rund einer halben Stunde konnte Torsten Frings einen Foulelfmeter verwandeln, bevor Bremen nur drei Minuten später auf 2:0 erhöhte. Zwar konnte Lukas Podolski quasi im Gegenzug zum 2:1 verkürzen, doch waren positive Ansätze im Spiel unserer Mannschaft eher Mangelware.
Die zweite Halbzeit begann sowohl auf dem Platz als auch auf den Rängen etwas ruhiger, doch wiederholten sich im Laufe der zweiten 45 Minuten dann die Ereignisse. Der Gästeblock wurde wieder stärker und lauter – auch geschuldet durch sportliche Grüße an Marco Marin –, die Mannschaft konnte jedoch nicht mithalten und kassierte in der 74. und 91. Minute die Tore drei und vier, bevor Kevin McKenna mit dem Schlusspfiff mit seinem 4:2 noch Ergebniskorrektur betrieb.
Die Heimkurve war akustisch übrigens so gut wie gar nicht zu vernehmen – ein sehr schwacher Auftritt der Bremer. Nicht so auf dem Feld, wo unsere Mannschaft keine Chance gegen clever spielende Hansestädter hatte. So geht es mit zwei Auftaktniederlagen in die Länderspielpause, bevor in zwei Wochen der FC St. Pauli in Köln zu Gast ist.
Hoffentlich tritt die Heimkurve dann ähnlich stark wie gegen Kaiserslautern und in Bremen auf – und hoffentlich tritt die Mannschaft anders auf. Ein Sieg gegen den Kiez-Club würde den Saisonstart noch so gerade retten. | |
| 1. FC Köln - 1. FC Kaiserslautern 1:3 | |  Nach dem nicht souveränen, aber dennoch erfolgreichen Auftritt unseres 1. FC Köln im Pokal gegen den ZFC Meuselwitz stand der erste Spieltag der Fußballbundesliga im heimischen Müngersdorfer Stadion gegen den Aufsteiger aus Kaiserslautern an. Das letzte Aufeinandertreffen beider Vereine im Jahr 2008 dürfte jedem Kölner in Erinnerung geblieben sein: Mehrere tausend mitgereiste Fans feierten den schon im vorigen Spiel festgemachten Aufstieg in Liga 1, auch, wenn unser Team versäumte zu gewinnen. Lautern hielt mit dem 3:0-Sieg die Zweitklassigkeit.
Konnte in der zweiten Liga das letzte Heimspiel gegen die Pfälzer mit 2:1 gewonnen werden, wartete der FC in der Spitzenklasse des deutschen Fußballs schon seit 1989 auf einen Heimsieg gegen die selbsternannten Teufel. Angesichts der Statistik und der unkonstanten Leistung der letzten Wochen dürfte ein jeder gespannt sein, wie unsere Mannschaft an diesem Samstagnachmittag agieren würde. Ein Auftaktsieg gegen einen vermeintlichen Abstiegsaspiranten war Pflicht.
Zum Einlaufen der Mannschaft präsentierte unsere Gruppe am Zaun das Banner „Solidarität, Treue: Paris – Cologne mehr als eine Freundschaft“, ein Geschenk unserer Pariser Brüder, von denen auch am Samstag einige im Block begrüßt werden konnten. Es erfüllt uns mit Stolz und Freude, unsere Brüder so in Köln willkommen zu heißen und ihre Sorgen, die sie in Paris derzeit plagen, zumindest für einige Stunden zu vertreiben. We are Paris, we are Cologne!
Ein weiterer emotionaler Augenblick war die Begrüßung vieler ehemaliger Stadionverbotler, die seit dem heutigen Spieltag unseren geliebten Verein auch wieder im Stadion unterstützen können.
Während der Gästeblock durch ein kleines Intro mit rot-weißen Luftballons und Pilskronen Farbe ins Stadion brachte, verzichteten auch heute alle Kölner Gruppen aufgrund einer Vielzahl unberechtigter Stadionverbote auf die optische Unterstützung. Akustisch schien die Südtribüne jedoch von Beginn an motiviert.
Kaum eine Minute nach Anpfiff wich diese Motivation jedoch dem blanken Entsetzen, da unser Kapitän Mohamad nach einem Foul als letzter Mann die rote Karte gezeigt bekam. Hart aber vertretbar. Den Saisonstart kann man sich auch anders vorstellen. Unsere Mannschaft zeigte sich jedoch keineswegs verunsichert, im Gegenteil: Nach einer von Petit geschlagenen Ecke köpfte McKenna den Ball auf den lauterer Torwart Sippel, welcher jedoch patzte und Novakovic, im Abseits stehend aber von den Unparteiischen unbemerkt, die Gelegenheit bot, den Ball in die Maschen zu schieben. 1:0! Kollektives Ausrasten!
Waren Leidenschaft, Kampfgeist und Hingabe in der letzten Saison des Öfteren Mangelware, zeichneten diese Prädikate unsere Mannschaft in den ersten 45 Minuten der Partie aus. Eine solide stehende Abwehr und einige erarbeitete Chancen, die leider nicht genutzt wurden, ließen trotz Unterzahl das Halbzeitfazit „spielbestimmend“ zu.
Die erste viertel Stunde der zweiten Spielhälfte verlief recht ereignislos. Auf der Südtribüne wurde von unserer Seite für einige Minuten der Support eingestellt, da ein FC-Fan kollabierte. An dieser Stelle gute Besserung!
Nachdem der Support wieder aufgenommen werden konnte, war für die anwesenden Kölner in der 70. Minute Schockstarre angesagt: Lakic traf mit einem trockenen Schuss zum 1:1-Ausgleich. Und auch heute verlor unser Team nach einem Gegentor wieder sein Konzept: Lautern drängte nun zielstrebiger nach vorne und traf in der 84. Minute, wiederum durch Lakic, zur 2:1-Führung. Illicevic machte mit seinem 3:1 in der 88. Minute durch einen Distanzschuss alles klar. Enttäuschung machte sich unter den FC-Fans breit, hatten alle nach der verheißungsvollen ersten Hälfte auf einen erfolgreichen Ausgang des Spiels spekuliert.
Die Tribünen leerten sich, leider üblich, schon vor Spielschluss. Gerade nach einer über weite Strecken anständigen Leistung haben die Spieler trotz aller berechtigten Kritik angesichts der Schlussminuten die Verabschiedung durch ihre Anhänger verdient. Ein Spiel hat 90 Minuten!
Supportmäßig waren sowohl die Heim- als auch die Gästeseite in akzeptabler Verfassung: Die Pfälzer Anhängerschaft konnte zwar hauptsächlich während unserer Supportpause kurz nach der Halbzeit und nach der 3:1-Führung die Oberhand gewinnen, konnte aber auch ansonsten durch lautere Phasen überzeugen. Die Choreo „Erster Fußballclub Kaiserslautern“ wurde zwar zu früh ausgeführt, war aber nett anzusehen.
Auf unserer Seite zählte gerade die erste Halbzeit definitiv zu den Besseren der letzten Zeit. Nach unserer Supportpause verflachte der Support leider etwas, nicht zuletzt durch die drei Gegentore. Nach dem Verlassen des Stadions begrüßten wir unsere restlichen Stadion- und Stadt(!)verbotler, ehe es in Richtung unserer Räumlichkeiten ging.
Am nächsten Spieltag trifft unser geliebter FC auswärts auf den SV Werder Bremen, welcher ebenfalls mit einem Misserfolg in die Saison startete. Für alle mitreisenden Kölner gilt, was unser Team heute über weite Strecken getan hat: Kämpfen, beißen, in Bremen was reißen!
Schwaadlappe Nr. 57 / FC - 1. FC Kaiserslautern | |
| Traditions-Shirt ab Samstag erhältlich | |  Am 12. Mai 1962 war es soweit. Der 1. FC Köln feierte mit einem 4:0-Sieg über den 1. FC Nürnberg die erste deutsche Meisterschaft! Nachdem der Verein in den Jahren zuvor stets spätestens im Finale scheiterte, kam am Ende der Saison 1961/62 keine Mannschaft am FC vorbei. In der Endrunde gab es drei Siege in drei Spielen, das Finale gegen Nürnberg wurde klar gewonnen.
Diese deutsche Meisterschaft war der Grundstein für die weiteren, erfolgreichen Jahre. Nachdem im darauffolgenden Jahr das erneut erreichte Finale nicht gewonnen werden konnte, sicherte sich der FC dann im Jahre 1964 die erste Bundesliga-Meisterschaft.
Wir erinnerten in den letzten Ausgaben des Schwaadlappe bereits an die gewonnenen Titel unseres Vereins. Die Geschichte, die der Club mit sich führt, darf – vielleicht insbesondere wegen der Durststrecke, die der FC seit Jahren hinlegt – nicht in Vergessenheit geraten. Jungen Fans muss die ruhmreiche Historie des Clubs näher gebracht werden.
Nun entwarfen wir zu diesem Thema ein T-Shirt. Abgebildet ist die Mannschaft vom Finale um die deutsche Meisterschaft nach dem Sieg gegen Nürnberg im Mai 1962. Um an den einfachen Fußball, die bedingungslose Hingabe für den Verein und die Ehrlichkeit des Spiels zu erinnern, ziert der kleine Schriftzug „Volkssport Fußball erhalten“ das Bild. Im Nacken ist der Schriftzug „Original 1948“ zu lesen. Ihr erhaltet das Shirt für 10 Euro, Informationen über Bezugsmöglichkeiten erhaltet Ihr an unserem Stand hinter S3 oder unter artikel(at)wh96.de!
Ansicht T-Shirt
Ansicht Detail Front
Ansicht Detail Nacken | |
| ZFC Meuselwitz - 1. FC Köln 0:2 | |  Endlich geht es wieder los – nach über drei Monaten pflichtspielfreier Zeit, zu deren Beginn wir schon erfuhren, mit welchem Regionalligisten wir es in der ersten Pokalrunde zu tun haben würden. Unser Verein durchlief eine eher durchwachsene Vorbereitung, deren Testspiele keinerlei Aufschluss über den derzeitigen Leistungsstand der Mannschaft gaben, am Sonntag sollte dann der sportliche Ernst wieder in den Mittelpunkt rücken: Für unseren geliebten Verein stand die erste Runde des DFB-Pokals gegen den ZFC Meuselwitz an. Am frühen Morgen machten sich mehrere Busse aus der Domstadt auf den Weg gen Osten, in denen auch eine Vielzahl ehemaliger Stadionverbotler saßen, für die es das erste Spiel seit langer Zeit sein würde.
Auf einem Rastplatz durften wir als Gruppe einen unserer Stadionverbotler schon einmal vorläufig begrüßen: „Über 2500 Tage waren für dich keine Frage. Du warst nie weg, hast nie aufgehört unseren Weg zu leben. WHir werden dir was wiedergeben!“ Stadionverbotler Köln - Keiner bricht weg!
Am Stadion angekommen, ging es zügig in den Block, was nicht zuletzt an der angenehmen und freundlichen Verhaltensweise der Ordner lag. Kurz vor Spielbeginn wurde auch der Rest der wieder ins Stadion zurückkehrenden SV'ler begrüßt, unter ihnen auch einer unserer ehemaligen Capi. Dass unsere Leidenschaft sich durch derartige Repressionen nicht verbieten lässt, haben all' diese Jungs bewiesen! Welcome back!
Da jedoch noch immer ein Großteil der Kölner Szene unter ungerechtfertigten Stadionverboten leidet, entschieden alle angereisten Gruppen, auf jegliche Fahnen, wie schon in der letzten Saison, zu verzichten und die Zaunfahnen falsch herum zu präsentieren.
Auf Seiten des Heimvereins wurde zum Intro eine kleine, aber für die Verhältnisse Meuselwitz' dennoch feine Choreographie gezeigt. Eine solche erfordert immer einen zeitlichen Aufwand, dem man Respekt zollen sollte. Dass sie nicht perfekt ausgeführt wurde, ist eine andere Sache.
Nach Anpfiff übernahm der FC, welcher mit vielen jungen Akteuren agierte, von Anfang an die Kontrolle, was in der sechsten Spielminute nach einem Torwartfehler mit dem 1:0 durch Yalcin belohnt wurde.
Nicht nur auf dem Platz sah man aber neue Gesichter, auch auf dem Zaun vollzog sich kurzfristig ein Wechsel, der allen anwesenden FC-Fans auch schon vor Spielbeginn aufgefallen sein dürfte: Aus gesundheitlichen Gründen konnte unser zweiter Capo nicht ans Megafon, stattdessen stieg ein anderes, langjähriges Mitglied auf den Zaun, um die Stimmung zu koordinieren.
War die Erleichterung unter den 1800 anwesenden Kölnern über die frühe Führung spürbar, tat die Mannschaft alles dafür, wieder Spannung in das Spiel zu bringen: Fehlende Präzision und Konzentration führten in der Folge zu einigen Chancen der Gastgeber, welche jedoch in letzter Instanz durch unseren an diesem Tag glänzenden Torwart Mondragon entschärft wurden.
Kurz vor der Halbzeitpause traf Novakovic jedoch zum beruhigenden 2:0: Eine wunderschön geschlagene Flanke von Brecko verwandelte unsere Nummer 11 ohne Bedrängnis in die Maschen des ZFC.
In der zweiten Halbzeit gelang es den Gastgebern mehrmals, den FC unter Druck zu setzen und zu Chancen zu kommen, welche jedoch nicht genutzt werden konnten. Ebenso verfuhr unser Team mit seinen Möglichkeiten, sodass es beim verdienten, aber dennoch nicht souveränen 2:0 blieb.
Der Support in den eigenen Reihen lässt sich als gut, wenn auch nicht als konstant beschreiben. Mehrere Lieder vermochten mit einer hohen Lautstärke zu überzeugen, jedoch fehlte, wie schon so oft, die Konstanz. Zu was alle gemeinsam in der Lage sind, wurde vor allen Dingen klar, als unser wieder im Stadion anwesender ehemaliger Capo für kurze Zeit auf den Zaun stieg und den Block neu motivierte. So sollte es immer sein!
Vor den Toren des Stadions konnten wir unsere Stadionverbotler begrüßen, ehe es auf den Rückweg gen Domstadt ging. Es bleibt zu hoffen, dass unser FC am ersten Spieltag der Bundesliga konzentrierter auftritt und sein vorhandenes Potential abzurufen vermag. Mit Liebe und Leidenschaft in eine erfolgreiche Saison 2010/2011! | |
| Dauerkarten 2010/2011 | | Bis einschließlich Montag, den 12.07.2010 hat jedes Mitglied, welches in der letzten Saison eine Dauerkarte über unsere Gruppe bezogen hat, noch die Möglichkeit sein Antragsformular per Post oder eingescannt per E-Mail einzureichen.
Wenn euch das Formular auf dem Postweg nicht erreicht hat oder ihr weitere Fragen habt:
dauerkarten(at)wh96.de.
Update: Das Geld wird zu Beginn der KW 29 abgebucht (ca. 19.-20. Juli 2010). | |
| LIGA total! Cup | | Am 31. Juli und 01. August wird in Gelsenkirchen der LIGA total! Cup ausgespielt. Es werden der FC Bayern, der Hamburger SV, der 1. FC Köln und der FC Schalke 04 teilnehmen.
Wir, die Ultragruppen der genannten Vereine, werden bei diesem Turnier nicht anwesend sein.
In unseren Augen handelt es sich hierbei in erster Linie um eine Werbeveranstaltung des größten deutschen Telekommunikationsanbieters. Wir gehen davon aus das man während der Veranstaltung an allen Ecken und Enden mit Werbung des Sponsors konfrontiert wird. Gute Stimmung während der Spiele bedeutet somit auch gute Publicity für das Unternehmen. Wir haben kein Interesse zu Werbeträgern dieses Konzerns zu werden.
Des Weiteren hat das Turnier einen eindeutigen Eventcharakter. Dem Publikum werden die Spiele gleich im Doppelpack präsentiert. Damit den Zuschauern dabei jedoch nicht langweilig wird, hat man die Spielzeit auf dreißig Minuten pro Halbzeit reduziert. Die Veranstalter selbst sprechen dabei von einer „spannungsstei-gernden“ Maßnahme. Unserer Meinung nach wird hier nicht das klassische Fußballpublikum angesprochen, sondern vor allem jenes Klientel, das in den letzten Wochen wieder die Fanmeilen der Republik belagert hat, weil diese gerade angesagte Orte zum Feiern waren.
Ein Publikum für das Fußball oftmals nicht mehr als eine Alternative zur sonstigen Wochenendgestaltung mit Kino-, Restaurant oder Discobesuch darstellt.
Weder dem Namenspatron, noch diesen Zuschauern wollen wir die echte Fußballatmosphäre bieten, die sie sich für ihr Event erhoffen.
Wilde Horde Köln 1996 in Zusammenarbeit mit den Boyz Köln, Coloniacs, sowie den Ultragruppen der oben genannten Vereine. | |
| 7. Original Südkurven-Cup | | Wie schon in den vergangenen Jahren findet auch in der laufenden Sommerpause wieder der Original Südkurven-Cup, inzwischen zum siebten Mal, statt. Das Turnier wird auf dem ASV-Rugby-Platz (Luxemburger Str./Militärring in Klettenberg) am Samstag, den 26.06.2010 ab 10:00 Uhr ausgetragen. Neben der Austragung des Einladungsturniers möchten wir auch in diesem Jahr wieder, nicht nur mit den teilnehmenden Mannschaften, sondern auch mit allen anderen interessierten FC-Fans, den Tag im Kreise der Kölner Fanszene verbringen.
Grillgut und Kölsch zu moderaten Preisen, eine Tombola zugunsten der Sektion Stadionverbot und eine anschließende Party nach der Siegerehrung runden auch dieses Jahr wieder den Südkurvencup als Fußballturnier und Familienfest der aktiven Fanszene des 1. FC Köln ab.
Außerdem werden wir während des Turniers verschiedene neue Artikel (T-Shirts, Schals und Aufkleber) zum Verkauf anbieten. Und auch die Nationalmannschaftsfans kommen bei uns auf ihre Kosten: Es wird mindestens ein Beamer inklusive Leinwand aufgebaut, damit die Achtelfinalspiele der WM geguckt werden können.
Fragen zum Südkurven-Cup, der bereits zum vierten Mal auf der ehemaligen Spielstätte des Kölner BC stattfindet, könnt Ihr wie gewohnt an info(at)wh96.de schicken. Alle FC-Fans sind herzlich dazu eingeladen, den Tag im Kreise der Fanszene zu verbringen!
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| 1. FC Nürnberg - 1. FC Köln 1:0 | |  Zum letzten Spiel der Saison ging es für die Anhänger des Domstadt-Vereins Richtung Frankenland. Am frühen Morgen machten sich so zwei WH-Busse mit neun Pariser Freunden auf den Weg, um den FC ein 34. Mal in dieser Saison anzufeuern. Nachdem das letzte Spiel gegen Freiburg – der Klassenerhalt war bereits in trockenen Tüchern – erneut harte Kost für uns war, hofften wir zumindest zum Saisonabschluss auf eine gute Leistung auf dem Platz und auf den Rängen.
Nach Ankunft staunten wir zunächst über den unglücklich gebauten Gästeblock. Schlechte Sicht aufgrund mehrerer Zäune, ein Capo-Podest, dass ringsum mit Platten versehen ist, wodurch man von einigen Plätzen im unteren Teil des Blocks nichts sehen konnte, Ordner in der ersten Reihe des Blocks, aufgestellt zwischen einem Drängelgitter und dem Zaun.
Um den Gästeblock vorerst das letzte Mal von innen zu sehen, musste der FC den FCN allerdings zunächst einmal mit einem Sieg in absolute Abstiegsgefahr bringen.
Doch schon nach den ersten Minuten war erkennbar, dass der FC mal wieder nicht in der Lage war, das Spiel zu machen und vor allem Tore zu schießen.
Auf den Rängen überzeugte die Nürnberger Heimkurve in den ersten Minuten durch laute und geschlossene Gesänge, doch nahm die Leistung stetig ab – was wahrscheinlich damit zu tun hatte, dass es schon nach rund 20 Minuten für den Glubb um nichts mehr ging, nachdem Hannover in Bochum schon geführt hatte und das Ergebnis unseres Spiel irrelevant wurde.
Diese „es-geht-um-nichts-mehr-Mentalität“ schlug sich nicht nur auf den Heimrängen nieder, sondern auch auf dem Platz und im Gästeblock. Unsere Stimmung war von Beginn an nicht durchgehend überzeugend, auch wenn der Kölner Anhang ab und zu aufhorchte und geschlossen laut sang. Zum Intro präsentierten wir erneut ein Spruchband zum Thema Paris: „Toujours la une familia!“ („Stets eine Familie!“)
Auf dem Spielfeld plätscherten die ersten 45 Minuten vor sich hin – ohne große Chancen auf beiden Seiten.
Nach dem Seitenwechsel war dann endgültig die Luft raus. Der Gästeblock bot gewohnte durchschnittliche Leistung, die Heimkurve war kaum noch zu vernehmen.
Die Glubberer entschieden das Spiel dann, während sich beide Mannschaften eigentlich schon mit einer Punkteteilung abgefunden haben, für sich. Ottl hämmerte einen Freistoß aus rund 22 Metern in die rechte Ecke.
Und so ging auch das letzte Spiel der Saison für uns mit einer Niederlage zu Ende – der 14. der Saison. Auch das letzte, psychologisch anspornende, Ziel, am Ende der Saison vor den Mitaufsteigern aus Hoffenheim und Mönchengladbach zu stehen, wurde verfehlt. Mit Abpfiff stand zudem auch fest, dass das Ziel, welches die ganze Saison über ausgesprochen wurde – 40 Punkte –, nicht erreicht wurde. Was in der Sommerpause getan wird, um endlich öfter bessere Leistung abzurufen, bleibt zu diesem Zeitpunkt offen.
Wir wünschen Euch zunächst eine ruhige und erholsame Sommerpause! | |
| 1. FC Köln - SC Freiburg 2:2 | |  Am vorletzten Spieltag der Saison sollte unser 1. FC Köln den SC Freiburg an einem Samstagnachmittag im heimischen Müngersdorfer Stadion empfangen. Aufgrund der verkorksten Heimbilanz hoffte ein jeder Kölner darauf, dass die Mannschaft zumindest im letzten Heimspiel noch einmal siegen würde, jedoch war ebenfalls jedem bewusst, dass die Mannschaft aus dem Breisgau den Klassenerhalt noch nicht endgültig geschafft hatte und es keineswegs leicht werden würde, drei Punkte zu holen.
In der Woche vor dem Spiel erreichte uns die schockierende Nachricht von der Auflösung dreier Gruppen der Virage Auteuil und Tribune G aus Paris. Sowohl „Grinta“ und „Authentiks“, zu denen wir sehr freundschaftliche Kontakte pflegen, als auch die „Supras Auteuil“, unsere Pariser Brüder, wurden seitens des Staates verboten. Verboten wurde weiterhin das öffentliche zur Schau stellen jeglicher Symbole der genannten Gruppen, weitere Zusammentreffen und gemeinsame Auftritte der Gruppenangehörigen und die Gründung von Nachfolgegruppen. Dies resultiert aus dem Streit zweier Kurven – wohlgemerkt eines Vereines (Paris St. Germain). Die Virage Auteuil ist die Heimat unserer Brüder und Freunde. Vertreten sind in dieser Kurve sämtliche Kulturkreise und Herkunftsländer, die es in Paris gibt und diese Stadt zu einem multikulturellen Ereignis machen.
Auf der anderen Seite steht der „Kop de Boulogne“, eine von Rassismus und rechtsextremen Neigungen geprägte Kurve. Der Streit dieser beiden Kurven gipfelte wenige Wochen vor der Auflösung der Gruppen in dem Tod eines Kop-Mitglieds, welches nach einer Schlägerei ins Koma fiel und bald darauf verstarb.
Für einen Text, der sich tiefergehend mit den Ursachen, Geschehnissen und Auswirkungen beschäftigt, sei auf die Internetseite der Coloniacs verwiesen (www.coloniacs.com).
Aufgrund dieser erschütternden Nachricht solidarisierte sich die Kölner Ultrà-Szene während des Spiels auf folgenden Spruchbändern mit unseren Jungs aus Paris:
„Virage Auteuil encore vivant!“ („Virage Auteuil lebt weiter!“ WH96),
„GRINTATKSA91 POUR TOUJOURS! NO JUSTICE NO PEACE!“ (“GRINTATKSA91 für immer! Keine Gerechtigkeit, keinen Frieden!“ Coloniacs ),
„Sarkozy: Liberté, egalité, fraternité?? Auch für Ultras !!“ (Boyz)
„We are Paris - We are Cologne and we always will be!” (Coloniacs, WH96)
Eine weitere schlechte Nachricht erreichte die Kölner Szene und unsere Gruppe im Besonderen in den letzten Tagen: Zur neuen Saison wird es den Raum im Radstadion als Anlaufstelle für die Fanszene und als Versammlungspunkt unserer Gruppe nicht mehr geben. Die genaue Situation wurde im Schwaadlappe Nr. 56, welcher unter nachfolgenden Link gelesen und runtergeladen werden kann, erläutert. Unser Anliegen brachten wir mittels eines Spruchbandes zum Ausdruck: „KSS (Kölner Sportstätten): Der Raum im Radstadion muss für die Kölner Fanszene erhalten bleiben!“
Nun aber zum Hauptsächlichen: Der FC fand von Spielbeginn an gut in die Partie und wusste diese über weite Strecken der ersten Hälfte zu kontrollieren. Schon nach neun Minuten traf Tosic zur Führung für unsere Mannschaft. Die bis zur 31. Spielminute souverän spielende Kölner Hintermannschaft ließ seitens der Breisgauer kaum gefährliche Offensivaktionen zu. Das Chaos im Strafraum nach einem Eckball der Freiburger nutzte Idrissou jedoch zum 1:1. Bis zur Halbzeit ergaben sich keine weiteren nennenswerten Aktionen.
In den zweiten 45 Minuten begannen beide Teams zunächst sehr zurückhaltend. In der 59. Spielminute traf wiederum Idrissou mit einem Sonntagsschuss wie aus dem Nichts. Dieses Tor führte zu einer Öffnung des Spiels: Sowohl der SCF als auch unser FC suchten ihr Heil in Offensivaktionen. Auf Dauer gewannen unsere Mannen jedoch die Überhand, was folgerichtig zum in der 84. Minute von Freis erzielten Ausgleich führte. Beim 2:2 blieb es auch.
Nach Spielende verabschiedete die Mannschaft die anwesenden Kölner Fans mit dem Spruchband „Ihr seid erstklassige Fans - Dank Euch bleiben wir es auch!“ In vielerlei Hinsicht hat dieser Spruch einen gewissen Wahrheitsgehalt: Das Potential innerhalb der Szene ist vorhanden, Auswärtsspiele werden von einer großen Anzahl Kölner besucht und auch beim für uns Kölner Fans 'verbotenen' Hoffenheimspiel waren wir anwesend, um unser Team zu unterstützen. Jedoch ist nicht zu verkennen, dass ein großer Teil des Publikums, hauptsächlich bei Heimspielen, mehr und mehr zum Eventpublikum verkommt. Kontinuität bzgl. des Supports und der Stadionbesuche, was für uns ein wichtiges Kriterium für die Definition eines Fans darstellt, vermisst man immer häufiger. Damit soll keinesfalls gemeint sein, dass von jedem Fan erwartet wird, 90 Minuten durchzusingen. Unserer Ansicht nach wäre dies zwar der Optimalfall... Zumindest was die in S3 stehenden Leute anbelangt erwarten wir jedoch ein hohes Supportengagement. Jedoch scheinen auch in diesem Bereich, einem der wohl noch beständigsten Blöcke im Müngersdorfer Stadion, die Zuschauer von Spieltag zu Spieltag zu wechseln. Lediglich in den unteren zehn bis 15 Reihen kennt ein Fan noch so etwas wie einen angestammten Stehplatz. Traurig aber wahr!
Wie nach jedem Heimspiel begrüßten wir vor den Toren die Stadionverbotler unsere Szene, welche sich mit dem Spruchband „Ihr habt uns die Kraft gegeben auch in dieser Saison nicht aufzugeben“ bei allen ihren Unterstützern und Brüdern, die im Stadion standen und ihnen über diese schwere Zeit hinweghelfen, bedankten. Während der Präsentation des Spruchbandes brüllten alle Anwesenden gemeinsam das kölsche Lied „Unser Veedel“. Gerade die Passage ,denn he hält m'r zosamme, ejal wat och passeet' trifft es derzeit wohl am allerbesten: Egal, welche Hiobsbotschaften uns noch erreichen, welche Steine uns in den Weg gelegt werden - Wir alle gemeinsam, Kölner und Parisiens, geben nicht auf!
Auf dem Weg zum Radstadion, auf dessen Gelände wie nach jedem letzten Heimspieltag die Saisonabschlussfeier der Szene stattfand, fanden noch einige Bengalen und Rauchtöpfe begleitet von ,Pyrotechnik ist kein Verbrechen' - Gesängen den Weg gen Himmel, getreu dem Motto unserer neu erstellten T-Shirts: „Ich. Du. Wir sind FC. Kölner - Mit Feuer und Flamme!“.
Auf der Vorwiese der Nordkurve bedankten sich nochmals unsere SVler mittels eines Spruchbandes, ehe es nach dem Gruppenfoto endlich an die Grill- und Bierstände ging. Der ausgiebige Schmaus der in erfreulich großer Zahl anwesenden Kölner wurde ein weiteres Mal von unserer Sektion Stadionverbot unterbrochen, welche es sich nicht nehmen ließ, einen Gruß an diverse Organisationen zu senden („...und an Presse, DFB und Polizei: Auch nächstes Jahr sind wir dabei !!“) und dazu ein nettes Feuerwerk zu veranstalten. Das letzte Spruchband unserer Stadionverbotler war zweien unserer Gruppe gewidmet, die in der nächsten Saison endlich wieder ihre Leidenschaft im Stadion ausleben und ihren geliebten Verein unterstützen können („Wir werden euch vermissen aber wir lassen euch gehen mit gutem Gewissen!“). So nahm der Abend im Kreis der Szene bei diversen Getränken, Grillgut und Musik unserer Gruppen-DJ's seinen Lauf.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle anwesenden, mithelfenden oder genießenden Kölner für diesen gelungenen Saisonausklang. Ein letzter Akt bleibt jedoch noch zu bewältigen: Lasst uns unseren Verein auch in Nürnberg gebührend unterstützen und den Franken zeigen, was kölscher Frohsinn bedeutet...
Schwaadlappe Nr. 56 / FC - SC Freiburg | |
| Saisonabschlussparty | | Nach dem letzten Heimspiel gegen Freiburg am 01.05.2010 findet ab 18:00 Uhr wieder unsere traditionelle Saisonabschlussparty auf dem Gelände des WH-Raums im Radstadion statt. Grillgut und Kölsch zu fairen Preisen so wie abwechslungsreiche Mucke gehören dabei auch dieses Mal wieder zum Kölschen Standard. Dazu gibt es auch die Möglichkeit neue Aufkleber und T-Shirts zu erwerben. Der Eintritt der Saisonab-schlussparty beläuft sich auf 2 EUR. Wir freuen uns auf jeden FC-Fan der Lust hat mit uns und der gesamten Kölner Fanszene die Saison bei kühlen Kölsch, hoffentlich gutem Wetter (ansonsten drinnen) und guter Musik ausklingen zu lassen.
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| SV Werder Bremen - 1. FC Köln 1:0 | |  Das vorletzte Auswärtsspiel dieser Saison führte uns an einem Samstag in die Hansestadt Bremen, wo unser 1. FC Köln, welcher durch den ersten Heimsieg des Kalenderjahres 2010 den Klassenerhalt schon letzte Woche gegen Bochum perfekt machen konnte, um 18.30 Uhr auf die Mannschaft des SV Werder Bremen treffen sollte.
Durch die späte Spielansetzung verließ die Kölner Szene ihre geliebte Heimatstadt erst gegen Mittag bei herrlichem Sonnenschein. Nach einer recht kurzweiligen Fahrt wurde der Bus unserer Gruppe, der sich schon in Sichtweite des Stadions befand, von mehreren Polizeiwagen eingeholt und gestoppt, konnte die Anfahrt zum Stadion jedoch nach kurzen Diskussionen fortsetzen. Dort traf man auf einen Großteil der Szene, welcher es sich nicht nehmen ließ, auf uns zu warten. Ein herzliches Dankeschön an alle!
Der Weg zum umgebauten Gästeblock verlief relativ problemlos, auch wenn das Chaos, welches auf dem Stadionvorplatz herrschte, jedes Jahr aufs Neue verwundert. Insgesamt kann aber von einer sehr gelungenen Renovierung des Weserstadions gesprochen werden: die Stehplätze der Gästekurve befinden sich nun im Oberrang direkt unter dem Dach, was sich logischerweise sehr positiv auf die Lautstärke des Supports auswirkt. Zudem wurde beim Umbau auf die Tartanbahn, die den Zuschauer einige Meter vom Spielfeld trennte, verzichtet. Negative Auswirkungen aufgrund der fehlenden Überdachung hat der Umbau des Stadions derzeit für die in den letzten Jahren sowieso recht schwache Heimkurve, welche sich über die gesamte Spieldauer kein einziges Mal wirklich lautstark bemerkbar machen konnte.
Den Vorteil einer Überdachung nutzte die komplette Kölner Anhängerschaft und legte zu Spielbeginn sofort gut los: mehrere Dauerschleifen sowie altbekanntes kölsches Liedgut wussten sowohl von der Lautstärke als auch von der Singdauer her zu überzeugen.
Der SVW präsentierte sich vom Anpfiff an zwar als die dominantere Mannschaft, fand gegen die sehr gut stehende Abwehr unseres FC jedoch selten wirksame Mittel. Wurde der Abwehrriegel dann doch einmal geknackt, konnte man sich auf den am heutigen Abend phänomenal haltenden Thomas Kessler verlassen.
Die Offensivbemühungen unserer Mannen beschränkten sich zumeist auf Konter: ein solcher hätte kurz vor der Pause fast zum 1:0 für Köln geführt. Podolski vergab aber freistehend vor Wiese. So ging es mit einem aufgrund der konstanten Abwehrleistung durchaus verdienten 0:0 in die Kabine.
Nach der Halbzeit änderte sich das Bild nicht: Bremen rannte erfolglos gegen das Abwehrbollwerk an. Die wenigen Chancen, die sich ihnen boten, wurden entweder durch Kessler oder durch das Unvermögen der Bremer Spieler zunichte gemacht. Entlastung für unser Team brachten wieder die zum Teil wirklich ansehnlich gespielten Konter: In der 72. Spielminute traf Novakovic nach einer wunderschönen Flanke von Ehret leider nur die Latte. Zum Glück für Bremen, hätte dies doch die anwesende FC-Anhängerschaft, welche sich mit einer mehr als zehnminütigen ‚Allez-FC-Dauerschleife’ in einen wahren Rausch sang, regelrecht zum explodieren und den gerade eingeweihten Neubau zum Einsturz gebracht.
Die Erfahrung, dass Sieg und Niederlage gerade im Fußball eng beieinander liegen, dürfte der gemeine Kölner am heutigen Abend leider in letzter Sekunde noch machen: Geromel versuchte, einen Bremer Kopfball auf der Linie abzuwehren, bediente sich jedoch ganz in Torwart-Manier seiner Hände. Rot und Elfmeter für den SVW waren die logische Konsequenz. Diesen verwandelte Frings zum 1:0.
Nach Spielende begab sich die Kölner Szene wieder zum Busparkplatz, wo man auf die ausgesperrten Jungs traf und die Heimreise antrat.
Selbst die unglückliche Niederlage durch ein Tor in der Nachspielzeit vermochte den meisten nicht die gute Laune zu vertreiben. Der geschaffte Klassenerhalt mag ein Grund dafür sein. Ein weiterer ergibt sich jedoch aus dem Selbstverständnis einer Ultrà-Gruppierung heraus: selbstverständlich ist das Spiel und die Existenz unseres geliebten 1. FC Köln die Basis unser aller Anwesenheit im Stadion. Wir betrachten uns Fans, egal ob Ultrà oder nicht, aber ebenfalls als einen großen Teil des Spiels. Die Fans verleihen dem Verein ein Profil und sind die, die den kölschen Frohsinn und die kölsche Lebensart in unserer Kurve, auf unseren Fahnen und in unseren Gesängen weiterleben lassen. Und das ist uns, jedem Kölner, heute gelungen! Auf ein Neues, Kölner... | |
| 1. FC Köln - VfL Bochum 2:0 | |  Nach dem äußerst wichtigen Auswärtssieg unseres geliebten 1. FC Köln in Hoffenheim stand an diesem Freitagabend wieder eines der in dieser Saison so unliebsamen Heimspiele an. Genauso unerklärlich wie die Heimschwäche unserer Mannschaft erschien den meisten Kölnern die vom Verein in Erwägung gezogene Ticketpreiserhöhung, deren Rechtfertigung man aufgrund der „Leistungen“ im heimischen Müngersdorfer Stadion vergeblich suchte. Diesen Sachverhalt nahm sich die Geschäftsführung lobenswerter Weise zu Herzen und ließ verlauten, dass die Ticketpreise in der kommenden Saison stabil bleiben werden.
Ein Heimsieg gegen die akut abstiegsgefährdeten Bochumer, so utopisch das für einen FCler seit den letzten Monaten auch klingen mag, würde uns allen die nahezu 100%ige Gewissheit verschaffen, dass unser Verein auch in der nächsten Saison erstklassig spielt.
Diese Aussicht schien alle anwesenden Kölner im Stadion zu motivieren und so legte die Südkurve recht gut los. Und auch die 11 Geißböcke auf dem Rasen stürmten direkt Richtung gegnerisches Tor. Nach 15 Spielminuten ging unsere Mannschaft dann durch Tosic in Führung, welcher nach einer von Yalcin mustergültig aus dem Halbfeld geschlagenen Flanke den Ball unter Kontrolle brachte, Heerwagen umkurvte und einnetzte.
Bochum erhöhte daraufhin den Druck, scheiterte aber immer wieder an der solide aufgestellten und gut arbeitenden FC-Abwehr. Gerade nach dem Führungstreffer schien sich bei unseren Spielern ein Mentalitätswechsel zu vollziehen: es wurde gefightet, gerannt, gegrätscht. Das Spiel verlagerte sich zunehmend ins Mittelfeld und keine der Mannschaften konnte sich eine entscheidende Überlegenheit erarbeiten. So blieb es zur Pause beim 1:0 für unseren FC.
Nach dem Wiederanpfiff schien sich das Spiel der ersten Hälfte zu wiederholen: der VfL versuchte seinerseits, zu Torchancen zu gelangen, wurde aber spätestens an der Strafraumgrenze zurückgedrängt. Schnelle Konterversuche waren die Antwort von Kölner Seite. In der 78. Spielminute blitzte die Spielklasse von Podolski und Tosic noch einmal kurzzeitig auf: nach einem Doppelpass der beiden stand Tosic frei vor dem Bochumer Tor und traf zum alles entscheidenden und verdienten 2:0.
Der Jubel im Stadion kannte keinerlei Grenzen, verständlich, lag der letzte Heimsieg doch ziemlich genau vier Monate zurück. Die Südkurve lief daraufhin zur Höchstform auf und gab ein Lied nach dem nächsten zum Besten. Die Supportleistung lässt sich heute als überdurchschnittlich gut bezeichnen: in vielen Momenten blitzte das Potential, das in der Kurve steckt auf, jedoch fehlt es wie immer an der Kontinuität. Die Fans aus dem Ruhrpott konnte man kein einziges Mal wirklich vernehmen. Lediglich einige schön anzuschauende, jedoch nicht koordinierte Pyroaktionen brachten etwas Licht ins Dunkel, was von unserer Seite mit Freude vernommen wurde: Pyrotechnik ist kein Verbrechen!
Nach dem Spiel ließen es sich Mondragon, Tosic und Podolski nicht nehmen, kurzzeitig in der Kurve vorbeizuschauen und die freudigen Gesänge zu koordinieren.
Derweil warteten hinter der Kurve unsere Stadionverbotler, die wir heute ein weiteres Mal schmerzlich vermissten. Zur Überraschung aller schien die Gruppe der Stadionverbotler um die Hälfte geschrumpft zu sein, hell aufleuchtende Fackeln auf den Jahnwiesen, welche das Kürzel unserer Gruppe bildeten (WH), erklärten dies jedoch. Auch in dieser für uns so dunklen Zeit tragen wir Euch immer im Herzen!
Schwaadlappe Nr. 55 / FC - VfL Bochum | |
| Franz Kremer-Seidenschal erhältlich | | Hallo FC-Fans!
Zum morgigen Spiel gegen den VfL Bochum sind wieder Franz Kremer-Schals erhältlich. Vorne ist der Schriftzug "Franz Kremer" samt Konterfei des Clubgründers abgebildet, auf der Rückseite der Schriftzug "1. Fussballclub Köln". Ihr könnt den Seidenschal für 10 Euro am Stand der Wilden Horde erwerben.
Der Stand befindet sich in der Südkurve hinter dem Block S3 neben dem Glashaus des Fan-Projektes.
Bei Fragen könnt ihr Euch an artikel(at)wh96.de wenden. Reservierungen sind nicht möglich! | |
| TSG "1899" Hoffenheim - 1. FC Köln 0:2 | |  „Die Steh- und Sitzplätze im Gästeblock haben in dieser Begegnung frei zu bleiben.“ Kurz, aber knackig lautet die Beschreibung der Sanktion, die dem 1. FC Köln vor zweieinhalb Wochen auferlegt wurde, nachdem das DFB-Sportgericht zur Verhandlung über fünf verschiedene Vorfälle lud. Gemeint war der Gästeblock beim heutigen Auswärtsspiel in Hoffenheim.
Und so war die Diskussion darüber groß, ob eine solche Sanktion wirklich sinnvoll oder eher purer Aktionismus ist. Für die FC-Fans war schnell klar, dass man sie durch die Blocksperre nicht aufhalten könnte, sodass sich einige FC-Fans mit Eintrittskarten außerhalb des Gästeblocks versorgten.
Am Ende waren es rund 250 Kölner, die sich links und rechts des Gästeblocks zu kleinen Gruppen zusammen stellten, um ihre Mannschaft zu unterstützen. Diese Gruppen bestanden hauptsächlich aus der aktiven Fanszene. Im gesamten Stadion verteilt saßen jedoch noch viele weitere Kölner, die ihrer Mannschaft trotz solcher Sanktionen hinterher reisten und sich ihre Liebe nicht verbieten ließen! Hauptsächlich mit Autos reisten die Kölner, insgesamt schätzungsweise 800, Richtung Kraichgau, wo zunächst eine Delegation der örtlichen Polizei eine erste Kartenkontrolle durchführen sollte.
Zum Einlauf der Mannschaften präsentierten wir passend zum Thema auch das Spruchband „Hier sind die Fans, die Ihr nicht wollt..!“. Adressat war in erster Linie der DFB, der die Sanktion aussprach und sie als erfolgreiche Strafe darstellen wollte.
Das Spiel der ersten Halbzeit war für alle FC-Anhänger erneut harte Kost. Nach dem herben Rückschlag vor sieben Tagen gegen Berlin begann die Mannschaft wieder schwach und ohne Ideen. Doch auch die Gastgeber knüpften an ihre schwachen Auftritte der letzten Wochen an.
Auf den Rängen legte der dezimierte Gästeanhang gut los und war aufgrund der für Jeden ungewohnten Situation sehr motiviert. So besangen wir nicht nur unsere Mannschaft, die jede Unterstützung gebrauchen kann, sondern wir drückten auch unseren Unmut sowohl über die Sanktion, als auch über die negative Berichterstattung über Pyrotechnik und erneut auch über das Modell Hoffenheim aus, welches stets zu kritisieren ist und von uns auch stets kritisiert wird!
Vom blau-weißen Hopp-Anhang konnte man außer Pfiffen gegen ihre eigene Mannschaft und gegen uns bei Gesängen gegen Hopp und Hoffenheim nicht viel vernehmen.
Zur zweiten Halbzeit präsentierten wir ein zweites Spruchband zur Thematik Blocksperre: „Für DFB und Co vielleicht ein Schock: Vereinsliebe gibt´s nicht nur im Gästeblock.“ Die Aussage ist klar: ein geschlossener Gästeblock hindert uns nicht daran, unserem Verein hinterher zu reisen!
Das Spruchband war noch nicht komplett beiseite geräumt, da konnten wir die 1:0-Führung nach einem herrlichen Treffer des jungen Spielers Adam Matuschyk bejubeln. Die Mannschaft wirkte dadurch etwas befreiter, der Gästeanhang hatte die perfekte Motivation, auch in Hälfte zwei alles zu geben.
Im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit konnte man die Heimkurve kaum vernehmen, der FC-Anhang hingegen feierte die Mannschaft und sich. Mit jeder Minute schien der Support lauter, besser und geschichtswürdiger zu werden.
Acht Minuten vor Ende der Partie entschied erneut Matuschyk durch sein zweites Tor das Spiel. Für uns war klar: dies sollte ein toller Tag für den FC werden. Die Mannschaft ist nach der Niederlage gegen Berlin dem Klassenerhalt endlich einem weiteren Riesen-Schritt näher gekommen und im „Gästebereich“ zeigte sich, dass wir uns auch stark präsentieren können, wenn wir zu Improvisation gezwungen sind.
Wir loben die Mannschaft, dass sie trotz schwachen Spiels einen 2:0-Sieg nach Köln holte und die Bundesliga damit auch nächstes Jahr mit den Geißböcken rechnen kann – und mit ihren Anhängern, die viel Lob ernteten nach starkem Auftritt ohne Zwischenfälle, dafür umso mehr mit Herz und Leidenschaft. Im Endeffekt eine Niederlage für den DFB!
So kann es weiter gehen. Mit einem Sieg gegen Bochum stünde rechnerisch fest, dass für uns höchstens noch der Relegationsplatz eine Gefahr darstellen könnte. Dafür muss die Mannschaft jedoch 90 Minuten lang zeigen, dass sie gegen die im Abstiegskampf erfahrenen Bochumer weiß, worum es für den Verein geht. Auf den Rängen gilt es, die Mannschaft dabei zu unterstützen – ohne Pfiffe.
Ein Dank geht an dieser Stelle an alle Szenen, die durch Spruchbänder und Protestaktionen ihre Solidarität bekundeten! Keine Sanktion wird uns aufhalten! | |
| 1. FC Köln - Hertha BSC Berlin 0:3 | |  Nach dem verdienten Sieg in Hannover war das Ziel des Klassenerhalts zum Greifen nah, bevor es am Samstagabend zum „Topspiel“ gegen die Hauptstädter gehen sollte. Mit einem Sieg hätte man sich deutlich von den gefährlichen Plätzen distanzieren und Hertha in nun aber wirklich größte Abstiegsgefahr stoßen können. Doch sprechen wir hier immer noch vom 1. FC Köln, der in dieser Saison mal wieder bekannt ist für seine extremen Leistungsschwankungen, insbesondere, wenn es annähernd um fast nichts mehr gehen könnte.
Dass der Fußball, den wir derzeit wieder einmal im Müngersdorfer Stadion zu sehen bekommen, nicht nur nicht unbedingt schön, sondern auch nicht erfolgreich ist, wurde in Zusammenhang mit angedrohten Ticketpreiserhöhungen zur neuen Saison auf einem Spruchband thematisiert: „3 Heimsiege in 16 Monaten – wo ist da die Rechtfertigung für weitere Ticketpreiserhöhungen!?“ Unser Spruchband war Teil einer Protestaktion des Dachverbandes, die im Stadion Ausdruck eben durch Spruchbänder finden soll.
Zum Intro präsentierten wir zudem ein Spruchband für unsere Pariser Freunde, die zur Zeit unsere Unterstützung – mehr denn je – brauchen. Übersetzt war zu lesen: „SA & ATKS: Freundschaften lassen sich nicht auflösen - wir werden für immer an eurer Seite sein!!!“
Wie bereits öfter zu lesen war, verzichteten wir auch gegen die alte Dame aufgrund der bestehenden großen Zahl der Stadionverbote auf ein farbenfrohes Intro.
Auf dem Platz entwickelte sich das Spiel zunächst zerfahren, jedoch erkannte man den Willen unserer Elf. Schon nach zwei Minuten konnte Novakovic eine Chance allerdings nicht nutzen. In der 25. Minute klingelte es dann das erste Mal auf der falschen Seite, nachdem unsere Abwehr den Ball nicht richtig klären konnte; Raffael schob ein. Seinen zweiten Treffer erzielte der Herthaner nach weiteren 20 Minuten, in denen der FC immer schwächer auftrat. Ein Ausflug aus seinem Tor kostete Mondragon und die übrigen Geißböcke das 0:2 – unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff.
Pfiffe gab wieder einmal dann auch von den Rängen. Diese präsentierten sich zunächst, in letzter Zeit erfreulicherweise öfter zu beobachten, lauter und konstanter. Nach dem 0:1 konnte man allerdings schon die Unzufriedenheit im Stadion spüren. Es wurde ruhiger und die ersten Pfiffe ertönten.
Nach dem 0:2 verabschiedeten viele Stadionbesucher die Mannschaft mit einem Pfeifkonzert in die Kabine. Wir sehen es in dieser Phase immer noch als kritisch an, die Mannschaft schon nach 45 Minuten derart auszupfeifen. Solange das Spiel läuft, sollten alle FCler zusammenhalten und alles für einen erfolgreichen Ausgang eines Spiels tun!
Die Spieler auf dem Platz sahen das leider auch in der zweiten Halbzeit nicht so engstirnig, vergaßen vielmehr die Kampfeslust und den Siegeswillen in der Kabine – oder in Hannover. Das 0:3 nach 75 Minuten war die logische Folge. Die Platzverweise gegen Mohamad und Tosic taten ihr Übriges dazu bei, dass viele Fans schon vor Abpfiff das Stadion verließen.
Auch diese Form des Protestes haben wir schon in der Vergangenheit als kritisch angesehen. Zwar stellten auch wir unseren Gesang nach der Entscheidung durch Cicero ein, jedoch ist es für uns Priorität, im Stadion zu sein, wenn unsere Mannschaft spielt. Das Fernbleiben oder Verlassen des Stadions sollte die letzte Instanz des Ausdruckes von Unzufriedenheit und Protest sein!
Während die Südkurve also in der zweiten Halbzeit nicht mehr viel von sich hören ließ, konnte der Gästeblock ab und zu durch Gesänge und Bewegung überzeugen. Die rund 1300 mitgereisten Berliner hatten mit dem 3:0 allen Grund zur Freude, schiebt sich die Hertha doch langsam, aber sicher, immer näher an den Relegationsplatz ran. Unsere Mannschaft hingegen sollte sich bei solch einer Leistung und sechs Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz nicht allzu sicher fühlen!
In Hoffenheim kann der FC mal wieder für Wiedergutmachung sorgen – dann bei gesperrtem Gästeblock.
Doch ganz egal was geschieht, unsere Liebe zu Dir wird niemals vergehen! Du wirst niemals alleine gehen, FC!
SA & ATKS: LES AMITIES NE PEUVENT PAS SE DISSOUDRE - NOUS RESTERONS A JAMAIS A VOS COTES!!!
Schwaadlappe Nr. 54 / FC - Hertha BSC Berlin | |
| Hysterie macht Auflage | |  Seit einiger Zeit ist in beinahe allen Medien immer wieder von einer “neuen Qualität der Fußballgewalt” oder gar von der “Renaissance des Hooliganismus” die Rede. Nach welchen Zahlen und Fakten diese bedrohliche Neuigkeit errechnet wurde, bleibt dabei meist im Dunkeln. Tatsache hingegen ist, dass die Zentrale Informationsstelle Sport-einsätze in den vergangenen Jahren lediglich einen Zuwachs an Stadionverboten verbuchen konnte, jedoch keinen bezüglich einge-leiteter Strafverfahren. Zwar liegt für die vergangene Spielzeit noch kein Jahresbericht Fußball der ZIS vor, aber zumindest das Innenministerium Baden-Württemberg gab vor kurzem einen Rückgang fußballbezogener Delikte in der laufenden Saison bekannt, was wohl ein objektives Kriterium dafür darstellen dürfte, dass es ganz so schlimm dann doch nicht sein kann. Hinzu kommt, dass die Zuschauerzahlen weiter steigen. Ganz subjektiv scheinen sich also nicht allzu viele Menschen aus Angst um Leib und Leben von einem Stadionbesuch abhalten zu lassen. Woher rührt also die aktuelle Flut an Horrormeldungen über den Volkssport Nummer eins?
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Die komplette Kolumne könnt Ihr auf der Internetseite des Dachverbandes der aktiven Fanclubs des 1. FC Köln e.V. lesen! | |
| Hannover 96 - 1. FC Köln 1:4 | |  Am 28. Spieltag der Bundesligasaison ging es für unseren 1. FC Köln gen Niedersachen zu dem überaus wichtigen Spiel gegen Hannover 96. Aufgrund der letzten beiden eher dürftigen Partien galt es heute, weitere wichtige Punkte, bestenfalls einen Sieg, zu erkämpfen, um den Abstand auf die Abstiegsränge zu halten.
Unsere Gruppe machte sich am frühen Morgen mit einer Busbesatzung inklusive unserer Sektion Stadionverbot auf den Weg. Gerade dieser Zusammenhalt an Spieltagen zeigt, dass wir uns der Repressionswelle stellen und niemals daran denken, davonzulaufen oder aufzugeben! An dieser Stelle ein Dank an alle Gruppen in Deutschland, die uns Ihre Solidarität bekundet haben. Ultras – Niemals aufgeben!
Nach der Ankunft am Stadion ging es zügig in den Gästeblock, welcher wieder einmal verkehrt herum beflaggt wurde. Diesen Protest werden wir als Kölner Szene in der nächsten Zeit fortsetzen. Zudem werden keine üblichen Standardmaterialien (Fahnen, Doppelhalter etc.) sondern lediglich jene, die einen konkreten Bezug zu der Repressionsthematik haben, in unserem Block präsentiert.
Erwartet der typisch kölsche Fußballjeck nun einen Spielbericht der üblichen Sorte, muss man ihn leider enttäuschen. Denn unsere Diva vom Rhein hatte am heutigen Tag etwas ganz besonderes mit den mitgereisten Kölnern vor: sie sollte uns von Anfang an in Extase versetzen.
Kurz nach Anpfiff entwickelte sich sofort ein temperamentvolles Spiel. Beide Mannschaften konnten sich in den Anfangsminuten einige Chancen erspielen. In der 12. Minute netzte der am heutigen Tag überragende Tosic sensationell zum 1:0 ein. Der Gästeblock, der von Beginn an sehr motiviert auftrat, erlebte seinen ersten Höhepunkt. Petit war es dann, der die zunächst einmal weiterhin motivierten 96er nur neun Minuten nach dem Führungstreffer zum zweiten Mal schockte. Als Novakovic kurz darauf einen von Balitsch verschuldeten Handelfmeter zum 3:0 verwandelte, konnte selbst der pessimistischste Kölner, so schien es, kein Haar mehr in der Suppe entdecken: Ober- und Unterrang pushten sich gegenseitig hoch und ließen das Niedersachsenstadion bis zum Halbzeitpfiff erbeben.
Der Gästeblock in der Südkurve erlebte einen großen Tag und konnte dank des Halbzeitergebnisses eine gute Leistung vorzeigen. Die Heimkurve hingegen konnte man selten akustisch vernehmen. Optisch machte die Nordkurve mit einer kleinen Unterrang-Choreo zur Thematik Stadion auf sich aufmerksam, auch wenn sie keine spektakulären Maßstäbe setzen konnte. Das Spruchband „Hansa zeigt wie es richtig geht! FC Köln, steh zu deinen Fans!“ führte zu dankendem Applaus im Gästesektor.
Die zweite Halbzeit wurde von unserer Mannschaft ebenso enthusiastisch begonnen, wie sie die Erste beendet hatte. Nach 71 Minuten krönte Tosic seinen überragenden Auftritt mit dem 4:0. Cherundolo erzielte in der 81. Minute den Ehrentreffer für die Niedersachsen. Die Heimkurve blieb weiterhin, wen wundert das bei dem Ergebnis auch, unauffällig.
Voller Freude über den kaum für möglich gehaltenen Auftritt konnten wir nach Spielende unsere Stadionverbotler vor den Stadiontoren begrüßen.
Die Leistung auf dem Platz und auf den Rängen gilt es nun gegen die Hertha aus Berlin im heimischen Müngersdorfer Stadion zu bestätigen, damit es so bald wie möglich wieder sicher heißt: „Nie mehr 2. Liga...“ | |
| 1. FC Köln - Borussia Mönchengladbach 1:1 | |  DERBY GEGEN GLADBACH! Diese Worte elektrisierten Köln in den letzten Jahren mehr als alles andere. Dieses Jahr wurde die Vorfreude jedoch schon einige Wochen vor dem Spiel durch die verhängten Repressionen seitens der Polizei und unseres Vereins geschmälert (s. Schwaadlappe).
Der Tag begann für unsere Gruppe und einen Teil der Kölner Szene in einer Kneipe außerhalb der Verbotszone für Aufenthaltsverbotler, um zumindest vor Spielbeginn einige gemeinsame Stunden zu verbringen. Jedoch sollten auch diese Stunden nicht ohne die Beobachtung unserer 'Freunde und Helfer' vergehen, welche nach einiger Zeit sämtliche Straßen abgeriegelt hatten, um uns zum Stadion zu begleiten. Traurig aber wahr, dass man sich in der heutigen Zeit nicht mehr frei und ungehindert in der eigenen Stadt bewegen kann. Nach der Verabschiedung unserer Stadt- und Stadionverbotler ging es mit der Bahn in Richtung Stadion. Aufgrund der Masse an Stadtverboten blieb unser Raum an diesem Spieltag geschlossen.
An der Südkurve angekommen, sollte uns nun endlich das Derbyfieber zumindest für einen kurzen Moment packen und ein jeder Kölner brüllte den Hass gegen die Elf vom Niederrhein in den Nachthimmel. In der Kurve angelangt, musste jedoch ein jeder die Ausmaße der Repressionen erkennen: noch mehr bekannte Gesichter, Freunde, mit denen man Woche für Woche zum Fußball fährt, um unseren geliebten 1. FC Köln zu unterstützen, fehlten. Aus der Kurve verbannt, seid ihr trotzdem in unseren Herzen dabei!
Vor Spielbeginn wurde passend zu der Thematik ein Spruchband mit den Worten „Ein Derby ohne Emotionen wegen übertriebenen Aufenthaltsverboten“ präsentiert. Zudem verzichteten alle Kölner Gruppierungen auf das sonst übliche Fahnen- und Doppelhalterintro und beflaggten den Zaun mit auf den Kopf gestellten Fahnen. Lediglich Materialen mit Stadionverbotsbezug wurden präsentiert.
Abgesehen davon erstrahlte unsere Südkurve das erste Mal seit Jahren nicht in dem farbenprächtigen Gewand einer Choreographie. Hintergrund ist, dass der Verein als Strafe für die Vorkommnisse in Leverkusen die Reinigungskosten der Tribüne auf die Choreographie-herstellende Gruppe übertragen wollte (Spruchband: „Choreo fällt aus wegen Reinigungskosten!“)
Nach Anpfiff legten sowohl die Südkurve als auch der Gästeblock der Bauern gut los, wobei keine Seite kontinuierlich die Oberhand gewinnen konnte. Ebenso verhielt es sich auf dem Rasen: beide Mannschaften konnten sich mehr oder weniger als gleichwertig präsentieren, leichte Feldvorteile wurden zumeist nach wenigen Minuten vom Gegner egalisiert. Somit ging es nach einem schwachen Spiel mit einem gerechten 0:0 in die Kabine.
Unsere Kurve konnte in der ersten Halbzeit einen akzeptablen Auftritt vorweisen, während man den Gästeblock selten hören konnte. Lediglich der Wechselgesang über mehrere Minuten war beeindruckend.
Die zweite Halbzeit begann in der Kurve mit einem Spruchband zur Sanktion des FC, durch die das Auswärts-Stehplatzkarten-Kontingent auf eins gesetzt wird – auch das als Folge der Vorfälle in Leverkusen. „1 Ticket pro Mitglied? Euer Dank für unsere Unterstützung auch in schlechten Zeiten!?“. Auf dem Platz ergaben sich mehr Vorteile auf Seiten der Gladbacher. In der 56. Spielminute gingen diese durch Reus in Führung – zu diesem Zeitpunkt sicherlich verdient. Der Gästesektor konnte auch nach dem Führungstreffer nur kurz auf sich aufmerksam machen, bevor er schon wenige Minuten nach der Führung wieder ruhiger und bewegungsloser wurde.
In der Folge des Gegentreffers kam es vermehrt zu Pfiffen der Kölner Anhängerschaft, welche sich immer mehr auf die Person Womé bezogen. Die Pfiffe verurteilten wir via Mikroanlage schon zu diesem Zeitpunkt und auch jetzt sagen wir, dass sie unangebracht und nicht förderlich waren und sind! Der Kurve rassistische Hintergedanken zu unterstellen, ist jedoch an den Haaren herbeigezogen und alleine der Gedanke sollte nicht ausgesprochen werden!
Den Fankreisen ist die oftmals sehr behäbige Art unseres Linksverteidigers schon seit seiner Ankunft und den ersten Einsätzen für den FC bekannt. Hiervon sollte sich jedoch auch unser Trainer und der Großteil der Mannschaft angesprochen fühlen: Fußball besteht aus Leidenschaft, Kampf und Emotionen. In den letzten Monaten fragt sich der FC-Fan aber immer wieder, warum diese Eigenschaften in der Kabine bleiben. Gerade bei einem Derby sollte es verständlich sein, dass vielen Fans im wahrsten Sinne des Wortes die Hutschnur platzt. Aber auch als Fan darf man nie aus den Augen verlieren, dass man die Mannschaft durch einen solchen Negativsupport noch mehr verunsichert.
In der 79. Minute ließ Maniche dann aber alle Kölner aufatmen: nach schönem Zuspiel von Tosic versenkte unser Portugiese den Ball in den Gladbacher Maschen. In den letzten Minuten konnten sich sowohl die Mannschaft als auch die Kurve ein Übergewicht erarbeiten. Die Heimkurve merkte, dass noch mehr möglich sein könnte und wurde durch eine Großchance von Novakovic auch fast belohnt – leider nur fast.
Nach Spielende machte man sich wieder auf den Weg zu seinen Freunden außerhalb der Verbotszone, um sie zu begrüßen.
Auch wenn Eure Tränen vom Großteil nicht gesehen werden, die Kurve ohne Euch nicht mehr das ist, was sie mal war: in unseren Herzen lebt Ihr weiter, bis zu dem Tag, an dem wir alle gemeinsam wieder im Stadion stehen, um unseren FC nach vorne zu schreien.
Nach einigen sieglosen Spielen in Serie wird es am kommenden Samstag in Hannover mal wieder Zeit für einen Dreier. Dafür müssen wir in der Kurve und die Mannschaft auf dem Platz aber wieder alles geben!
Schwaadlappe Nr. 53 / FC - VfL Bor. M´Gladbach | |
| FSV Mainz 05 – 1. FC Köln 1:0 | |  Willenlos, emotionslos, lethargisch. So lässt sich der Auftritt unserer Mannschaft am vergangenen Samstag Nachmittag in Mainz beschreiben.
Nach den letzten beiden für unsere Verhältnisse erfolgreich bestrittenen Partien gegen Leverkusen und München galt es, gegen den FSV nachzulegen und, wenn möglich, drei Punkte in unsere geliebte Domstadt zu entführen. Doch genau das Gegenteil geschah...
Früh morgens ging es für die Kölner Szene per WET in Richtung Rheinland-Pfalz. Aufgrund der Ereignisse der letzten Wochen stand dieses Spiel unter einem besonderen Stern, sollte es aufgrund der erwarteten Stadionverbote aus Leverkusen doch das Letzte für viele Mitglieder unserer Szene sein. Dementsprechend hoch waren die Erwartungen an sich selbst und vor allen Dingen an die Mannschaft. Am Bruchweg angekommen, ging es relativ zügig in den Gästeblock.
Zum Einlaufen der Mannschaften wurden die üblichen Standardmaterialien präsentiert. Erwähnenswert an dieser Stelle sei, dass jegliche Zaunfahnen bis auf die Stadionverbotsfahnen verkehrt herum hingen, um unseren Protest gegen die Repressionen seitens der Polizei und des Vereins aufgrund des vergangenen Derbys gegen Leverkusen und dem Anstehenden gegen die Bauern auszudrücken.
Wieder einmal erreichten unsere Szene Aufenthaltsverbote für den kommenden Spieltag gegen Gladbach. Zudem wurden in den Schreiben teilweise die o.g. Stadionverbote von über drei Jahren angekündigt. Solch eine Einschränkung der persönlichen Freiheit und die Art der Vergabe von Stadionverboten ist für uns nicht hinnehmbar.
Das Spielgeschehen lässt sich in wenigen Worten beschreiben: ab der 27. Minute spielte unser FC in Überzahl, da Bancé aufgrund einer Tätlichkeit gegen Geromel vom Platz gestellt wurde. In keiner Phase des Spiels konnte unsere Mannschaft Kapital daraus schlagen und überzeugen. Nach 56 Spielminuten traf zu allem Überfluss Schürrle zum 1:0 für den FSV. Gerade in Anbetracht des vermutlich letzten Spiels für viele kölsche Jungs und Mädels für lange Zeit erscheint diese Mannschafts’leistung’ als ein einziger Witz, der unsere Supportleistung, welche zu keiner Zeit als überragend, aber in Anbetracht des Spielverlaufs als relativ konstant zu bezeichnen ist, weit voraus war. Konstant in der Hinsicht, dass sich der übliche Teil der FC-Anhänger supportwillig darstellte und über die Zeitspanne von 90 Minuten akustisch präsent war – wenn auch eher selten wirklich laut.
Die Mainzer Heimkurve zeigte jedoch ebenso keine gute Leistung. In dem Bereich, in dem die Ultras stehen, konnte zwar des Öfteren Bewegungen vernommen werden, laute Gesänge der Heimkurve waren aber die Seltenheit.
Auch wenn unsere Mannschaft dem Namen unseres Vereins in keinster Weise gerecht wurde, Repressionen und Verbote uns schwächen sollten: wir, das Herzstück des Vereins, werden nie untergehen!
Lasst uns Dem am kommenden Spieltag alle gemeinsam gerecht werden!
Auf geht’s Kölner... Und wir schmeissen...
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| Alle mit dem Zug nach Mainz! | | | | |
| 1. FC Köln - FC Bayern München 1:1 | |  Nach dem Punktgewinn beim kleinen Derby in Leverkusen konnte sich unser Verein mit einer ähnlichen Leistung auch (geringe) Hoffnungen auf einen Erfolg gegen den Rekordmeister aus München ausmalen. In den Tagen vor dem Spiel traf die Mannschaft um Zvonimir Soldo allerdings eine Verletzungswelle. Christopher Schorch zog sich beim Länderspiel unter der Woche einen Kreuzbandriss zu, Adil Chihi ist ebenso bis Saisonende außer Gefecht. Auch Kevin Pezzoni, Taner Yalcin und Pierre Womé mussten verletzt zuschauen.
Mit Carsten Cullmann auf der Ersatzbank ging es dann am Samstag gegen den FC Bayern darum, die Heimbilanz endlich mal wieder aufzufrischen. Und die Wiedergutmachung nach dem 1:5 gegen den VfB Stuttgart gelang eindrucksvoll. Schon nach sieben Minuten traf Lukas Podolski die Latte, nach 30 Minuten traf er dann nach einem hart geschossenen Freistoß zum nicht ganz unverdienten 1:0.
Die Südkurve empfing die Mannschaften mit einem kleinen Intro aus Fähnchen und Schwenkfahnen. Eigentlich hatten die Boyz eine Choreo für das heutige Spiel geplant. Nachdem sie aber als Folge der Vorfälle in Leverkusen die Entsorgung der Choreo selber bezahlen sollten, zog die Gruppe ihre geplante Choreo zurück. Darauf bezogen sich die Sprüche „Choreo fällt wegen Reinigungskosten aus!“ sowie „Von unseren Choreos profitieren und dabei noch abkassieren…“. CNS bezog mit dem Spruchband „Bald alle nackt? Der FC sagt ja!“ Stellung zur lächerlichen Diskussion von Boulevardpresse und FC (der sich, warum auch immer, dazu äußert) über Nacktscanner im Stadion.
Während der ersten 45 Minuten konnte unsere Südkurve etwas mehr überzeugen als in den letzten Spielen, wenn man das Spiel gegen Stuttgart einmal ausblendet. Gerade das Tor nach einer halben Stunde gab zur richtigen Zeit neuen Schub, da die Stimmung traditionell eigentlich nach 30 Minuten abflacht. Der Stimmungsblock, auf den wir vor dem Spiel sowie im Schwaadlappe erneut aufmerksam machten, könnte die Stimmung in der Südkurve jedoch weiter nach vorne bringen, da die Möglichkeit geschaffen wird, dass alle, die aktiv an Stimmung interessiert sind, in einem Block versammelt sein könnten.
Im Gästeblock wurde zum Intro eine kleine Choreo durchgeführt, die jedoch als ausbaufähig zu bezeichnen ist – eine schwer zu interpretierende Blockfahne sowie kein dichtes Bild aus roten und weißen Fahnen. Stimmungstechnisch war der Gästeblock kein einziges Mal wirklich zu vernehmen.
Die zweite Halbzeit begann sowohl auf dem Platz als auch auf den Rängen etwas ruhiger, bevor der Rekordmeister nach zehn Minuten die Befürchtungen wahrmachen sollte. Zunächst präsentierte Louis van Gaal seine breit aufgestellte Mannschaft durch Einwechslungen von Ribery und Klose, bevor Schweinsteiger in der 58. Minute den Endstand von 1:1 erzielte. Nach dem Gegentor nahm der Druck der Bayern zu und zum Ende hin konnte der FC mit einem Punkt mehr als zufrieden sein. Schweinsteiger und Ribery trafen das Aluminium – ein Wachmacher für die Südkurve, die auch während der zweiten Halbzeit den Ton in Müngersdorf angab, wenn auch etwas gemächlicher als in der ersten Halbzeit. Der Gästeblock war auch nach dem Gegentor kaum bis gar nicht zu vernehmen.
Mit zwei Punkten gegen die beiden Spitzenmannschaften der Bundesliga lässt es sich sehr gut leben und nun gilt es in den letzten neun Spielen weiterhin fleißig Punkte zu sammeln. Dabei spielen wir gegen alle Konkurrenten im Abstiegskampf und dem Kampf um Plätze im gesicherten Mittelfeld.
Schwaadlappe Nr. 52 / FC - FC Bayern München | |
| 1. FC Köln - VfB Stuttgart 1:5 | |  Am 23. Spieltag der Fußballbundesliga empfing unser 1. FC Köln den VfB aus Stuttgart. Die Enttäuschung über das Ausscheiden im DFB-Pokal gegen Augsburg und die Niederlage auf Schalke waren spürbar und dennoch galt es, sich wieder zu motivieren und weitere Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.
Zum Einlaufen der Mannschaften präsentierten die Gruppen der Südkurve einige Schwenker, kleine Fahnen und Doppelhalter, um unser Team auch optisch zu pushen.
Nach Anpfiff entwickelte sich ein stark umkämpftes und schnelles Spiel, in dem zunächst keines der Teams die Überhand gewinnen konnte. Die erste Chance durch Novakovic in der 12. Spielminute gab Anlass zur Hoffnung: es schien so, als hätte sich die Mannschaft die harsche Kritik der letzten Tage zu Herzen genommen. Diese Hoffnung wurde aber schon im Keim erstickt, als Cacau keine Minute später im Kölner Strafraum ungestört den Abschluss suchte und die Schwaben mit 1:0 in Führung brachte.
„Weitermachen, nicht aufgeben!“ ...und genau das Gegenteil geschah: in der Folgezeit verlor der FC in den entscheidenden Momenten jegliche Konzentration und Bissigkeit. Zwar konnten einige Chancen herausgespielt, jedoch nicht verwertet werden. Anders die Stuttgarter, die in der 31. Minute geschickt konterten. Wiederum war es Cacau, der das 2:0 erzielte. Kurz darauf gelang diesem sogar sein Hattrick. 3:0 für den VfB.
Bis zu diesem Zeitpunkt konnte unsere Südkurve dem Gästeanhang Paroli bieten, aber nun gewannen die Schwaben, deren Auftritt zwar relativ konstant aber keineswegs überragend war, im Müngersdorfer Stadion die akustische Oberhand.
Das Spiel schien schon vor der Halbzeit gelaufen. Umso überraschender kam kurz vor dem Halbzeitpfiff der Anschlusstreffer durch Schorch. Trotz des gerade erst erzielten 1:3 wurde unsere Mannschaft mit einem gellenden Pfeifkonzert in die Kabine verabschiedet.
Dem FC-Fan an sich schenken selbst kleinste Erfolgserlebnisse neuen Mut. So legte die Südkurve zu Beginn der zweiten Hälfte wieder ordentlich los. Die Mannschaft schien dies zu rechtfertigen und erspielte sich einige hochprozentige Chancen, welche allerdings, wie schon in Hälfte eins, nicht genutzt werden konnten.
Für die Schwaben stellte es in der 70. Minute wiederum kein Problem dar, gegen die unkonzentrierte Kölner Defensive einzunetzen. Kurz darauf krönte Cacau seinen Auftritt mit dem 5:1.
Spätestens nach dem 4:1-Rückstand war die Südkurve endgültig am Ende ihrer Bereitschaft, noch einmal Anstrengungen für die Mannschaft zu leisten. Bis zur 90. Minute im Stadion zu bleiben sollte hingegen für jeden wichtig sein, der zu seinem Verein, auch in solchen Situationen, steht. Durch dick un durch dünn, janz ejal wohin.
Warum keiner unserer Spieler dazu fähig ist, warum Konzentration, Leidenschaft und Bissigkeit in den wirklich wichtigen Momenten fehlen, darauf weiß allerdings nach einem solchen spielerischen Offenbarungseid sicherlich keiner eine Antwort. Und trotzdem werden wir nächste Woche wieder im Block stehen und für unsere große Liebe alles geben. Dann in einem kleinen Vorort Kölns. Auf in die Werksstadt! Auf geht´s, Köln! It´s Derbytime!!
Schwaadlappe Nr. 51 / FC - VfB Stuttgart | |
| Shirt "Kölscher Klüngel" erhältlich | |  Beim kommenden Heimspiel gegen den FC Bayern München ist es möglich, an unserem Stand in der Südkurve die T-Shirts zum neu eingeführten Kölner Fanrechtefonds zu kaufen.
Der so genannte Kölsche Klüngel "hilft FC-Fans, die unverschuldet mit einem Stadionverbot belegt wurden oder anderweitig unter unsach-gemäßen oder übertriebenen staatlichen Repressionen, wie Stadt-verboten, zu leiden haben. Auch will der Dachverband, Gründer des Fonds, Aufklärung betreiben, um präventiv dafür zu sorgen, dass möglichst wenige FC-Fans mit Polizei und/oder Justiz in Konflikt geraten. Neben seiner sozialen Funktion wird über den Fonds Öffentlichkeitsarbeit und öffentliche Aufklärung betrieben werden. Hilfestellungen müssen hierbei nicht nur finanzieller Art sein, es können auch beratende Beiträge geliefert werden."
Das T-Shirt ist weiß und trägt auf der Vorderseite das Logo des Fanrechtefonds. Für 10 Euro könnt Ihr das T-Shirt an unserem Stand erwerben. Unser Stand befindet sich in der Südkurve, hinter dem Block S3, neben dem Glashaus des Fan-Projektes.
Weitere Informationen über den Fanrechtefonds erhaltet Ihr unter folgendem Link.
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| Bayer 04 Leverkusen - 1. FC Köln 0:0 | |  Das kleine Derby gegen den Nachbarn aus Leverkusen sollte dieses Mal für einen Großteil der Kölner Fanszene mit einer besonderen Anreise beginnen. So trafen sich mittags rund 600 Fans auf der Schäl Sick, um sich mit einem vom Dachverband organisierten Schiff auf den Weg zum Flutlichtspiel in der Farbenstadt zu begeben. Nach rund eineinhalb Stunden Fahrt und mehreren Aktionen seitens der Kölner, die leider wieder einmal unter Stadtverbot leiden mussten, legten wir in Leverkusen an (Stadtverbotler mit uns!).
Über verschiedene Wege machten sich die FC-Fans durch den Neuland-Park auf zur umgebauten BayArena. Diese war am Ende von rund 7000 Kölner belagert, die sich über alle möglichen Varianten Karten für das Spiel besorgten. Wenn der ewige Vizemeister das Stadion nicht selbst füllen kann, tun wir das eben.
Zum Intro wollten wir mit 300 Stadtfahnen, die auf dem Schiff verteilt wurden, unsere Liebe zu unserer Stadt ausdrücken. Leider wurden seitens des Gastgebers alle Materialien verboten, was die Ordner so wörtlich nahmen, dass sie teilweise Eintrittskarten von Fans zerrissen, die versuchten, mit ihrer Stadtfahne ins Stadion zu gelangen. Wie übertrieben lächerlich kann man sich eigentlich machen.
Nur rund 60 Fahnen fanden am Ende den Weg ins Stadion. Diese wurden zum Einlaufen der Mannschaften zusammen mit einer nett anzusehenden Pyro-Aktion präsentiert.
Dass Pyrotechnik gesittet und ruhig, ohne Randale-Hintergrund, ablaufen kann, konnte man im Kölner Gästeblock wieder einmal sehen.
Im Vorfeld des Spiels ging es für die Pessimisten lediglich darum zu tippen, wie viele Gegentore unsere Mannschaft kassieren würde. Während der 90 Minuten sollte sich herausstellen, dass es nicht Viele sein würden.
Unser Team begann, auswärts gewohnt, defensiv, was dieses Mal auch wieder funktionierte, und folglich hatte der Tabellenführer seine Probleme, zu guten Chancen zu kommen. Nach 15 Minuten hatte Hypiää wohl die größte Chance, bevor auch Sebastian Freis für die Geißböcke nach rund einer halben Stunde eine Riesenchance vergab.
Torlos gingen die Mannschaften mit dem Fazit in die Halbzeit, dass es ein Spiel ohne viele große Torchancen und mit einer gut stehenden Kölner Defensive sein sollte.
Im Gästeblock war die Zufriedenheit über das Spiel unserer Mannschaft an der Stimmung abzulesen. Wenn man bedenkt, dass wir ohne Trommeln, die ebenfalls nicht erlaubt waren, Stimmung erzeugen mussten, kann man den Auftritt als ‚gut gelungen‘ bezeichnen.
Oft hallten die lauten Sprechchöre der FC-Fans durch das Stadion. Dass fast die gesamte Hintertortribüne in Kölner Hand war, war daran sicherlich nicht ganz unschuldig. Auch durch den neuen, wenn auch äußerst kleinen, Oberrang hatten wir die Chance, endlich mit mehr Fans nach Leverkusen zu reisen.
Die zweite Halbzeit entwickelte auf dem Platz keine Neuigkeiten. Der FC verteidigte so gut er konnte, die Werkself hatte keine Mittel um erfolgreich vor dem Tor von Faryd Mondragon aufzutauchen.
Auch auf den Rängen zeigte sich das gewohnte Bild: der FC-Anhang überzeugte phasenweise sehr, während man aus der Heimkurve so gut wie keine lauten Gesänge vernehmen konnte.Erfreulich zu sehen, dass es auch gute Derbystimmung seitens der FC-Fans gibt, wo wir uns in den letzten Jahren doch oft über schlechte Stimmung bei den Spielen des Jahres beklagt haben.
Kurz vor Ende der Partie und des Punktgewinns für den FC wurde Toni Kroos dann bei einer Ecke mit Gegenständen beworfen. Wir haben stets die Meinung vertreten, dass es keinem hilft, Gegenstände auf den Platz zu werfen! Die wahren Probleme entstehen durch solche unüberlegten Aktionen, die wir in der Vergangenheit, heute und in Zukunft verurteilen werden. Diese und unachtsame Aktionen innerhalb des Gästeblocks sind nicht förderlich für Fans, die das sichere Abbrennen von Pyrotechnik befürworten und dafür kämpfen.
Aktionen wie die kurz vor Ende des Spiels stehen in keinem Zusammenhang zu einem Pyro-Intro zu Beginn des Spiels, welches nicht nur von Fans, sondern auch von Spielern gerne gelobt wird und sie motiviert.
Nach Abpfiff, der, was man am Arme-hochreißen erkennen konnte, mehr als nur ein Punktgewinn für uns darstellte, verabschiedete sich die Mannschaft von den feiernden Fans und auch Christopher Schorch relativierte seine Worte, die er vor dem Derby äußerte, indem er ein ALAB-Tshirt überzog. Emotionen sollte man nicht verstecken!
Den Rückweg aus der Vizemeister-Stadt traten wir gewohnt mit dem Zug an. Nachdem 80 Minuten nach Spielende endlich der erste Zug Richtung Köln eintrudelte, empfingen wir die Stadtverbotler sowie die Fans, die durch polizeiliche Maßnahmen dem Spiel fernbleiben mussten.
An dem Achtungserfolg in Leverkusen gilt es nun gegen den FC Bayern anzuknüpfen! | |
| Supportersblock S3 | |  In der Vergangenheit konntet ihr in unseren Ausführungen schon oft den Begriff „Supportersblock“ lesen, eine Idee, die aufgrund der eingeführten Blocktrennung in der Südkurve vor einiger Zeit entstanden ist. So leidet die Stimmung unter anderem schon länger auch daran, dass supportinteressierte Fans zwar in der gleichen Kurve, aber voneinander getrennt stehen.
Bestimmt kennen viele von Euch das Problem: Ihr steht in einem der äußeren Blöcke des Unterrangs, wollt Euren Beitrag zu guter Stimmung leisten, bekommt dafür jedoch nicht viel von der ausgehenden Stimmung im Herzen der Kurve mit. Aufgrund der Blocktrennung innerhalb des Südkurve-Unterrangs seid Ihr dabei an Euren Block gebunden und könnt nicht beliebig wechseln. Andere FC-Fans hingegen, die Ihre Dauerkarte im Block S3 haben, stehen vielleicht nicht in der Mitte der Kurve, um ihren Beitrag zu guter Stimmung zu leisten, sondern um einen vermeintlich guten Blick (der in den Nachbarblöcken nicht unbedingt schlechter sein muss) auf das Spielfeld zu haben und fühlen sich eventuell dabei noch durch den dortigen Fahneneinsatz gestört.
Gegen diesen Missstand möchten wir jetzt in Zusammenarbeit mit dem 1. FC Köln durch die Einrichtung eines Supportersblock angehen, damit die Stimmung im S3 endlich zentralisiert wird und alle Südkurven-Gänger mit ihrem Platz in der Südkurve zufrieden sein können.
Der erste Schritt in diese Richtung ist die eventuelle Einrichtung einer so genannten „Dauerkartentauschbörse“. Doch bevor diese Idee in die Tat umgesetzt und konkrete Wechselanfragen beim 1. FC Köln bearbeitet werden können, möchte man beim Verein verständlicherweise zunächst ein Meinungsbild vorliegen haben um im Interesse aller Stehplatzdauerkarteninhaber ein optimales Konzept für eine derartige Umsetzungsaktion zur kommenden Saison zu erarbeiten.
Aus diesem Grund führt der 1. FC Köln noch bis zum 01.04.2010 unter folgenden Link www.fc-koeln.de/index.php?id=3132 eine Umfrage durch, um herauszufinden wie viele Dauerkarteninhaber aus dem S3 ein konkretes Interesse an einem Wechsel in die Nachbarblöcke S1, S2, S4, S5 oder S6 aufweisen.
Wir bitten in diesem Zusammenhang jeden daran interessierten Dauerkarteninhaber aus dem Block S 3 sich an der vom 1. FC Köln durchgeführten Umfrage zu beteiligen, damit eine „Dauerkartentauschbörse“ in naher Zukunft in die Realität umgesetzt werden kann. Supportorientierte FC-Fans könnte man durch dieses Vorhaben an den S3 binden und Diesen auf langfristiger Ebene zu einem Supportersblock umfunktionieren.
Wir müssen alles dafür geben, dass die Stimmung in der Südkurve wieder besser wird. Dabei brauchen wir Eure Unterstützung! | |
| Fanrechtefonds Köln: Man kennt sich, man hilft Dir! | | Mit einer Party startet am kommenden Wochenende der “Kölsche Klüngel”. Durch diesen Kölner Fanrechtefonds sollen FC-Fans, die unverschuldet mit einem Stadionverbot belegt wurden oder unter anderen staatlichen Repressionen leiden, in ihren Anliegen unterstützt werden.
Hierzu sind alle Interessierten sehr herzlich eingeladen, mit uns am Samstagabend nach dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart im “Spielplatz” am Ubierring zu feiern. Der Eintritt beträgt 3€, für Speisen und Getränke ist – wie immer zu günstigen Preisen – gesorgt.
Weitere Informationen zum Fanrechtefonds Köln gibt unter www.fanclubs-koeln.com.
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| FC Schalke 04 - 1. FC Köln 2:0 | |  Der Kölsche Fasteleer erreichte so langsam seine finalen Tage, als es den FC und seine Anhänger nach Schalke trieb. Am Karnevalssonntag, vier Tage nach der niederschmetternden Niederlage im DFB-Pokal-Viertelfinale in Augsburg, begab sich die Fanszene am früheren Vormittag per WET Richtung Gelsenkirchen.
An der Arena angekommen musste man sich auf die wenigen Drehkreuze verteilen, sodass es zu Verzögerungen beim Einlass kam, jedoch gab es überraschenderweise keine Probleme mit den mitgebrachten Materialien. In der Eingangshalle fragte sich mal wieder manch einer, ob dies wirklich ein Fußballstadion oder eher eine Konzerthalle sei. Doch sind wir das geschlossene Dach der Arena ja inzwischen gewohnt.
Zum Einlaufen der Mannschaften gab es auf beiden Seiten ein paar Fahnen zu sehen, außerdem begannen wir unseren Support erneut mit einer langen Version der FC-Hymne. Dachte man vor dem Spiel, dass die Kölner Mannschaft um Wiedergutmachung bemüht wäre, wurde man enttäuscht. Viel mehr erinnerte das Spiel unserer Mannschaft an die Leistungen der Hinrunde: schlechtes Spiel, kein Mittelfeld, kaum Bewegung, kaum Chancen. Hinzu kommt inzwischen des Öfteren eine schwimmende Defensive, insbesondere bei Standardsituationen.
An die Stimmung vergangener Karnevalsspiele konnten die mitgereisten 5000 Kölner zwar nicht anknüpfen, jene war aber dennoch akzeptabel. Mit dem Halbzeitpfiff erzielte Joel Matip das 1:0 für die Knappen, was natürlich für Entsetzen beim Kölner Anhang sorgte.
Während die Mannschaft in der Bundesliga zuletzt Gegentore gut verkraftete, war in Gelsenkirchen nicht viel von Aufbäumen zu sehen. Auch die Leistung auf den Rängen ließ nach. Der vorzeitige Aschermittwoch für FC-Fans begann in der 81. Minute, nachdem Farfan das 2:0 für die Schalker machte. Das Spiel war auf gewohnt Schalker Art entschieden: ebenfalls schlechtes Spiel, aber effektiv in der Offensive und stark in der Defensive.
Die Stimmung im rot-weißen Bereich der Arena war natürlich dahin.
Die Nordkurve konnte nur unmittelbar nach den Toren richtig laut überzeugen und war ansonsten auch gewohnter Durchschnitt.
Die Rückfahrt trat ein Großteil des Gästeanhangs im Sonderzug an, um den Karnevalssonntag noch ein wenig ausklingen lassen zu können.
Für FC-Fans waren die letzten Tage mal wieder harte Kost. Die Niederlagen gegen Augsburg und Schalke haben die Hoffnungen auf eine gute Rückrunde wieder geschmälert. Insbesondere, wenn man auf die kommenden Spiele blickt.
Doch gilt es nie aufzugeben für unseren Verein! | |
| FC Augsburg - 1. FC Köln 2:0 | |  Viertelfinale des DFB-Pokals in Augsburg. Diese wenigen Worte machten Köln schon viele Wochen vor Karneval ganz jeck. So starteten im Morgengrauen des Mittwochs vor Weiberfastnacht einige kölsche Partybusse mit der Hoffnung auf einen Sieg und dem Einzug ins Viertelfinale in Richtung Bayern.
Nach der Ankunft ging es relativ zügig und ohne Probleme mit allen Materialien in den Gästeblock des neuen Augsburger Stadions. Lobenswert, wurden bei einigen Auswärtsspielen Fahnen doch zu 'gefährlichem Werkzeug' deklariert.
Die Gruppen der Kölner Szene verteilten sich im kompletten Stehplatzbereich, um einen möglichst großen Effekt zu erzielen und alle mitreißen zu können. Zum Einlaufen der Mannschaften gab es eine recht einfache, aber wirkungsvolle Choreographie mit rot-weiß-roten Papptafeln.
Kaum waren die Pappen von den kölsche Jecken zusammengeknüllt, die Fahnen in der Luft und der erste Gesang angestimmt, stand es auch schon 1:0 für die Gastgeber. Thurk konnte nach einer Flanke von der rechten Außenbahn, an der sämtliche Kölner Verteidiger vorbeiflogen, problemlos einnetzen.
Mund abwischen, weitermachen, so dachte alle Kölner, und auch unser Team schloss sich diesem Motto an. Es entwickelte sich in der Folge ein von beiden Seiten umkämpftes Spiel, jedoch war die Leistung unserer Mannschaft nicht mit der aus den vergangenen Spielen vergleichbar. Nach einer halben Stunde schwächte der an diesem Abend desolat pfeifende Kinhöfer unseren geliebten FC mit einer überaus fraglichen roten Karte gegen Adil Chihi. Dies machte sich bis zur Halbzeit nur begrenzt bemerkbar und so gab auch der kölsche Block weiterhin Gas. Von Augsburger Seite war derweil nichts zu hören, lediglich den durchgehenden Einsatz von Schwenkfahnen konnte man beobachten.
Zweite Halbzeit, gleiches Spiel: in der 46. Spielminute gelang Thurk beinahe das an diesem Abend wohl vorentscheidende 2:0. Mondragon, bester Kölner auf dem Platz, parierte jedoch glänzend. Die verbleibende Spielzeit lässt sich mit relativ wenigen Worten zusammenfassen, der Ärger und die Wut über dieses Spiel jedoch kaum: Podolski sah nach nur acht Minuten auf dem Feld in der 68. Minute die gelb-rote Karte. Petit folgte seinem Teamkollegen und wurde in der 85. Minute vom Feld geschickt. Die Überzahl konnte der FCA noch einmal ausnutzen: Rafael traf kurz vor Abpfiff zum 2:0-Endstand.
Die Stimmung im mit rund 6500 Kölnern gefüllten Gästesektor war natürlich auf Eis gelegt. Schon während der gesamten zweiten Halbzeit war es schwierig, gute Stimmung aufkommen zu lassen. Die roten Karten sowieso der Knockout mit dem 2:0 war dann der finale Stoß für alle Domstädter.
Sicherlich trat unserer Mannschaft am heutigen Abend alles andere als souverän auf und erlebte im Vergleich zu den vergangenen Spielen einen Rückschritt. Auch über das Verhalten einzelner Spieler lässt sich diskutieren. Wie ein Schiedsrichter jedoch bei einem Pokalfight dermaßen sensibel und penibel pfeifen kann, ist unverständlich! In den letzten Jahren gingen wir mit unserem Verein durch dick und dünn und erlebten die wohl härteste Zeit, die der 1. FC Köln zu überstehen hatte. Spiele wie das Pokalviertelfinale gegen Augsburg sind für uns die Glanzlichter in einer harten Zeit - und werden uns von Schiedsrichtern wie Kinhöfer geraubt.
Und trotzdem machen wir weiter: Für unsere Liebe, unseren Stolz, unseren 1. FC KÖLN!
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| 1. FC Köln - Hamburger SV 3:3 | |  An diesem Abend schallten noch lange nach Spielende kölsche Töne durchs Müngersdorfer Stadion, Kölner liefen Arm in Arm singend durch die Altstadt und jedes gesprochene Wort, was sich auf den FC bezog, war angefüllt mit Freude, Begeisterung und Stolz. Dem vorausgegangen war ein irres Fußballspiel unseres Vereins.
Zum Einlaufen der Mannschaft präsentierten die Gruppen der Südkurve einige Schwenker, Fähnchen und Doppelhalter. Auf Hamburger Seite brachte eine kleine Choreographie Farbe in den Gästeblock. Schön, dass unser Verein auch den Gästefans die eine oder andere Aktion genehmigt, ist uns die Problematik der Materialmitnahme in gegnerische Stadien doch vertraut. Jedoch sollten unserer Ansicht nach alle Materialien in den Kurven Deutschlands erlaubt sein und ohne großes 'wenn' und 'aber' den Eingang passieren dürfen.
Kaum hatte Schiedsrichter Weiner, welcher am heutigen Nachmittag alles andere als souverän auftrat, angepfiffen, klingelte es das erste Mal im Kölner Tor. Schuss Petric, Abpraller Mondragon, Tor Jansen.
Trotz dieses Fehlstarts spielten unsere Mannen in Folge dessen kämpferisch und leidenschaftlich, als sei nichts geschehen. Es entwickelte sich ein offensives Fußballspiel, in dem beide Mannschaften eher auf den Abschluss als auf die Verteidigung bedacht waren. Bis zur 31. Minute konnte jedoch keines der Teams einnetzen, ehe Mohamad nach einem schönen Freistoß von Petit mustergültig zum Ausgleich köpfte.
Konnte man den Gästeanhang, rund 6000 Hanseaten, trotz der Führung bis dato nicht wirklich vernehmen, machte sich unsere Südkurve nun umso stärker bemerkbar.
Fünf Minuten nach dem Ausgleich hatten dennoch wieder die Hamburger Grund zum Jubeln, als Petric nach Ballverlust von Tosic und Vorlage von Jansen zum Abschluss kam. Zur Halbzeit gab es Seitens der Kölner Fans berechtigterweise keine Pfiffe.
Zweite Halbzeit - gleiches Bild. Kurz nach Anpfiff wurde dem HSV nach Handspiel von Geromel ein Elfmeter zugesprochen, den Petric problemlos verwandelte. Reagierte unser FC in den vorigen Jahren eher in Form von Resignation auf einen solchen Spielverlauf, sprühte die Mannschaft dieses Mal vor Selbstbewusstsein und Kampfesgeist. Dieser wurde in der 75. Minute mit dem Anschlusstreffer durch Novakovic belohnt.
Nun drehten alle Kölner, Spieler und Fans, richtig auf, um gemeinsam zumindest einen Punkt zu erkämpfen. In der 89. Minute gelang Chihi der verdiente Ausgleich durch einen abgefälschten Schuss von der Strafraumgrenze. Müngersdorf bebte!!! Nach dem Spiel gegen Dortmund, das einen ähnlichen Verlauf hatte, gingen wir enttäuscht nach Hause, dieses Mal jedoch fühlten sich alle Kölner als die Sieger des Tages.
Fazit des Nachmittags: Unsere Kurve hat zeitweise mal wieder gezeigt, welches Potential in ihr steckt, der Auftritt des Gästeanhangs war trotz der kleinen Choreo einer ihrer Schlechteren in der Domstadt und unser Team hat bewiesen, dem Namen '1. FC Köln' gerecht zu werden! Wir sind stolz auf Euch!!!
Mit einer solchen Mannschaft und Einstellung gehen wir für unseren Verein durchs Feuer. Mit Augsburg im Blick und dem Karneval vor der Tür lautet das Motto: 'Niemals aufgeben! Niemals zurückziehen! Für Verein und Stadt gemeinsam ins Halbfinale!' Auf geht´s Kölner!
Schwaadlappe Nr. 50 / FC - Hamburger SV | |
| Volkssport Fußball: freie Meinungsäußerung und Emotionen | |  Im neuen Schwaadlappe erscheint ein weiterer Text zur Initiative „Fußball als Volkssport erhalten“. Thema ist dieses Mal die freie Meinungsäußerung und Emotionen im Fußball. Dabei geht es nicht nur um das aktuellste Ereignis dieses Themas, die Umstellung des FC-Brett, sondern auch um freie Meinungsäußerung durch Spruchbänder oder Gesänge. Außerdem wird hinterfragt, inwieweit gewollte Einschränkung von Emotionen den Fußball ergreift. Den gesamten Text und weiterführende Links findet Ihr auf Volkssport Fußball. | |
| Posterverteilung Horde Karitativ | | Auch zum kommenden Heimspiel gegen Hamburg besteht die Möglichkeit, die Poster, welche noch von unserer Aktion "Horde Karitativ" übrig geblieben sind, an unserem Stand gegen die erteilten Gutscheine einzutauschen. Der Stand befindet sich hinter Südkurve innerhalb des Stadions neben dem Glashaus des Fan-Projektes (zwischen den Eingängen S2/S3 und S3/S4). Dazu wird Euch sowohl vor als auch nach dem Spiel, sowie ab ca. 50 Minuten nach Spielende in unseren Räumlichkeiten die Möglichkeit gegeben!
Bei Fragen könnt ihr Euch an hordekaritativ(at)wh96.de richten.
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| SG Eintracht Frankfurt - 1. FC Köln 1:2 | |  Das zweite Auswärtsspiel in Folge führte uns am 20. Spieltag an einem kalten und verschneiten Samstag nach Frankfurt. Per WET trat man als Kölner Szene die Reise zu den in dieser Saison stark aufspielenden Hessen an. Wusste unser Team am letzten Wochenende gegen Wolfsburg zu überzeugen, war jedoch jedem klar, dass die anstehenden Spiele in den nächsten Wochen keineswegs leichter werden würden und dringend nachgelegt werden musste, um sich etwas Luft vor den Abstiegsplätzen zu verschaffen.
In Frankfurt angekommen, lief man gemütlich und ungestört in Richtung Stadion. Genauso unspektakulär wie der Frankfurter Empfang präsentierte sich auch deren Stimmung, doch der Reihe nach:
Zum Einlauf der beiden Teams präsentierte die Kölner Anhängerschaft einige Fähnchen und Schwenker. Nach Anpfiff entwickelte sich ein sehr ausgeglichenes, unspektakuläres Spiel. Die Motivation und Hoffnung auf einen erneuten Erfolg zeigte sich auf Seiten der kölschen Fußballjecken gerade in den Anfangsminuten, ebbte im Laufe der Zeit jedoch ab. Hin und wieder schallten kölsche Gesänge mit hoher Lautstärke durchs weite Rund, jedoch fehlte wieder die Kontinuität. Sicherlich stehen Spielverlauf und Lautstärke des Supports in engem Zusammenhang. Aber genauso wie der Spielverlauf unsere Gesänge beeinflusst, haben wir die Möglichkeit, mit unseren Gesängen den Spielverlauf zu beeinflussen. Die Frankfurter Kurve konnte man in der ersten Halbzeit, die 0:0 endete, nur selten vernehmen. Kein Vergleich zu der ehemals starken Nordwestkurve!
Nach dem Seitenwechsel gestalteten beide Teams ihr Spiel wesentlich offensiver. Unser geliebter FC gewann leichte Feldvorteile und ging folgerichtig mit 1:0 durch Maniche in der 59. Spielminute in Führung, was den Gästeblock kurzzeitig beflügelte. Wie wachgerüttelt, legte sowohl die Frankfurter Kurve als auch die Mannschaft aus Hessen los. Nach mehreren guten Möglichkeiten konnte die Eintracht nach einer Ecke in der 76. Minute durch Chris ausgleichen. Im Gästeblock machte sich Nervosität breit, waren späte Gegentore doch keine Seltenheit. Jene entlud sich jedoch in der 84. Minute, als Russ nach einem Freistoß von Petit in die eigenen Maschen einköpfte. Die letzten Anläufe der Eintracht scheiterten an dem Kölner Abwehrbollwerk, sodass unser FC den zweiten Siege in Folge verbuchen konnte.
Nach dem Schlusspfiff machte man sich geschlossen mit unseren Stadionverbotlern auf den Rückweg in die geliebte Heimat, der ohne besondere Vorkommnisse bestritten wurde.
Glücklicherweise verbucht unsere Gruppe wieder ein Stadionverbot weniger, da unser ehemaliger Capo Pete wieder ins Stadion darf. Welcome back, Pete!!
Fazit des Tages: der FC kann zwei Mal hintereinander gewinnen, Tosic ist eine Bereicherung für unser Spiel und: DER FC KÖLN IST WIEDER DA! | |
| VfL Wolfsburg - 1. FC Köln 2:3 | |  Ohne Podolski, Novakovic und Ehret, dafür mit der späten und niederschmetternden Niederlage gegen den BVB im Gepäck ging es am Sonntag zum amtierenden Deutschen Meister nach Wolfsburg. Die Personalnot linderte die Hoffnung auf einen 3er in der Autostadt, jedoch befand sich auch der VfL Wolfsburg in einer sportlichen Krise.
Am frühen Sonntagmorgen machten sich zwei Busse unserer Gruppe auf den Weg nach Niedersachsen, um unseren FC, auswärts gewohnt stark, zu unterstützen. Am Ende waren es rund 2300 Kölner, die die VW-Arena zu Wolfsburg bevölkerten und schon vor Anpfiff klar machten, wer stimmungstechnisch die Oberhand behalten sollte.
Das Spiel war kaum angepfiffen, da köpfte Kevin Pezzoni nach einer Ecke von Chihi zu seinem ersten Bundesligator ein und schon zu diesem Zeitpunkt war der Jubel in der Kurve sehr laut. Zwar konnte die Heimmannschaft nach einer weiteren Viertelstunde ausgleichen, doch hinderte das uns Gästefans nicht daran, den FC weiterhin lautstark zu unterstützen.
Auch das Spiel der zweiten Halbzeit war gerade erst zwölf Minuten alt, ehe Sebastian Freis zwei Abwehr-spieler und den Torwart hinter sich lassen konnte, um zur erneuten Führung einzuschieben. Der Ausgleich der Wolfsburger folgte prompt, doch Adil Chihi traf dann in der 74. Spielminute zum 2:3-Endstand. Der Jubel im Gästesektor fand keinen Halt mehr, denn einen solchen Spielverlauf erlebt man als FC-Fan nicht alle Tage. Sicherlich schrien wir uns auch noch eine Menge Frust von der Seele, den wir beim 2:3 gegen den BVB anstauten.
Der Sieg gegen Wolfsburg war am Ende völlig verdient, insbesondere wegen der starken Mannschaftsleistung. Mit großen Handicaps war man nach Wolfsburg gereist, mit drei verdienten Punkten fuhr man wieder zurück in die Domstadt. Auch auf den Rängen ging der Sieg klar an den 1. FC Köln. Die Heimkurve stellte lediglich einen stummen Statisten im Stadion dar, den man kein einziges Mal richtig vernehmen konnte. Wir hingegen wussten durch viele und laut gesungene Lieder zu überzeugen!
Zu erwähnen ist noch das Spruchband der Boyz: „Unschuldsvermutung außer Kraft. Beim DFB regiert die Sippenhaft! Kämpfen Ultras – Kämpfen Schickeria!“ Das Spruchband bezieht sich auf die vom DFB verhängten 81 Stadionverbote gegen Fans des FC Bayern.
Jetzt geht es zum zweiten Auswärtsspiel innerhalb einer Woche nach Frankfurt. Mit einer Leistung wie in Wolfsburg ist auch dort ein Sieg drin – sowohl auf dem Platz als auch auf den dann noch mehr gefüllten Gästerängen.
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| Respekt und Toleranz in München? Ein offener Brief an Karl-Heinz Rummenigge | | Lieber Karl-Heinz Rummenigge,
mit Erstaunen, wenn nicht gar Fassungslosigkeit, haben wir die Hausmitteilung des FC Bayern München zum Thema Respekt und Toleranz zur Kenntnis genommen und uns die diversen Presseberichte dazu durchgelesen sowie den Bericht von TV München angesehen.
Tenor des Ganzen: Der FC Bayern München tritt für Respekt und Toleranz gegenüber dem Gegner und seinen Fans ein. Deshalb dürfen die Gegner ab sofort ihre Schwenkfahnen auf dem Rasen der Versicherungsunternehmen-Arena wedeln. Außerdem wird es weitere, nicht näher beschriebene Aktionen geben, die mit den Fanclubverantwortlichen abgestimmt sind. Das alles bezeichneten Sie, Karl-Heinz Rummenigge, als Fanprojekt.
Verehrter Karl-Heinz Rummenigge,
wir möchten nicht dreist erscheinen, wenn wir Sie fragen, ob das jetzt Ihr Ernst war. Denn München – egal ob ein Spiel beim FCB oder dem TSV 1860 – gilt für Fußballfans seit jeher als eine Auswärtsfahrt, die bestimmt ist von Polizei- und Ordnerschikane, Choreographieverboten und Restriktionen jedweder Art. Und Sie wollen der Welt allen Ernstes glauben machen, dass Ihre Fahnenidee, die Sie beinahe anmaßend als Fanprojekt bezeichnen, ein Zeichen von Respekt und Toleranz ist? Wir können nicht fassen, wie Sie dies behaupten können. Das liegt übrigens nicht daran, dass sich für populistische Äußerungen in der Vergangenheit Uli Hoeneß verantwortlich zeichnete, sondern ganz einfach daran, dass Sie offenbaren, keinerlei Ahnung zu haben, was Fans eigentlich wollen.
Auswärtige Fans wollen nicht pauschal von der Münchner Polizei und dem dazugehörigen USK wie Schwerverbrecher behandelt werden. Sie wollen ihre Fahnen in uneingeschränkter Größe IN ihrem Block schwenken und nicht auf dem Spielfeld. Sie wollen Choreographien mit Materialien ihrer Wahl durchführen, ihr Bier und ihre Stadionwurst mit Bargeld kaufen und diese IM Block anstatt davor verzehren, um auch etwas vom Spiel mit zu bekommen. Sie wollen ein Megaphon zur Koordination ihrer Unterstützung erlaubt bekommen anstatt sich von der Münchner Polizei anhören zu müssen, dass der Einsatz eines Megaphons sicherheitsgefährdend sei.
Anders ausgedrückt: auswärtige Fans möchten die Mindeststandards, die in fast allen Bundesligastadien herrschen, auch in München, dem selbst ernannten Vorreiter in Sachen Respekt und Toleranz, vorfinden.
Respekt und Toleranz sollten Sie vielleicht auch Ihren eigenen Fans entgegenbringen. In München werden die eigenen Fangruppen pauschal für Taten Einzelner abgestraft, Stadionverbote für Banalitäten verhängt und auch schon mal auf Mitgliederversammlungen die Fans vom eigenen Manager als Idioten hingestellt. Und Sie, Karl-Heinz-Rummenigge, wollen der Öffentlichkeit etwas von Respekt und Toleranz erzählen? Wenn Sie und Ihre Kollegen Respekt vor Ihren eigenen Fans hätten, dann würden Sie ihnen nicht zumuten, dass Anhänger des Gegners „ihren“ heiligen Rasen betreten!
Mit sportlichem Gruß, nehmen Sie es uns nicht übel,
Aachen Ultras
Chosen Few Hamburg 1999
Ultras Hannover
Dachverband der aktiven Fanclubs des 1.FC Köln
Supporters Crew Freiburg e.V.
Wilde Jungs Freiburg
Weekend Brothers Wolfsburg
THE UNITY – Supporters Dortmund e.V.
Harlekins Berlin ‘98
Horda Azzuro Ultras Jena
Horidos 1000 Fürth
Violet Crew Osnabrück
Generation Luzifer 1998 Kaiserslautern
Pfalz Inferno Kaiserslautern
Frenetic Youth Kaiserslautern
Ultraszene Mainz 01
Ultrá 1894 Karlsruhe
Fialova Sbor Aue
Cattiva Brunsviga
P.S.: Fanprojekte sind im Übrigen öffentliche Einrichtungen, die von Sozialpädagogen betreut werden und sich präventiv mit jungen Fans beschäftigen. Sie sind weit entfernt von unausgegorenen Ideen hoher Herren, die sich dafür auch noch in der Öffentlichkeit feiern lassen wollen. Ein solches sozialpädagogisches Fanprojekt arbeitet auch seit Jahren erfolgreich in München. Das aber wirklich nur am Rande und postscriptum.
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| Offener Maltag - Mal Dir deine eigene Fahne! | | Nach dem großen Erfolg beim ersten Maltag lädt der Dachverband der aktiven Fanclubs des 1.FC Köln e.V. nun zum zweiten offenen Maltag für alle FC-Fans ein. Ziel ist es, das Stadion noch bunter und lebendiger zu machen, um die Jungs auf dem Platz auch optisch noch besser zu unterstützen. Jeder ist eingeladen, sich an diesem Tag seine eigene persönliche Fahne oder einen Doppelhalter zu malen. Ob nach eigenem Motiv oder unseren Vorlagen – ganz egal. Das Material stellt der Dachverband, Spenden sind gerne gesehen. Kommt vorbei! Zum Malen, Schwaade oder einfach nur zum Fußball gucken!
Wann: 07. Februar 2010
Wo: Treffer, im Unterrang der Nordtribüne des Müngersdorfer Stadions
Erster Pinselstrich: 15:00 Uhr
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| 1. FC Köln - Borussia Dortmund 2:3 | |  Die Rückrunde der Fußball-Bundesliga begann für unseren geliebten 1. FC Köln im heimischen Müngersdorfer Stadion gegen den BVB. Angesichts des Heimsieges gegen Nürnberg am 17. Spieltag durften alle FC-Fans gespannt sein, ob sich diese positive Entwicklung fortsetzen sollte, waren wir doch aus der Hinrunde extreme Leistungsschwankungen unseres Teams gewohnt. Zudem galt es an diesem Sonntagabend, den Abstand zu den Abstiegsplätzen zu vergrößern oder zumindest beizubehalten.
Zum Einlauf der Mannschaften präsentierten die Gruppen der Südkurve einige Schwenker, Fähnchen und Doppelhalter. Es entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen auf der Kölner Seite. Vor allen Dingen unsere bis dato recht schwache Offensive weckte die Hoffnung, dort anknüpfen zu können, wo wir vor der Winterpause aufgehört hatten. Ungeahnte Schwächen zeigte die Mannschaft allerdings bei den beiden Gegentoren. Zwei Standardsituationen führten in Folge von individuellen Fehlern zum Halbzeitstand von 0:2. Der FC ließ sich jedoch nicht wirklich davon beeindrucken und versuchte weiterhin, sein Spiel durchzuziehen. Dennoch begrub das Halbzeitergebnis die Hoffnungen auf einen erfolgreichen Rückrundenstart.
Die zweite Halbzeit bot dann auch bis zur Schlussphase relativ wenige Offensivaktionen. Dies sollte sich jedoch ändern: in der 82. Minute, als einige FC-Fans schon den Nach-Hause-Weg antraten, köpfte McKenna zum 1:2 in die Dortmunder Maschen. Spätestens in solchen Momenten sollte jedem Fan klar sein, dass ein Spiel 90 Minuten plus x dauert und nicht in der 82. Minute vorbei ist! Der Anschlusstreffer weckte die bis dato in einigen Momenten zwar gute, aber leider wie immer sehr spielabhängige Südkurve auf. Diese übernahm ab sofort wieder die Oberhand im eigenen Stadion, nachdem zuvor der Gästeanhang durch teils geschlossenen und lauten Support beeindruckte, und peitschte die Mannschaft nach vorne. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit traf unser Kapitän Mohamad zum Ausgleich, was in kollektivem Ausrasten im Müngersdorfer Stadion endete. Alle kölschen Freudengesänge nahmen in der Nachspielzeit jedoch ein jähes Ende, als Dortmund durch einen unglücklich abgefälschten Schuss den Siegtreffer erzielte.
Positive Ansätze seitens der Mannschaft waren wieder einmal zu erkennen, jedoch ist die auf allen Seiten herrschende Enttäuschung nach dieser bitteren Niederlage nur allzu verständlich. Aber egal wie inkonstant unsere Mannschaft spielt, wie oft wir mitleiden müssen, eins ist gewiss: Wir tragen den FC immer im Herzen! Lasst uns weiterhin alles für diesen Verein geben. 90 Minuten. Keine Minute weniger.
Schwaadlappe Nr. 49 / FC - Borussia Dortmund | |
| Horde Karitativ | |  Liebe FC-Fans!
Wir möchten uns an dieser Stelle sehr herzlich für Eure Spenden für die Aktion „Horde Karitativ“ bedanken. Bei der Sammelaktion für die Obdachlosen-Einrichtung GULLIVER kamen 2284,53 Euro zusammen. Vielen Dank für die große Spendenbereitschaft!
Bei den beiden kommenden Heimspielen gegen Dortmund und Hamburg besteht die Möglichkeit, die Poster am Stand der Wilden Horde abzuholen. Ferner können die FC-Fans am Stand erneut für die Einrichtung spenden.
Der Stand befindet sich hinter Südkurve innerhalb des Stadions neben dem Glashaus des Fan-Projektes (zwischen den Eingängen S2/S3 und S3/S4). Dazu wird Euch sowohl vor als auch nach den Spielen die Möglichkeit gegeben! Vor dem Spiel gegen Dortmund hat der Stand ab Toreöffnung bis ca. 17:15 Uhr geöffnet, vor dem Spiel gegen den HSV hat der Stand bis ca. 15:15 Uhr geöffnet. Nach Abpfiff werden ebenfalls Mitglieder unserer Gruppe am Stand die Poster verteilen. Wir bieten Euch ebenfalls an, die Choreo-Poster ab ca. 50 Minuten nach Spielende in unseren Räumlichkeiten entgegenzunehmen.
Bei Fragen könnt ihr Euch an hordekaritativ(at)wh96.de richten.
Wir bedanken uns noch einmal für Eure Spenden und wünschen allen FC-Fans einen guten Rutsch ins Neue Jahr!
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| Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr! | |  Auf diesem Wege wünschen wir allen FC-Fans, befreundeten Fanclubs und Gruppierungen, Freunden, Bekannten und Unterstützern ein frohes Weihnachtsfest, besinnliche und erholsame Weihnachtsfeiertage sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr 2010! Ein sportlich durchwachsenes Jahr neigt sich dem Ende und erfuhr mit dem Sieg gegen Nürnberg doch noch ein gutes Finale. In der Rückrunde gilt es unseren FC weiter nach vorne zu schreien, um uns in der Bundesliga zu etablieren.
Wir sind der 1. FC Köln! | |
| 1. FC Köln - 1. FC Nürnberg 3:0 | |  Am letzten Spieltag vor der Winterpause gastierte der 1. FC Nürnberg im Müngersdorfer Stadion.
Es war jedoch kein Spiel wie jedes Andere, da es die Polizei zu einem "Hochsicherheitsspiel" formte. Deswegen wurden sowohl Kölner als auch Nürnberger Fans mit Aufenthaltsverboten belegt. Dies konnten und wollten wir nicht einfach über uns ergehen lassen und überlegten uns so verschiedene Protestaktionen. Auf einen Stimmungsboykott verzichteten wir dabei bewusst, da wir die Mannschaft bei diesem wichtigen Spiel ganz normal unterstützen wollten. Ein Stimmungsboykott hätte sich womöglich negativ auf die Mannschaft gewirkt.
Unser Raum blieb als Ergebnis am Spieltag geschlossen und, um auf die Problematik aufmerksam zu machen, befestigten wir das Spruchband „Raum heute leider geschlossen. Grund: Aufenthaltsverbote für die eigene Stadt!“, an Eingang zum eigentlichen Treffpunkt vor und nach Heimspielen. Treffpunkt für den heutigen Tag war der Raum der Boyz, wo auch der Marsch zum Stadion startete. Am Anfang noch von den Aufenthaltsverbotlern begleitet, mussten wir Diese am von den Coloniacs symbolisch errichteten "Checkpoint Stadion" verabschieden. Der Checkpoint bestand aus einem Wachhäuschen mit der Aufschrift „Ministerium für Stadtsicherheit“, natürlich von einem "Grenzposten" besetzt und mit einem Doppelhalter mit der Warnung „Achtung - Sie verlassen jetzt den rechtsstaatlichen Sektor“ versehen. Auch hier wurde eine Tapete mit der Botschaft „Auch wenn das erst der Anfang sein sollte - Bis zum Ende stehn wir an eurer Seite!“ entrollt.
Für das Optische im Stadion galt heute das Motto „Eine leblose Kurve für unsere ausgesperrten Brüder!“. Deswegen hingen auch nur das "Sektion Stadionverbot"- und das "Verbannte immer bei uns“-Banner. Im ersten Spielabschnitt zeigten die Boyz noch das Spruchband „Willkür, Schikane, Repression! Freiheit? Welcher Fan kennt dies schon...“. Von einer heute einigermaßen lauten Südkurve angefeuert, spielte der FC wie befreit nach vorne und konnte die eine oder andere Großchance erarbeiten. In der 37. Minute erzielte Geromel dann das so wichtige und herbeiersehnte 1:0. Während der Halbzeitpause zeigten wir das Spruchband „Kölns Jugendzentren erhalten!!!“, der Dachverband bezog ebenso Stellung zum Thema Aufenthaltsverbote: „Stadion: Grundrechtefreie Zone".
Nach dem Wechsel ging es weiter wie bisher und Novakovic konnte mit seinen Toren in der 70. und 77. Spielminute den Sack zu machen. Nach diesen beiden Toren fiel der Druck von allen Beteiligten im Stadion, was man auch an der Lautstärke der Südkurve bemerken konnte.
Besonders erwähnenswert ist noch unsere gemeinsam mit den Nürnbergern durchgeführte Spruch-bandaktion, die wir uns aufgrund der Begründung für die erteilten Aufenthaltsverbote nicht verkneifen konnten. Die nämlich lautete: „Das Verhältnis zwischen den Problemfangruppen des 1. FC Köln und von 1. FC Nürnberg wird aus polizeilicher Sicht als feindschaftlich eingestuft.“
Nürnberg zeigte: "Verhältnis Feindschaftlich?", was wir mit "Eure Maßnahmen lassen sich nur noch mit Lügen rechtfertigen!!" beantworteten. Anschließend begannen die Nürnberger den Satz "unsere Leidenschaft wird immer größer sein...", den wir mit "…als die Fläche, die ihr verbieten könnt!!" vollendeten. Diese Aktion zeigt wieder einmal die Ungerechtfertigkeit solch massiver Einschränkungen in die Grundrechte der Fans bzw. Menschen. Dass rund um dieses Spiel nichts passiert ist, zeigt außerdem auch, dass die vielen Steuergelder, die für diesen massiven Polizeieinsatz ausgegeben wurden, auch hätten besser investiert werden können.
Gegen Ende des Spiels konnte man noch eine letzte Tapete zu dem Thema lesen: "Betretungsverbot = Fußballtod".
Die ca. 3000 mitgereisten Nürnberger, die von einigen Wienern und Schalkern unterstützt wurden, konnten gegen die heute etwas besser aufgelegte Südkurve nichts entgegensetzen und waren fast gar nicht zu vernehmen, wobei zu sagen ist, dass einige Nürnberger Busse erst zur zweiten Halbzeit Köln-Müngersdorf erreichten.
Nach dem Spiel bewegte sich der Marsch wieder zum Checkpoint und begrüßte dort die Aufenthaltsverbotler.
Durch den wichtigen Sieg können wir einigermaßen beruhigt auf dem zwölften Tabellenplatz überwintern.
Wir möchten uns noch einmal bei allen beteiligten Personen, Gruppen (Danke nach Nürnberg) und Fanclubs bedanken, die an den Aktionen beteiligt waren oder sich solidarisch verhielten!
Schwaadlappe Nr. 48 / FC - 1. FC Nürnberg | |
| WICHTIGE ÄNDERUNG: Horde Karitativ | |  Liebe FC-Fans!
Leider müssen wir Euch mitteilen, dass es bei der Herstellung der Choreo-Poster zu großen Problemen beim Lieferanten gekommen ist. Die Produktion verzögerte sich ohne unser Wissen, sodass die Poster nicht rechtzeitig zum Spiel gegen Nürnberg da sind. Da wir die karitative Aktion jedoch nicht verschieben wollten, haben wir uns für eine Notlösung
entschieden: jeder Spender erhält einen Gutschein für das Poster, den er dann beim Heimspiel gegen Dortmund oder Hamburg einlösen kann.
Wir bitten sehr um Euer Verständnis!
Weitere Informationen erhaltet Ihr auch unter hordekaritativ(at)wh96.de | |
| Aufenthaltsverbote für den Kölner Westen | |  Das letzte Heimspiel des Jahres scheint ein ganz Normales zu sein. Der Gegner lautet 1. FC Nürnberg, ein Duell im Abstiegskampf. Das Stadion wird nahezu ausverkauft sein, auf dem Platz laufen 22 Spieler umher und die Südkurve versucht durch gute Stimmung Einfluss auf das Spiel zu nehmen. Vor dem Stadion befinden sich während des Spiels Fans, die keine Karten mehr bekommen haben oder sich keine Karte leisten können, daneben Pfandsammler. Nur eine sonst ebenfalls anwesende Gruppe fehlt bei dieser Aufzählung: die Stadionverbotler.
Normalerweise verfolgen die meisten Stadionverbotler der Kölner Fanszene die Heimspiele des Clubs in der Nähe des Stadions im Fernsehen und warten nach dem Spiel hinter der Südkurve auf ihre Freunde. Doch wird dies beim Heimspiel gegen Nürnberg nicht möglich sein. Die Polizei Köln verbietet allen Stadionverbotlern und auch Fans, die noch nicht einmal ein Stadionverbot haben, das Gebiet rund um das Stadion zu betreten. Zwischen 14 Uhr und 22 Uhr sind rund 6,5 Quadratkilometer des Stadtgebietes – u.a. Braunsfeld, Lindenthal, Müngersdorf und Junkersdorf – Tabuzone. Die Begründung ist fadenscheinig: „Das Verhältnis zwischen den Problemfangruppen des 1. FC Köln und von 1. FC Nürnberg wird aus polizeilicher Sicht als feindschaftlich eingestuft.“
Mit dem Betretungsverbot für einen wesentlichen Teil der Stadt für FC-Fans bildet die Polizei eine weitere Repression, die Ihresgleichen sucht. Nachdem schon die Stadtverbote für Mönchengladbach am Tag des Derbys sehr fragwürdig waren, da sie auch einige Unbeteiligte und nie auffällig Gewordene betrafen, wird erneut versucht, eine bestimmte Gruppe von Fans vom Verein, vom Spiel und von ihren Freunden zu trennen.
Wir haben stets kommuniziert, dass es Stadionverbote gibt, die zu Recht ausgesprochen und durch Beweise gerechtfertigt waren. Allerdings gibt es seit Einführung von Stadionverboten immer wieder ungerechtfertigte Fälle, grobe Fehler in der Bearbeitung von vermeintlichen Fällen und fragwürdige Begründungen, die die Polizei, der DFB oder die Vereine anführen.
Die jetzt ausgesprochenen Betretungs- und Aufenthaltsverbote zeigen, wie weit die Polizei bereit ist zu gehen, wie fahrlässig und willkürlich der Staat mit Grundrechten eines Bürgers umgeht. Acht Stunden lang darf man als Bewohner Kölns ganze Stadtteile nicht betreten. Die Begründung geht über das laut Polizei feindschaftliche Verhältnis, das überhaupt nicht besteht, da es noch nie Kontakt zwischen den genannten Gruppen gab, hinaus. In ihren Ausführungen räumt die Polizei auch einige Fehler ihrer Arbeit ein, denn trotz „teils sehr massiven Polizeiaufgeboten konnten Ausschreitungen bei solch brisanten Fußballspielen nur unwesentlich begrenzt werden.“ Damit gibt die Polizei zu, dass ihre Maßnahmen sehr häufig uneffektiv sind und waren. Doch sind die bisher getroffenen Maßnahmen aus der Sicht eines Rechtsstaates kaum noch steigerungsfähig und selbst laut Gewerkschaft der Polizei (GdP) an der finanziellen Obergrenze angelangt. Die GdP fordert, dass die DFL einen Teil der Kosten für Polizeieinsätze übernimmt, während die Polizei Köln gleichzeitig ungerechtfertigte Aufenthaltsverbote für rund 2% des Stadtgebietes, für ganze Stadtteile des Kölner Westens, ausspricht. Die Kontrolle der Einhaltung der Verbote dürfte hohe Kosten verursachen, dabei hätte es eine einfache Lösung geben können: sie hätten nicht ausgesprochen werden dürfen! Oder ist es inzwischen so, dass die Polizei absichtlich auf Eskalation und überzogene Verbote setzt, um ihre Kosten rechtfertigen zu können?
Dass die Polizei immer öfter mindestens eine Teilschuld an (der Entwicklung von) Ausschreitungen hat, gelingt zwar nur selten an die Öffentlichkeit, trifft aber immer häufiger zu. Bestraft werden im Nachhinein jedoch fast ausnahmslos die Fans, während sich die Polizei um jede interne Ermittlung zu winden versucht. Taktik und Auftreten der Polizei werden öffentlich äußerst selten diskutiert und kritisiert, während Fans inzwischen fast wöchentlich an den Pranger gestellt werden. Ohne Hintergrundinformationen und oft lediglich abhängig von einem Polizeibericht werden in den Medien vermeintliche Ausschreitungen geschildert. Dass die Polizei subjektive Berichte verfasst, in der ihre Taktik stets als richtig und ihr Eingreifen als notwendig angesehen wird, scheint nicht zu interessieren.
Nun Betretungsverbote für ein Spiel jenseits einer guten und fundierten Begründung auszusprechen, spricht erneut für die schlechte Arbeit der Polizei. Nicht zuletzt, weil sie auf der als rechtswidrig erklärten Datei Gewalttäter Sport beruhen. Leidtragende sind nicht nur Stadionverbotler, sondern auch Fans, die noch keine Berührung mit Stadionverboten oder Gerichtssälen hatten oder von Gerichten längst wieder freigesprochen wurden. Durch solche Maßnahmen nimmt es die Polizei in Kauf, weiteren Unmut gegen sich zu schüren. Sippenhaft bei polizeilichen Maßnahmen und der Aussprechung von Stadionverboten, ungerechtfertigte Aussprechung von Betretungsverboten für die eigene Stadt und keine Rücksicht auf Grundrechte von Fußballfans fördern die Entwicklung der Missstimmung gegen die Polizei, gegen die Staatsmacht. Auch die Sozialarbeiter und -pädagogen in den Fanprojekten werden durch diese Maßnahme an ihrer präventiven Arbeit gehindert, da ihr Klientel vor und nach dem Spiel nicht mehr in der Lage ist seinen gewöhnlichen Treffpunkt zu besuchen.
Die Fanszene des 1. FC Köln hat sich aufgrund der Entwicklung hin zu den Betretungs- und Aufenthaltsverboten dazu entschlossen, beim Spiel gegen Nürnberg auf optische Unterstützung zu verzichten. Weder wird es ein Intro beim Einlauf der Mannschaften, noch wird es während des Spiels Fahneneinsätze geben. In der Südkurve wird keine Gruppe ihr Dasein durch Zaunfahnen ausdrücken. Viel mehr werden ein großes „Sektion Stadionverbot“- und ein „Verbannte immer bei uns“-Banner vor der Südkurve Platz finden. Ferner werden wir durch Spruchbänder ebenso wie durch diesen Text geschehen auf die völlig übertriebene Maßnahme hinweisen. Wir werden mit den Ultras Nürnberg gemeinsam auf das Thema aufmerksam machen, denn auch diese Gruppe wurde in der laufenden Saison bereits zwei Mal (Hoffenheim und Wolfsburg) aufgrund eines angeblich feindschaftlichen Verhältnisses zu den Gruppen der Gegner durch ähnliche Maßnahmen gehandicapt und auch für das Spiel in Köln erhielten Nürnberger Fans Stadtverbote für die Domstadt und sogar für Leverkusen. Damit drücken wir unser laut Polizei „feindschaftliches Verhältnis“ auf interessante Weise aus. Außerdem werden wir dem eigentlichen Treffpunkt der Fanszene vor und nach Spielen, dem Radstadion, fernbleiben, wissend, dass sich einige unserer Freunde nicht einmal am Radstadion aufhalten dürfen.
Wir rufen alle interessierten Fans dazu auf, nach dem Spiel gemeinsam mit Gruppen der Kölner Fanszene zur Grenze des Aufenthaltsverbotes zu gehen, um dort die Betroffenen zu begrüßen!
Wir möchten zeigen, dass auch diese Maßnahme unsere Verbundenheit zu den Betroffenen nicht mindert, das Verbot völlig übertrieben und außerordentlich unbegründet ist. Wir fordern die Polizei auf, Maßnahmen, die die Freiheit der Menschen deutlich beschneiden, einzustellen!
Wilde Horde im Dezember 2009
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| SC Freiburg - 1. FC Köln 0:0 | |  Der 16. Spieltag führte uns an einem Samstag in den Breisgau zum Tabellennachbarn aus Freiburg. Die Kölner Szene machte sich am frühen Morgen mit mehreren Bussen auf den Weg Richtung Süddeutschland. Wusste unsere Mannschaft in den letzten Wochen durch kämpferisch passable Auftritte und konsequentes Abwehr-verhalten 2 Punkte zu erkämpfen, täuscht dies jedoch nicht über die miserable Offensivleistung des Teams hinweg.
In der Hoffnung, am heutigen Tag endlich wieder ein Tor unseres geliebten 1. FC Köln bejubeln zu können, betrat man nach Ankunft am Dreisam-Stadion den massiv abgeriegelten Gästeblock. Kleinliche Einlasskontrollen waren uns von dem letzten Auftritt in Freiburg gut in Erinnerung geblieben und auch heute sollten diese nicht lange auf sich warten lassen: trotz Anmeldung der Materialien konnten diese nicht ohne schier endlose Diskussionen den Eingang passieren. Alleine der Anblick einer Fahne scheint den Ordnungskräften den Angstschweiß ins Gesicht zu treiben. Die Frage nach dem 'Warum?' blieb, wie immer, unbeantwortet.
Unsere Gruppe entschied sich erneut aufgrund der schlechten Sicht und Akustik des Unterrangs in den effektiveren Oberrang zu stellen. Diese Maßnahme sollte sich auszahlen, gestaltete sich die Koordination der Gesänge einfacher. Zudem ermöglichte die Aufteilung der Szenegruppen in Unter- und Oberrang einige schöne Wechselgesänge, welche den als relativ gelungen zu betrachtenden Support abrundeten.
Zum Einlauf der Mannschaften präsentierte sich unser Block in einem recht einfachen, aber dennoch wirkungsvollen rot-weißen Gewand. Positiv, dass uns die kleine Aktion erlaubt wurde, obwohl dies unserer Meinung nach der Regelfall sein sollte. Während des Spiels wurde der passable Auftritt im Stimmungsbereich durch weiteren Fahneneinsatz verschönert.
In einem ausgeglichenen und von vielen Fouls und Fehlpässen geprägten Spiel kam unsere Mannschaft zu mehreren guten Möglichkeiten, die sie jedoch nicht nutzen konnte. So scheiterte Podolski zunächst mit einem Lupfer (11.) und wenig später nach einem 22-Meter-Schuss (29.) nur knapp am Gebälk des Freiburger Tores. Durch eine konzentrierte Leistung vereitelte Mondragon seinerseits sämtliche Freiburger Chancen. Keine der Mannschaften wusste die Oberhand zu gewinnen, sodass das Spiel folgerichtig mit 0:0 endete. Dieses dritte torlose Unentschieden in Folge verpflichtet nun endlich zu einem Sieg gegen Nürnberg im letzten Hinrundenspiel!
Nach Verlassen des Gästeblocks warteten unsere Stadionverbotler vor dem Stadion, um der Gruppe nachträglich zu ihrem 13. Geburtstag (7.12.2009) zu gratulieren. In der Hoffnung, dass ihr so schnell wie möglich wieder mit uns gemeinsam im Stadion steht und unser geliebter Verein auf die Erfolgsspur zurückfindet! | |
| Horde Karitativ gegen Nürnberg am 20.12.2009 | |  Auch in diesem Jahr möchten wir wieder unsere alljährlich zur Weihnachtszeit stattfindende Hilfsaktion „Horde Karitativ“ durchführen. Nach der sehr erfolgreichen Kleidersammlung im letzten Jahr, die wir in Zusammenarbeit mit dem KALZ (Kölner Arbeitslosenzentrum e.V.) für das dort angesiedelte Projekt GULLIVER durchführten, möchten wir auch in diesem Jahr wieder für diese Einrichtung sozial tätig werden.
Die Überlebensstation GULLIVER bietet in direkter Nähe des Kölner Hauptbahnhofes Obdachlosen ein umfangreiches Angebot. So finden sich in der Einrichtung im Bogen 1 unter den Gleisen Hygienemö-glichkeiten, ein Tagesschlafraum, Waschmaschinen und Beschäftigungs-möglichkeiten. Außerdem werden in einem Café Frühstück und Abendessen sowie Internet und eine Jobbörse angeboten. Auch hilft die Einrichtung durch ein Spektrum an Beratungen und Gruppenaktivitäten.
Der Einrichtung, die seit dem Jahr 2001 eine beispielhafte Anlaufstelle für Wohnungs- und Obdachlose ist, drohte im Sommer diesen Jahres das Aus. Die Deutsche Bahn AG, der das Gelände gehört, wollte den zum 31. Dezember 2009 auslaufenden Mietvertrag nicht wieder verlängern. Grund sei die geplante Umsetzung eines umfassenden Brandschutzkonzeptes im Bereich des Bahnhofes. Nachdem ein Runder Tisch mit allen Beteiligten eingesetzt worden war, entschieden sich die Parteien jedoch glücklicherweise für die temporäre Fortsetzung des Mietverhältnisses. Die Deutsche Bahn wird zunächst das Brandschutzkonzept fertig stellen, damit der Runde Tisch daraufhin unter drei Varianten entscheiden kann: entweder bleibt GULLIVER im Laufe der Umbaumaßnahmen in dem Gebäude oder die Überlebensstation wird für die Zeit des Umbaus verlagert. Dritte Alternative wäre ein kompletter Umzug an einen neuen Standort in unmittelbarer Bahnhofsnähe.
Es war wohl auch dem großen Zuspruch aus der Bevölkerung zu verdanken, dass der Runde Tisch seinen Zweck erfüllte. Nun gilt es aber, der Einrichtung weiterhin zu helfen, um ihr bei möglichen Kosten eines Umzuges und den laufenden Kosten unter die Arme zu greifen!
Hierzu rufen wir Euch, die Fans des 1. FC Köln, auf! Zu einer starken Stadtgemeinschaft, auf die sich die Einwohner Köln stets berufen, gehört auch eine soziale Verantwortung und positives bürgerschaftliches Engagement. Durch Eure Spende für die Überlebenseinrichtung GULLIVER könnt Ihr einen Teil dazu beitragen, dass den Ärmsten der Armen in dieser Stadt der Alltag ein wenig angenehmer gestaltet werden kann.
Und so könnt Ihr spenden:
An allen Eingängen des Stadions stehen beim letzten Heimspiel der Hinrunde gegen Nürnberg am Sonntag, den 20.12.2009, Mitglieder der Wilden Horde und verteilen Poster unserer Choreo gegen Leverkusen. Ab einer Spende von 3 Euro erhält jeder Spender als Dankeschön ein solches Poster.
Wer auf direktem Weg spenden möchte, kann dies natürlich auch tun: Kölner Arbeitslosenzentrum e.V., Bank für Sozialwirtschaft Köln, BLZ: 370 205 00, Konto: 8024300, Betreff: GULLIVER.
„Immer noch Hoffnung, me´m Rögge zur Wand,
e besje Respekt, vielleich´ en helfende Hand.
Minsche sin Minsche, ejal wat se sin oder han.“ | |
| 1. FC Köln - SV Werder Bremen 0:0 | |  Am heutigen Nikolaustag gastierte der SV Werder Bremen, der mit 22 nicht verlorenen Spielen nach anreisten, in Köln-Müngersdorf.
Vor dem Spiel zeigten wir das Spruchband „20.12.: Gemeinsam aktiv für Kölns Obdachlose!!“, welches auf unsere Aktion von Horde Karitativ hinweisen sollte. Zum Einlaufen der Mannschaften, gab es im Block S4 eine Konfettiaktion zu sehen, die mit der Tapete „Fight and Win !“ untermalt wurde. Währenddessen zeigten wir einige kleine Fahnen und ein paar mittlere Schwenker.
In den von Kampf betonten 90 Minuten hatten die Bremer zwar deutlich mehr Spielanteile, aber unsere Mannschaft konnte, durch eine engagierte Defensiv-Leistung und schnelles Umschalten, immer wieder gefährliche Konter setzen und hätte das Spiel gewinnen können, wenn die Chancen besser verwertet worden wären. Zuerst wurde Podolski in der 12. Minute auf dem Weg zum Tor von Naldo unfair gestoppt, dann vergeigte Nova nach perfekter Vorarbeit von Poldi (14. Minute). In der 54. Minute hatte abermals Nova die größte Chance des Spiels, als er alleine auf Torhüter Mielitz zu lief und den Ball dem Bremer Schlussmann an den Fuß schoss. Jedoch sollte auch nicht unerwähnt bleiben, dass die Bremer immer wieder durch Standardsituationen gefährlich wurden, es jedoch auch nicht schafften den Ball an Thomas Kessler, dem man die mangelnde Spielpraxis anmerkte, vorbei zu bekommen.
Die Stimmung war heute in Ordnung, auch wenn noch viel mehr Potential in der Kurve liegt. Dass der FC in den vergangenen drei Heimspielen kein Tor erzielen konnte und sich die Mannschaft spielerisch derzeit sehr unspektakulär zeigt, wirkt immer mehr auch auf die Stimmung auf der Südkurve ein. Insbesondere in der ersten halben Stunde konnte die Kurve zwar, wie gewohnt, eine akzeptable Leistung abrufen, doch kam die Kurve vor Allem nach der Pause nur durch berechtigte Unmutsäußerungen gegen den Ex-Gladbacher Marco Marin in Fahrt.
Die ca. 5000 mitgereisten Bremer konnten mit einem lauten Wechselgesang auf sich aufmerksam machen, waren aber ansonsten Bundesliga-Durchschnitt.
Das Spiel war zwar wieder eine Steigerung, aber langsam muss unsere Mannschaft anfangen Tore zu schießen, denn aus den nächsten beiden Spielen müssen 6 Punkte her, wenn man entspannt in die Winterpause gehen will.
Schwaadlappe Nr. 47 / FC - SV Werder Bremen | |
| VfL Bochum - 1.FC Köln 0:0 | |  Der 14. Spieltag der Bundesliga führte uns an einem Freitagabend ins Bochumer Ruhrstadion. Schon am frühen Nachmittag traf sich ein Teil der Kölner Szene in einem Brauhaus in Domnähe. Die Vorfreude auf das Flutlichtspiel und einen der wohl schönsten Gästeblöcke der Liga konnte man von Anfang an spüren, war uns Bochum aus der letzten Saison doch punkte- und auch stimmungstechnisch in guter Erinnerung geblieben. Die übliche Zugfahrt in den Ruhrpott wurde jedoch nicht ohne eine gewisse Grundnervosität angetreten. Jeder wusste, dass dieses Spiel gegen einen direkten Abstiegskonkurrenten wegweisend und die Auftritte unserer Mannschaft in den letzten Wochen nicht nur dürftig, sondern vielmehr erschreckend kampflos, nahezu lethargisch, waren.
In Bochum angekommen, traten 1000 Kölner, begleitet von der Polizei, mit Gesängen und Trommel-rhythmen den Weg zum Stadion an. Unmittelbar vor dem Gästeblock kam unter den mitgereisten Kölnern Unruhe auf, es wurde gedrängelt, geschubst und gedrückt. Die Masse wurde durch die Hektik aufgeheizt, die engen und sehr wenigen Stadiontore und der hektische Ordnungsdienst taten ihr Übriges dazu bei, dass sich die Situation so entwickelte. Dies wäre durch ein ruhigeres Auftreten aller Beteiligten sicherlich nicht geschehen. Dass der Auslöser nicht auf bestimmte Personen, sondern auf ein breites Spektrum der FC-Anhängerschaft zurückzuführen ist, sollte genau so erwähnt werden, wie die Reaktion der Polizei, die hektisch die Menschenmasse mit Reizgas einnebelte. Auch FC-Fans, die am Bierstand ihr Bier tranken oder sich im Umlauf des Stadions aufhielten, wurden durch die heftigen Reizgas-Attacken getroffen. Der Unmut übertrug sich durch dieses nicht deeskalierende Verhalten der Polizei daraus folgend auch auf Unbeteiligte.
Nachdem sich die Situation beruhigt hatte und langsam aber sicher alle mitgereisten Kölner in der Gästekurve eintrudelten, konnte unsere Mannschaft um den von Zvonimir Soldo neu ernannten Kapitän Petit begrüßt werden.
Zu Spielbeginn präsentierten die Gruppen der Kölner Szene einige kleine Fähnchen und Doppelhalter, im angrenzenden Sitzplatzbereich wurden ein paar Freudenfeuer entfacht. In der Hoffnung, dass sich die eigene Lautstärke auf den Kampfgeist unserer Mannen auswirkt, legte die komplette Gästekurve motiviert los und gab ihrerseits Kölsche Gesänge und Schlachtrufe zum Besten. An diesem Abend sollten die Hoffnungen, zumindest, was die Einsatzbereitschaft des von Soldo stark umgestellten Teams anbelangte, nicht enttäuscht werden. Es entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel mit einigen Tormöglichkeiten auf beiden Seiten, welche jedoch nicht genutzt werden konnten. So ging es folgerichtig mit einem 0:0 in die Kabine.
In der zweiten Hälfte gewann unser Team zunehmend die Überhand. In der 67. Spielminute wurde zunächst Chihi an der linken Seite des Strafraums zu Fall gebracht, was jedoch nicht von den Schiedsrichtern als elfmeterwürdig angesehen wurde. Kurz darauf traf Petit nach schöner Vorarbeit von Novakovic freistehend vor dem Bochumer Tor nur den Pfosten, um den zu ihm zurückprallenden Ball schließlich über das leere Tor zu befördern. Die letzte Chance gehörte unserem ehemaligen Kapitän, welcher knapp fünf Minuten vor Spielende aus aussichtsreicher Position das Bochumer Tor verfehlte. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war der FC-Anhängerschaft klar, warum die Mannschaft erst sieben Tore in 14 Spielen erzielt hat. Wenn die spielerische Leistung für unsere Verhältnisse schon einigermaßen stimmt, dann kommt die schlechte Chancenverwertung als nächstes Handicap dazu.
Das Fazit des heutigen Abends:
Ein Sieg aufgrund der besseren Chancen und der soliden Abwehrleistung wäre sicher nicht unverdient gewesen. Auch der Support wusste annährend über 90 Minuten zu überzeugen. Warum nicht immer so?! Die wichtigste Erkenntnis ist jedoch, dass unser Team motiviert und mit größerer Leidenschaft als noch in den letzten Wochen spielte. Wir können mitunter auf Ballzauberer, Artisten und Schönspieler verzichten. Alles, was die Kölsche Seele will, sind Spieler, die mit Leidenschaft, Herz, Kampfgeist und unbändigem Siegeswillen alles für unseren geliebten Verein geben. | |
| Bochum | |  Die letzten Spiele waren für uns sehr enttäuschend, wenn man auf die sportliche Leistung der Mannschaft blickt. Zwar haben wir in Berlin und zu Hause gegen Mainz gewonnen, doch kam die Leistung regelmäßig einem Offenbarungseid nahe.
Dementsprechend würdigten wir das Team beim letzten Spiel gegen Hoffenheim auch mit ironischen Gesängen und Galgenhumor. Das war in dieser Form nötig, um unsere Haltung gegenüber der nicht gebrachten Leistung auf dem Platz deutlich zu machen.
Doch noch ist nichts verloren. Wir haben gerade einmal rund ein Drittel der Saison hinter uns gebracht, spielen innerhalb eines Monats gegen die Abstiegskandidaten aus Bochum, Freiburg und Nürnberg.
Jetzt muss die Mannschaft zeigen, dass doch Potential in ihr steckt. Das, was in den letzten Monaten sehr oft gefehlt hat, fordern wir nun mehr denn je von ihr ein. Wir fordern Kampf, Motivation, Begeisterung und Hingabe – für den Verein, für die Stadt, für uns!
Auch wir müssen nach dem Hoffenheim-Spiel den Kopf aufrichten und wieder nach vorne schauen.
In keinem anderen Stadion der Liga ist es besser möglich, ein vermeintliches Auswärtsspiel zu einem Heimspiel zu machen, als in Bochum.
Lasst uns diese Chance nutzen, lasst uns ALLES dafür tun, dass unsere Mannschaft das Spiel gewinnt. Wir müssen am Freitag unseren Teil dazu beitragen, dass der 1. FC Köln am Ende als Sieger dasteht.
Schreit so laut ihr könnt und gebt alles für unseren Verein!!!
Um sich schon in Köln gemeinsam auf das Spiel einzustimmen, treffen wir uns ab 15 Uhr im Gaffel am Dom. Jeder FC-Fan ist herzlich dazu eingeladen.
Wir nehmen dann um 16:51 Uhr ab Köln Hbf den RE Richtung Bochum (Gleis 4 C-E). Ab 18 Uhr treffen sich dann alle interessierten Fans, die auch anderweitig nach Bochum anreisen, vor dem Bochumer Hauptbahnhof, um von dort GESCHLOSSEN zum Stadion zu marschieren.
Und dann gilt es im Stadion, für unsere Mannschaft zu kämpfen, das Stadion in unseren Farben erstrahlen zu lassen und das Spiel zu einem Heimspiel zu machen!
Come on FC!!! | |
| 1. FC Köln - TSG "1899" Hoffenheim 0:4 | |  Am heutigen 13. Spieltag trat Dietmar Hopps Retortenverein in Köln-Müngersdorf an und zeigte unserem Verein leider wieder einmal seine aktuellen sportlichen Grenzen auf.
Vor dem Spiel gedachten wir unserem langjährigen Freund und Mitglied Sören mit dem Spruchband „Nie vergessen, in unseren Herzen immer dabei!!! RIP Sören 17.06.1984 - 09.11.2006“. Auf der Nordtribüne wurde zu Ehren Mucki Banachs ebenfalls eine Tapete entrollt („Mucki Unvergessen!“).
Unmittelbar vor Anstoß gedachten wir im Zuge der Schweigeminute für Robert Enke zum dritten Mal an diesem Tage einem Verstorbenen. Wir erwiesen ihm mit der schwarzen Tapete „Ruhe in Frieden Robert Enke“ die letzte Ehre.
Das Spiel begann sportlich genauso enttäuschend, wie das letzte Heimspiel gegen Hannover 96 aufgehört hatte und so nutze Hoffenheim seinen ersten Torschuss nach fünf Minuten zum 1:0. Nur sechs Minuten später klingelte es erneut im Kasten der in rot spielenden Truppe (von einer Mannschaft, geschweige denn von Kölnern, konnte heute keine Rede sein). Nach den beiden Gegentreffern zeigte sich die Südkurve verständlicherweise konsterniert und so wurde im Folgenden das ein oder andere Mal Dietmar Hopps Familienverhältnissen gesanglich Geltung verschafft. Was nun seitens der Vereinsoffiziellen folgte, spottet jedweder Beschreibung von Fankultur, bzw. freier Meinungsäußerung und trieb etlichen FC-Fans die Zornesröte ins Gesicht: Auf Anleitung der Herren „von ganz oben“ schwadronierte Stadionsprecher Trippel etwas davon, dass man mit solchem Gebaren dem Ansehen des 1. FC Köln schade und diese Gesänge zu unterlassen seien.
Ist es tatsächlich schon so weit gekommen, will man uns jetzt tatsächlich vorschreiben, was wir Fans zu singen haben? Ganz nebenbei sollte nach diesem Offenbarungseid die Frage erlaubt sein, wer denn mit diesem Verhalten dem Verein mehr Schaden zufügt. Berechtigte Reaktion war nun, dass erwähntes Lied nun um ein Vielfaches lauter und voller Kölschem Stolz intoniert wurde. Derartige Eingriffe in unsere Fankultur werden wir uns auch weiterhin nicht bieten lassen und entschieden dagegen vorgehen.
Der schlechten Chancenverwertung der SAP-Millionäre ist es zu verdanken, dass der Rückstand zur Halbzeit nicht noch höher ausfiel.
In der Halbzeitpause bezogen wir mit dem Spruchband „Es darf nie in Vergessenheit geraten: Hopp hat den Volkssport verraten!!“ ein weiteres Mal Stellung zur leidigen Thematik rund um Dietmar Hopps Lieblingsspielzeug. Gleichzeitig hing im Oberrang eine Tapete mit der Aufschrift „Hoppsache: Papa zahlt“. Dass in den Tagen nach dem Spiel reflexartig wieder von Chaoten und Feinden des Fußballs berichtet wurde mag schon lange nicht mehr zu beeindrucken. Zu dicht ist das engmaschige Netz aus DFB, SAP und Axel-Springer-Klüngelei (Der Axel-Springer-Verlag ist im Übrigen der Herausgeber von Hoffenheims Hauptsponsor „tv digital“).
Jeder der nun noch auf eine Wende im zweiten Spielabschnitt hoffte wurde bitter enttäuscht, denn bereits nach einigen gespielten Sekunden zappelte der Ball erneut im Kölner Netz. Auch danach zeigte die Gruppe in Rot weder Einsatz und Kampf, geschweige denn Wille und Moral. Dies führte dazu, dass die Südkurve mit bitterer Ironie ab der 55. Minute dem Spielfeld zeitweise den Rücken zukehrte, Karnevalslieder sang, imaginäre Tore feierte und das Spielgeschehen an sich vorbei ziehen ließ.
Das mit 45000 (darunter 1500 Sympathisanten aus dem Kraichgau und sonstigen SAP-Hochburgen, die jedoch zu keinem Zeitpunkt auf sich aufmerksam machen konnten, im Auswärtsbereich) wieder einmal nicht ausverkaufte Stadion leerte sich zusehends.
Nach dem Spiel beteiligten sich ca. 400 kritische Fußballfans an unserem kurzfristig organisierten Marsch für den Erhalt des Volkssports Fußball. Nicht ganz so viele wie wir erwartet hatten, aber nach so einem Spiel und bei nass-kaltem Wetter irgendwie nachvollziehbar.
Neben unserem großen "Fußball als Volkssport Erhalten"-Banner hatten wir noch einige Doppelhalter zum Thema angefertigt. Das ganze wurde durch ein Banner der Coloniacs mit der Aufschrift "Ultras für den Erhalt der Fankultur" ergänzt. Zudem wurde die Wegstrecke von lauten Sprechchören und Gesängen rund um das Thema Fankultur und den Erhalt unseres geliebten Sports abgerundet. Wir hoffen, dass wir mit diesem Marsch ein weiteres Zeichen für den Erhalt des Volkssports setzen konnten, weitere Aktionen werden definitiv folgen, also haltet Augen und Ohren auf.
Es bleibt zu hoffen, dass unser Verein am Freitag in Bochum, eine besser eingestellte Mannschaft auf den Platz bringen kann und wir dieses außerordentlich wichtige Spiel gewinnen.
Schwaadlappe Nr. 46 / FC – TSG "1899" Hoffenheim | |
| In Freiburg in den Oberrang! | | Unsere Gruppe hat sich dazu entschlossen, beim Auswärtsspiel in Freiburg in den Oberrang zu gehen. Wer sich uns anschließen möchte, schickt dem Fanprojekt des 1. FC Köln bitte unmittelbar nach der Bestellung eine Email auf info(at)fan-projekt.de. In der Mail müsst ihr neben Euren persönlichen Daten (Name, Mitgliedsnummer) auch den Zusatz, dass ihr die gerne die Stehplatzkarte gegen eine Sitzplatzkarte für den Bereich der Wilden Horde, anfügen. Wir gehen im Oberrang in den rechten Bereich des „Block K“. Ein paar Euro mehr für das einzige (!) Auswärtsspiel im Dezember, sollten für jeden FC-Fan, der daran interessiert ist seinen Verein lautstark unterstützen zu wollen, kein Problem darstellen. | |
| In Gedenken an Mucki Banach... | |  Heute vor 18 Jahren starb eines der größten Fußballtalente seiner Zeit, Maurice Banach, viel zu früh im Alter von nur 24 Jahren. An dieser Stelle möchten wir an "Mucki" erinnern.
Nach seinen Profistationen in Dortmund und Wattenscheid wechselte er im Jahre 1990 zum 1. FC Köln und bestritt dann 49 Bundesligaspiele mit dem Geißbock auf der Brust. In Folge eines Autounfalles starb er am 17. November 1991. | |
| Volkssport Fußball | |  In einigen der vergangenen Schwaadlappe-Ausgaben konntet Ihr bereits den Begriff „Volkssport Fußball“ lesen. Aus einer losen Idee entwickelte sich nun eine von uns ins Leben gerufene Initiative. Unter dem Slogan „Fußball als Volkssport erhalten“ werden wir Euch in Zukunft über relevante Themen des gesamten Fußballbereichs informieren. Wie der Name schon sagt, geht es uns dabei darum, den Fußball als den Sport, den wir so sehr lieben, zu wahren.
Dazu werden wir alle möglichen Themen, die den Volkssport schneiden, beleuchten und diskutieren. Wir wollen auf Probleme und Schwierigkeiten aufmerksam machen, die sich in den letzten Jahren rund um „des deutschen liebstes Kind“ entwickelt haben, welche Chancen es gibt und welche sich ergeben können, um eben jene Probleme lösen zu können. Es ist uns wichtig zu betonen, dass wir in besonderem Maße für etwas sind. Für den Erhalt unseres geliebten Sports. Für seine Traditionen und Werte. Wir wollen nicht nur gegen etwas sein, konkret „gegen den modernen Fußball“, sondern wir sind „für den Erhalt des Fußballs als Volkssport“, wollen das ganze positiv und mit Inhalten besetzen! Es wird also unsere Aufgabe sein darzustellen, was den Volkssport ausmacht, wie er zu dem geworden ist, was er ist (oder einmal war) und wo die Grenze liegt zwischen dem Volkssport Fußball und dem modernen Fußballspiel.
Da sich das Themenfeld „Volkssport Fußball“ über eine große Bandbreite erstreckt, möchten wir es nicht nur im Schwaadlappe beleuchten, sondern auch auf andere Weise darstellen: unter www.volkssport-fussball.de werden wir in Zukunft neben der Sammlung aller im Schwaadlappe erschienenen Texte bezüglich dieser Thematik weitere Hintergrundinformationen in Text- und kreativer Form zusammenstellen. Ferner möchten wir im Stadion auf die Initiative aufmerksam machen, indem wir Spruchbänder zu Themen aus dem Bereich „Volkssport Fußball“ präsentieren. In unserem Fanzine „Mentalita Kölsch“ wird das Thema ebenso eine Rolle spielen.
Zufälligerweise fällt die Bekanntgabe der Initiative „Volkssport Fußball“ auf unser Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim. Es gab in den letzten zwei Jahren wohl kaum ein Thema, das den Fußball und seine Szene mehr polarisierte als der Retortenverein aus dem Kraichgau. Wir haben uns daher dazu entschlossen, nach dem Spiel einen Marsch unter dem Motto „Fußball als Volkssport erhalten“ zu veranstalten. Startschuss wird gegen 17:50 Uhr hinter der Südkurve sein, bevor wir Richtung Radstadion aufbrechen werden. Geschmückt wird der Marsch mit einem Banner mit jenem Spruch. Darüber hinaus seid auch Ihr herzlich dazu aufgerufen, Euch Slogans und Sprüche zu dem Thema auszudenken, diese auf Stoff zu bringen und im Zuge des Marsches zu präsentieren. Im Schwaadlappe ist dazu noch ein gesonderter Aufruf formuliert.
Es geht uns bei dem Marsch und der Sache an sich darum zu belegen und darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig die Wahrung der Fußballtraditionen, die Wahrung ehrlicher Werte in diesem Sport und der Belange der wahren Fans ist.
Dass Fußball der beliebteste Sport ist, mag unbestritten sein. Aber es gibt wohl auch kein „Hobby“, über das und in dem über verschiedene Meinungen so viel gestritten und debattiert wird.
Der Fußball hat sich in den vergangenen 50 Jahren in allen, ob im sportlichen, geschäftlichen, fanrelevanten oder im gesellschaftlichen, Bereich rasant weiterentwickelt.
Das Fußballspiel wurde attraktiver, da bessere Trainingsbedingungen, bessere Vereinsinfrastruktur, besseres taktisches Verständnis und nicht zuletzt mehr bessere Spieler den Sport prägten.
Durch gesteigerte Einnahmen in allen Bereichen, ob Werbung, Spielertransfers, Eintrittkarten oder Fernsehgelder sowie durch moderne Stadien wurde der Sport professioneller und für die Medien attraktiver.
Durch die Entwicklung der Fanszenen, wenn man sie vor 30 oder 40 Jahren schon so nennen konnte, wurde der Fußball zu einer Marke. Ohne Fans keine Stimmung, ohne Stimmung und Fans keine Beachtung in der Gesellschaft. Durch Fanclubs und Ultragruppierungen erhielten die Kurven im Lande eine Struktur, die gute Stimmung, ansprechende Choreos und Meinungsäußerung der Fans ermöglichten.
Und eben wegen der Fans, der Professionalität und sportlicher Erfolge in allen möglichen Regionen und auch auf europäischer Ebene entwickelte sich der Fußball auch hierzulande zum Volkssport Nr. 1!
Aber mit jeder Entwicklung wachsen auch Nachteile und Probleme. Weil wir diesen Sport mit allem, was dazu gehört, so lieben, müssen wir auch alles Mögliche tun, um Probleme zu beseitigen, oder zumindest zu bekämpfen.
Natürlich freuen wir uns, wenn am Ende eines Jahres schwarze Zahlen im Geschäftsbericht stehen. Aber ist das alles? Diese kommen nämlich unter anderem auch durch eine Ablösesummenspirale zu Stande, die sich ins Unermessliche zu drehen scheint. Bleibt der Fußball volksnah, wenn es Spieler gibt, die eine feste Ablösesumme von einer Milliarde Euro haben? Braucht der Fußball Berater, die nicht zwangsläufig das Beste für den Spieler, sondern vor Allem auch mehr Geld verdienen wollen?
Braucht ein Verein Topspielzuschläge und ein Stadion unbedingt nur Sitzplätze? Ist eine Medienlandschaft, die keinen Fehler verzeiht und aus jeder Mücke einen Elefanten macht, von Nöten?
Da all das nicht nur auf unseren Verein, den 1. FC Köln, zutrifft, liegt uns daran, dass die ins Leben gerufene Initiative deutschlandweite Aufmerksamkeit bekommt. Es liegt an allen Vereinen, Negativspiralen zu stoppen und Schaden vom Volkssport Fußball abzuwenden!
Die angestoßenen Fragen gilt es nun zu beantworten. Von daher bitten wir Euch, weiterhin aufmerksam den Schwaadlappe zu lesen, regelmäßig die Internetseiten www.volkssport-fussball.de und www.wh96.de zu besuchen und auf die Spruchbänder im Stadion zu achten, welche wir zu diesem Thema präsentieren werden. Wie oben bereits erwähnt, rufen wir Euch kurzfristig noch einmal dazu auf, am Fanmarsch nach dem Heimspiel gegen Hoffenheim teilzunehmen!
Fußball als Volkssport erhalten!!
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| Hertha BSC Berlin - 1.FC Köln 0:1 | |  Der Spielplan der DFL sollte uns an diesem Sonntag Abend zur Hertha nach Berlin führen, eines jener Spiele, die über Erst- oder Zweitklassigkeit, Sein oder Nicht-Sein bestimmen können.
In Erwartung eines um den Sieg fightenden FCs machte sich unsere Gruppe am frühen Sonntag Morgen auf den weiten Weg gen Hauptstadt. Dort angekommen betrat man zügig den Gästeblock. Anders als noch im letzten Jahr waren die Einlasskontrollen der Berliner Ordner dieses Mal nicht so penetrant.
Kurz vor Spielbeginn begann sich der bis dato eher mäßig bevölkerte Gästeblock zu füllen, so dass 2.500 kölsche Anhänger ihr Team begrüßen konnten. Zum Einlaufen der Mannschaften präsentierte die „Sektion Westpolen“, ein kölscher Fanclub aus Berlin, ein Spruchband mit der Aufschrift 'Wo mir sin is Kölle' samt einer kleinen Blockfahne. Schön, dass sich inzwischen viele kleinere Gruppen auf diese Art und Weise in die Kurve einbringen! Unsere Gruppe begrüßte die Mannschaft ihrerseits mit einem großen und mehreren mittleren Schwenkern sowie kleinen Fähnchen und Doppelhaltern. Auch in Berlin hat man sich inzwischen dem „St.Pauli-Modell“ angeschlossen: Gemäß diesen Regularien ist jeder Szene nach Anmeldung der Einsatz jeglicher Materialien gestattet. Sollte jedoch Pyrotechnik im Stadion abgebrannt werden, hat man mit dem Verbot sämtlicher Fanutensilien bis auf den Schal zu rechnen. Auch das Werfen von Böllern kann zu so einem Verbot führen. Überflüssig, ist der optische Wert eines Böllers doch gleich null und das Werfen eines solchen Gegenstandes mehr als risikoreich, vor allen Dingen für die eigenen Leute!
Wir werden hingegen nicht müde zu betonen, dass wir Fanutensilien, welche selbstverständlich sein sollten, nicht als Druckmittel gegen den Einsatz von Pyrotechnik verstanden wissen wollen. Wir kämpfen weiter für das kontrollierte Abbrennen von Pyrotechnik. Die fortgeführte Kriminalisierung und Gehirnwäsche in Bezug auf Pyro ist für uns nicht hinnehmbar.
Unsere Mannschaft startete konzentriert und mit großem Kampfgeist in die Partie. Ebenso die Hertha, so dass sich in der ersten Halbzeit ein ausgeglichenes Spiel entwickelte, dass mehr durch Zweikämpfe denn durch Torraumszenen und spielerischen Glanz geprägt war. In der 23. Spielminute bot sich für unseren FC die erste Chance, nachdem Maniche einen wunderbaren Pass auf Novakovic spielte. Dessen Schuss fehlten jedoch Präzision und Härte, so dass Drobny keine Probleme hatte zu parieren.
Kurz vor der Halbzeitpause, als man sich mit einem 0:0 schon in der Kabine wähnte, kam der Tabellenletzte zu seiner besten Chance: Raffael setze einen Schuss aus mittlerer Entfernung an den rechten Außenpfosten. Im darauffolgenden Chaos am Kölner Straffraum kam der Ball wiederum zu ihm. Sein Volleyschuss prallte jedoch vom linken Pfosten ab, so dass es zur Halbzeit beim mehr oder weniger gerechten 0:0 blieb.
So kämpferisch, wie sich die erste Halbzeit auf dem Spielfeld gestaltete, so lethargisch wirkte am heutigen Abend der Gästeblock. Lediglich ein bis zwei Gesänge wussten von der Lautstärke her wirklich zu überzeugen, darunter natürlich das allseits bekannte '1. Fußballclub Köln'. Aus welchem Grund baut unser Gästeblock bei einem derart wichtigen Spiel ab? Eine Erklärung könnte sicherlich sein, dass aufgrund der Anstoßzeit an einem Sonntagabend ein großer Teil der sonst anwesenden Kölner zu Hause blieb und deren Platz durch Umlandfans, denen nicht immer alle Lieder bekannt sind, eingenommen wurde. Aber kann das das wirklich als Entschuldigung gelten? Wir alle gemeinsam, egal ob in Köln wohnhaft oder nicht, sind der 1. FC Köln ! Die meisten Liedtexte sind nach kurzem Zuhören nicht allzu schwer zu erlernen. Motiviert Euch! Es geht um unseren Verein! Wie können wir einen Anspruch an die Spieler auf dem Rasen stellen, wenn wir selbst unter unserem Anspruch bleiben?
Negativ zu erwähnen ist an dieser Stelle der sehr fragliche Auftritt der Ordner Mitte der 1. Halbzeit, welche versuchten eine Gasse zwischen den beiden Blockhälften zu bilden, was gerade im unteren Teil aufgrund des gut gefüllten Blocks unmöglich war. Zudem geht eine Zweiteilung des Blocks zu Lasten der Optik und Akustik.
Nach Wiederanpfiff fand die Hertha schneller ins Spiel als unser FC und erarbeitete sich im folgenden Spielverlauf mehrere gute Möglichkeiten. Das Kölner Spiel beschränkte sich zumeist lediglich auf die Defensive. Mit einem 0:0 war unsere Mannschaft zu dem Zeitpunkt gut bedient, so dass der kölsche Anhang seinerseits jede gelungene Abwehraktion beklatschte. In der 79. Minute sollte uns das Glück jedoch wohlgesonnen sein: Nach einem Freistoß von Podolski köpfte Novakovic mustergültig in die Maschen des Berliner Tores. Der Gästeblock kannte kein Halten mehr und verbrachte die restliche Spielzeit mit ausgiebigen Sangeseinlagen, gepaart mit kollektiver Erleichterung.
Der Abpfiff des Spiels wurde von Kölner Seite frenetisch, aber dennoch mit einer Portion Skepsis, bejubelt, war doch jedem klar, dass nicht die Leistung des FCs, sondern zum größten Teil die Berliner Unfähigkeit unseren Mannen zu 3 Punkten verhalf. Eine positive Entwicklung setzte sich am heutigen Abend dennoch fort: Nach Abpfiff kamen alle (!) Spieler zum mitgereisten Anhang, um mit ihm zu feiern und Fahnen zu schwenken. Ein schönes Zeichen, denn diese Fahnen sind nicht nur die Fahnen von uns Fans, sondern vor allen Dingen die des 1. FC Kölns, von dem wir alle, Spieler, Trainer, Manager und Fans, ein Teil sind.
Ehe es in unsere geliebte Heimat zurückging, begrüßte die Kölner Szene gemeinsam die Stadionverbotler, deren Kreis zum Glück um eine Person geschrumpft ist. Wieder einmal musste einer unserer Leute über ein halbes Jahr ungerechtfertigt vor dem Stadion verbringen, Verhöre über sich ergehen lassen, hohe Anwaltskosten decken und von der Gesellschaft als Gewalttäter bezichtigt werden, ehe das Urteil 'Freispruch' lautete. Zu der Anzeige führten keine Videoaufnahmen oder sonstige stichhaltigen Argumente, das Stadionverbot wurde lediglich auf Verdacht ausgesprochen. Eine leidige und äußerst fragwürdige Praxis, die unserem Rechtsverständnis fundamental widerspricht, jedoch durch das BGH-Urteil in der letzten Woche unverständlicherweise auf „legale“ Füße gestellt wurde. | |
| 1.FC Köln - Hannover 96 0:1 | |  Nach dem Sieg im Pokal unter der Woche in Trier, stand der 11. Spieltag unsererseits ganz im Zeichen des Erhalts der 50+1-Regel. Passend zu dieser Thematik gastierte Hannover 96 und dessen Präsident Martin Kind im Müngersdorfer Stadion. Seit längerer Zeit schon plädiert Martin Kind für die Abschaffung der 50+1 Regelung, welche besagt, dass der Stammverein immer 50 % + 1 Stimme an der Lizenzspielerabteilung (Kapitalgesellschaft) halten muss. Die 50+1 - Regel verhindert somit den Ausverkauf von Vereinen und schützt den Volkssport Fußball vor einem weiteren Traditions- und Werteverfall ( für eine ausführlichere Auseinandersetzung mit dieser Thematik, möchten wir an dieser Stelle auf die Mitteilung des Dachverbandes auf unserer Homepage verweisen).
Bereits am späten Morgen traf sich ein Teil unserer Gruppe, um im Stadion die Choreographie vorzubereiten und die an Spieltagen üblichen Arbeiten zu verrichten. Die schlichte, dadurch jedoch in keinem Fall weniger aussagekräftige, Choreographie beinhaltete ein Spruchband im Oberrang der Südtribüne „Die Fans haben sich bereits entschieden:“, vier großen Doppelhaltern im Herz der Kurve mit der Aufschrift „50+1“ und ein Spruchband am Zaun des Unterranges „Bleibt!“. Abgerundet wurde dieses Bild mit Hilfe von Papptafeln in den Blöcken S3 und S4, welche ebenfalls das Motto „50+1 bleibt“ zierten. Zusätzlich zu dieser Aktion sammelte das Fan-Projekt Unterschriften für den Erhalt der erwähnten Regel, da über deren Verbleib am 11. November bei einem außerordentlich einberufenen DFB-Bundestag abgestimmt wird.
Während der sowohl fußballerisch als auch stimmungsmäßig schlechten ersten Halbzeit präsentierten wir ein weiteres Spruchband, diesmal mit der Aufschrift „Fussball ist kein Monopoly für große Kinder!!!“, welches sich auf besagten Präsidenten bezieht. Die Boyz schlossen sich der Thematik kurze Zeit später an: „Fussball ist kein Kinderspiel - 50+1 Erhalten!!“.
Hannover stellte die bessere von zwei spielerisch limitierten Mannschaften dar und ging deshalb auch zu Recht in der 37. Spielminute durch Rosenthal in Führung. In der Halbzeitpause zeigte die Bajaasch die Tapete „Stadionverbot auf Verdacht?! - Schluss mit der Sippenhaft!“, und reagierte damit ebenso wie wir mit dem Spruchband „Stadionverbot weiterhin auf Verdacht!? Na dann, Rechtsstaat: Gute Nacht!!!“, auf das Urteil des Bundesgerichtshofes, welcher tags zuvor erklärt hatte, dass Stadionverbote weiterhin auf einem reinen Verdachtsmoment basierend ausgesprochen werden dürfen und nur im Falle eines „lupenreinen“ Freispruchs zurückgenommen werden müssen.
Die Coloniacs machten mit dem Spruch: „GDP:„Vorsicht! Lebensgefahr!“ auf die Aussage des Vorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft, R. Wendt, aufmerksam, in der behauptet wurde, dass jeder Fan der zur Zeit ein Fußballstadion besuche, sich in Lebensgefahr begäbe. Für diese infame Aussage wurde der Gewerkschaftsvorsitzende sogar von DFB-Präsident Theo Zwanziger außerordentlich scharf kritisiert.
Der allumfassenden Thematik des Spieltags widmeten wir zu Beginn des zweiten Spielabschnitts eine weiteres Spruchband: „Der Volkssport Fussball überlebt nur mit 50+1!!“ stand in großen Lettern auf Tapete geschrieben.
Im weiteren Spielverlauf konnte unser Team durch Petit (62. Minute) und Ehret (82.) immerhin zwei Chancen erspielen, aber wirklich gefährlich wurde es nur einmal, allerdings ging die Gefahr von Hannover aus als Rosenthal in der 66. Spielminute am erneut starken Mondragon scheiterte.
So stand nach 90 Minuten eine verdiente, jedoch unnötige Niederlage zu Buche. Einige Fans applaudierten nach dem Schlusspfiff zwar noch den Spielern, die in Richtung Kurve kamen, um sich zu bedanken, jedoch überwog der Frust einiger Fans und der Applaus wurde von einem Pfeifkonzert übertönt.
Die ca. 2000 mitgereisten Hannoveraner Fans konnten sich nur kurz während eines gelungenen Fahnenintros im Stehplatzblock bemerkbar machen, akustisch waren sie heute kaum zu vernehmen.
Nach dem Spiel ließen wir den Abend, alle mehr oder weniger enttäuscht, in unseren Räumlichkeiten ausklingen.
Schwaadlappe Nr. 45 / FC – Hannover 96 | |
| Warum 50+1 bleiben muss | |  Mit dem nächsten Gegner Hannover 96 kehrt auch ein Thema ins Müngersdorfer Stadion zurück, das für die aktive Fanszene von enormer Bedeutung ist. Hannovers Vorstandsvorsitzender Martin Kind beantragte Mitte Oktober bei der Deutschen Fußball-Liga die Aufhebung der so genannten „50+1“-Regelung. Diese Regelung schreibt den Bundesligisten vor, dass der Stammverein mindestens 50% + eine Stimme an der Lizenzspielerabteilung halten muss.
Mit dieser satzungsgemäßen Sicherung der Mehrheit an ihren eigenen Kapitalgesellschaften soll der Einfluss externer Investoren eingedämmt werden. Um die Vereine aber interessanter für eben jene Investoren zu gestalten, ähnlich wie dies zum Beispiel in England der Fall ist, kämpft Kind seit Jahren dafür, die bestehende Regelung zu kippen und durch andere Vorschriften ersetzen zu lassen. Am 11. November haben die Manager der Profiklubs die Wahl: Sollte dies in den Gremien der DFL und des DFB nicht mit der nötigen Zwei-Drittel-Mehrheit geschehen, kündigte Kind bereits jetzt schon den Gang zu den höchsten europäischen Gerichten an, um die seiner Ansicht nach gegen EU-Recht verstoßene Regelung zu Fall zu bringen. Interessant ist hierbei sicherlich die Tatsache, dass Kinds angedachte Einrahmungen der Investionsfreiheit, zum Beispiel durch längere Haltefristen oder örtliche Gebundenheit der Investoren, wohl vor einem EU-Gericht ähnlich geringe Chancen hätten, wie die derzeitige Regelung.
Sturmreife Festung dank stumpfem Schwert
Dennoch: Die Festung „50+1“ ist in der letzten Dekade Schritt für Schritt sturmreif geschossen worden: Mit Bayer Leverkusen und dem VfL Wolfsburg spielen mit dem Pharmariesen Bayer und dem Automobilgiganten Volkswagen zwei schwergewichtige Konzerne in der Bundesliga. Weder in Leverkusen noch in Wolfsburg halten die Vereine auch nur ein Prozent an sich selber, sie sind in beiden Fällen 100%ige Töchter des Konzerns. Aus Sicht vieler ist dies von Seiten des DFB akzeptierte und praktizierte Wettbewerbsverzerrung. Heribert Bruchhagen, seines Zeichens Vorstandsvorsitzender Eintracht Frankfurts sowie im Vorstand der DFL, bezeichnete dies im Rahmen einer Diskussion über die „50+1-Regelung“ als „Sündenfall Leverkusen und Wolfsburg“, der nicht wiederholen werden sollte. Mit dem kometenhaften Aufstieg der Hoffenheimer wurde die Debatte über diese Art von Wettbewerbsverzerrung wieder angeschoben: De facto hält der Investor Hopp „nur“ 49% des Konstruktes Hoffenheim, dennoch ist er die unumgängliche Instanz in allen Fragen. Sogar bei Spielertransfers ist er als Finanzier in der Öffentlichkeit der gefragte Mann, der über Wohl und Wehe diktiert. Hier wird auf offensichtlichste Art und Weise das existierende Prinzip „50+1“ an der Nase herumgeführt. Mit RB Leipzig steht ein weiterer Härtefall vor der Tür der DFL. Um Investitionen außenstehender Personen oder Konzernen nicht zu gefährden, haben die Institutionen „50+1“ zu einem stumpfen Schwert verkommen lassen.
Der Einwand liegt hier auf der Hand: Warum nicht Chancengleichheit für alle und die Abschaffung der Regelung? Die Kritikpunkte sind so simpel wie auch oft genug wiederholt: Die Öffnung für weitere externe Investoren hätte laut FC-Geschäftsführer Claus Horstmann ein „Rattenrennen“ zur Folge. Im Kölner Stadt-Anzeiger äußerte er seine Bedenken gegenüber dem Aufheben der „50+1“-Regelung: „Die Vereine würden sich verkaufen – und am Ende würden die großen Vereine früher an Geld kommen und zudem auch noch höhere Beträge erwirtschaften – und wenn am Ende das Geld der Investoren aufgebraucht sei, habe man nicht nur den Abstand zwischen reichen und weniger reichen Klubs weiter vergrößert. Sondern auch nichts erreicht: Das finanzielle Niveau der Top-Klubs sei zwar für kurze Zeit gehoben worden, würde aber die Etats nicht dauerhaft stärken.“ Damit spricht Horstmann zwar nicht aus der Sicht eines Fans, sondern eines wirtschaftlich denkenden Vereinsfunktionärs, doch er trifft damit den (zumindest rationalen) Kern des Problems.
Des Weiteren kann es nicht im Sinne der aktiven Fans sein, den Verein zu einem Spielzeug eines Vermögenden zu degradieren. Hierbei ist besonders die Abhängigkeit von den Launen einer einzelnen Person zu bedenken. Macht ihm sein Spielzeug nicht mehr den einst erwarteten Spaß, so kann die Herrlichkeit schneller vorbei sein, als Hennes „määäh“ sagen kann. Doch auch wenn selbst dies gegeben sein sollte, ist der Verein nicht davor gefeit, für das Verschulden anderer die eigene Existenz bedroht zu sehen. Dem AZ Alkmaar zum Beispiel droht aufgrund der Insolvenz der Muttergesellschaft, die von der Bankenkrise massiv getroffen wurde, unverschuldet die eigene Insolvenz. Ein weiterer, aus Sicht der Fans wichtiger Kritikpunkt sei an dieser Stelle noch hinzugefügt: Ein Investor bringt sich nicht aus reiner Menschenliebe in einen Verein ein – er möchte für sein Geld Gegenleistungen sehen. Sei es eine mächtige Position mit viel Ansehen an der Spitze des Vereins oder eine Rendite, die der Verein abwerfen soll: Um letzteres zu ermöglichen, müssen sich die Fans auf entsprechende Folgen einstellen. Die bedingungslose Liebe zu „seinem“ Verein würde wohl auf die harte Probe einer verschärft kommerziellen Vereinspolitik gestellt werden.
Abenteuerspielplatz für Neureiche
Gerade um die Folgen einer investorfreundlichen Politik abzuzeichnen, eignet sich mit England das ab- und erschreckende Beispiel für alle diejenigen, denen der Erhalt der 50+1-Regelung am Herzen liegt: Die stolze Premier League ist zum Abenteuerspielplatz von neureichen Investoren degeneriert. Waren es früher teures Gepränge, schnelle Autos, große Yachten oder beeindruckende Gebäude, mit denen sich geschmückt wurde, so scheinen heute die britischen Fußballvereine die Trumpfkarte in einem wahnwitzig anmutenden Schwanzvergleich zwischen US-amerikanischen, russischen und arabischen Milliardären zu sein. Gewiss: Die sportliche Qualität der Premier League, das internationale Ansehen und die Wettbewerbsfähigkeit in den internationalen Wettbewerben – all dies wurde durch das Einfließen externer Gelder erhöht. Es gab Saisons, da verhinderte nur das direkte Aufeinandertreffen von Manchester United und Konsorten ein rein englisches Champions-League-Halbfinale.
Doch zu welchem Preis? Die Antwort: Totale Kommerzialisierung. Was in Deutschland noch in der Entwicklung steht, ist auf der Insel bereits etablierte Realität. Völlig in Stücke geschnittene Spieltage, das Pay-TV hat Exklusivrechte, die Zusammenfassungen der Spiele kommen erst spät am Wochenende. Die Liga hat einen Sponsor, sogar der Ball hat einen. Die Preise für Eintrittskarte sind (besonders im Vergleich zur deutschen Liga) exorbitant hoch, so dass die Unterstützung seines Vereins einen aktiven Fan beinahe an den Rand des Ruins treibt. Mitunter kommt ein Stadionbesuch in Deutschland (Billigflug plus Stadionticket) deutlich günstiger als das Pendant auf der Insel. Diese Preispolitik hat natürlich Nebenwirkungen: Die einst als Stimmungsvorbild gepriesene Stadienszenerie ist in England zum Erliegen gekommen. Eine Veränderung der Publikumsstruktur sowie deren stetig fortschreitende „Vergreisung“ hat aus den Hexenkesseln Theatersäle gemacht.
50+1 muss bleiben – für uns Fans!
Gerne werden die sportlichen Erfolge englischer Vereine in internationalen Wettbewerben dazu genutzt, die Öffnung der Vereine für externe Investoren zu propagieren, jedoch wird dabei die unterschiedlichen Traditionen des englischen und deutschen Fußballsystems völlig außer Acht gelassen. Während in England schon Ende des 19. / Anfang des 20. Jahrhunderts die Mehrzahl der Klubs als Firmen organisiert waren, weil sich eben damit leichter Investoren für den Unterhalt teurer Spieler finden ließen, ist die Tradition in Deutschland eine ganz andere. Fußball war schon seit jeher der Sport des einfachen Mannes, ein Volkssport für alle. Dies muss in den Überlegungsprozess, der sich mit dem Erhalt beziehungsweise der Abschaffung der 50+1-Regelung beschäftigt, unbedingt einfließen. Dazu gehört auch, die bestehende Regelung endlich konsequent umzusetzen und damit auch die „Sündenfälle Leverkusen/Wolfsburg“ wieder zu begradigen sowie neue a la Hoffenheim und Leipzig nicht weiter zu fördern.
Gerade aus Sicht der aktiven Fans, die ihrem Verein lebenslang die Treue halten, ist eine fortschreitende „Enteignung“, die bereits durch die Ausgliederungen der Profiabteilungen aus den Vereinen begonnen hat, nicht zu akzeptieren. Die Öffnung der deutschen Vereine für externe Investoren stellt wahrlich nicht das Öffnen der Büchse der Pandora dar, jedoch würde dadurch eine fanfeindliche, extrem kommerziell ausgerichtete Strömung in Deutschlands Fußball weiter an Auftrieb gewinnen. Dies gilt es aus unserer Sicht mit aller Macht zu verhindern. Fußball soll Volkssport bleiben – und nicht denjenigen vorbehalten sein, deren Brieftasche größeren Umfangs ist.
Der Kampf geht weiter – 50+1 muss bleiben!!!
Dachverband der aktiven Fanclubs des 1. FC Köln e.V.
Wer es beim Heimspiel gegen Hannover versäumt hat, sich in die Listen für den Erhalt von 50+1 einzu-tragen, hat die Chance dies online bei der Chosen Few aus Hamburg nachzuholen. | |
| Eintracht Trier - 1.FC Köln 0:3 | |  ‚Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin’, so hallte es an diesem Dienstagabend mehrere Male durch das Moselstadion. Diesem Satz, der für uns FC-Fans in den letzten Jahren zu einer leeren Phrase geworden war, sollte im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen den Sport-Verein Eintracht Trier neues Leben eingehaucht werden. Doch von vorne:
Der Tag begann für einen Teil unserer Gruppe schon am frühen Mittag in einem Brauhaus nahe des Doms, um sich auf den anstehenden Pokalfight einzustimmen. Aufgrund der frühen Abfahrtszeit des Sonderzuges, welche sich durch die Spielansetzung aber auch gar nicht anders gestalten ließ, trat die Fanszene in stark dezimierter Anzahl auf. Einen überraschenden Anblick bot sich allen Fans beim Gang über die Domplatte: Musste man am letzten Samstag auf dem Weg zum Derby noch Kontrollschleusen, Pfefferspraywolken und Polizeiketten überwinden, gestaltete sich der heutige Weg zum Gleis ganz entspannt. Sicherlich ist das Derby in Mönchengladbach das emotionalste Spiel für alle FC’ler und auch sehr viel besser besucht als ein Pokalspiel gegen die Eintracht aus Trier, jedoch sollte die Polizei ihre Taktik bezüglich des Umgangs mit uns Fans überdenken: Mit eurer Panikmache helft ihr keinem! Selbiges würden wir uns im Übrigen auch von den Medien wünschen.
Vor Betreten des Bahnhofs präsentierten wir zwei Spruchbänder für zwei unserer Jungs, die zurzeit gesundheitlich stark angeschlagen sind. Gute Besserung! Werdet schnell wieder fit. WHir sind für euch da!
Die Zugfahrt durch das Rhein- und Moseltal verbrachten alle in entspannter Atmosphäre, genossen die wunderschöne Aussicht und träumten von Europa, ist der DFB-Pokal doch der kürzeste Weg dorthin. Überheblichkeit angesichts unseres Gegners war jedoch nirgends vorzufinden, da man sich bewusst war, dass sowohl Hannover als auch Bielefeld an dem Viertligisten gescheitert waren.
In Trier angekommen, legte man einen kurzen Fußmarsch zur Spielstätte zurück, der von einigen Gesängen begleitet wurde. Nach Betreten des Gästeblocks bot sich dem Betrachter ein heutzutage leider ungewohnter Anblick: Ein Fußballstadion mit Charme. Die meisten Stadien der Neuzeit wirken eher wie sterile Einkaufszentren, überladen mit Werbung, diversen Shops und für die kalte Jahreszeit mit Wärmestrahlern ausgestattet. Auch das sonst übliche Werbeprogramm vor und nach dem Spiel entfiel am heutigen Abend (wohl auch Dank des Werbeverbots bei DFB-Pokal-Spielen), sodass schon weit vor Anpfiff der ein oder andere Gesang aus dem gut gefüllten Kölner Block zu hören war. Hier konnten wir des weiteren Gruppen- und Szenemitglieder, die nach der Arbeit mit dem Auto angereist waren, begrüßen.
Zu Spielbeginn präsentierte unsere Gruppe einige Fähnchen, Doppelhalter und mittlere Schwenker, was einen recht hübschen Anblick bot. Der Gästeblock zeigte sich von Anfang an sehr motiviert. So schallte eine Mischung aus traditionellem kölschen Liedgut und neueren Gesängen durch das Stadion.
Nach Anpfiff entwickelte sich trotz der sehr offensiven Ausrichtung unserer Mannschaft zunächst ein ausgeglichenes Spiel. Die tief stehende Eintracht überließ dem FC zwar jegliche Spielanteile, welche dieser aber zunächst nicht nutzen konnte. In der 25. Minute wurde der Kölner Anhang endlich von seinem Kapitän Novakovic erlöst, welcher den Ball nach schöner Vorarbeit von Ehret und Maniche aus kurzer Distanz ins Tor beförderte. Nur vier Minuten später fiel das beruhigende 2:0: Nach einer Ecke von Podolski verlängerte Freis, am kurzen Pfosten stehend, den Ball auf Mohamad, welcher nur einnetzen musste. Nun stand der Gästeblock endgültig Kopf und drehte ab wie schon lange nicht mehr. Das nach den gefallenen Toren immer noch recht mäßige Spiel konnte dem keinen Abbruch tun.
Erst kurz vor der Pause entstand nochmals Gefahr vor dem Tor der Trierer, als Sebastian Freis einen Schuss aus kurzer Distanz knapp neben das Tor setzte. Der letzte Angriff der Halbzeit gehörte jedoch unserem Gegner, der eine Flanke gefährlich in den Strafraum schlug, welche von Geromel aber in letzter Sekunde abgewehrt wurde. So ging man mit einem beruhigenden 2:0 in die Halbzeitpause, welche sich jedoch nicht ruhig gestaltete, da vor allen Dingen die jüngere Generation in jugendlichem Übermut zu einem neuen Lied der Kurve, dem altbekannten Gassenhauer „Popcorn“ durch den Block tanzte.
Vor Beginn der zweiten Halbzeit präsentierte unsere Gruppe für unsere Brüder aus Paris ein Spruchband, das im Zusammenhang mit den Ereignissen rund um das Spiel Olympique Marseille gegen Paris SG stand: ‚Bon rétablissement à tous nos amis parisiens blessés ! WE ARE PARIS, WE ARE COLOGNE!’
Nach Wiederanpfiff stieg der Druck auf das Trierer Tor erheblich: Zunächst trafen Maniche (48.), danach Podolski (51.) Latte und Pfosten. Keine Minute später fiel das entscheidende 3:0: Ein abgefälschter Distanzschuss unseres portugiesischen Spielmachers Maniche sorgte für das letzte sportliche Highlight. Es ergaben sich im Spielverlauf zwar auf beiden Seiten noch einige Chancen, welche aber nicht genutzt wurden. So blieb es beim 3:0.
Der Auftritt des Gästeblocks hat Lust auf mehr gemacht: Von Hüpf-, Klatsch-, Schunkel- und vor allen Dingen den sehr gelungenen Pogo-Einlagen war alles dabei. So wurde unsere Mannschaft fast durchgängig über 90 Minuten lautstark und leidenschaftlich unterstützt. Warum nicht immer so?! Mit einer leidenschaftlichen Leistung unsererseits, unabhängig von Spielstand und Gegner, nehmen wir Einfluss auf die Leistung unserer Mannschaft. Und damit auch auf Erfolg und Nichterfolg.
Vor den Stadiontoren konnten wir einige unserer Stadionverbotler begrüßen, die den heutigen Tag zumindest während Hin- und Rückfahrt gemeinsam mit der Gruppe verbringen konnten. Andere SV’ler hingegen mussten aufgrund eines ihnen gegenüber ausgesprochenen Stadtverbots für Trier in unserer geliebten Heimatstadt zurückgelassen werden. Diese neue Repressionswelle, welche auch andere deutsche Fanszenen, wie z.B. Nürnberg und Schalke, erreicht hat, ist mehr als fraglich. Hier gilt für uns Fußballfans in ganz Deutschland: Getrennt in den Farben, vereint in der Sache!
Die Rückfahrt hätte den bis dato sehr angenehmen Tag perfektionieren können, doch die Datensammelwut der Ordnungshüter sah ein anderes Ende für uns vor: Wegen Nichtigkeiten und teilweise völlig willkürlich wurden Fans kontrolliert, deren Personalien aufgenommen und zusätzlich versucht diese einzuschüchtern. Höhepunkt des polizeilichen Gebarens war die Vermummung inkl. Anlegen der Kampfausrüstung der Einheiten kurz vor Ankunft in Köln. Fast schien es, als hätten sie nur auf ein Startsignal gewartet, um weitere Maßnahmen durchführen zu können. Glücklicherweise boten wir ihnen an diesem Tage keinerlei Angriffsfläche für weitere schikanöse Maßnahmen.
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| Borussia Mönchengladbach - 1.FC Köln 0:0 | |  Derbyzeit im Rheinland. Vorfreude allenthalben. Mag man zumindest glauben. Schade nur, wenn diese Vorfreude durch massive Repressalien seitens der Exekutive schon im Vorfeld merklich getrübt wird. So sah sich die Kölner Fanszene bereits mehrere Wochen vorher mit 131 Stadtverboten konfrontiert die teilweise auch gegen Personen ohne Stadionverbot ausgesprochen wurden. Diese repressive Maßnahme zur präventiven Gefahrenabwehr können wir mit unserem Verständnis der Reise- und Bewegungsfreiheit nicht vereinbaren und werden dagegen weiterhin vorgehen und über Hintergründe und Sinn aufklären. Dem ganzen wurde durch das, unserer Meinung nach, völlig überzogene Sicherheitsaufgebot die Krone aufgesetzt.
So sollten 1200 Ordnungshüter für selbige sorgen. Unterstützt wurden diese von zwei Hubschraubern, wobei einer gar schon über dem Treffpunkt in Köln seine Kreise zog, sowie zwei Wasserwerfern in Mönchengladbach. Dementsprechend war auch die Stimmung am Treffpunkt eher gedrückt, richtige Derbystimmung wollte vorerst noch nicht aufkommen. Zudem herrschte in den Zügen und in großen Teilen des Stadtgebiets von Mönchengladbach Alkoholverbot.
Erfreuliches gab es aber trotzdem zu vermelden, denn die überwiegende Mehrheit der FC-Fans war unserem Aufruf, in Rot gen Ostholland zu reisen, gefolgt. Ein prächtiges Bild ergab sich auf der Domtreppe, als 1500 FC-Fans sich lautstark auf das Derby einstimmten.
Unser Dank gilt all jenen, die unserem Aufruf folgten, und somit den Zusammenhalt der FC-Fans demon-strierten.
Kurz darauf jedoch wieder Bilder zum Abgewöhnen: Jeder einzelne FC-Fan musste sich beim Betreten des Bahnhofs von der Polizei abtasten lassen, und als sich, verständlicherweise, nach und nach Ungeduld unter den wartenden Fans breit machte, sparte „Freund und Helfer“ auch nicht mit Pfefferspray. Hierbei ist anzumerken, dass wahllos in die Menge gesprüht wurde, welche sich weder vor- noch zurückbewegen konnte. Auch in den Tagen danach regiert selbst seitens gemäßigteren Fans großes Unverständnis gegenüber diesem überzogenen und alles andere als deeskalierenden Verhalten der Staatsmacht.
Per Entlastungszug ging es alsdann in gemächlichem Tempo gen Holländische Grenze, wo uns das übliche Verkehrschaos, in Form von Shuttlebussen, erwartete. Nachdem, bedingt durch das hermetische Abriegeln der Staatsmacht, Vorfälle, vergleichbar mit denen vom letzten Jahr ausblieben, betraten wir, heilfroh, noch am Leben zu sein, den Gästeblock. Hier zeigte sich wiederum, dass unser Aufruf Früchte getragen hat. Einen expliziten Dank an dieser Stelle erneut an die überwiegende Mehrheit der ca. 6500 Schlachtenbummler, die unsere Farben in der Provinz vertreten haben. Die Bilder des Gästeblocks haben Bände gesprochen! Wir können stolz auf unsere geliebten Vereinsfarben sein. Warum tragen wir sie nicht bei jedem Spiel in die weite Welt hinaus?
Zu Beginn des Spiels wurde unseren Vereinsfarben erneut Rechnung getragen, als einige FC-Fans durch mehrere Rauchtöpfe und bengalische Lichter den Gästeblock verschönerten. Die von den FC-Fans einge-setzte Pyrotechnik hat gezeigt, dass diese keinesfalls das von den Medien oftmals zitierte „Randalemittel“ ist, sondern zuallererst der optischen Unterstützung dient, sofern sie kontrolliert abgebrannt wird.
Den Einsatz von Böllern lehnen wir in diesem Zusammenhang jedoch ab, insbesondere, wenn diese mitten in einer Menschenmenge gezündet oder gar auf den Platz geworfen werden. Hier sollte ein Umdenken seitens der handelnden Personen entstehen, denn solches Verhalten führt unserer Meinung nach eher zu einer negativen Assoziierung, und nimmt den Befürwortern von kontrolliertem Pyroeinsatz wichtige Argumente. Wir sprechen uns ausdrücklich gegen den Einsatz von Böllern, Leuchtspurmunition oder anderen pyrotechnischen Artikeln in Richtung Spielfeld aus!
Da die Gegenseite auf Grund von Protestspruchbändern gegen „Fußballwohltäter“ Hopp ihren Shop schließen musste, verzichtete diese auf die optische Unterstützung in Form einer Choreographie, aber auch sonst trat der Block 1900 nicht nachhaltig in Erscheinung.
Das Spielgeschehen auf dem Rasen war eines Derbys leider ebenso unwürdig, wie die gesangliche Unterstützung auf den Rängen. Lediglich eine hundertprozentige Chance durch Ishiaku, nach exzellentem Zuspiel Podolskis war zu verbuchen. Auf der Gegenseite verhinderte Mondragon zweimal in höchster Not einen Rückstand. So blieb es letzten Endes bei einem mehr oder weniger leistungsrechten torlosen Unentschieden.
Nach dem Spiel herrschte dann erneutes Buschaos mit freundlicher Unterstützung des Kontrollwahns, so dass sich unsere Abfahrt merklich verzögerte.
Nach der entspannten Rückfahrt begrüßten wir noch die leider viel zu große Sektion Stadtverbot, bevor die hiesigen „Schutzmänner“ dann abschließend auf ihre Daseinsberechtigung aufmerksam machen wollten.
Es bleibt ein fader Beigeschmack nach diesem Derby hängen, stand das tatsächliche Polizeiaufgebot doch in keinerlei Verhältnis zum Gewaltpotenzial und wirkte alles andere als deeskalierend. | |
| Pokalspiel in Trier | | Die Wilde Horde verfügt noch über wenige Restkarten für den Entlastungszug, der morgen um 14:25 Uhr vom Kölner Hbf nach Trier aufbrechen wird.
Die Fahrkarten werden in der Zeit von 13:00 bis 14:00 Uhr im Gaffel am Dom verkauft.
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| Spendensammelaktion für Choreografien | |  Die Wilde Horde Köln 1996 bedankt sich im Namen der Südkurve 1. FC Köln bei allen FC-Fans, die beim letzten Heimspiel gegen Mainz 05 so zahlreich gespendet haben.
Es kamen in der Zeit von der Toreöffnung bis zum Anpfiff des Spiels insgesamt 4.803,16 EUR an Spenden für die Kurve zusammen. Das Geld wurde, wie in den Vorjahren, nach Ablauf der Spendensammlung vom Fanclub Cologne Power East Belgium gezählt und verwaltet. 1.410,00 EUR an Scheinen und 3.393,16 EUR an Münzgeld wurden von den FC-Fans in die Spendendosen unserer Spendensammler gesteckt, wofür wir uns ganz herzlich bedanken möchten!
Die Postkarten, die von unseren Mitgliedern dafür an die spendenden FC-Fans verteilt wurden, erfuhren dabei großen Anklang. Die umfangreiche Choreographie, welche zum Heimspiel gegen Leverkusen auf der Südkurve präsentiert wurde, ist somit finanziell von allen Stadionbesuchern getragen worden. Die durch diese Spendensammlung erwirtschafteten Überschüsse fließen wieder zu 100 % in die Aktionen der Südkurve 1. FC Köln.
Nur zesamme simmer stark!
Vielen Dank an alle FC-Fans die am Samstag gespendet haben!
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| 1.FC Köln - FSV Mainz 05 1:0 | |  Spieltag Nummer neun brachte uns mit der Mannschaft von Mainz 05 nach den Spielen gegen die vermeintlichen Topteams den ersten Gegner „auf Augenhöhe“ seit dem 3. Spieltag. Zum „Karnevalsderby“ (erstaunlich, diese Derbyüberflutung. Diese Woche ist Derby gegen die Bauern, sonst nichts!) fanden sich 49.000 Zuschauer im erneut nicht ganz ausverkauften Müngersdorfer Stadion ein, darunter ca. 3500 Anhänger aus der rheinlandpfälzischen Landeshauptstadt. Doch bevor dieses richtungsweisende Spiel angepfiffen werden konnte, standen wie üblich noch etliche Arbeiten auf dem Programm. Dieses Mal standen diese ganz im Zeichen der Vor- und Nachbereitung des kleinen bzw. großen Derbys. Zum Einen wurden an den Stadioneingängen Spendensammelteams positioniert welche von den FC-Fans reichhaltig bedacht wurden. Unser aufrichtiger Dank auch an dieser Stelle noch mal allen Spendern! Als besonderen Leckerbissen bekamen Spender ab einer Gabe von einem Euro eine Postkarte mit dem Choreomotiv in die Hand gedrückt.
Aber auch das große Derby gegen die grünen Bauern warf selbstverständlich weiter seinen Schatten voraus. Der Verkauf der roten Regenjacken lief hervorragend, sodass wir schon weit vor Anstoß der Partie „ausverkauft“ vermelden mussten. Hier erneut der Appell an alle FC-Fans die sich glücklich schätzen können eine Karte für das Spiel des Jahres ergattert zu haben, aber keine Regenjacke mehr erwerben konnten, in Rot anzureisen! Auf Spruchbändern gen Kurve und Spielfeld machten wir zudem auf den Treffpunkt am Spieltag aufmerksam (9:00 Uhr, Brauhaus „Gaffel am Dom“). Lasst uns alle geschlossen gen Niederrhein reisen und unsere Farben würdig vertreten.
Leider wird unsere Sektion Stadionverbot uns nicht wie sonst üblich begleiten können und auch zahlreichen weiteren FC-Fans wird diese Reise zum Derby verwehrt bleiben. Grund ist ein leider nun auch in Köln eingeführtes „Spielzeug“ der Exekutive, das sogenannte Stadtverbot. Es handelt sich dabei um eine Maßnahme zur präventiven Gefahrenabwehr, aber der Begriff der willkürlichen Unterdrückung trifft es unserer Meinung nach besser. Auch hier präsentierten wir ein Spruchband mit dem Wortlaut: „Kein Stadionverbot, aber trotzdem Stadtverbot in MG!! Der Schikane sind keine Grenzen gesetzt!! Dieser Thematik werden wir uns in den nächsten Wochen noch explizit annehmen.
Nachdem Manager Meier im Zuge der allgemeinen Derbyhysterie noch einen flammenden Appell der Friedfertigkeit an das Kölner Publikum gewandt hatte, konnten die 22 Akteure auf dem Rasen auch endlich mit der Verrichtung ihres Tagewerkes beginnen. Der FC begann zwar engagiert, jedoch vorerst ungefährlich. Mainz hingegen wartete erstmal ab und konnte keine nennenswerten Spielanteile verbuchen. Da die Leistungskurve der Mannschaft in den letzten Spielen deutlich ansteigende Form zeigte, hätte man dies eigentlich auch vom Kölner Publikum erwarten sollen, doch weit gefehlt: Die Stimmung in der 1. Halbzeit lässt sich getrost in die Kategorie „zum Abgewöhnen“ einsortieren, daran änderte auch die Führung durch Novagoal, nach brillianter Vorarbeit von Ehret, nichts.
Vor der Halbzeitpause bereits wurde von einigen aktiven Fans das Spruchband mit der Aufschrift „50+1 muss bleiben“ präsentiert, welchem wir uns natürlich anschließen. In selbiger Pause entrollten sie dann anlässlich der Fare-Action-Week noch den Spruch: „All colours are beautiful“, welcher sicher unkommentiert so stehen gelassen werden kann.
Die zweite Halbzeit verlief ähnlich unspektakulär wie die erste, auch wenn die gesanglichen Darbietungen ein wenig leidenschaftlicher daher kamen. Die Gäste aus Mainz enttäuschten hingegen auf ganzer Linie. Weder auf sportlicher, noch auf fantechnischer Ebene vermochten sie Ausrufezeichen zu setzen. Zwar war der untere Teil des Blocks stetig in Bewegung, gesanglich zu vernehmen waren sie doch kaum. Wenigstens stimmte bei uns das sportliche Ergebnis.
So konnten drei wichtige Punkte im Abstiegskampf eingefahren werden. Nun gilt alle Konzentration dem anstehenden Derby!
Nach den Aufräumarbeiten in der Kurve und der Begrüßung der ausgesperrten Freunde begaben wir uns in unsere Räumlichkeiten, um dort den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.
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| Spendenaufruf für die Choreographien der Südkurve | |  Leider verlor unsere Mannschaft das Derby gegen Leverkusen ziemlich unglücklich, doch ein Lichtblick nach dieser Niederlage war das tolle Bild, welches die Südkurve zum Einlaufen der Spieler bot.
Diese Derby-Choreographie wurde von unserer Gruppe organisiert und durchgeführt. Natürlich wären solche spektakulären Kurvenshows ohne die Mithilfe jedes einzelnen FC-Fans in der Südkurve nicht möglich. Deshalb bedanken wir uns ganz herzlich bei Euch allen für die nahezu perfekte Umsetzung dieser Idee. Derartige Aktionen kosten natürlich sehr viel Geld und daher bitten wir Euch nach dieser gelungenen Aktion um eine finanzielle Beteiligung an der Choreographie.
Insgesamt schlug die Beschaffung von Farbe, Blockfahnen, Pappen und sonstigem Arbeitsmaterial mit 3230,52 Euro zu Buche. Wir hoffen einen Großteil dieser Summe dank Eurer Spenden zu refinanzieren.
Als kleine Geste erhält jeder Spender zum Dank ab einem Beitrag von einem Euro eine Postkarte. Es stehen zwei Motive zur Auswahl. Jede Spende zählt und wir freuen uns über jeden Cent, den wir natürlich wieder in Aktionen rund um unsere geliebte Südkurve stecken werden. Unsere Spendensammler stehen beim Heimspiel gegen Mainz 05 direkt an den Eingangstoren mit Spendendosen und den Postkarten. Wie auch in den Vorjahren werden die Spenden auf unserer Homepage veröffentlicht und vom FC-Fanclub Cologne Power East Belgium verwaltet.
Spende auch Du für eine farbenfrohe und kreative Südkurve! Vielen Dank!
-> Ansicht der Postkarten
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| Alle in rot nach Gladbach!!! | |  Die Stimmung bei unserem letzten Spiel am Niederrhein war einem Derby nicht gerecht und für das kommende Duell erhoffen wir uns einen lautstärkeren und geschlossenen Auftritt. Um bereits optisch Geschlos-senheit zu demonstrieren, rufen wir alle FC-Fans dazu auf in rot nach Mönchengladbach zu reisen.
Hierzu bieten wir in Zusammenarbeit mit dem Fanprojekt des 1. FC Köln eine Regenjacke zum kostendeckenden Preis von 4 Euro an, die zu den Heimspielen gegen Leverkusen und Mainz an unserem Stand hinter der Südkurve zu erwerben ist.
Wir weisen jedoch bereits im Vorfeld der Aktion darauf hin, dass die Jacke nicht für den regelmäßigen Gebrauch konzipiert ist, sondern vorrangig ihren Zweck beim Derby erfüllen soll.
Lasst uns gemeinsam den Gästeblock in rot erstrahlen und anschließend stimmlich dieses Auswärtsspiel zu einem Heimspiel machen.
Auf zum Derbysieg! | |
| Offener Maltag - Mal dir deine eigene Fahne! | | Der Dachverband der aktiven Fanclubs des 1.FC Köln e.V. lädt zu einem offenen Maltag für alle FC-Fans ein. Ziel ist es, das Stadion noch bunter und lebendiger zu machen, um die Jungs auf dem Platz auch optisch noch besser zu unterstützen. Jeder ist eingeladen, sich an diesem Tag gegen einen kleinen Unkostenbeitrag seine eigene persönliche Fahne oder einen Doppelhalter zu malen. Ob nach eigenem Motiv oder unseren Vorlagen ist ganz egal. Das Material stellen wir. Kommt vorbei! Zum Malen, Schwaade oder einfach nur zum Fußballgucken!
Wann: 10. Oktober 2009
Wo: Treffer, im Unterrang der Nordtribüne des Müngersdorfer Stadions
Erster Pinselstrich: 15:30 Uhr
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| FC Bayern München - 1. FC Köln 0:0 | |  Auswärtsspiel bei den Bayern und zeitgleich lädt das Oktoberfest an seinem letzten Wochenende zu einem Besuch in München ein. Viele FC-Fans nahmen diese Gelegenheit wahr und der Gästeblock war mit 7.000 kölschen Schlachtenbummlern gut gefüllt. Unsere Gruppe reiste zu diesem Spiel gemeinsam mit Autos und legte die letzten Meter auf dem Weg zur Arena mit der U-Bahn zurück. Frühzeitig betraten wir den Gästesektor, mussten dabei aber leider auf unser Megaphon verzichten. Leider gehören solche Schikanen und Repressionen in deutschen Stadien und besonders im „Freistaat“ Bayern zum Alltag, jedoch bleiben diese Eingriffe in die Fankultur für uns unverständlich. Nichts desto trotz war die akustische Unterstützung für die Mannschaft mit dem Geißbock auf der Brust während der gesamten 90 Minuten gut.
Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt, unser Team erspielte sich keine einzige Torchance und stand kompakt in der Defensive, so dass es am Ende folgerichtig 0:0 hieß. Zwar waren die Bayern überlegen, spielbestimmend und hatten einige Chancen in Führung zu gehen, doch wirklich gefährlich wurde es für unsere Mannschaft nie. Je länger es 0:0 stand, desto besser wurde die Stimmung im Gästeblock und jede Abwehraktion, jeder Befreiungsschlag wurden bejubelt. Die Heimseite rund um die „Schickeria München“ war zwar bemüht, ihr Team ebenfalls 90 Minuten nach vorne zu schreien, doch selbst der mittlere Stehplatzblock in der Südkurve konnte nur selten zur Anfeuerung der Mannschaft bewegt werden. Allerdings war der harte Kern im unteren Drittel des Blocks stets in Bewegung und dauerhaft am Gesang beteiligt. Optisch präsentierten die Bayern-Fans zum Einlaufen der Mannschaften eine Choreographie für Kurt Landauer, einen ehemaligen Präsidenten des Clubs.
Der Anhang aus Köln hingegen sorgte für ein abwechslungsreiches Programm aus kölschen Klassikern, Anfeuerungen und Dauergesängen. Nach dem Schlusspfiff feierten Mannschaft und Fans gemeinsam diesen Punktgewinn, während der Rekordmeister mit Pfiffen in die Kabine geschickt wurde. Dieser moralische Erfolg gibt hoffentlich einen weiteren Schub, um sich in den kommenden zwei Wochen gebührend auf die wichtigen Aufgaben zu Hause gegen Mainz 05 und besonders natürlich auf das Derby gegen die Elf vom Niederrhein vorzubereiten.
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| Soli-Konzert zu Gunsten der Sektion
Stadionverbot im Friedenspark - Südstadt! | | | | |
| 1. FC Köln - Bayer 04 Leverkusen 0:1 | |  Der siebte Spieltag dieser Saison bescherte uns das erste Derby. Zu Gast im Müngersdorfer Stadion war Bayer 04 Leverkusen und nach den Siegen in Stuttgart und im DFB-Pokal gegen Wolfsburg war im Kölner Lager leichte Zuversicht zu verzeichnen, dieses Spiel nach 12 Jahren vielleicht endlich wieder zu gewinnen oder zumindest nicht erneut zu verlieren. Der Tag begann für einige Mitglieder unserer Gruppe bereits gegen 8:00 Uhr, um die geplante Choreographie in der Südkurve vorzubereiten. Im Oberrang wurden Papptafeln ausgelegt und die Blockfahnen wurden auf ihren Einsatz im Unterrang vorbereitet. Das dazugehörige Spruchband an der Bande des Oberrangs hatten wir bereits am Freitagabend angebracht. Parallel zum Aufbau war die gesamte Szene um 10:00 Uhr zum Frühstück an den Raum geladen. Die Sektion Stadionverbot verkaufte belegte Brötchen, und die Einnahmen des Verkaufs kamen der Stadionverbotskasse zu Gute. Im Stadion wurden währenddessen die ersten Regenjacken für das nächste Derby in Mönchengladbach verkauft. In Zusammenarbeit mit dem Fan-Projekt haben wir alle FC-Fans dazu aufgerufen in Rot an den Niederrhein zu reisen. Um die rote Wand möglichst geschlossen und einheitlich zu präsentieren, bieten wir zu diesem Zweck rote Regenjacken zum Preis von 4 Euro an. Alle weiteren Informationen zu den Jacken können dem Flyer auf unserer Homepage entnommen werden.
Bevor jedoch das Duell mit der Borussia ansteht, stand das Aufeinandertreffen mit der Elf vom Autobahnkreuz auf dem Programm. Kurz vor dem Anpfiff entrollten wir dann das Spruchband, die Papptafeln wurden präsentiert und die Blockfahnen hochgezogen. Auf der Südkurve konnten die Spieler und übrigen Zuschauer im Oberrang das Gründungsjahr unseres Clubs mittels roter und weißer Papptafeln lesen und auf dem Spruchband stand geschrieben: „Freitag, der 13. Februar: Kein Tag wie jeder andere!“ Zeitgleich wurden im Unterrang in den äußeren Blöcken zwei Blockfahnen mit den Wappen der beiden Vorgängervereine Kölner BC und SpVgg Sülz 07 hochgezogen und im mittleren Stehplatzbereich eine größere Fahne mit dem Wappen unseres geliebten Fußballclubs. Mit der Durchführung und dem entstandenen Bild waren wir durchaus zufrieden und bedanken uns an dieser Stelle bei allen FC-Fans für die Mithilfe und den reibungslosen Ablauf. Leider konnten nicht alle Zuschauer diesem Moment beiwohnen, da aufgrund der überzogenen Eingangskontrollen einige Fans erst nach dem Anpfiff ihre Plätze einnehmen konnten. Der Ordnungsdienst sollte seine Strategie insbesondere bei solchen Spielen überdenken, bevor hunderte Fußballfans beim Anpfiff vor den Stadiontoren stehen.
Die Reste der Choreographie waren schnell beseitigt und die anschließende Stimmung in der Südkurve war besonders in den ersten Minuten gut. Auf dem Spielfeld tat sich in der Anfangsphase der Partie nicht sonderlich viel. Klare Torchancen waren Mangelware und keine der beiden Mannschaften konnte eindeutige Akzente setzen. Die Vorstellung im Gästeblock war allerdings noch dürftiger. Zunächst konnten die Leverkusener nicht alle Karten absetzen und lediglich 3.500 Gäste fanden den Weg über den Rhein in unsere schöne Domstadt und Unterstützung für ihr Team war von Seiten der Bayer-Fans während der gesamten 90. Minuten bis auf einige wenige Einlagen nicht zu vernehmen. Einer der Gründe für diesen schwachen Auftritt ist sicherlich die Tatsache, dass die aktive Szene unseres Rivalen derzeit stark von Stadionverboten betroffen ist. Die führenden „Ultras Leverkusen“ treten derzeit nicht als Gruppe im Stadion auf und koordinieren die Stimmung. Die Verbote wurden nach dem letzten Derby seitens des FC ausgesprochen und beruhen nicht auf konkreten Einzelfallprüfungen, sondern wurden in 83 Fällen „präventiv“ ausgesprochen. Es geht nicht darum, Straftaten im Rahmen von Fußballspielen zu rechtfertigen, aber die Vergabepraxis von Stadionverboten in Köln und ganz Deutschland ist derzeit mangelhaft und auch wenn es sich um einen unserer größten Gegner handelt, gilt den ausgesperrten Fans aus Leverkusen unsere Solidarität. Getrennt in den Farben – Vereint in der Sache.
Das Geschehen auf dem grünen Rasen blieb bis zur Pause auf schwachem Niveau und viele Fehlpässe bestimmten die Szenerie. Für den größten Aufreger sorgte unserer portugiesischer Mittelfeldspieler Maniche, der mit René Adler im gegnerischen Tor aneinander geriet. Szenen von denen solch ein Derby lebt und die dem Gästetorwart zu einem sehr schweren Stand bei allen FC-Fans verhalf. Die Stimmung während der ersten 45 Minuten konnte zwar nicht an die Unterstützung vom Pokalspiel am vergangenen Mittwoch anknüpfen, aber erreichte trotzdem teilweise annehmbare Lautstärke und stellte eine Steigerung im Vergleich zum letzten Spiel gegen die Werkself dar.
Nach der Halbzeit änderte sich weder auf den Rängen noch auf dem Platz etwas Grundlegendes. Das Spiel wurde immer ruppiger und unansehnlicher. Die Stimmung auf den Rängen blieb ebenfalls ohne nennenswerte Höhepunkte und flachte gegen Ende des Spiels leider etwas ab. Als sich jeder im Stadion schon auf eine Punkteteilung eingestellt hatte, gelang den Gästen dann leider doch noch der entscheidende Treffer zum Sieg. Simon Rolfes erzielte in der 82. Minute die glückliche aber nicht ganz unverdiente Führung für den Werksverein. Kurz darauf sah Maniche nach einer angeblichen Tätlichkeit die rote Karte und weder auf dem Rasen noch auf den Rängen konnten sich Spieler und Fans noch einmal wirklich aufbäumen. Besonders vor dem Hintergrund des späten Gegentores saß der Stachel der Niederlage sehr tief, und nach dem Aufräumen in der Kurve, ging es gemeinsam mit unseren Stadionverbotlern zurück zum Raum, wo der Abend aufgrund der Niederlage recht schnell seinen Abschluss fand. Einige unserer Mitglieder fanden anschließend noch den Weg auf die Fünfjahresparty der Kölner Jungs. Den Schlusspunkt dieses Tages setzte schließlich die Auslosung der kommenden Pokalrunde und im Achtelfinale trifft der FC auf den Regionalligisten Eintracht Trier. Auf den ersten Blick sicherlich eine lösbare Aufgabe, aber zu unterschätzen ist das Team von Mario Basler auf keinen Fall. Hoffen wir, dass unser Team nicht nur den Weg aus dem Keller der Liga findet, sondern auch die anstehende Pflichtaufgabe im Pokal löst und vielleicht mit etwas Glück in diesem Wettbewerb für Furore sorgen kann.
Schwaadlappe Nr. 43 / FC – Bayer Leverkusen
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| 1. FC Köln - VfL Wolfsburg 3:2 | |  In der zweiten Runde des DFB-Pokals hieß der Gegner VfL Wolfsburg und die Erinnerung an die Niederlage gegen die Niedersachsen vom zweiten Spieltag in der Liga war noch frisch. Die Südkurve läutete die Partie erneut wie gewohnt mit einigen Schwenkfahnen und Doppel-haltern ein. Der Blick in den Gästeblock gestaltete sich hingegen nicht nur zum Intro, sondern während der gesamten 90 Minuten trostlos. Die 150 Gäste waren an diesem Mittwochabend weder akustisch zu vernehmen noch traten sie optisch in Erscheinung. Es war ein unwürdiger Auftritt für den Anhang eines Deutschen Meisters. Auf den Rängen waren die Voraussetzungen für eine packende Pokalschlacht also denkbar schlecht, doch dafür war das Geschehen auf dem grünen Rasen an Spannung, Kampf und Leidenschaft kaum zu überbieten. Soldos Truppe erkämpfte sich nach einer ausgeglichenen Anfangsphase die ersten Vorteile und nach 22 Minuten erzielte Ishiaku per Kopf das 1:0. Die Stimmung war bis zu diesem Zeitpunkt schon ordentlich und anschließend peitschte der kölsche Anhang die elf Spieler auf dem Rasen weiter nach vorne. Belohnt wurde diese gute Stimmung erneut durch Ishiaku, der nach einem Abpraller für das 2:0 sorgte. Bis zur Pause war die Unterstützung von den Tribünen in etwa so, wie wir sie uns vorstellen. Die Gesänge wurden lautstark und ausdauernd vorgetragen, um der Mannschaft den Rücken zu stärken und ihr bei der Verteidigung des Vorsprungs zu helfen.
Nach der Halbzeit geriet die Partie dann zu einer wahren Schlacht an deren Ende der Einzug in die nächste Pokalrunde stand. Zunächst konnten die Wolfsburger in der 54. Minute den Anschlusstreffer erzielen und drängten im Folgenden auf den Ausgleich. Die Südkurve stand weiterhin wie ein 12. Mann hinter unserer Truppe und statt des Ausgleichs konnte die Führung weiter ausgebaut werden. Sebastian Freis wurde von Podolski gut in Szene gesetzt, umkurvte den gegnerischen Torwart Benaglio und schob zum 3:1 ein. Leider reichte dieser Vorsprung nicht für die Vorentscheidung, denn im direkten Gegenzug gelang den Wölfen ein weiterer Treffer. Unsere Mannschaft musste dem hohen Tempo und ihrem leidenschaftlichen Kampf langsam Tribut zollen, doch mit vereinten Kräften schafften es die Spieler auf dem Feld und die Fans im Stadion den Sieg über die Zeit zu bringen. Beim Jubel über den Einzug ins DFB-Pokal-Achtelfinale sorgte dann Lukas Podolski für den Höhepunkt. Nachdem er zunächst mit einer Schwenkfahne unserer Gruppe auf dem Rasen feierte, kam er in die Kurve und stimmte auf dem Podest der Vorsänger eine Humba an. Dies war dann auch der Schlusspunkt eines grandiosen und rundum gelungenen Pokalabends. Jetzt gilt es diese Stimmung und den sportlichen Aufschwung mit ins kommende Derby gegen Leverkusen zu nehmen und die nächsten Schritte aus dem Tabellenkeller zu machen.
Abschließend möchten wir diese Gelegenheit nutzen, um ein paar Worte an die Vertreter der Medien zu richten, die sich im Anschluss an die Feierlichkeiten in der Südkurve, um die besten Bilder und die besten Geschichten bemühten. Wir wünschen uns einen fairen Umgang mit Fußballfans und kritisieren, dass solche Bilder gerne zur Auflagensteigerung genutzt werden, aber etwaige Fehltritte der Anhänger geradezu ausgeschlachtet werden, ohne dabei einer differenzierten Berichterstattung gerecht zu werden. Besonders aktuell ist diese Thematik natürlich vor den kommenden Spielen gegen Leverkusen und Mönchengladbach.
Schwaadlappe Nr. 42 / FC – VfL Wolfsburg | |
| Vorstellung Kalender 2010 | |  Auch in diesem Jahr bringen wir wieder einen Kalender heraus. Auf 14 farbigen DIN A4 Seiten sind qualitativ hochwertige Bilder unserer Aktionen abgebildet.
Der Kalender ist nur auf Vorbestellung unter kalender(at)wh96.de erhältlich und kostet 10 Euro. Falls ein Versand nach Hause erwünscht ist, kommen 3 Euro Versandkosten hinzu. Die Auflage ist wie jedes Jahr limitiert und der Verkauf beginnt ab dem Spiel gegen Mainz 05. Allerdings wird der Kalendar nicht an unserem Stand, sondern vor und nach den Heimspielen in unseren Räumlichkeiten im Albert-Richter-Radstadion verkauft.
Für weitere Informationen: kalender(at)wh96.de | |
| VfB Stuttgart - 1. FC Köln 0:2 | |  Als Schiedsrichter Michael Weiner diese Partie nach über 90 Minuten abpfiff, kannte der Jubel unter den mitgereisten 3.500 FC-Fans keine Grenzen. Gemeinsam mit den Spielern wurde der erste Sieg dieser Saison ausgiebig gefeiert und die Erleichterung nach diesem Erfolg war jedem Beteiligten anzusehen. Beginnen sollte diese Auswärtstour nicht an unserem Raum, sondern in Weiden-West, um gemeinsam mit weiteren Busses unter Schirmherrschaft des Fanclub-Dachverbandes anzureisen. Die Anreise zog sich aufgrund einiger Staus und diversen Pausen an Parkplätzen so in die Länge, dass unsere beiden Busse recht spät in Stuttgart ankamen und erst kurz vor dem Anpfiff erreichten wir somit das Stadion. Nach den Eingangskontrollen wurde der Block gemeinsam mit der Besatzung unseres anderen Busses und des Busses der Boyz „gestürmt“.
Ebenfalls unter Führung des Dachverbandes der aktiven Fanclubs wurde der Block mittels roter und weißer Papptafeln diagonal geteilt. Angelehnt ist diese Anordnung an das Trikot des FC aus den 60er Jahren, welches ebenfalls diese Farbteilung aufwies. Abgerundet wurde diese Choreographie von einer roten Zaunfahne mit der Aufschrift „Kölle 1948“ in deren Mitte neben unserem Wappen in einem Schild noch der Kopf des ersten FC-Präsidenten Franz Kremer abgebildet war. Zu Beginn der Partie stand unser Team gut in der Defensive und ließ keine nennenswerten Chancen des VfB zu. Das Spiel fand somit größtenteils im Mittelfeld statt und im Laufe der ersten Halbzeit begann unsere Mannschaft dann aus der sicheren Defensive die ersten Vorstöße zu wagen. In der 25. Minute führte diese Taktik zum Erfolg und es stand 1:0 für den 1. FC Köln. Podolski und Ehret hatten die ballbesitzenden Stuttgarter Verteidiger unter Druck gesetzt und sich am gegnerischen Strafraum den Ball erobert. Die anschließende Flanke unseres französischen Offensiv-spielers beförderte Sebastian Freis unbedrängt gegen die Laufrichtung von Jens Lehmann ins Tor. Beim folgenden Torjubel kam es zu einem Handgemenge mit den anwesenden Ordnern vor dem Block, die den jubelnden FC-Fans kaum Einhalt gebieten konnten.
Der Auftritt des VfB-Anhangs war insbesondere vor dem Hintergrund des Spielverlaufs sehr ordentlich. Ein großer Teil der Fans war durchgängig in Bewegung und an den Gesängen beteiligt, auch wenn sich die Lautstärke nicht immer im optimalen Bereich befand. Der Gästeanhang legte in der ersten Halbzeit den besten Auftritt der diesjährigen Saison hin. Die Gesänge wurden ausdauernd, laut und immer wieder von einem großen Teil der FC-Fans getragen. Untermalt von einigen Schwenkfahnen und Doppelhaltern eine wirklich gute Unterstützung der Mannschaft.
In der zweiten Halbzeit versuchte die Gastgeber zwar mehr für die Offensive zu tun, aber wirklich in Bedrängnis geriet unsere Truppe nie. Ein weiterer Sieg in Stuttgart war also zum Greifen nah. Zwar versuchte die Cannstätter Kurve rund um das Commando ihr Team noch zum Ausgleich zu treiben, allerdings machten die FC-Fans den Rest des Spiels zu einem Heimspiel. Kurz vor Schluss konnte Ishiaku dem herausstürmenden Stuttgarter Torwart nahe der Mittellinie den Ball abnehmen und sein Anspiel auf Sanou nutzte der kleine Mann aus Burkina Faso zu einem schönen Schlenzer ins leere Tor. Die letzten Minuten des Spiels gingen dann im erleichterten Jubel des kölschen Anhangs unter. | |
| 1. FC Köln - FC Schalke 04 1:2 | |  Das Heimspiel gegen den FC Schalke 04 sorgte zum ersten Mal in dieser Saison für ein ausverkauftes Müngersdorfer Stadion. Unter den Zuschauern befanden sich auch die Mitglieder der Hip-Hop-Gruppe „Bezirk Zwo“, die wir an diesem Sonntag zu unseren Gästen zählen durften und auf deren Auftritt beim Konzert der Sektion Stadionverbot am 09.10. wir uns bereits freuen. Vor dem Anpfiff fanden zwei Spruchbänder den Weg an den Zaun der Südkurve; in Richtung Fans der Aufruf nach Stuttgart zu reisen („Alle auf nach Stuttgart – Das Team braucht uns!“) und zum Spielfeld hin eine Aussage bzgl. dem Einstieg des Getränkeherstellers Red Bull in den Profifußball („Red Bull tötet den Geist unseres Fußballs!“). Das Intro im Gästeblock bestand aus einer Vielzahl von Doppelhaltern und einem Banner im Oberrang. Die Zaunfahne bestand aus einem S04-Wappen im Lobeerkranz umrandet von den Jahreszahlen der errungenen deutschen Meisterschaften und der Aufschrift „FC Schalke mein Verein...“.
Nach dem schlechten Saisonstart mit einem Zähler aus vier Partien stand unser Team in der Pflicht dreifach zu punkten. Allerdings erhielten die Hoffnungen auf einen Sieg bereits nach zwei Minuten den ersten Dämpfer, denn nach einem Eckball gingen die Gäste mit 1:0 in Führung. Doch bereits vier Minuten später konnte Podolski nach Zuspiel von Ehret ausgleichen. Im Anschluss daran zeigte die Mannschaft eine kämpferische und leidenschaftliche Leistung, jedoch fehlte wie bereits in den vergangenen Partien der letzte entscheidende Pass um für Gefahr vor dem gegnerischen Tor zu sorgen. Die Stimmung in der Südkurve befand sich an diesem Sonntag eher im unteren Drittel und nur wenige Male entstand eine zufriedenstellende Lautstärke. Die 7.000 Gäste aus dem Ruhrrevier waren nach der frühen Führung natürlich deutlich zu vernehmen, aber im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit plätscherte die Stimmung im Gästeblock vor sich hin. In der Halbzeitpause gratulierten wir den Cologne Billy Goats zu ihrem zehnjährigen Bestehen mit dem Spruchband: „1999 – 2009: 10 Jahre Billy Goats – Alles Gute nach Porz!“
Mit 1:1 ging es also in die Kabinen und leider begann die zweite Halbzeit wie der erste Durchgang, nämlich mit einem frühen Tor der Königsblauen. Jetzt waren sowohl die elf Kicker auf dem Rasen als auch die FC-Fans auf den Rängen gefordert. Leider lief im weiteren Verlauf des Spiels jedoch nicht mehr viel zusammen. Die Geißbockelf konnte gegen die gute Schalker Abwehr kaum Akzente setzen und das Publikum bäumte sich auch nicht wirklich gegen die drohende Niederlage auf, so dass der Gästeanhang die stimmliche Oberhand in Müngersdorf gewann. Besonders in Verbindung mit der optischen Unterstützung in Form von Schalparaden und Doppelhaltern überzeugte der Auftritt der Knappen besonders gegen Ende der 90 Minuten. Die Südkurve ergab sich also ihrem Schicksal, und die beste Chance zum Ausgleich vergab Novakovic in der Nachspielzeit. Nach dem Schlusspfiff stand also die vierte Niederlage im fünften Spiel fest und die kommenden Gegner zählen sicherlich zu den Spitzenteams der Liga. Besonders in dieser schwierigen Situation sollte sich jeder FC-Fan bewusst sein, dass der Verein und die Mannschaft uns brauchen.
Wie gewohnt begrüßten wir im Anschluss an die Partie unsere Sektion Stadionverbot hinter der Südkurve. Leider erhielt die Sektion vor dem Spiel wieder Zuwachs, weswegen dem betroffenen Mitglied unsere Solidarität auszudrückten: „Paco, Kopf hoch! Gemeinsam stehen whir diese Zeit durch!“ Stadionverbotler mit uns!
Schwaadlappe Nr. 41 / FC – FC Schalke 04 | |
| Fanzine „Mentalita Kölsch“ Nr. 14 | |  Am 15. August 2009 ist die 14. Ausgabe des Fanzines „Mentalita Kölsch“ der Wilden Horde 1996 erschienen!
Auf 136 Seiten erwarten Euch zunächst Spielberichte zu sämtlichen Pflichtspielen des 1. FC Köln aus der Rückrunde 08 / 09. In der Rubrik „Unsere Sicht“ versuchen wir zudem, die Ereignisse der vergangenen Monate rund um unseren Verein und unsere Kurve ausführlicher aufzu-arbeiten, und schließlich finden auch einige Partien der FC-Amateure Erwähnung.
Darüber hinaus ist das Heft mit vielen weiteren Rubriken gefüllt:
• Ultrà und Polizeigewalt
• Das Megaphon erzählt
• Fanclub-Vorstellung „RE7-Crew“
• Historischer Spielbericht Montpellier – FC ´97
• 5 Jahre Junge Horde
• Roots & Culture: Die Ausstellungen der WH
• „ProFans“: Rückblick auf die letzten Monate
• Argentinien – verrückt nach Fußball
• Spielberichte aus Paris
• Pariser Kampagne für ein traditionelles Trikot
Weitere Texte und Informationen über unsere Gruppe und die Südkurve runden die 14. Ausgabe unseres Fanzines ab.
Die Ausgabe ist ab sofort zum Preis von nur noch 2,50 Euro auf folgenden Wegen käuflich zu erwerben:
• vor den Heimspielen bei unseren Handverkäufern im Umfeld des Müngersdorfer Stadions
• nach den Heimspielen vor unseren Räumlichkeiten am Albert-Richter-Radstadion
• per E-Mail unter fanzine(at)wh96.de
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| Hamburger SV - 1. FC Köln 3:1 | |  Das vierte Spiel der Saison endete leider erneut mit keinem Sieg unseres Teams und nach der Partie im Hamburger Volksparkstadion steht unser Club vor dem spielfreien Wochenende auf dem letzten Tabellenplatz. Die Anreise bestritt unsere Gruppe mit dem Bus, wobei aufgrund der Anstoßzeit am Sonntagabend, einige Mitglieder die Anreise per Auto bzw. Minibussen wählten. Nach der Ankunft auf dem Parkplatz sammelte sich die Busbesatzung mit den individuell angereisten WH'lern und gemeinsam ging es zum Gästeblock. Vor dem Spiel gab einer unserer Capi auf dem sogenannten Volksparkett ein kurzes Interview. Das Volksparkett ist ein öffentliches Forum von Fans für Fans, welches sich kritisch, humoristisch und unkonventionell mit Themen rund um den HSV und dessen Fans auseinander setzen soll. Der Einladung auf der Bühne hinter der Heimtribüne einen Einblick in unsere Sicht der Dinge zu geben, kamen wir gerne nach.
Zwar war die Erwartungshaltung vor dem Spiel beim HSV nach dem misslungen Start und der guten Form des Gegners recht gering, aber der Sieg in der Hansestadt am vorletzten Spieltag der vergangenen Saison war schließlich noch in bester Erinnerung. Allerdings gelang es den anwesenden 2.500 Kölnern nicht diese Erinnerung und Hoffnung auf den ersten Saisonsieg in eine gute Unterstützung der Mannschaft umzusetzen. Zwei Gründe für die schlechte Stimmung waren mit Sicherheit das defekte Megaphon und das schlechte Spiel unserer Elf auf dem Rasen. Allerdings darf dies bei diesem Thema keine Ausrede sein. Zum Intro der Partie wurden in unserem Teil des Gästebereiches zahlreiche schwarze T-Shirts mit dem Logo der Band „Public Enemy“ präsentiert. Hintergrund dieser kleinen Aktion waren die Geschehnisse rund um unseren letzten Auftritt in Hamburg. Die Ordner rissen bei diesem Spiel die Fahne mit besagtem Logo vom Zaun, was zur Folge hatte, dass wir uns unsere Fahne zurückholten, um sie wieder an Ihrem angestammten Platz anzubringen. Die Fahne zeigt wie von vielen fälschlicherweise angenommen, keinen Polizisten, sondern einen im Hip Hop-Bereich so genannten „B-Boy“ im Fadenkreuz.
Wie bereits erwähnt rissen die elf Spieler mit dem Geißbock auf der Brust ebenfalls keine Bäume aus und eine durchschnittliche Leistung der Hamburger reichte zur verdienten 1:0-Führung durch Guerrero. In der zweiten Halbzeit änderte sich zunächst wenig. Das untere Viertel des Blocks bemühte sich weiter die Stimmung anzukurbeln, aber leider gelang dies nur bei einigen wenigen Liedern. In der 66. Minute war es dann erneut der Peruaner, der auf 2:0 erhöhen konnte und damit für die vermeintliche Vorentscheidung sorgte. Die solide Stimmung auf der Heimseite steigerte sich daraufhin natürlich noch einmal und die HSV-Fans feierten bereits die Eroberung der Tabellenspitze. Doch zehn Minuten später war es der eingewechselte Chihi, der mit einem schönen Sonntagsschuss den Anschlusstreffer erzielte. Die Hoffnung auf einen glücklichen Punktgewinn währte jedoch nur bis zur 87. Minute, denn nach einem Foul von Mondragon an Zé Roberto traf Trochowski zum 3:1-Endstand. Die Mannschaft wurde nach der Partie noch mit etwas Applaus verabschiedet und anschließend begrüßten wir die Anwesenden der Sektion Stadionverbot vor dem Stadion und begaben uns zurück zu den Bussen bzw. Autos. Auf der Rückfahrt in die Domstadt machte sich dann langsam die Gewissheit breit, dass in den kommenden zwei spielfreien Wochen hart gearbeitet werden muss, um nicht bereits zu Beginn der Saison den Kontakt zu den Nichtabstiegsplätzen und dem Mittelfeld der Tabelle völlig zu verlieren. | |
| Karten für das Pokalspiel gegen Wolfsburg | | Wer eine Dauerkarte über die Gruppe bezieht, hat wie gewohnt auch die Möglichkeit eine Karte für das Pokalspiel gegen Wolfsburg zu bestellen.
Eure Karte könnt ihr noch bis einschließlich Mittwoch, 26.08.09 unter dauerkarten(at)wh96.de mit Angabe des Kartenwunsches (Ermäßigt/Vollzahler) bestellen.
Bestellungen sind verbindlich und müssen auch im Falle von Nichtabholung bezahlt werden.
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| Kallendresser – Ne kölsche Ultrà-Zine | |  Zum Heimspiel unseres FC gegen Eintracht Frankfurt am 22.08.2009 erscheint ein neues Heft auf dem kölschen Fanzinemarkt. Es handelt sich dabei um die Erstausgabe des „Kallendresser“ der WH’96 – Sektion Müngersdorf. Zum Preis von 4 Euro erhaltet Ihr 200 prallgefüllte Seiten literarischen Hochgenusses. Das Heft verfolgt grundsätzlich ein anderes Konzept, als das WH-Hauptsprachrohr – Mentalita Kölsch – und versteht sich als komplementärer Beitrag zum Erhalt der Fankultur. Erwerben könnt Ihr es bei den Handverkäufern vor dem Stadion und in den WH-Räumlichkeiten.
Themenschwerpunkte der Ausgabe 1 sind:
• Der FC nach der Aufstiegssaison
• Diskussionsrunde zum Thema Fangesänge
• Interviews mit: Ultimi Rimasti, Andersrum Rut-Wiess, einem Sek.M.-Mitglied, Diffidati Records
• Japanreisebericht
• Die „schwarze“ Wand steht hinter Dir
• Ideale: Gestern – heute – morgen
• Diskussion zum Umgang mit der Polizei
• Streetart & Kultur in Kölle
Darüber hinaus bietet dieses Ultrà-Zine jede Menge interessante Texte von und mit anderen Gruppen, jede Menge Bildmaterial und vieles mehr. Ein Blick in dieses im Copyshop-Style gehaltene Werk der Sektion Müngersdorf lohnt sich auf jeden Fall. Lesen bildet!
Kontakt zur Redaktion jederzeit unter kallendresser(at)wh96.de.
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| 1. FC Köln - VfL Wolfsburg 1:3 | |  Die Partie gegen die Niedersachsen fand aufgrund der neuen Anstoßzeiten nicht wie gewohnt am Samstag um 15:30 sondern erst um 18:30 Uhr statt. Nach dem schwachen Spiel in Dortmund waren wir alle gespannt wie sich der FC zum ersten Mal in dieser Saison vor heimischer Kulisse präsentiert und jeder Zuschauer im Müngersdorfer Stadion dürfte von der Leistungssteigerung positiv überrascht gewesen sein. Doch leider reichte die gute Leistung des Teams nicht aus, um die knappe 1:0-Führung über die Zeit zu bringen. Somit stand an diesem Samstag die zweite Niederlage im zweiten Spiel fest und mit null Punkten belegen wir den letzten Tabellenplatz.
Im Vorfeld der Partie versuchten unsere fleißigen Heftverkäufer die neue Ausgabe unseres Fanzines „Mentalita Kölsch“ an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Falls Ihr beim Spiel gegen Wolfsburg noch keine Ausgabe erwerben konntet, könnt Ihr das Fanzine weiterhin über fanzine(at)wh96.de und beim kommenden Heimspiel gegen Frankfurt im Umfeld des Müngersdorfer Stadions bei unseren Verkäufern erwerben. Neben dem Verkauf unseres Heftes verteilten wir natürlich auch wieder den Schwaadlappe, was leider nicht so gut wie gewohnt funktionierte, da die meisten Stadionbesucher bereits mit Werbung und diesen unsäglichen Klatschpappen im wahrsten Sinne des Wortes beide Hände voll zu tun hatten. Natürlich liegt es uns fern Euch vorzuschreiben welchen Flyer Ihr in die Hand nehmen sollt, jedoch sind uns diese Klatschpappen mit Werbeaufdruck ein Dorn im Auge. Zunächst einmal stellt das Verteilen dieser Pappen einen klaren Eingriff in die Fankultur dar, deren Gestaltung eben den Fans und nicht einem Sponsor vorbethalten sein sollte. Denn die Unterstützung der Mannschaft sollte keinen Werbeeffekt verfolgen, sondern dem Verein und nicht einem Sponsor huldigen. Darüber hinaus ist der akustische Effekt zwar laut und ein gewisser Geräuschpegel entsteht, aber eine wirkliche Unterstützung mit Schlachtrufen und Anfeuerungen für die Mannschaft wird im Keim erstickt. Im Prinzip sind solche Pappen nichts anderes als die viel gescholtenen Vuvuzelas aus Südafrika. Beim diesjährigen Konföderationen-Pokal wurden diese Blasinstrument von den Fans und den Medien in Europa teilweise heftig kritisiert. Wir würden Euch bitten bei der nächsten Gelegenheit, wenn vergleichbare Werbeartikel verteilt werden, vielleicht drüber nachzu-denken, ob der anschließende Effekt der Unterstützung der Mannschaft wirklich zu Gute kommt, oder lediglich eine Werbemaßnahme ist.
Das Spiel wurde von den Gruppierungen und Fanclubs der Südkurve mit einigen Fahnen in den unterschiedlichsten Größen und Formen eingeläutet. Am Zaun vor der Kurve präsentierten wir zum Warmmachen und Einlaufen der Mannschaft ein Spruchband zur Motivation mit folgendem Inhalt: “Gemeinsam zu neuen Erfolgen, die rote Wand steht hinter euch!“. Währenddessen richteten wir an unseren Block ein Spruchband („Endlich wieder in der Kurve zurück – 6 Freunde genießen das Freiheitsglück“), um unsere Jungs, deren Stadionverbot aufgehoben wurde endlich wieder in Müngersdorf zu begrüßen. Willkommen zurück, Jungs! Natürlich ist es immer wieder schön, seine Freunde im Stadion an seiner Seite zu sehen, aber es darf nicht vergessen werden, dass immer noch genügend Fans unseres Clubs die Spiele vor den Stadiontoren verbringen müssen. Diesen Jungs gilt natürlich weiterhin unsere uneingeschränkte Solidarität. Stadionverbotler mit uns!
Nach diesem Intro begann unser Team von der ersten Minute die Wolfsburger unter Druck zu setzen und erarbeitete sich erste Vorteile und Torchancen, die leider alle ungenutzt blieben. Auch die Stimmung auf den Rängen war in den ersten 15 Minuten gut, flachte aber leider mit zunehmender Spieldauer etwas ab. Ein ähnliches Bild zeigte sich auf dem Feld, die VW-Kicker kamen immer besser ins Spiel und waren dem Führungstreffer gegen Ende der ersten Halbzeit näher, konnten ihre Chancen aber ebenfalls nicht nutzen und so ging es mit 0:0 in die Kabinen. Von den Gästefans war bis dahin erschreckend wenig zu hören und die Anhänger des Deutschen Meisters glänzten lediglich durch Anwesenheit und dem Einsatz einiger Fahnen. In Wolfsburg wurden im Vorfeld der Partie lediglich 600 Tickets abgesetzt und am Spieltag dürften nur unwesentlich mehr Fans den Gästeblock bevölkert haben. Dass ein Werksverein ohne nennenswerte Tradition und mit solchen Fans Deutscher Meister ist, wirkt wie eine düstere Vision der Zukunft. Fußball lebt von den Emotionen und der Leidenschaft und selbst, wenn die Mannschaften solcher Vereine möglicherweise guten Fußball spielen, bleibt die Seele des Spiels doch auf der Strecke. Im Sinne unseres Sports wollen wir hoffen, dass der Vormarsch solcher Clubs in Zukunft nicht noch weiter zu- bzw. irgendwann wieder abnimmt.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde unsere Mannschaft in Person von Ehret für ihre hohe Einsatz-bereitschaft belohnt. Der Wolfsburger Innenverteidiger Madlung übersah unseren Flügelspieler und dieser spitzelte den Ball am Torwart vorbei ins Tor. Nach der vielumjubelten Führung entstand im Müngersdorfer Stadion eine grandiose Stimmung und beinahe hätte die Mannschaft mit einigen guten Konterchancen die Führung ausgebaut und den Sack zugemacht. Leider zählt der VfL Wolfsburg aber mittlerweile zu den Spitzenmannschaften der Liga und wartete geduldig auf seine Chancen. Mit einem Doppelschlag in der 74. und 75. Minuten drehten die Wölfe die Partie und im weiteren Verlauf konnten sich sowohl die FC-Fans als auch die Spieler der Geißbockelf nicht mehr entscheidend in Szene setzen. Daran konnte auch die Einwechselung unseres lange verletzten Kapitäns Novakovic kurz vor Schluss nichts mehr ändern. In der 87. Minute sorgte Martins mit dem 1:3 für die endgültige Entscheidung und anschließend waren die Fans aus Niedersachsen zum ersten Mal wirklich zu vernehmen.
Am Ende dieses Samstags stand also eine unglückliche Niederlage, wobei der Mannschaft kein Vorwurf zu machen war, da sie wirklich aufopferungsvoll kämpfte und mit Applaus in den Feierabend verabschiedet werden konnte. Nach Schlusspfiff begrüßten wir unsere Stadionverbotler mit einem Spruchband („Wartend vor verschlossener Tür – in Gedanken trotzdem immer hier. SV'ler mit uns“) vor den Toren und marschierten anschließend zurück zu unseren Räumlichkeiten. Hier spielten sich dann doch eher ungewöhnliche Szenen ab, als wir einem langjährigen Mitglied unserer Gruppe zur Hochzeit gratulierten. Natürlich wünschen wir dem glücklichen Paar auch an dieser Stelle noch einmal alles Gute für die gemeinsame Zukunft.
Schwaadlappe Nr. 39 / FC - VfL Wolfsburg | |
| Dauerkartenabholung beim Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg | | Am Samstag, den 15.08.2009 gibt es beim ersten Heimspiel eine weitere Möglichkeit die bestellten Dauer-karten abzuholen.
Von 15 – 18 Uhr erfolgt die Verteilung hinter der Südkurve in Höhe des WH-Stands.
Bei ausstehenden Fragen bitte an dauerkarten(at)wh96.de wenden.
Bitte erscheint rechtzeitig und plant die Abholung Eurer Karten ein. | |
| Einstieg von Red Bull im Leipziger Fußball | |  Bereits vor zwei Jahren versuchte Red Bull im großem Stil beim FC Sachsen Leipzig einzusteigen. Der ostdeutsche Traditionsverein, der in der DDR unter dem Namen BSG Chemie Leipzig 1964 Meister wurde, spielt mittlerweile nach dem Abstieg aus der Regionalliga in der fünfklassigen Oberliga. In dieser Liga trifft der FC Sachsen dann auch auf den neugeschaffenen Verein RB Leipzig. RB steht dabei zwar offiziell nicht für Red Bull sondern für Rasen Ballsport, aber die Assoziation mit dem Getränkehersteller ist durchaus gewünscht. Hinter diesem Konstrukt verbirgt sich der SSV Markranstädt, der das Startrecht seiner Seniorenmannschaft an Red Bull verkaufte. In Leipzig scheiterte das damalige Vorhaben aufgrund von Fanprotesten und Bedenken des DFB, da der Verband eine zu große Einflussnahme des Konzerns fürchtete. Hierbei ging es dem DFB insbesondere um die Beachtung der 50+1 Regelung die besagt, dass die Stimmenmehrheit in einem deutschen Fußballverein auch nach dessen Ausgliederung immer in der Hand des ursprünglichen eingetragenen Vereins liegen muss.
Red Bull hat allerdings eine Möglichkeit gefunden diese Regel zu umgehen. Die Oberliga steht nicht unter direkter Schirmherrschaft des DFB sondern des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) und somit muss sich der neue Verein nicht mehr den Lizenzierungsauflagen des DFB unterwerfen. Natürlich war dieses Kalkül auch den Verbänden bekannt aber im Falle von Red Bull drückte man beide Augen zu. Begründet wird dieses Verhalten mit der Hoffnung, dass der Fußball im Gebiet der ehemaligen DDR wieder mit erfolgreichem Fußball und nicht ausschließlich mit dem Verhalten der Fans auf den Rängen Schlagzeilen macht. Mit mündigen und aktiven Fans wird sich Red Bull nicht auseinandersetzen müssen, da eine solche Szene im Leipziger Vorort Markranstädt schlicht und ergreifend nicht vorhanden ist. Sicherlich ein weiterer Grund, warum die Wahl auf den SSV fiel, da die Proteste in Salzburg nach Übernahme des örtlichen SV Austria nicht sonderlich gut ins Konzept passten und der von Fans gegründete Verein sich wachsender Beliebheit in der Mozartstadt erfreut.
Während RB Salzburg in dieser Saison endlich die Qualifiaktion zur Champions League Gruppenphase gelingen soll, wird in Leipzig zunächst ein Aufstieg in die Regionalliga angestrebt. Im Falle des Aufstieges will Red Bull zur nächsten Saison aus dem Stadion am Bad in Markranstädt ins Leipziger Zentralstadion wechseln, dessen Namensrecht ab 2010 ebenfalls in der Hand des österreichischen Unternehmens liegen. In Leipzig sollen dann mit höherklassigem Fussball noch größere Zuschauermassen angelockt werden. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein bis dieser Retortenclub in noch höhere Sphären des deutschen Fußballs vorstößt, mit der Verpflichtung von bundesligaerfahrenen Spielern wie Ingo Hertzsch und Thomas Kläsener wurden in diesem Zusammenhang deutliche Ausrufezeichen für einen Fünftligisten gesetzt. Auf der Strecke bleibt mit dieser Strategie der Fußball, denn Fußball ist mehr als reine Werbemaßnahme und reines Gewinnkalkül. Fußball lebt von der Leidenschaft und den Traditionen, denen ein solcher Verein aus der Retorte niemals gerecht werden kann.
Weitere Informationen zu den Themen 50 + 1 und Austria Salzburg findet Ihr in den älteren Ausgaben des Schwaadlappe (u.a. Nr. 25, 35) sowie insbesondere in der dreizehnten Ausgabe unseres Fanzines „Mentalita Kölsch“! Außerdem werden wir uns im kommenden Schwaadlappe intensiv mit dem Einstieg von Red Bull in Leipzig beschäftigen.
Neue Farben, keine Tradition gab es auch in Salzburg schon! Red Bull verpiss dich! Der Fußball gehört uns! | |
| BV Borussia 09 Dortmund - 1. FC Köln 1:0 | |  Das Auswärtsspiel in Dortmund stellte für den FC den Start in die 47. Saison der Fußball-Bundesliga dar. Unsere Gruppen reiste gemeinsam mit weiteren Gruppierungen und Fanclubs der aktiven Fanszene schon frühzeitig mit dem Zug ins Ruhrgebiet. Dem Aufruf im Trikot nach Dortmund zu fahren, folgte erfreulicherweise ein Großteil der Kölner unter den 7.500 Gästefans. Im Gästeblock wurde das Spiel durch eine gemeinsamen Aktion mit den Ultras des BVB eingeläutet. Während wir in unserem Sektor das Spruchband „Neue Farben, keine Tradition...“ zeigten, vollendete die Dortmunder Gruppe The Unity den Satz mit dem Spruchband „gab es auch in Salzburg schon!“. Anschließend kamen in beiden Kurven Spruchbänder mit dem identischen Text („Red Bull verpiss dich! Der Fußball gehört uns!“) zum Vorschein. Diese Aktion richtet sich gegen den Einstieg des Getränkeherstellers beim fünfklassigen Leipziger Vorortclub Markranstädt, worauf wir in einem separaten Text auf unserer Homepage noch gesondert eingehen.
Nach den Ausfällen von Novakovic, Geromel und Podolski stand die Partie bereits im Vorfeld unter keinem guten Stern. Aufgrund dieser Verletzungsmisere musste der portugiesische Neuzugang Maniche sogar von Anfang an auflaufen, obwohl ihm im konditionellen Bereich noch einige Trainingseinheiten fehlen dürften. So begann das Spiel wie erwartet; der FC wurde von Beginn an in die eigene Hälfte gedrängt und konnte keine wirklichen Akzente im Spiel nach vorne setzen. Allerdings blieb es bis zur Pause beim 0:0, was vorallem der starken Leistung von Mondragon zu verdanken war.
Die Stimmung unter den mitgreisten FC-Fans war während der ersten 45 Minuten sicherlich in Ordnung, aber bleibt ausbaufähig. Einige Gesänge wurden von einem großen Teil des Gästeanhangs mitgetragen und erreichten eine beachtliche Lautstärke, aber immer wieder gab es Phasen in denen die Unterstützung abnahm und nur noch von einem Teil der kölschen Schlachtenbummler im Stehplatzbereich getragen wurde. Besonders schwierig gestaltet sich im Dortmunder Gästeblock die Koordination der Gesänge zwischen Ober- und Unterrang, was allerdings beim diesjährigen Auftritt besser gelang als noch vergangene Saison. Nachdem Pausentee intensivierte der BVB die Angriffsbemühungen und in den ersten 15 Minuten des zweiten Durchgangs entstand ein regelrechtes Powerplay. Doch unser kolumbianische Torhüter war weiterhin nicht zu bezwingen und hielt den FC im Spiel. Die Dortmunder Südtribüne zeigte in dieser Phase des Spiels auch ein ums andere Mal welches Potential in ihr steckt, jedoch hielt der Gästeblock gut dagegen und feierte jede Parade unseres Schlussmannes. Nach dieser Druckphase der Borussia konnte sich unser Team zwar etwas befreien und sogar für kurzzeitige Entlastung nach vorne sorgen, doch in der 75. Minute sorgte Matip mit einem Eigentor für das 0:1.
Nach dem Rückstand geland es der Mannschaft nicht mehr entscheidende Akzente nach vorne zu setzen und es blieb bei einer verdienten 0:1-Niederlage. Die Unterstützung der Mannschaft nahm gegen Ende der Begegnung aufgrund des Spielverlaufes und der kaum vorhandenen Torchancen leider immer weiter ab.
Am nächsten Spieltag erwarten wir im Müngersdorfer Stadion den VfL Wolfsburg und diese Aufgabe wird für unsere Mannschaft mit Sicherheit nicht einfacher. Deswegen sollten besonders wir Fans auf den Rängen alles dafür tun, um dem Team mit der nötigen Unterstützung zu helfen und einen Fehlstart zu verhindern!
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| Kickers Emden - 1. FC Köln 0:3 | |  Das erste Pflichtspiel dieser Saison führte uns im Rahmen der 1. Runde des DFB-Pokals nach Emden. Das Spiel in Emden nutzte unsere Gruppe zu einem Abstecher ans Meer und so machten wir uns bereits in der Nacht von Freitag auf Samstag mit zwei 50er Bussen auf den Weg. Trotz den recht kühlen Temperaturen und Ebbe verbrachten wir einige Stunden an den Deichanlagen und im Watt der Nordsee. Die Sektion Stadionverbot sorgte mit Würstchen vom Grill für das leibliche Wohl der Anwesenden und nach dem obligatorischen Foto ging es gemeinsam mit dem Bus der Boyz in Richtung Stadion.
Die Partie in Emden bedeutete für vier Mitglieder der Wilden Horde das Ende ihres Stadionverbotes. Willkommen zurück, Jungs! Natürlich geraten alle weiterhin bestehenden Stadionverbote deshalb nicht aus unserem Fokus und noch vor dem Anpfiff richtete sich ein lautstarker Gruß an alle Stadionverbotler. Stadionverbotler mit uns! Danach leiteten wir das Spiel im Block mit einigen kleineren Fahnen und Doppelhaltern ein. Auf dem Feld gestaltete sich die Anfangsphase gegen die fünftklassigen Kickers aus Emden sehr mühsam. Der Verein musste den hohen Lizenzauflagen des DFB für die 3. Liga Tribut zollen und zog sich freiwillig in die fünftklassige Oberliga zurück. Die neu formierte Mannschaft hielt allerdings gut dagegen und erst in der 37. Minute konnte Mohamad per Kopf das 1:0 für den FC erzielen. Die Stimmung im Gästeblock lässt sich während der ersten 45 Minuten als eher durchschnittlich bezeichnen. Zu Beginn der Begegnung war die Euphorie des Saisonstarts noch spürbar, aber gegen Ende der Halbzeit flachte die Stimmung leider immer weiter ab.
Nach dem Pausentee änderte sich auf dem grünen Rasen zunächst wenig und ab der 52. Minute mussten die Gastgeber nach einer gelb-roten Karte in Unterzahl weiterspielen. Kurz danach konnte Sanou auf 2:0 erhöhen und die Partie war entschieden. Unter den 1.500 anwesenden Kölnern steigerte sich die Stimmung gegen Ende des Spiels wieder etwas und fand seinen Ausdruck im Vortrag einiger bekannter kölscher Klassiker. Zwei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit traf der zurückgekehrte Lukas Podolski mit einem Freistoß zum 3:0-Endstand. Anschließend wurde der Sieg gemeinsam mit der Mannschaft gefeiert und ohne besondere Vorkommnisse ging es zurück in die Domstadt. Am kommenden Samstag gastiert unser Fußballclub beim BVB in Dortmund und sowohl Spieler als auch Fans sollten sich zu diesem Anlass noch steigern!
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| Kölsche Tön – Ultrà auf die Ohren #4
| |  Ab sofort steht für euch die neue Sendung unseres Podcast "Kölsche Tön – Ultrà auf die Ohren" zum Download bereit!
Wir wünschen euch Viel Spaß beim zuhören!
Bei Anregungen, Fragen oder Kritik könnt ihr euch gerne unter podcast(at)wh96.de melden.
Download: Kölsche Tön - Ultrà auf die Ohren - Ausgabe 4 | |
| Original Südkurvencup 2009 | | Um die Sommerpause in der Domstadt für alle FC Fans etwas zu verkürzen, findet auch in diesem Jahr wieder der „Original Südkurvencup“ statt und das nun auch schon zum sechsten Mal!
Der Südkurvencup ist das Fußballturnier der aktiven Fanszene des 1. FC Köln und wird von der Wilden Horde organisiert.
Erwarten wird euch an diesem Tag ein Turnier mit viel Spaß & Unterhaltung und anschließender Party auf dem Gelände. Für Speis und Trank zu moderaten Preisen ist selbstverständlich gesorgt!
Wann: Samstag, 27.06.2009
Wo: ASV-Rugby-Platz an der Ecke Luxemburger Str./Militärring in Klettenberg (Parkmöglichkeiten und Beschilderung vorhanden)
Beginn:10:30 Uhr
Alle FC-Fans sind herzlich eingeladen diesen Tag gemeinsam zu verbringen! | |
| 1. FC Köln - VfL Bochum 1:1 | | Nach einer erfolgreichen Saison, in der unser 1. FC Köln den Klassenerhalt erreichen konnte, möchten wir noch kurz auf eine Aktion eingehen, die unsere Gruppe am letzten Spieltag dieser Saison gegen den VFL Bochum, zusammen mit den Ultras Bochum durchführte. So wurden kurz nach der Halbzeitpause in beiden Kurven mehrere, aus Pappe hergestellte, Pfeile präsentiert, auf denen Ironischerweise auf „gefährliche Fans“ hingewiesen wurde. Begriffe wie „Staatsfeind“, „Randalierer“, „Gläserner Mensch“ oder „Ausgesperrt“ zierten diese Pfeile, während beide Kurven zeitgleich das Transparent „Der Überwachungswahn ist außer Kontrolle“ in den jeweiligen Farben präsentierten. Anschließend konnte man erst in der Gästekurve die Worte „60 Jahre Grundgesetz...“ auf einem Spruchband lesen, welche in unserer Südkurve dann auf einem weiteren Spruchband zum Satz „...und dennoch werden wöchentlich Fans auf eine unrechtmäßige Liste gesetzt“ vervollständigt wurden. Diese Aktion, die im Rahmen des bundesweit durchgeführten Pro Fans-Aktionstag gegen die umstrittene Datei „Gewalttäter Sport“ organisiert wurde, sollte über die fragwürdige Praxis dieser Datei informieren.. So wurde diese Aktion in beiden Kurven mit dem letzten Spruchband zum Tagesmotto „Datei Gewalttäter Sport – Bist du schon drin? Willkürliche Datensammlungen von Fans stoppen!“ abgerundet. Die Praxis der „Datei Gewalttäter Sport“ wurde Anfang diesen Jahres von einem Oberverwaltungsgericht als rechtswidrig eingestuft und so hoffen wir Fußballfans, egal welchem Verein wir angehören, das diese unrechtmäßige Handlungsweise der Staatsmacht bald der Vergangenheit angehört. Weitere Informationen zu diesem Thema findet ihr hier auf der Seite unter diesem Bericht, sowie auf www.profans.de.
Die Wilde Horde Köln 1996 bedankt sich bei den Ultras Bochum für die Zusammenarbeit!
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| Erklärung zum ProFans-Aktionstag:
Datei Gewalttäter Sport – Bist Du schon drin?
Willkürliche Datensammlung bei Fans stoppen! | |  Die Praxis der Datei Gewalttäter Sport mit der Erfassung von Daten tausender Fußballfans ist weiterhin äußerst fragwürdig und grundsätzlich bedenklich. So waren im Januar 2009 fast 11.000 Fußballfans in dieser Datei gespeichert - die Tendenz ist weiter steigend. Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass das Fehlen einer Kontrollinstanz im Umgang mit diesem Instrument dazu geführt hat, dass das Vertrauen vieler Fußballfans in die Polizei und rechtsstaatliche Prinzipien sehr gelitten hat. Diese Thematik passt in das Bild der derzeitigen Entwicklung, in welcher unser Staat immer mehr die Züge eines Überwachungsstaates annimmt.
Wie sich letztes Jahr herausgestellt hat, ist diese Praxis nach derzeitiger Rechtslage sogar rechtswidrig (Mai 2008 Verwaltungsgericht Hannover, Januar 2009 Oberverwaltungsgericht Lüneburg). Trotzdem bleibt die Datei bestehen und soll nun, IM NACHHINEIN, durch eine
Rechtsverordnung "legalisiert" werden. Wann dieses passieren soll, ist noch ebenso offen wie das Wie.
Sollte die Polizei auf ein solches Instrument nicht verzichten können, so sollte sie zumindest die illegal erhobenen Daten löschen und für die zukünftige Erfassung von Daten die berechtigte Kritik von Datenschützern sowie Fanorganisationen berücksichtigen.
Unsere Kritik umfasst im Wesentlichen folgende Punkte:
• Willkürliche Verdachtsmomente als Grundlage für die Erfassung: Es reicht, wenn eine polizeibekannte Person bei deiner Personalienkontrolle in der Nähe steht.
• Keine Benachrichtigung bei einem Eintrag: Somit auch keine Möglichkeit für dich zu reagieren, bevor es zu den Konsequenzen kommt.
• Löschung der Einträge nur durch den „Eintragenden“: Freispruch, Einstellung oder Ablauf der Frist (5 Jahre) – alles das nützt nichts, wenn die entsprechende Polizeidirektion nicht daran denkt, dass sie dich eingetragen hat.
Wer einmal erfasst wurde, bleibt auf Dauer in einem undurchsichtigen Dschungel verknüpfter Verbund- und lokaler Polizei-Dateien gespeichert.
Problematisch daran ist nicht nur die Tatsache, dass persönliche Daten in einer dubiosen Datei gespeichert werden, sondern dass sich aus dieser illegalen Erfassung willkürliche Konsequenzen ergeben können:
• Auf dieser Grundlage werden durch die zuständige Behörde Ausreiseverbote (Passgesetz) und Meldeauflagen erteilt.
• Gefährderansprachen zu Hause und diskreditierende Besuche am Arbeitsplatz.
• Bei jeglichen Personenkontrollen, z.B. Verkehrskontrollen oder Grenzkontrollen, ist der Betroffene Vorverurteilungen ausgesetzt.
Informiert euch und eure Freunde, malt Tapeten und Doppelhalter, schreibt Briefe oder E-Mails – macht irgendwas, aber macht’s! Werdet aktiv!
Weitere Infos bekommt Ihr unter www.profans.de, http://www.aktive-fans.de oder per E-Mail an koeln[at]profans.de. | |
| Hamburger SV - 1. FC Köln 0:1 | |  In den frühen Morgenstunden fuhr der Bus der Wilden Horde 1996 zum letzten Auswärtsspiel nach Hamburg. Dort angekommen begab sich unsere Gruppe auf direktem Wege zum Stadion, wo der Ordnungsdienst mal wieder nichts anderes zu tun hatte, als jede Fahne einzeln zu kontrollieren. Dadurch wurde uns die Mitnahme der bekannten Zaunfahne „FC-Fans gegen Polizeiwillkür“, trotz der Bemühungen (Danke!) der Fanbetreuungen vom FC und HSV, durch den Heimverein verweigert. Anscheinend haben die Vereine Angst vor jeglicher Kritik an der Staatsmacht, auch wenn sie noch so konstruktiv vorgetragen wird.
Zum Einlaufen der Mannschaften wurden im Unterrang des Gästeblocks rote sowie weiße Luftballons und anschließend ein paar einzelne Fahnen präsentiert. Im direkten Anschluss wurde eine gemeinsame Aktion mit Poptown Hamburg durchgeführt: Unser Spruchband: „Gegen die staatliche Übermacht…“ wurde im Unterrang der Hamburger Kurve mit dem Transparent „…die uns überwacht aber niemals fertig macht“ vervollständigt. Für diese gemeinsame Aktion möchten wir uns bei der Hamburger Fanszene ein weiteres Mal bedanken. Schon beim Gastspiel des HSV in Köln solidarisierten sich die beiden führenden Hamburger Gruppen, „Chosen Few“ und „Poptown“ mit unseren damaligen Aktionen, was man durchaus als Vorbild nehmen sollte. Getrennt in den Farben, vereint in der Sache!!! Anschließend machten die 5000 mitgereisten Kölner unter den 57.000 Zuschauern ordentlich „Radau“ im Gästebereich des Volksparkstadions, insbesondere nach dem einzigen Treffer in diesem Spiel zum goldenen 1:0 durch Fabrice Ehret. Dieser setzte schon in der 9. Minute, nach einem langen Abstoß von Thomas Kessler, den Ball mit einem flachen Schuss in die rechte Ecke und verzückte somit die FC-Fans im Gästeblock. Auf dem Platz passierte danach nicht mehr allzu viel, dafür aber umso mehr vor der Gästekurve: So kamen zunächst Einsatzkräfte der Polizei an den Zaun zum Stehplatzbereich und baten die Capi in einem vernünftigen Ton eine angeblich vom Verein nicht erwünschte Zaunfahne runter zu nehmen, da sie sonst gezwungen wären in den Block zu kommen. Nach einer kurzen, aber ruhigen Diskussion fragten die Polizeibeamten noch Mal auf unser Bitten hin bei ihrer Einsatzleitung nach. Während dessen begaben sich zwei Ordner (ein besonderer Gruß an den Ordner mit der Nummer 700!) aus dem Innenraum zum Gästeblockzaun und rissen die Fahne ohne jegliche Befugnisse einfach ab. Dies wollten und konnten wir nicht auf uns sitzen lassen und holten die Fahne, nachdem die Capi die beiden Ordner mehrere Male aufgefordert hatten, das Banner wieder herzugeben, unter temporärer Einstellung des Supports auf „unsere Weise“ wieder. Seit fast 5 Jahren nehmen wir das besagte Banner jedem Auswärtsspiel mit. Und auch dieses Mal konnte dieses Banner nach Beschauen der Ordner am Eingang ohne Probleme die ohne hin schon übertriebene (siehe oben) Kontrolle überstehen. So fragen wir uns, warum es an diesem Tag im nach hinein dann doch wieder Probleme wegen einer einzelnen Zaunfahne gab? Es ist eine Zaunfahne, die wir vor einigen Jahren in Anlehnung einer bekannten Hip Hop Gruppe malten und die, wie von vielen fälschlicherweise angenommen, keinen Polizisten, sondern einen im Hip Hop-Bereich so genannten „B-Boy“ im Fadenkreuz darstellen soll. Doch an diesem Tag sollte wohl das „Saubermann-Image“ der Vereine und der Polizei über allem stehen, wohl auch über den so oft von allen Seiten betitelten „deeskalierenden Maßnahmen“. Nachdem die Fahne erfolgreich und ohne Probleme zurückgeholt werden konnte, begaben sich die beteiligten Personen wieder friedlich in den Gästeblock, so dass unser Team weiter angefeuert werden konnte. Keiner lief auf den Platz, kein Ordner oder Polizist stellte sich uns in den Weg, es entstand keine Sachbeschädigung und wir wurden auch nicht, von wem auch immer, wieder „zurück gedrängt“, so, wie manche Boulevardmedien fälschlicherweise berichteten. Wir wollten lediglich unsere mit unseren eigenen Händen gemalte Fahne, unser Eigentum, wieder holen und erreichten dies mit einer konkreten, aber dennoch friedlichen Aktion. So wurde leider fast die komplette erste Halbzeit von dieser unnötigen Situation beschattet.
Doch im zweiten Durchgang konzentrierten sich die FC-Fans wieder auf das Spiel, welches wie in der Anfangsphase weiterhin vom FC dominiert wurde. Alle Offensiv-Versuche der gastgebenden Mannschaft halfen allerdings nicht, sodass die Kölner Anhängerschaft am Ende einen 0:1-Erfolg in Hamburg feiern konnte.
So bedankte sich die Mannschaft am Ende bei ihren Fans und schickte diesmal stellvertretend den viel umjubelten Matthias Scherz an die Kurve, der sich bei den FC-Fans durch das Megaphon unserer Capi, „für die tolle Unterstützung in all den Jahren“ bedankte. Er „hofft mit uns noch Mal einen Heimsieg gegen Bochum feiern zu dürfen“. Diese Hoffnung teilen wir mit ihm und freuen uns auf das letzte Heimspiel zum Saisonabschluss mit Matthias Scherz! | |
| 1. FC Köln - Hertha BSC Berlin 1:2 | |  Als an diesem Dienstagabend einige Mitglieder im Stadion mit den üblichen Vorbereitungen zum Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin beschäftigt waren, durfte der Rest unserer Gruppe mal wieder die volle Breitseite der staatlichen Repressionen über sich ergehen lassen. So wollte ein größerer Teil von WH-Membern und Freunden der Gruppe gerade zur Südkurve gehen, als wir vor dem Eingang zum Gelände unserer Räumlichkeiten eine sich zuziehende Polizeikette beobachten konnten. Anscheinend kam zum gleichen Zeitpunkt gerade der von der Polizei begleitete Gästeanhang in Müngersdorf an, worauf wir uns dazu entschieden, unser Stadion über einen anderen Weg zu erreichen um unnötige Konfrontationen mit der Staatsmacht zu umgehen.
Doch diese war wohl viel mehr an Konfrontation interessiert als wir selber und begab sich somit nach Abzug unserer Leute mit zehn Uniformierten auf das Privatgelände unserer Räumlichkeiten. Zu diesem Zeitpunkt weilte nur noch ein kleiner Teil unserer Mitglieder in diesem Bereich. Diese sahen es allerdings verständlicherweise nicht ein auch noch diesen, unseren noch einzig verbliebenen Freiraum ohne weiteres und vor allem ohne triftigen Grund der Polizei zu überlassen. So leistete man zwar lautstarken, aber dennoch passiven Widerstand, in dem man sich ohne den Einsatz von Körperteilen so aufstellte, dass die Polizei nicht weiter auf unser Gelände gehen konnte.
Unsere Gruppe verhielt sich trotz indirekter Anwesenheit der Gästefans an (warum die Gästefans direkt an unseren Räumlichkeiten vorbei geführt werden weiß anscheinend auch nur der Polizeipräsident) und direkter Anwesenheit der Staatsmacht AUF dem Gelände unserer Räumlichkeiten sehr defensiv, da wir von weiteren Stadionverboten verschont bleiben und unnötigem Ärger einfach aus dem Weg gehen wollten. Trotzdem hielten es die noch anwesenden Polizeieinheiten, welche übrigens aus Köln kamen und uns daher eigentlich kennen sollten, für nötig, die noch verbliebenen Personen auf unserem Gelände mit Pfefferspray und Knüppeln zu drangsalieren. Diese Szenerie rief wenige Momente später eine weitere Polizeieinheit auf den Plan, welche nun mit Hunden ohne Maulkorb und übermotiviert unser Gelände betrat. Wie weit sind wir bitte als Fußballfans gekommen, wenn man sich schon so passiv wie nur möglich verhält und die Polizei es aber trotzdem schafft, dass es zu Auseinandersetzungen kommt? Langsam beschleicht uns das Gefühl, dass die wahren „Hooligans“ in diesem Lande mit einer grünen Uniform, Helm, Knüppel und Pfefferspray ausgestattet sind. So sind einige Polizeibeamte teilweise mit klatschenden Händen und Gewaltaufforderungen („kommt schon“) unseren Mitgliedern entgegen getreten, welche sich aber dennoch nicht zu Handgreiflichkeiten provozieren ließen. Wir räumen ein, dass es teilweise sehr laut wurde und wild gestikuliert wurde, doch dies ist unserer Meinung nach mehr als gerechtfertigt, lagen doch einige unserer Mitglieder schon am Boden und mussten Erste-Hilfe-Leistungen in Anspruch nehmen. Den im unserem Gelände verbliebenen Mitgliedern ist es zu verdanken, dass nicht mehr passiert ist, da diese trotz der gewalttätigen Verhaltensweise der Polizei nicht handgreiflich geworden sind und halbwegs Besonnen reagiert haben. Doch diese Besonnenheit kann nicht garantiert werden wenn wir unsere eigenen Freiräume weiterhin in diesem Umfang verteidigen müssen, insbesondere dann, wenn wir uns schon so passiv und gewaltfrei verhalten, wie es an diesem Heimspieldienstag der Fall gewesen ist. Wie sollen wir uns bitte noch verhalten, als einer direkten Konfrontation mit den Gästen und der Polizei bewusst aus dem Weg zu gehen, um sämtlichen Ärger zu vermeiden? Dafür von der Polizei auch noch mit Pfefferspray, Schlägen, Knüppelangriffen und Hundeattacken bedacht zu werden bestärkt uns nicht gerade in diesem Handeln. Es reicht! Diese polizeiliche Willkür muss endlich ein Ende haben!
Als die Geschehnisse leider noch im vollen Gange waren, konnte man in der Südkurve einen Aufruf zum Fahnentag beim letzten Heimspiel gegen Bochum lesen: “23.05.: Fahnentag!! Bringt alle eure Fahnen mit“, zu dem wir euch auf dieser Seite zu einem späteren Zeitpunkt noch mal gesondert informieren werden. Gleichzeitig hingen anstatt der üblichen Zaunfahnen die Spruchbänder „Solidarität mit Liga 2“ sowie das altbekannte „DFL+Co: Eure Kassen immer voller, unser Urlaub immer weniger – Gegen fanunfreundliche Spielansetzungen“, welches aufgrund der fanunfreundlichen Spielzeit, mitten in der Woche, statt unseres Heimbanners, das gesamte Spiel über am Zaun der Südkurve hing. Außerdem wollten wir den Zweitligafanszenen unsere Solidarität im Kampf gegen fanunfreundliche Spielansetzungen aussprechen, da wir nicht vergessen haben, dass wir zu unseren Zweitligazeiten selber oft genug von diesen Unsinnigkeiten betroffen waren.
Die FC-Mannschaft startete danach gut in die vorletzte Heimpartie der laufenden Saison und kam zu einigen, leider nicht verwerteten, Torchancen. Doch die Gäste fanden im weiteren Spielverlauf immer besser ins Spiel, so dass die FC-Fans kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit leider doch noch den Rückstand zum 0:1 durch den Berliner Cicero hinnehmen mussten (42. Minute). In der Südkurve wurden aufgrund der Spielansetzung an einem Dienstagabend fast keine Materialien präsentiert und sie zeigte sich akustisch bis zu diesem Zeitpunkt eher von ihrer durchschnittlichen Seite.
Trotzdem versuchte der harte Kern der Kurve weiterhin seine Mannschaft im zweiten Durchgang anzufeuern, nachdem das Spruchband „Wir distanzieren uns von eurer Distanzierung!!! Gez. 80 Prozent des Gästeblocks am 09.05.“ präsentiert wurde, um noch mal auf die „Distanzierung“ der FC-Verantwortlichen von ihren eigenen FC-Fans nach dem Hoffenheimspiel (siehe Bericht hier auf der Seite) einzugehen. Doch die Unterstützung verstummte fast ganz, als die Gäste ihre Führung in der 53. Spielminute zu einem 0:2 ausbauen konnten. So setzte die Mannschaft wie auch die Kurve bis zur 90. Minute keine Akzente mehr, als Adil Chihi noch das Ergebnis mit seinem Anschlusstreffer zum 1:2 Endstand leider nur noch „verschönern“ konnte, da das Schiedsrichtergespann das Spiel im direkten Anschluss abpfiff.
Nach dem Spiel begrüßten wir die, schon auf uns wartende, Sektion Stadionverbot und gingen gemeinsam zum Raum, wo man ausnahmsweise mal von den staatlichen Repressionen verschont bleiben sollte.
Schwaadlappe Nr. 37 / FC - Hertha BSC Berlin
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| TSG Hoffenheim - 1. FC Köln 2:0 | |  Mit einem Autokorso fuhr unsere Gruppe, diesmal im kollektiv mit Trikots bekleidet, an diesem Samstag nach Sinsheim, wo unser 1. FC Köln das Gastspiel gegen die TSG „1899“ Hoppenheim bestreiten sollte. Dort bevölkerten 3.500 Kölner den Gästeblock, welcher mit einigen wenigen Fahnen und aufgrund der unverständlichen Einlasskontrollen mit viel zu wenigen Zaunfahnen bestückt war.
Die insgesamt 30.000 Zuschauer sahen im ausverkauften und neu von der Firma SAP gebauten Stadion in der ersten Halbzeit eine eher durchschnittliche Partie mit wenigen Strafraumszenen, so dass beide Parteien nach gespielten 45 Minuten mit einem 0:0 Halbzeitstand in die Kabine gehen mussten. Nachdem im Gästeblock das „Veedel“ besungen wurde, ging es mit einer verstärkten Gastgeber-Mannschaft auf dem Platz weiter. In der 58. Minute hieß es dann erwartungsgemäß 1:0, nachdem Salihovic einen unhaltbaren Freistoß direkt verwandelte. Eine nun völlig desorientierte FC-Mannschaft konnte zehn Minuten später den Siegtreffer zum 2:0 für die Gastgeber ebenso nicht verhindern und verspielte somit leichtfertig wichtige Punkte für den Klassenerhalt. Erwähnenswert ist noch der verschossene Foulelfmeter durch die Gastgeber in der 80. Minute, der durch eine Notbremse von Mohamad verursacht wurde, welcher dafür leider die Rote Karte sah.
Fast der gesamte FC-Anhang (!!) ließ sich allerdings dadurch nicht beeinflussen und skandierten lautstark, neben der grandiosen Unterstützung ihrer Mannschaft insbesondere im ersten Durchgang, gegen den unbeliebten SAP-Boss und Hoffenheimer „Vereins“-Mäzen Dietmar Hopp bis weit nach Spielende.
Als sich unsere Gruppe gerade auf dem Rückweg befand, „distanzierte“ sich die Führung des 1. FC Köln schon offiziell von „einem kleinen Teil“ ihrer Fans. Komisch nur, das ein kleiner Teil eine solche Lautstärke erzeugen kann, dass man sich offiziell dafür entschuldigen muss? Die Fans sollen „peinlich“ sein, die vorher eine völlig desorientierte und lustlose Mannschaft trotz nicht gezeigter Leistung weiter unterstützten, und das bei weitem nicht zum ersten Mal. Die Fans, die lediglich ihre Meinung, wenn auch mit der „typischen Sprache eines Fußballfans“, im kollektiv vorgetragen haben, sollen „demütigend“ sein. Diese Fans wurden von den „Offiziellen“ IHRES Vereins, beziehungsweise von den Offiziellen der „1. FC Köln GmbH & Co. KG“ ein weiteres Mal verleugnet.
So stellt es kein Wunder dar, dass nun auch die allseits bekannten Medien auf den „Fingerzeig-Zug“ aufspringen und ihren Unmut gegen die nach Hoffenheim mitgereisten FC-Fans kundtun. Unserer Meinung nach gehören Pöbeleien zum Fußball und seinem Fandasein von der Kreis- bis zur Bundesliga nun mal dazu, insbesondere dann, wenn sich jemand aufgrund seines lediglich finanziellen Einsatzes für den „modernen Fußball“ in der ganzen Bundesrepublik unbeliebt macht.
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| Roots & Culture @ Stadt Venlo | | 06.–14.05. jeweils ab 20:00 Uhr (Montag–Samstag, Sonntags geschlossen)
Nach der erfolgreichen Premiere der WH96-Ausstellung »Roots and Culture« wird es nächste Woche eine Fortsetzung geben. Zwar in abgespeckter Version, dafür aber auch über eine Woche ...
Die Ausstellung findet in der Musikwirtschaft »Stadt Venlo« (www.stadtvenlo.de) statt, Venloer Straße 29, 50672 Köln.
Vernissage: Mittwoch, 06.05, 20:00 Uhr mit Übertragung des Champions- League-Spiels und anschließend elektronischer Musik.
Wer noch einmal die erste Ausstellung Revue passieren lassen will: klick
Die ausgestellten Bilder können auch wieder käuflich erworben werden.
Von dem Erlös, wird ein Anteil an das Stadtarchiv gespendet.
Über zahlreiches Erscheinen würden wir uns freuen! | |
| 1. FC Köln - SV Werder Bremen 1:0 | |  „Kämpft und Siegt - für uns, für den Verein“ konnte man schon weit vor dem Anpfiff auf einem Spruchband an der Südkurve lesen. Das Motto galt unserer Mannschaft, die schon seit längerer Zeit keinen Heimsieg mehr verbuchen konnte, zur zusätzlichen Motivation.
Während sich die Mannschaften auf dem Rasen warm machten, mussten einige FC-Fans wieder mal unnötige Provokationen seitens der Staatsmacht über sich ergehen lassen. Diese bezog schon relativ früh vor Anpfiff Stellung vor den Räumlichkeiten unserer Gruppe, was leider schon zur Normalität geworden ist. Doch warum stellen sich „Kastenwagen“ der Polizei so ungünstig und direkt vor dem Eingang auf, dass FC-Fans, die zu den Räumlichkeiten gelangen wollen, eine Durchgangsbreite von noch nicht einmal einen Meter bleibt? Warum wird FC-Fans, die ins Stadion möchten, anschließend der Ausgang verwehrt mit dem Hinweis das Gelände anderweitig zu verlassen?
Nach mehrmaligen Nachfragen bekamen wir die Antwort: die Aktion sei eine Anweisung der Einsatzleitung um das Aufeinandertreffen gegnerischer Fans zu verhindern. Doch welche gegnerischen Fans waren gemeint, denn diese waren weit und breit nicht zu sehen? Anstatt sich auf das gleiche Niveau der „Rambos in Uniform“ zu begeben, setzten wir auf die „diplomatische Karte“ und auch der Verein konnte erfolgreich in die Aktion eingreifen, sodass die Polizisten ihre provozierende Stellung vor unseren Räumlichkeiten aufgaben, sich 10 Meter weiter aufstellten und die FC-Fans zumindest wieder ungehindert passieren ließen.
Wir fragen uns, was solche Aktionen bewirken sollen; insbesondere, wenn keine gegnerischen Fans zu sehen sind und ein Spiel gegen Bremen nicht gerade zu den Brisantesten zählt? Von Deeskalation seitens der Polizei kann in diesem Zusammenhang jedenfalls nicht mehr gesprochen werden. So wurde nicht nur wegen den Vorfällen in Hannover, sondern auch wegen den jüngsten Ereignissen das wieder hervorgeholte Banner „FC-Fans gegen Polizeiwillkür – Weder Freund noch Helfer“ das gesamte Spiel über unser Heimbanner gehangen.
Wenig später boten die Boyz Köln eine Choreographie mit dem Thema „Unser Glaube an unsere Stadt bleibt standhaft, wie unser Wahrzeichen in zerbombter Landschaft“ mit dem Dom in der Mitte und grauen Papptafeln in den Blöcken S3 und S4, die im direkten Anschluss durch rot-weiße Fahnen und dem Banner „Auf ewig Köln“ ersetzt wurden.
Auf dem Platz sahen die 50.000 Zuschauer anschließend eine hart umkämpfte Partie mit viel Einsatz auf beiden Seiten. Doch keine Partei konnte ihre Chancen für sich nutzen, sodass es bis zum Halbzeitpfiff bei einem 0:0-Unentschieden blieb. In der Pause präsentierte unsere Gruppe das Spruchband „Ein Weiser Mann würde nicht 77 x sein Wort brechen“, um auf die 77 erteilten Stadionverbote einzugehen, die nach dem Derby innerhalb der Leverkusener Fanszene ausgesprochen wurden. Gemäß dem Motto „getrennt in den Farben, vereint in der Sache“ haben wir in diesem Fall kein Problem ein weiteres Mal über unseren Schatten zu springen. Niemand weiß, wann man wieder in Köln mit Stadionverboten konfrontiert wird, ohne, das Ermittlungen eingeleitet werden oder Gerichtsurteile vorliegen. Stadionverbotler mit uns!!!
Die Südkurve zeigte sich in der ersten Halbzeit etwas besser als in den vorangegangen Spielen, jedoch noch lange nicht so lautstark wie man sie aus besseren Zeiten kennt.
Im zweiten Durchgang konnte die Kurve wieder vermehrt Akzente setzen; während die 3000 Gästefans, bis auf wenige male neben der Präsentation einiger Doppelhalter, überhaupt nicht mehr zu hören waren. In der 61. Minute konnte Kapitän Novakovic nach schöner Vorarbeit von Vucicevic den Siegtreffer zum 1:0 erzielen und die Südkurve zum Ausrasten bringen. „Nie mehr zweite Liga“ hallte es somit kurz vor dem Ende der Partie, so dass es sich der Torschütze wenig später nicht nehmen ließ, der Südkurve einen dankenswerten Besuch abzustatten.
Nachdem die Mannschaft in Vertretung ihres Kapitäns abgefeiert wurde, erwartete unsere Gruppe vor den Toren eine spontane Überraschung der Stadionverbotler, die aufgrund der oben genannten Ereignisse kurzfristig das Spruchband „Auch hier haben Schweine Grippe!!!“ angefertigt hatten. So ging man anschließend geschlossen in unsere Räumlichkeiten mit dem guten Gefühl den Klassenerhalt so gut wie erreicht zu haben.
Schwaadlappe Nr. 36 / FC - Werder Bremen | |
| EINS:NULL-Turnier: "Die Null muss stehen" | |  Die rechtsextreme „Bürgerbewegung pro Köln“ plant auch in diesem Jahr wieder einen sogenannten Anti-Islamisierungskongress in unserer schönen Domstadt. Im September des vergangen Jahres konnte der erste Versuch einen solchen Gipfel von Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit in Köln zu etablieren, erfolgreich verhindert werden.
Auch damals wurde die heiße Phase der Mobilmachung durch ein antirassistisches Fußballturnier eingeläutet. Daran möchten wir als Mitglied im Dachverband der aktiven Fanclubs des 1. FC Köln e.V. in Zusammenarbeit mit unserem Bündnis „EINS:NULL – Kultur gegen Rassismus“ anknüpfen und informieren Euch über diese Gegenveranstaltung im Vorlauf des Kongresses. Das Turnier findet am Samstag, dem 02.05.09., einen Tag vor unserem Heimspiel gegen Werder Bremen um 13:00 Uhr auf den Vorwiesen des Müngersdorfer Stadions statt. Zu diesem bunten und farbenfrohen Ausrufezeichen gegen jegliche Art von Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung und Rassismus möchten wir Euch schon jetzt herzlich und nachdrücklich einladen. Wie im letzten Jahr treten in zwei unterschiedlichen Turnieren U13 und U16 Mannschaften sowie Seniorenmannschaften gegeneinander an. Außerdem werden am Spielort noch zwei Begegnungen der Bunten Liga ausgetragen.
Selbstverständlich werden auch wir jeweils mit einem Team der Wilden Horde und einem Team unserer Jugendsektion Junge Horde am Turnier teilnehmen, um auf dem Spielfeld ein eindeutiges Zeichen gegen den Kongress zu setzen und um sich untereinander besser kennen zu lernen und zu vernetzen. Es spielen auch einige Teams aus dem Dachverband mit. Solltet Ihr kurzfristig noch ein eigenes Team stellen wollen, dann meldet Euch per Mail unter henkel(at)koelnkickt.de oder info(at)wh96.de. Natürlich seid ihr auch ansonsten herzlichen willkommen, denn die Veranstaltung wird durch diverse Redebeiträge und Informationen rund um das Thema Rechtsextremismus abgerundet, bevor das Turnier dann gegen 18:00 Uhr mit der Siegerehrung langsam ausklingen wird.
Für das leibliche Wohl wird selbstverständlich gesorgt sein und somit sollte einem informativen, vielfältigen und aussagekräftigen Nachmittag nichts im Wege stehen. Statt lediglich dagegen zu sein, wollten wir mit diesem Turnier ein positives Zeichen gegen die rassistische Hetze von „pro Köln“ setzen und unseren Teil dazu beitragen, dass die selbsternannte „Bürgerbewegung“ eine ähnlich blamable Niederlage wie im letzten Jahr einstecken muss. Also erscheint zahlreich und setzt auch damit ein Zeichen gegen „pro Köln“, denn Köln ist eine weltoffene, multikulturelle Stadt und wir alle müssen dafür sorgen, dass unsere Stadt diesem Status auch in Zukunft noch gerecht werden wird. Sei auch Du dabei, wenn es heißt NEIN zu Rassismus und Fremdenfeindlichkeit! NEIN zu „pro Köln“ und ihrer rassistischen Hetze! JA zu Köln! JA zu Weltoffenheit, Toleranz und einem friedvollen Miteinander in der schönsten Stadt der Welt! Gegen Nazis – für Köln!
Weitere Informationen zu den verschiedenen Partnern und Initiativen findet Ihr unter www.koelnkickt.de , www.hingegangen.mobi , www.keinestimmefuernazis.de , www.fan-projekt.de und www.fanclubs-koeln.com, www.koelner-fanprojekt.de | |
| Hannover 96 - 1. FC Köln 2:1 | |  Unter dem Motto „In Köln zählt für uns nur der FC“ trafen sich die Busse mehrerer Szenefanclubs, darunter drei Busse der Wilden Horde, schon früh hinter der Südkurve, um zusammen nach Hannover zu fahren. Vor der Abfahrt machte man erst einmal ein internes Gruppenfoto mit dem Spruchband „Gute Besserung Pierre“, um einem WH-Member, welches momentan am Krankenbett gefesselt ist, eine gute Genesung zu wünschen.
Wenig später traf man am ersten angefahrenen Rastplatz noch weitere Busse der Kölschen Fanszene, mit denen man im Rahmen der Mottotour ein großes Gruppenfoto schoss. Zu dieser Mottotour produzierte man im Vorfeld mal ausnahmsweise kein T-Shirts, sondern einen Motto-Schal, welcher kurz vor Abfahrt an alle teilnehmenden FC-Fans verteilt wurde. In Hannover angekommen hatte man, trotz des „Gästefanfreundichen Konzeptes“, die üblichen Diskussionen mit dem Ordnungsdienst. So wurde mit sinnlosen Begründungen die Mitnahme von Fahnen einzelner Fanclubs trotz wochenlanger Bürokratie und Informationsflut des Vereins verwehrt. Ebenso sollte ein FC-Fan seine „gefährlichen“ Taschentücher am Eingang abgeben.
Da man passend zur Mottotour auch endlich noch mal auswärts eine Choreographie präsentierten wollte und man sich dadurch mit einer Ansammlung von Anweisungen und Sicherheitsbestimmungen konfrontiert sah, ist es für uns nicht verständlich, warum der Ordnungsdienst an den Eingängen im Endeffekt doch wieder so fanunfreundlich reagierte. Trotzdem wollten man es sich nicht nehmen lassen, die geplante Choreo durchzuführen und präsentierte neben dem Spruchband „In Köln zählt für uns nur der FC“ mehrere rote Fahnen im oberen Bereich und weiße Fahnen im unteren Bereich der Gästekurve. Eine Blockfahne mit dem FC-Logo sollte das ganze abrunden, was man allerdings als misslungen bezeichnen muss, da diese absolut schief präsentiert wurde und dadurch leider das ganze Bild zerstörte. In dem Zusammenhang stellt sich einem die Frage, wie wenig Verantwortung für solche, eigentlich schönen, Choreographien von jedem einzelnen FC-Fan übernommen werden? Diese Aktionen, die gerade in solch wichtigen Spielen der Mannschaft als zusätzliche Unterstützung dienen sollen, kosten eine Menge Geld und noch mehr Arbeit und sind daher zu schade um sie durch Faulheit oder Unvermögen kaputt zu machen. Wie es richtig geht, zeigte uns die Hannoverische Heimkurve, die zu beiden Halbzeiten jeweils eine Choreographie zum Jubiläum der Brigade Nord präsentierte.
Die 47.000 Zuschauer sahen anschließend zwei defensiv eingestellte Mannschaften, die in den Anfangsminuten zögerlich aufspielten. Doch in der 19. Minute wurden die Gastgeber offensiver und konnten somit das 0:1 markieren. Wenig später war es wieder der Hannoveraner Andreasen, der die Mannschaften in der 32. Minute mit dem 0:2 in die Halbzeit schickte, während die FC-Abwehr unberechtigterweise auf den Abseitspfiff des Schiedsrichters hoffte.
Kurz vor dem zweiten Durchgang wurde im Gästebereich ein Banner präsentiert, welches auf die Blockade des Rassistenkongresses hinweisen sollte, der am 09.05. in Köln mit der Hilfe aller Kölner nicht stattfinden wird. Nachdem unter dem Einsatz der Mottoschals das „Veedel“ gesungen wurde, war es Novakovic, der die FC-Fans aus ihrer Rückstands-Lethargie rausholte und noch mal Hoffnung unter den mitgereisten Kölnern verbreitete. Diese sangen jetzt, dadurch angetrieben, was das Zeug hielt, knickte man doch auf der Ebene in der ersten Halbzeit nach den beiden Gegentoren verständlicherweise ein. Doch alle Karnevalslieder und Kampfesansagen halfen leider nicht mehr die Niederlage zu verhindern, die sich die Mannschaft schon in der ersten Halbzeit selber eingebrockt hatte. Nun müssen langsam Punkte eingefahren werden, damit es zum Ende nicht noch brenzlig wird!
Nachdem man als Gruppe geschlossen den Gästebereich verließ, sah man vor den Bussen schon ein von der Polizei hergeleitetes Szenario, welches von Anfang an hätte vermieden werden können. Vor dieser Auswärtspartie hatte man aufgrund von Berichten anderer Szenen über „Konfliktmanager“ der Polizei und präventiven Maßnahmen seitens der hiesigen Polizei ein bis zu diesem Zeitpunkt besseres Gefühl als bei anderen Auswärtsspielen. Vor Anpfiff trübte dieser Eindruck auch nicht. Die Ordner waren während des Choreoaufbaus sehr ruhig bei ihrer Arbeit und die Polizei bewies ihr Interesse an einem ruhigen Spiel durch einen Brief im Vorfeld des Spiels.
Dieses Gefühl verflog spätestens nach dem Spiel wieder sehr schnell, als teilweise vermummte Polizeibeamte, aufgrund einer kleinen Auseinandersetzung zwischen normalen, einzelnen Fans und einem kleinen Vorfall vor dem Spiel, unter dem Einsatz von Pfefferspray sofort drauf los prügelten und dabei noch nicht mal vor Kölner Ordnern halt machten.
Die Verantwortungslosigkeit der Polizei wurde dabei mit dem Einsatz von Acht „berittenen Einsatzkräften“, welche mit einer unglaublichen Brutalität einfach in die Zuschauermenge reinritten, noch zusätzlich unterstrichen. Die „Konfliktmanager“ der Polizei waren in dieser Situation mehr als hilflos und entschuldigten sich später sogar für das Verhalten ihrer Kollegen! Diese Tatsache spiegelt das Unverständnis der eigenen Polizeikollegen über solch maßlose Aktionen wieder. Jene konnten nur dabei zuschauen, wie die Kollegen ihren Wochenendfrust an ganz normalen Fußballfans ausließen und einen durch diesen fragwürdigen Einsatz stark blutenden, älteren Fan minutenlang auf dem Boden fest hielten. Noch während dem Abtransport durch den Rettungswagen wurde dieser abgefilmt. Hier stellt sich die Frage, ob Fußballfans als Trainingsübung für einen eventuell eintretenden Bürgeraufstand herhalten sollen oder die Behörden ihrer ausübenden Gewalt soviel Spielraum lassen, dass diese machen können, was sie wollen?
Ein Fußballspiel ist unserer Meinung nach ein Spiegelbild des Volkes, welches sich durch die leider nicht zu vermeidende Anwesenheit der Polizei, wenn überhaupt, sicher und in gar keinem Fall bedroht fühlen sollte. So stellte man am Ende des Tages fest, dass es in Hannover auch nicht anders zugeht als in fast jedem deutschen Stadion und ist „voller Hoffnung“, dass die einschlägig bekannten Medien bald wieder den nächsten „Randale“-Artikel aus dem Hut zaubern, die solche fragwürdigen Einsätze der Staatsmacht legitimieren. | |
| Fördermitgliedschaft der Wilden Horde | | Liebe FC-Fans!
Zu den beiden Heimspielen gegen Mönchengladbach und Leverkusen haben wir aufwändige Choreos auf die Beine gestellt. Diese Aktionen kosten nicht nur viel Zeit, sondern müssen auch finanziell gemeistert werden. Dafür haben wir vor den Derbys Spenden gesammelt. Doch es besteht auch die Möglichkeit, regelmäßiger Spender unserer Gruppe zu werden.
Wenn Ihr unsere Choreographien regelmäßig finanziell unterstützen möchtet, bieten wir Euch eine Fördermitgliedschaft bei der Wilden Horde an.
Diese Form der Mitgliedschaft kostet 15 Euro pro Jahr. Jede 15 Euro bringen uns dem Ziel – einer faszinierenden Kurven-Choreographie – wieder ein Stück näher. Fördermitglieder erhalten von uns als Dankeschön ermäßigte Preise auf Busfahrten zu Auswärtsspielen und eine Einladung zur Jahreshauptversammlung. Außerdem kann ein Fördermitglied auserwählte Artikel der Wilden Horde kaufen.
Die Fördermitgliedschaft verpflichtet nicht zur aktiven Teilnahme an Gruppenaktivitäten, sondern ist die Möglichkeit für interessierte FC-Fans, uns finanziell zu unterstützen!
Falls Ihr weitere Fragen habt oder Euch anmelden wollt, schaut einfach am Stand der Wilden Horde hinter dem Block S3 (neben dem Fan-Projekt-Glashaus) vorbei. | |
| Materialien auswärts: Hannover 96! | |  Vom Verein wurde uns mitgeteilt, dass folgende Materialien für das Auswärtsspiel bei Hannover 96 erlaubt sind:
-Zaunfahnen
-Trommeln
-Megafon
-kleine Fähnchen bis 1,5m
AUF ZUM SEHR WICHTIGEN SIEG!!! | |
| 1. FC Köln - VfB Stuttgart 0:3 | |  An diesem Heimspielsamstag empfing man die Schwaben vom VFB Stuttgart. Im Vorfeld dieser Partie präsentierte man ein Info-Spruchband zur Kurve hin, das mit dem Spruch „02.05.: Fußballturnier gegen Rassismus, Für Köln! 13 Uhr Vorwiese“. Wir freuen uns über jeden, der an diesem Tag auf der Stadionvorwiese vorbeischaut! Weitere Informationen hierzu könnt ihr im Schwaadlappe oder hier auf der Seite beziehen.
Anschließend wurde im Unterrang der Südkurve eine nicht geringe Anzahl von Doppelhaltern und Schwenkern präsentiert, bevor es auf dem Platz offensiv zur Sache ging. Während 4000 Stuttgarter sich im Gästebereich von ihrer besten Seite zeigten, hatte die Südkurve heute eher einen schlechten Tag. Zwar konnte das ein oder andere Lied lautstark vorgetragen werden, allerdings lässt sich in diesem Zusammenhang schwer von einer ordentlichen Unterstützung der eigenen Mannschaft sprechen. Als dann die Gäste in der 16. Minute auch noch mit dem 0:1 in Führung gehen konnten, wurde es leider noch leiser im Müngersdorfer Süden. Mit dieser mangelnden Unterstützung der eigenen Fans konnte die FC-Mannschaft bis zum Ende der ersten Halbzeit auch nichts mehr gegen die Überlegenheit der Stuttgarter ausrichten. Im zweiten Durchgang fing sich die Kurve allerdings wieder und versuchte, die Spieler aufzubauen. In der 55. Minute wurde diese Unterstützung durch das 0:2 der Gäste zu Nichte gemacht und brachte die Südkurve nun fast vollends zum schweigen. Alle Versuche der Capi, trotz dieses Rückstandes weiter der Mannschaft den Rücken frei zu halten, blieben vergebens, sodass wiederum Mario Gomez mit seinem dritten Tor an diesem Tag in der 70. Minute zum 0:3-Endstand unserem FC den Todesstoß versetzte. So brach ein Teil der 50.000 Zuschauer ab diesem Zeitpunkt schon den Heimweg an, was für uns allerdings zu diesem Zeitpunkt und in diesem Umfang eine Respektlosigkeit nicht nur gegenüber der Mannschaft, sondern auch gegenüber den FC-Fans darstellt, die zumindest noch bis zum Ende bei ihrer Mannschaft blieben.
So feierte der Gästeanhang an diesem Samstag ausgelassen bis weit nach Schlusspfiff und deklassierte uns im eigenen Stadion. Hoffen wir, dass wir unseren FC in Hannover wieder als eine Fanszene zusammen unterstützen und zum Sieg brüllen werden.
Schwaadlappe Nr. 35 / FC - VFB Stuttgart | |
| BV Borussia Dortmund - 1. FC Köln 3:1 | |  An diesem Ostersamstag fuhr unsere Gruppe mit dem Zug zum Auswärtsspiel nach Dortmund. Im Stadion erreichte man diesmal ziemlich schnell den Gästeblock, da das nachahmenswerte „Dortmunder Konzept“, den Gästefans sämtliche Materialien erst mal zu erlauben, weitgehend hielt, was es versprach. Die 6000 Kölner unter den insgesamt 80.000 Zuschauern konnten sich somit durch den Einsatz von mehreren mittleren Schwenkern, Doppelhaltern und roten sowie weißen Luftballons optisch in Szene setzen.
Unsere Mannschaft ging derweil zum Anfang etwas ruhiger zur Sache, konnte aber in der 10. Minute einen Konter durch Ehret starten, welcher durch Vucicevics Tor zum viel umjubelten 1:0 einen würdigen Abschluss fand. Die mitgereiste Kölsche Anhängerschaft kannte somit kein Halten mehr und unterstützte die Mannschaft unter sommerlichen Temperaturen. Doch die Gastgeber konnten noch in der ersten Halbzeit ausgleichen, sodass die Mannschaften zur Halbzeitpause mit einem 1:1 in die Kabine gingen.
Im zweiten Durchgang wurde von den Boyz zunächst das Spruchband „Lasst das Feuer nie aufhören zu brennen, Kaempft Ultras DO“ präsentiert, um Solidarität mit den Dortmunder Ultragruppen zu symbolisieren, welche momentan mit einer Vielzahl von Stadionverboten belastet sind. Stadionverbotler mit uns! Anschließend sahen die nun leider etwas leiser gewordenen FC-Fans eine defensivere Kölner Mannschaft. In der 49. Minute geriet der FC dann durch einen Aufsetzer mit 1:2 in Rückstand, was die Heimkurve zu einer Feierorgie verleitete. Die Kölsche Anhängerschaft reagierte geschockt, zeigte sich aber weiter kämpferisch. Leider konnte sich dieser Einsatz nicht auf die Mannschaft übertragen. Sie machte immer mehr Fehler und kassierte kurz vor dem Ende sogar noch ein unglückliches Eigentor (81. Spielminute) zum 1:3 Endstand durch Pedro Geromel.
Die Mannschaft wurde vom Gästeblock trotzdem gebührend verabschiedet, steht aber jetzt mehr denn je in der Verantwortung, noch einmal Punkte für den sicheren Klassenerhalt zu sammeln. | |
| Kölsche Tön – Ultrà auf die Ohren #3
| |  Ab sofort steht für euch die neue Sendung unseres Podcast "Kölsche Tön – Ultrà auf die Ohren" zum Download bereit!
Wir wünschen euch Viel Spaß beim zuhöhren!
Bei Anregungen, Fragen oder Kritik könnt ihr euch gerne unter podcast(at)wh96.de melden.
Download: Kölsche Tön - Ultrà auf die Ohren - Ausgabe 3 | |
| Anreise Borussia Dortmund | | Zum Auswärtsspiel am kommenden Samstag beim BVB werden wir mit folgender Zugverbindung anreisen:
11.51 Uhr ab Köln Hbf von Gleis 4 C-E
13.15 Uhr an Dortmund Hbf Gleis 8
Schließt euch alle an, um möglichst geschlossen im Ruhrpott einzufahren!
HERE WE GO! | |
| 1. FC Köln - Bayer 04 Leverkusen 0:2 | |  Auch zum zweiten Derby, zu dem wir erstmals wieder den Schwaadlappe an Heimspieltagen verteilten, wurde eine Choreographie gezeigt, welche schon einige Wochen im Vorfeld geplant wurde. So wurden schon weit vor dem Anpfiff jeweils ein Riesenspruchband im Ober- und Unterrang befestigt und weitere Arbeiten im Stadion vorgenommen, um zum Anpfiff dann die Spruchbänder („Du bist unser Verein und wirst es immer sein“ – „1. Fussballclub Köln“), eine Riesenblockfahne im rot-weiß diagonalen Muster und schwarze Papptafeln zu präsentieren. Als die Blockfahne runter ging, wurden von den FC-Fans auf der Südkurve zusätzlich noch rote und weiße Luftballons in die Choreo mit eingebaut. Unser Dank gilt allen FC-Fans, die an dieser Choreographie beteiligt waren.
Auf dem Platz sahen die 49.800 Zuschauer im nicht ganz ausverkauften Müngersdorfer Stadion hart erspielte Kampfszenen, denen in der ersten Halbzeit allerdings der nötige Abschluss fehlte. Auch auf den Rängen erfuhr das Derby nicht die nötige Brisanz, die es verdient hätte. So gingen von der Südkurve zwar einige Impulse aus, jedoch für ein Derby, wie schon beim letzten Heimspiel gegen Gladbach, noch zu wenig. Die Gästekurve konnte indes nicht ganz gefüllt werden, da der Gastverein von der anderen Rheinseite noch einige Karten wieder zurück schicken musste.
Kurz vor Beginn der zweiten Halbzeit wurde in der Südkurve ein Fahnen- und Konfetti-Meer präsentiert. Die Stimmung lies allerdings immer noch zu wünschen übrig und war definitiv nicht so, wie man sie von einem Derby normalerweise gewohnt ist. Unsere Mannschaft wurde zwar etwas stärker und kam zu einigen Torchancen. Doch in der 66. Minuten wurden alle Kölner Hoffnungen durch den Chemielaboranten Kießling mit dem Treffer zum 0:1 zunichte gemacht. Wenig später erzielte ein Verräter unseres Vereins per Foulelfmeter den traurigen Endstand zum 0:2, womit auch leider das zweite Derby verloren wurde.
Schwaadlappe Nr. 34 / FC - Bayer 04 Leverkusen | |
| Ausstellung der Wilden Horde: Roots and Culture | |  Im Zentrum der Ausstellung werden 30 ausgewählte Fotografien unserer Gruppe stehen, die den Alltag und unser Selbstverständnis darstellen. Neben den Fotos könnt Ihr einige selbstgefertigte Fahnen, Doppelhalter und Kleidungsstücke sehen.
Ein weiterer Fokus wird auf die von der WH selbst gestalteten und finanzierten Choreographien gelegt. Choreographien sind wohl das bekannteste Ausdrucksmittel einer Ultrà-Gruppierung – weniger bekannt ist der damit verbundene ehrenamtliche Aufwand, dessen Hintergründe dort in Form von Fotos, Texten und einem Video erläutert werden sollen.
Fotos // Streetart // Video-Installationen
Freitag 27. März 2009 // 20.00 Uhr
Galerie Wonderland // Bonner Straße 242 // 50968 Köln
Eintritt frei | |
| FC Energie Cottbus - 1. FC Köln 0:2 | |  Schon früh am Morgen rollten unsere beiden Busse Richtung polnische Grenze, um dort unseren 1. FC Köln bei seinem Gastspiel in Cottbus zum Sieg zu brüllen. Einige Kilometer vor der Cottbuser Stadtgrenze wurde man schon über unverständliche und völlig überzogene „polizeiliche Maßnahmen“ informiert, die man in keinem Falle über sich ergehen lassen wollte. So wartete man an einem Rastplatz um dort erstmal die Situation aufzuklären und ohne Repressalien seitens der Staatsmacht zum Stadion fahren zu können.
Etliche geführte Diskussionen später konnte die Fahrt dann doch noch, ohne Datensammelaktionen der Polizei, fortgesetzt werden. Bedanken wollen wir uns in dieser Hinsicht ganz klar bei den FC-Fans, die sich zu diesem Zeitpunkt mit uns solidarisierten: Bajaasch, Kölscher Mythos und Fanprojekt, welches uns zur Hilfe kam und mit ihren vier Bussen scheinbar auch etwas Druck auf die Polizei ausüben konnte, sowie alle anderen FC-Fans, die mit uns auf diesem Rastplatz gewartet haben. Ein ganz besonderer Dank geht hierfür auch an die Boyz Köln, welche an diesem Tag ebenfalls einen großen Beitrag zum Zusammenhalt der Kölner Fanszene beitrugen. Nur zusammen sind wir stark, das habt ihr heute bewiesen – Danke Leute!
Anschließend fuhr man zusammen mit den anderen wartenden Fanbussen zum Stadion, wo sich die mitgereisten FC-Fans schon am überfüllten Gästeeingang knubbelten. Der hiesige Ordnungsdienst hielt es für dringend notwendig, den meisten Kölnern am Eingang in die Schuhe und Handys (!!!) zu gucken. Der Besonnenheit der FC-Fans ist es zu verdanken, dass sich in dieser hitzigen und vom Ordnungsdienst provozierten Situation kein zweites „Leverkusen“ entwickelt hat.
So füllte sich der Gästeblock langsam aber stetig bis zum Anpfiff mit knapp 1300 mitgereisten Kölnern. Diese versuchten mit einer Schalparade und einigen Fahnen zum Einlaufen der Mannschaften unsere Hymne zu singen, wurden aber leider von einer wieder mal viel zu lauten Stadionbeschallung übertönt. Anschließend spielten beide Parteien relativ zögerlich auf das jeweils gegnerische Tor, weswegen die Mannschaften zur Halbzeit mit einem 0:0 in die Kabine gehen mussten. Der Gästeblock machte seine Sache bis dahin gut, während man die Heimkurve so gut wie gar nicht vernehmen konnte. Im zweiten Durchgang wurde dann, nach einem Gruß aus dem Gästebereich an die SV´ler, auf dem Platz offensiver gespielt, was zu einigen Torchancen auf Kölner Seite führen sollte. Milevoje Novakovic konnte schon in der 51. Minute mit einem Abpraller zum 1:0 für den FC treffen, was die Kölschen unter den nur 15.650 Zuschauer verzauberte. Ab diesem Zeitpunkt kannte unser Block kein Halten mehr und supportete auf hohem Niveau, um nur 5 Minuten später erneut auszuflippen, als Novakovic den Foulelfmeter zum 0:2 platziert in die linke Ecke befördern konnte. Einen Grund mehr für die Kölner Anhängerschaft, von nun an eine große Party mit alten sowie neu eingeführten Liedern zu feiern.
Nachdem die Gastgeber keine Akzente mehr setzen konnten, bedankte sich unsere Mannschaft mit einem tänzerisch gut aufgelegten Faryd Mondragon bei den immer noch feiernden FC. Dieser enorm wichtige Sieg war ein großer Schritt zum Klassenerhalt und macht allen FC´lern Mut zum nächsten Heimspiel, weiter Punkte für den Ligaverbleib zu sammeln. Derbysieg!!!
Schwaadlappe Nr. 32 / FC Energie Cottbus - FC
Stellungnahme zu den Vorfällen zum Spiel in Cottbus von BOYZ KÖLN. | |
| Spendensammelaktion: Vielen Dank! | | Auf diesem Wege wollen wir uns bei allen FC-Fans bedanken, die für die Choreografieaktionen der Südkurve bei den Heimspielen gegen den Karlsruher SC und Arminia Bielefeld im Februar Geld gespendet haben. Dabei ist die sensationelle Summe von genau 6532,90 Euro zusammen gekommen! Ein Dankeschön geht auch an den 1.FC Köln für die Kooperation bei der Umsetzung der Sammelaktion.
Im Vergleich dazu möchten wir ebenfalls die Ausgaben der Choreografie für das Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach auflisten, die sich aus den folgenden Kostenpunkten errechnen:
0349,00 Euro Spruchbandfolie
3533,90 Euro Fahnenfolie
1831,00 Euro Fahnenstöcke
0386,00 Euro Klebeband
0379,92 Euro Spruchbandfarbe
0729,21 Euro Sonstiges
Es ergibt sich in der Gesamtsumme ein Betrag von 7191,03 Euro für die Derbyaktion. Die Kosten wurden somit fast komplett von allen FC-Fans gedeckt.
Die Dimension einer solch schlichten Choreographie ist riesig: es wurden ca. 10500 Quadratmeter Fahnenfolie verarbeitet, die Spruchbandfolie war über 620 Quadratmeter groß, es wurden über 7,7 Kilometer Stöcke und über 21 Kilometer Klebeband benötigt.
Wir bedanken uns noch einmal sehr herzlich für die vielen Spenden!!
NUR GEMEINSAM SIND WIR STARK!!
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| 1. FC Köln - Borussia Mönchengladbach 2:4 | |  Schon Wochen vor dem großen Spiel gegen den Rivalen vom Niederrhein steckte unsere Gruppe in den Vorbereitungen. So wurde im Vorfeld eine riesige Choreographie geplant, die vor dem Einlaufen der Mannschaften bis kurz vor Anpfiff auf der Südkurve präsentiert wurde. Wir verteilten im Ober- sowie Unterrang insgesamt 6500 Fahnen, welche in der rot-weißen Farbkonstellation des FC-Trikots aus den 60er-Jahren produziert wurden. Dazu wurde zwischen Ober- und Unterrang ein großes Spruchband mit der Aufschrift „Millionen lieben den FC“ ausgerollt und das dementsprechende Lied zum Einlaufen der Mannschaften eingespielt. Die Choreographie kann als sehr gelungen bezeichnet werden, wofür wir uns bei der ganzen Südkurve für die Unterstützung auf allen Ebenen bedanken möchten!
Doch bevor die Choreo präsentiert wurde, hing zwischen Toreöffnung und Choreostart das Spruchband „Wir trauern um die Opfer und tausende Jahre Stadtgeschichte – Ein schwarzer Tag für Köln“, um auf die vergangenen traurigen Ereignisse innerhalb unserer Stadtgrenzen hinzuweisen.
Nachdem der FC-Kapitän Ümit Özat überraschenderweise seine Karriere am Samstagmittag für beendet erklärt hatte und die Kurve ihm für seine Arbeit beim FC danken konnte (Buyuk Captan!), wurde wie schon eingangs erwähnt eine gebührende Derbychoreographie von der Südkurve bis zum Anpfiff der Partie präsentiert.
Das Spiel wurde jedoch aufgrund einer Schweigeminute, die an die Opfer in Baden-Württemberg UND in Köln erinnern sollte, direkt vom Schiedsrichter wieder abgepfiffen - leider wurde sich im Gästeblock nicht komplett an die Schweigeminute gehalten.
Nachdem es der Gästeanhang ordentlich qualmen ließ (neben einzelner schwarzer Fahnen der einzige optische Akzent im Gästeblock) sahen die 50.000 Zuschauer ein anfänglich hohes Tempo beider Mannschaften auf dem Platz. In der 25. Minute wurde unsere Mannschaft dann leider von ihrem eigenen Tempo überholt, als sich der Gladbacher Marin gegen zwei FC-Spieler durchsetzen konnte und Bradley bedienen konnte, der das 0:1 für die Gäste markierte. So konnte man die 8000 mitgereisten Gladbacher das erste Mal richtig hören, während die Südkurve, die bis dahin eine gute Leistung zeigte, geschockt reagierte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff fing man sich aber wieder und es keimte Hoffnung bei Mannschaft und Kurve auf, die leider in der 44. Spielminute mit dem 0:2-Treffer durch Matmour ganz zunichte gemacht wurde.
Beim Einlauf der Mannschaften zur 2. Halbzeit wurde in der nun leider lethargisch wirkenden Südkurve ein Fahnenmeer aus großen und mittleren Schenkern präsentiert. 10 Minuten später wachte die Kurve wieder auf, als ein Tor durch Novakovic aufgrund einer Abseitssituation nicht gegeben wurde. Jedoch merkte man, dass noch genügend Feuer im Spiel vorhanden war und versuchte nun wieder vermehrt die Mannschaft anzufeuern. Dies sollte in der 64. Minute belohnt werden, als FC-Spieler Brecko den Ball nach Vorarbeit durch Ishiaku zum 1:2 ins Tor hämmern konnte. Doch die emotionsgeladene Freude auf der Südkurve währte nicht lange, da die Gäste nur drei Minuten später auf ein 1:3 erhöhen konnten und damit sämtliche Kölner Hoffnungen zunichte machten. So erlebten die Gästefans erneut einen Höhenflug, der in der 82. Minute nach einem erneuten Anschlusstreffer durch Brecko zum 2:3 nochmals gestoppt wurde. Der verwandelte Foulelfmeter zum 2:4 kurz vor Schluss ließ jedoch keine erneute Hoffnung auf Kölner Seite mehr zu.
Alles in allem war es auf allen Ebenen von Anfang an ein sehr emotionsgeladenes Derby, welches diesmal zum Leidwesen aller Kölner, leider kein gutes Ende hatte. Hoffen wir, dass die Mannschaft nicht nur in Cottbus, sondern insbesondere im zweiten „Derby“ gegen Leverkusen einiges wieder wettmachen kann!
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| Aufruf zur Spende für die Geschädigten des Stadtarchiveinsturzes | | Liebe FC-Fans!
Am vorvergangenen Dienstag, den 03.03.2009, hat sich in der Kölner Südstadt eine menschliche und kulturelle Tragödie ereignet. Das Kölner Stadtarchiv und angrenzende Häuser sind nach bislang ungeklärten Vorfällen unter der Erdoberfläche eingestürzt. Unter den Trümmern wurde bisher ein Vermisster tot gefunden, ein weiterer wird weiterhin gesucht. Der kulturelle Schaden, der sich ereignet hat, ist bisher noch nicht abzuschätzen.
Da weitere angrenzende Häuser auf der Severinstraße einsturzgefährdet sind oder waren, mussten sie abgerissen werden.
Viele Bewohner der Severinstraße wurden so in der vergangenen Woche obdachlos.
Für diese Menschen wurde ein Spendenkonto seitens der Stadt eingerichtet.
Wir möchten hiermit alle FC-Fans dazu aufrufen, für die Geschädigten des Unglücks zu spenden.
Die Kontodaten lauten:
Stichwort „Severin"
Konto: 190 319 0419
Bankleitzahl: 370 501 98
Sparkasse KölnBonn
Vielen Dank!
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| FC Schalke 04 - 1. FC Köln 1:0 | |  Bevor der Countdown zum Derby runter gezählt werden kann, stand am Freitagabend erst noch der „West-Klassiker“ in Schalke an. Zu diesem fuhr unsere Gruppe, wie der Großteil der insgesamt rund 6000 Kölner, mit dem Zug in den Ruhrpott. Dort wurde man mal wieder von einer Polizei-Übermacht empfangen, die einen mehr oder weniger freundlich in die bereitgestellten Busse verwies, welche uns zum Gästeblock bringen sollten.
Nachdem dort alle Materialien problemlos den Eingang passiert hatten, verlief unser Intro mit mehreren kleinen und mittleren Fahnen zur vollsten Zufriedenheit, während die Heimkurve keinerlei optische Reize setzte. Anschließend sahen die 61.000 Zuschauer zwei lethargisch spielende Mannschaften, die sich mit Torchancen zunächst zurück hielten. Die erste und einzige Torchance der Gastgeber wurde in der 28. Minute leider direkt genutzt, als der frei stehende Schalker Jermaine Jones den Ball in die linke Ecke zum 0:1 befördern konnte. So durfte man auch endlich das erste Mal die Heimkurve akustisch vernehmen, die ansonsten an diesem Tag nicht sehr viel zu bieten hatte. Der Gästebereich hingegen zeigte bis dahin Zusammenhalt und unterstützte die Mannschaft auch nach dem Gegentreffer weiterhin lautstark. Nach dem Seitenwechsel wurde unsere Mannschaft somit mutiger und verzeichnete immer mehr Torchancen, die jedoch leider alle ungenutzt blieben und dadurch leider die erste Niederlage im Jahre 2009 verbuchen musste.
Positiv bleibt hierbei jedoch zu erwähnen, dass sich die mitgereisten FC-Fans dadurch nicht entmutigen ließen und, mit Ausnahme einer kleinen Verschnaufpause Mitte der zweiten Halbzeit, bis zum Abpfiff der Partie ihre Mannschaft lautstark und kreativ unterstützten. Den verbesserten Zusammenhalt, der hier gezeigt wurde, wünschen wir uns noch mal doppelt so stark zum nächsten Heimspiel, damit wir unsere Mannschaft alle zusammen zum Derbysieg brüllen können.
Come on FC – auf zum Derbysieg!!!
Schwaadlappe Nr. 31 / FC Schalke 04 - FC | |
| Kölsche Tön – Ultrà auf die Ohren #2
| |  Ab sofort steht für euch die neue Sendung unseres Podcast "Kölsche Tön – Ultrà auf die Ohren" zum Download bereit!
Neben einen Interview mit unseren Vorsängern, blicken wir zurück auf die beiden vergangenen Spiele in Frankfurt und gegen den KSC.
Wir wünschen euch Viel Spaß beim zuhöhren!
Bei Anregungen, Fragen oder Kritik könnt ihr euch gerne unter podcast(at)wh96.de melden.
Download: Kölsche Tön - Ultrà auf die Ohren - Ausgabe 2 | |
| Anreise FC Schalke 04 | | Zum Auswärtsspiel gegen Schalke 04 werden wir mit folgender Zugverbindung anreisen:
16.51h ab Köln Hbf von Gleis 4
17.51h an Essen Hbf
18.07h ab Essen Hbf von Gleis 21
18.18h an Gelsenkirchen Hbf
Auf zum nächsten Auswärtssieg!!! | |
| 1. FC Köln - Arminia Bielefeld 1:1 | |  47.500 Zuschauer sahen am vergangenen Freitag eine zunächst offensive FC-Mannschaft, die in den Anfangsminuten die Gäste dauerhaft unter Druck setzte. Doch vorerst präsentierte die Südkurve mehrere große und mittlere Schwenker sowie Doppelhalter, die am heutigen Heimspieltag unter dem Motto „Rot und Weiß“ eingesetzt wurden.
Die anschließende Unterstützung der Mannschaft war zumindest in der ersten Halbzeit recht passabel und auch die Mannschaft schien dadurch beflügelt. In der 15. Spielminute war es dann Petit, der mit einem Kopfballtor zum 1:0 unseren 1. FC Köln in Führung und die Kurve zum jubeln brachte. Doch in der 43. Minute brachte ein misslungener Pass von Brecko auf Geromel die Wende ins Spiel ein, so dass die Gäste zum 1:1-Halbzeitstand rankamen. In der Pause wurde lediglich das „Für den Erhalt der Fankultur“-Transparent präsentiert, bevor es auf dem Platz, leider ohne den verletzten Novakovic, wieder weiter gehen sollte. Alle FC-Chancen konnten allerdings im sehr schlecht gespielten zweiten Durchgang nicht genutzt werden, so dass es am Ende bei einem Remis bleiben sollte. Die 1000 mitgereisten Bielefelder konnten sich während des Spiels mehr oder weniger gar nicht in Szene setzen, wobei die Südkurve in der zweiten Halbzeit auch keine große Leistung mehr zeigte. Erschwerend kam hinzu, dass die Mikrofonanlage ab der 70. Minute ihren Geist aufgab, die Capi so mit dem Megaphon weiter machen mussten und die Stimmung dadurch auch noch mal gebrochen wurde.
Nun kommen die Derbys, zu denen sich die Südkurve endlich wieder lautstark zeigen MUSS! | |
| FC Bayern München - 1. FC Köln 1:2 | |  Kölle Alaaf! An diesem Karnevalssamstag fuhr unsere Gruppe zusammen mit einer verkleideten Delegation aus Paris, schon früh aus unserer närrischen Stadt in die „Fastelovendsperipherie“ München, um dort mit 8000 verkleideten Jecken Karneval zu feiern. Nachdem man nach gefahrenen 200 Metern jedoch schon eine Buspanne verzeichnen und zwei Stunden auf die Ersatzbusse warten musste, verzögerte sich die Ankunft. Dennoch schaffte man es noch rechtzeitig, mit allen Materialien ins Stadion zu gehen. Bis auf eine lächerliche Ausnahme bekam man alle Sachen ohne Probleme in den Gästebereich, wo man nach einigen gesungenen Karnevalsliedern viele Fahnen und Doppelhalter zum Anpfiff präsentierte. Ebenso wurden die Spruchbänder „Von München bis Erfurt – Gegen jede Sippenhaft“ sowie „Freiheit für Ultras!“ entrollt, um auf die unzumutbaren Zustände in Erfurt aufmerksam zu machen.
Anschließend konnte die Gästekurve endlich Karneval feiern und zeigte sich mal wieder geschlossen und lautstark. In der 22. Spielminute kannten die Kölschen Jecken kein Halten mehr, als Fabrice Ehret unseren FC nach Vorarbeit von Novakovic und Vucicevic völlig überraschend in Führung bringen konnte. In der 34. Minute rasteten dann die mitgereisten Kölner völlig aus, als Daniel Brosinski in seinem ersten Bundesligaspiel auf ein 2:0 erhöhen und damit einen gelungenen Einstand verzeichnen konnte.
In der Halbzeitpause wurde man darüber informiert, dass die Herren in Grün keinen karnevalistischen Frohsinn verstanden und uns das Megaphon abnehmen wollten, was jedoch nicht mehr geschah und es somit in München auch nach langer Zeit endlich mal wieder ruhig blieb. Im zweiten Durchgang zeigte sich die Kurve nicht mehr so lautstark wie in den ersten 45 gespielten Minuten, was unsere Mannschaft aber nicht daran hinderte, gegen die Angriffe des Gastgebers weiter zu steuern. Die Heimkurve konnte man während des Spiels dabei das ein oder andere Mal akustisch, aber auch optisch vernehmen. Mit den Transparenten „Gestern wir, heute ihr – Gegen Kollektivstrafen – Auch in Erfurt“, „USK – Ohne Nummer randaliert sichs besser“ und „USK – Einfach sofort abschaffen“ widmete sich die Bayern-Kurve zum Teil dem gleichen Thema wie schon wir vor Anpfiff, was zu Applaus im Gästebereich führte. Auf dem Platz wurde der Gastgeber derweil immer offensiver und schaffte in der 84. Minute den Anschlusstreffer zum 1:2. Aber auch dieser Treffer durch Daniel van Buyten konnte am mehr als verdienten Auswärtssieg unserer Mannschaft nichts ändern.
Nach diesem überraschenden und überragenden Sieg in der bayerischen Landeshauptstadt wurde die Mannschaft natürlich lautstark gefeiert. Zur gleichen Zeit machte sich die Sektion Stadionverbot nach dem leidsamen Entfernen zahlreicher Pro Köln Aufkleber (hier gilt es Augen offen zu halten!) wieder zu unseren Bussen auf, wo man die Jungs nach ereignislosem Verlassen des Gästeblocks wieder begrüßen durfte. Wenig später fuhr man so wieder Richtung Domstadt, in der das karnevalistische Treiben nach diesem tollen Sieg unserer Mannschaft weiter gehen sollte.
Schwaadlappe Nr. 30 / FC Bayern München - FC
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| 1. FC Köln - Karlsruher SC 0:0 | |  Zum heutigen Heimspiel gegen den Karlsruher SC fanden sich insgesamt 48.000 Zuschauer im Müngersdorfer Stadion ein. Diese spendeten vor Spielanpfiff nach Betreten des Stadions an den Eingängen ordentlich Geld für die geplanten Kurvenaktionen zu den anstehenden Derbys, wofür wir uns sehr herzlich bedanken möchten!!
Vor Spielanpfiff zierten eine ordentliche Anzahl von Schwenkfahnen und Doppelhaltern unsere Kurve, während im Gästebereich ebenfalls Schwenkfahnen in die Höhe gingen.
Der FC kam währenddessen mit unveränderter Startelf von dem Frankfurt-Spiel auf das Spielfeld. Bis zu der Halbzeitpause kamen beide Mannschaften zu einigen Chancen, welche aber auf beiden Seiten nicht verwertet werden konnten. Folglich hieß es zur Halbzeit 0:0.
Kurz vor Wiederanpfiff startete unsere Gruppe nach dem Entrollen des „Für den Erhalt der Fankultur“-Banners eine Gemeinschaftsaktion mit unseren Freunden aus Paris, den Supras Auteuil: Es wurde ein Spruchband mit der Aufschrift „2 Vereine, 2 Städte, 1 Brüderschaft: WH 96 & SA 91“ zusammen mit einigen Freundschafts-Fahnen und den neuen Freundschafts-Schals im unseren Bereich der Südkurve präsentiert.
Anschließend spielten beide Mannschaften offensiver als im ersten Durchgang, wurden aber auf beiden Seiten immer wieder vom Torwart gestoppt. Beste Spieler im FC-Trikot waren an diesem Spieltag Pedro Geromel und Faryd Mondragon, die aber ebenso wenig daran ausrichten konnten, dass beide Parteien an diesem Samstag lediglich mit einem Punkt das Spielfeld verließen.
Die Gästefans konnte man insbesondere in der zweiten Halbzeit das ein oder andere Mal vernehmen, während die Südkurve zum Anfang der ersten und einige Momente der zweiten Halbzeit zu hören war. Insgesamt kann man aber weiterhin sagen, dass das Potenzial auf der Kurve noch lange nicht an seine Grenzen gestoßen ist und noch viel mehr getan werden muss, damit die Südkurve endlich wieder lauter wird. | |
| Spendensammelaktion für Choreografien | |  Im vergangenen Jahr gab es – unter anderem aufgrund von Spenden – beim Derby gegen Mönchengladbach die wohl beste Choreo-Aktion zu bewundern, die unsere Südkurve 1. FC Köln bisher organisiert hat. WHir planen nun, innerhalb von drei Wochen bei den beiden Derbies gegen unsere Erzfeinde zwei weitere Choreografien auszuführen und die Südkurve erneut zu verzaubern. Diese Spiele könnten eminent wichtig für einen gesicherten Klassenerhalt werden. Als gemeinsame Kurve und mit allen Fans zusammen möchten wir dies realisieren. Es sind nicht nur die Choreos der WH, sondern es sind die Choreos unserer Kurve – von uns allen!
Wie vielen schon bekannt ist, sind Aktionen diesen Ausmaßes neben der vielen Zeit, die für die Erstellung investiert wird, ebenfalls sehr kostenintensiv. Als Ultrà-Gruppe legen wir Wert darauf, dass wir uns selbst refinanzieren und nicht käuflich sind. Spenden aus der Kurve und von allen FC-Fans im Stadion nehmen wir jedoch dankend entgegen. Aus diesem Grund werden wir bei den beiden kommenden Heimspielen gegen den Karlsruher SC und die DSC Arminia Bielefeld Spenden sammeln, die komplett in die Derbyaktionen investiert werden. FC-Fans, die gerne ihren Teil zu einer optisch glanzvollen Kurve beitragen möchten, finden unsere Spendensammler direkt an den Eingängen, nachdem sie die Stadiontore passiert haben. Die Sammler werden durch Banner mit der Aufschrift „Spenden für die Derbies“ zusätzlich auf sich aufmerksam machen.
Neben der Tatsache, dass sich die Kurve durch solche Aktionen eigenständig finanziert und unabhängig agieren kann, ist uns ebenso Transparenz bei der Durchführung der Spendenaktion wichtig. Deshalb wird das gespendete Geld – wie schon häufig geschehen – extern durch den Fanclub „Cologne Power East Belgium“ gezählt, um Euch so zu versichern, dass Eure Spenden zu 100% in die Südkurve zurückfließen.
Wer gerne einen Beitrag zu den Aktionen leisten möchte und im Stadion nicht die Möglichkeit dazu hat oder sich über die Aktion im Allgemeinen informieren möchte, kann sich gerne an info(at)wh96.de wenden. Vielen Dank im Voraus an alle Spender!
Wir sind die Nr.1 im Rheinland – das wollen wir mit diesen Choreos untermauern!
EINE KURVE, EIN ZIEL – SÜDKURVE 1.FC KÖLN"
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| Fanzine „Mentalita Kölsch“ Nr. 13 | |  Am 14. Februar 2009 erscheint die dreizehnte Ausgabe des Fanzines „Mentalita Kölsch“ der Wilden Horde 1996!
Auf 132 Seiten erwarten Euch zunächst Spielberichte zu sämtlichen Pflichtspielen des 1. FC Köln aus der Hinrunde 08 / 09. In der Rubrik „Unsere Sicht“ versuchen wir zudem, die Ereignisse der vergangenen Monate etwas ausführlicher aufzuarbeiten, und schließlich finden auch einige Partien der FC-Amateure Erwähnung.
Das Titelthema der aktuellen Ausgabe „Von Wundern, die keine sind – oder: Vom Wandel der Vereinspolitik“ beschäftigt sich mit aktuellen Fragen der Vereinspolitik im deutschen Fußball. So haben wir uns beispielsweise gefragt: Wie stehen wir eigentlich zu Themen wie der 50+1-Regel oder der Rolle der Medien? Und vor allem: Wie steht unser Verein dazu?
Auch darüber hinaus ist das Heft mit vielen Rubriken gefüllt:
• Horde Karitativ
• Fanclub-Vorstellung „Kölsche Mythos“
• Historischer Spielbericht FC – Wolfsburg 1995
• „Pro Fans“: Rückblick auf die letzten Monate
• „Roots & Culture“: Tattoos, Street Art, Buchbesprechung
• Verschiedene Spielberichte aus Paris
• Interview mit den „Authentiks Paris“
Weitere Texte und Informationen über unsere Gruppe und Kurve runden die dreizehnte Ausgabe unseres Fanzines ab.
Die Ausgabe ist zum Preis von 3,00 Euro auf folgenden Wegen käuflich zu erwerben:
• vor den Heimspielen bei unseren Handverkäufern im Umfeld des Müngersdorfer Stadions
• nach den Heimspielen in unserem Raum im Albert-Richter-Radstadion
• per E-Mail-Bestellung fanzine(at)wh96.de
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| SG Eintracht Frankfurt - 1. FC Köln 2:2 | |  An einem Samstag fuhr unsere Gruppe zusammen mit einigen anderen Szenegruppierungen per Regionalbahnen nach Frankfurt. Dort wurde man, wie so oft, von der hiesigen Staatsmacht und ein paar Frankfurtern begrüßt. Etwas Aufregendes zu berichten gibt es darüber allerdings nicht. So ging der Kölner Haufen ohne Zwischenereignisse durch den Frankfurter Stadtwald zum Stadion, wo wir auch ohne Probleme mit allen Materialien, die wir dabei hatten, durch die Kontrollen kamen. Am Gästeblock selbst wurde man traditionell von einem anfangs motivierten Ordnungsdienst empfangen, welcher am Ende doch schlauer war und den Mob schließlich einfach passieren lies.
Die Schweigeminute nach Einlauf der Mannschaften für den verstorbenen Frankfurter Spieler wurde vom Großteil des Gästebereiches nach Ansage der Capi beachtet - eine Geste, die für uns eine Selbstverständlichkeit darstellt. Im direkten Anschluss präsentierte man die mitgebrachten und neu erstellten Materialien in Form von Doppelhaltern, kleinen und mittleren Schwenkern, während die Heimkurve eine Choreographie für ihren verstorbenen ehemaligen Spieler zeigte. Die 5.000 Kölner unter den insgesamt 51.000 Zuschauern drehten zumindest anfangs der ersten Halbzeit, auch mit neuem Liedgut, lautstark auf, ließen aber immer mehr nach, während unsere Mannschaft sich ebenso mehr und mehr in die Defensive drängen ließ. Logische Folge der sportlich schlechten ersten Halbzeit war der 0:1-Halbzeitstand durch den Frankfurter Russ, der in der 33. Minute den Ball ungehindert ins Tor köpfte. Der Gästeblock wurde – auch, wenn das kein Grund sein darf - durch eine der bislang schlechtesten 45 gespielten Minuten unserer Mannschaft in der laufenden Saison stetig leise. Die Heimkurve schwieg indes, da ein Fan beim Abbauen der Choreographie leider verletzt wurde. Erst in der Halbzeit war der Fan wieder ansprechbar, sodass ab dem zweiten Durchgang wieder beide Kurven zeigen konnten, was sie zu bieten haben.
Nach der Pause kam unsere Mannschaft etwas besser ins Spiel und zeigte sich von ihrer offensiveren Seite, so das die Kölsche Anhängerschaft in der 57. Minute wieder jubeln durfte, als der schön geschossene Anschlusstreffer durch Novakovic den FC-Fans das 1:1 bescherte. Die Freude war leider nicht von langer Dauer, da die Gastgeber nach nur fünf weiteren gespielten Minuten das 2:1 nach einer unglücklichen Aktion unseres Torwarts markieren konnten und die Heimkurve somit zum ersten Mal an diesem Tag in ihrer alten Form auflief. Der weitere Spielverlauf gestaltete sich immer hektischer und führte auch eine Rote Karte für den Frankfurter Chris in der 73. Spielminute mit sich. Der darauf folgende und zusätzlich erteilte Elfmeter wurde vom besten Spieler auf dem Platz, Milovoje Novakovic, zielsicher zum 2:2 Endstand verwandelt. Der Gästeblock war wieder voll präsent. Die völlige Extase wurde dem Kölner Anhang allerdings verwehrt, da Mannaseh Ishiaku eine 100%ige Chance zum 2:3-Führungstreffer ausließ.
Nach Schlusspfiff konnte man, zugegebenermaßen, wieder mal mit dem Endstand auf dem Platz mehr zufriedener sein als mit der Stimmung im Gästebereich. Ohne weitere Vorkommnisse marschierte man mit diesem Fazit wieder Richtung Bahnhof, um mit dem Sonderzug und einem weiteren wichtigen Punkt für den Klassenerhalt im Gepäck wieder Richtung Köln zu fahren.
Schwaadlappe Nr. 29 / Eintracht Frankfurt - FC | |
| Kölsche Tön – Ultrà auf die Ohren | | 
Pünktlich zum Rückrundenstart erscheint der Podcast „Kölsche Tön - Ultrá auf die Ohren“ unserer Jungen Horde. An dieser Stelle sparen wir uns viele Worte, da das Projekt für sich selber spricht. Ab jetzt werden hier auf unserer Seite in regelmäßigen Abständen neue Sendungen erscheinen.
Wir wünschen euch viel Spaß beim zuhören! Die erste Ausgabe erhaltet ihr unter diesem Link.
Bei Anregungen, Fragen oder Kritik könnt ihr euch gerne unter podcast(at)wh96.de melden | |
| 1. FC Köln - VfL Wolfsburg 1:1 | |  Zum Rückrundenauftakt gegen den VFL Wolfsburg durfte man endlich wieder einige Mitglieder unserer Gruppe und der gesamten Fanszene im Stadion begrüßen, welche ein Jahr lang unberechtigt dazu gezwungen waren, die Heimspiele unseres FC vor dem Fernsehen zu verfolgen. Aus diesem Anlass hing schon kurz nach Toreöffnung das Spruchband „Endlich seid ihr 43 Jungs wieder hier, in Müngersdorf, eurem Revier!! Willkommen zurück!“ Trotzdem gibt es immer noch genügend FC-Fans, denen es verwehrt bleibt das Stadion betreten zu dürfen. Stadionverbotler mit uns!!!
Vor dem Spiel warben wir für zwei neuen Medien, die wir ab jetzt zur Verfügung stellen: die Junge Horde produziert von nun an regelmäßig einen Podcast mit dem Namen „Kölsche Tön – Ultrà auf die Ohren“. Außerdem bieten wir einen Schwaadlappe-Newsletter per Mail an. Nähere Infos dazu findet ihr in der Information in unseren News auf der Homepage! Ziel ist, dass die Kurve über verschiedene Wege wichtige Infos rund um die Gruppe und die Szene bekommt.
Zum Intro des ersten Spiels in der Rückrunde schmückten große und mittlere Schwenkfahnen, sowie einige Doppelhalter den Unterrang der Südkurve. Auf dem Platz sahen die 49.000 Zuschauer anschließend eine offensiv spielende FC-Mannschaft, die einige Chancen, darunter ein nicht gegebenes Tor aufgrund einer Abseitssituation, verbuchen konnte. In der 34. Minute schließlich schoss uns der aus Wolfsburg ausgeliehene Rumäne Sergiu Radu, nach Vorarbeit durch Pezzoni, mit einem 1:0 in die Halbzeit. Die Südkurve passte sich indes dem Spielverlauf an und war lediglich nach dem Führungstreffer lautstark präsent, verbesserte sich aber in der zweiten Halbzeit. Ca. 1000 Gästefans konnte man währenddessen so gut wie gar nicht vernehmen. In der Pause wurde das Spruchband „Doch immer noch keine Ende in Sicht, 4 neue hat´s erwischt“ der Boyz Köln entrollt um auf vier neu erteilte Stadionverbote aufmerksam zu machen.
Nach der Pause ging unsere Mannschaft vermehrt in die Defensive, so dass die Gäste zu einigen Chancen kamen. Die Wolfsburger drängten zum Spielende hin immer mehr auf den Ausgleich, sodass in der 73. Minute kam, was kommen musste: Der Wolfsburger Grafite konnte den Ball mit einem flachen Schuss zum 1:1 ins Tor befördern, womit sich dann auch beide Mannschaften am Ende zufrieden gaben.
Nach Abpfiff begaben wir uns geschlossen aus dem Stadion um die verbliebenen Stadionverbotler zu begrüßen und zusammen zu unseren Räumlichkeiten zu gehen. Dort hatte die Sektion Stadionverbot noch eine Überraschung für die Gruppe geplant, wofür wir uns noch einmal herzlich bedanken möchten! Repression macht uns nur noch stärker!!!
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| Anmeldung für den Schwaadlappe-Verteiler | | Hallo FC-Fans,
seit dem Auswärtsspiel in Berlin erhaltet Ihr den Schwaadlappe nicht mehr nur vor Ort oder habt die Möglichkeit ihn herunterzuladen, sondern könnt ihn auch als Newsletter abonnieren. Bisher bestand die Möglichkeit sich für diesen Newsletter einzutragen lediglich über ein Formular auf unserer Homepage. Vor den kommenden Heimspielen werden an unserem Stand Listen ausliegen, auf denen Ihr Eure Email-Adresse einfach eintragen könnt. Ab dem nächsten Auswärtsspiel in Frankfurt, schicken wir Euch den Schwaadlappe dann per Mail zu.
Ihr habt natürlich weiterhin die Möglichkeit, den Flyer auch auswärts in Papierform zu erhalten und zu lesen. Bei Heimspielen ist eine Verteilung leider nicht mehr möglich, da wir frei unsere Meinung äußern und uns dabei keiner Zensur unterwerfen wollen. | |
| Vortrag und Diskussion: Rechter Lifestyle im Fußball | | Vom Umgang mit Thor Steinar und anderen
Marken der extremen Rechten
Rechter Lifestyle ist ein eigener Markt geworden. Geschäftsleute aus der extremen Rechten haben weit über 100 Modemarken beim Deutschen Patent- und Markenamt angemeldet, kleiden damit die Szene von Kopf bis Fuß ein. Ihre Zielgruppe sind seit Jahren auch Fußballfans. Die Kleidungsmarken transportieren zum Teil offene politische Botschaften und eindeutige Symbole. Häufig sind sie jedoch codiert oder sie verzichten ganz auf politische Anspielungen und dienen ausschließlich kommerziellen Interessen. Besonders im Blickfeld stehen die Produktlinien der Marke Thor Steinar, die ihren Machern jährlich Millionenumsätze einbringen und das Paradebeispiel sind, wie sich der rechte Chic heute in Mainstream und Popkultur eingerichtet hat. Auch wenn Köln keine Hochburg neonazistischer Gewalt ist, tauchen Marken wie Thor Steinar und andere im Stadion ebenfalls auf. Der Vortrag von Michael Weiss vom apabiz (antifaschistisches pressearchiv und bildungszentrum berlin e.v.) gibt einen Überblick über rechte und neonazistische Modemarken, die Fußballfans bedienen und erklärt die Codierungen, mit denen rechte Politik in die Stadien getragen wird. Anschließend soll mit unterschiedlichen Akteuren der Fußballszene diskutiert werden, wie Gegenstrategien vor Ort aussehen können.
An der Podiumsdiskussion nehmen teil:
Michael Weiss (apabiz)
Rainer Mendel (Fanbeauftragter 1. FC Köln)
Udo Litjens (Sicherheitsbeauftragter 1. FC Köln)
sowie Vertreter von:
Dachverband der aktiven Fanclubs des 1. FC Köln e.V.
Fan-Projekt 1. FC Köln 1991 e.V.
Wilde Horde
Moderation:
Michael Trippel
28. Januar 2009
19.00 Uhr (bis ca. 21.30 Uhr)
„Treffer“ im
Müngersdorfer Stadion
(Nordkurve)
Wir hoffen auf eine rege Teilnahme und eine lebendige Diskussion!
Den gesamten Flyer als Download gibt es hier | |
| Offener Brief des Dachverbandes der aktiven Fanclubs des 1. FC Köln e.V. an den Stadionverbotsbeauftragten des 1. FC Köln Gmbh & Co. KGaA | | Sehr geehrter Herr Weiser,
Im Zuge der Geschehnisse rund um die Partie 1. FC Köln U23 gegen TSV Bayer Leverkusen II am 17.November 2007 sprachen Sie als damaliger Sicherheitsbeauftragter unseres Vereines zu Beginn des Jahres 2008 auf Empfehlung der szenekundigen Beamten der Kölner Polizei nach unserem Kenntnisstand insgesamt 43 lokale Stadionverbote gegen Anhänger des 1. FC Köln aus.
Der Dachverband der aktiven Fanclubs des 1. FC Köln möchte Sie hiermit darüber unterrichten, dass die eingeleiteten Ermittlungsverfahren wegen „schweren Landsfriedensbruches“, welche diese Maßnahme Ihrerseits damals ermöglichten, inzwischen nach § 170 Abs. 2 StPO vollständig eingestellt wurden. Dies bedeutet, dass die Strafverfolgungsbehörden nach einjährigen Ermittlungen kein strafbares Verhalten der Betroffenen feststellen konnten.
Ein großer Teil dieser ausgesprochenen lokalen Stadionverbote betrifft Mitglieder von Fanclubs unseres Dachverbandes. Wir gehen davon aus, dass Sie, wie es auch bisher Praxis beim 1. FC Köln war, die Stadionverbote nach Freispruch umgehend aufheben werden. Daher beglückwünschen wir die Betroffenen nicht nur zum juristischen Freispruch, sondern freuen uns ganz besonders, sie beim Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg endlich wieder in unseren Reihen im Stadion begrüßen zu dürfen Ein mehr als einjähriger Leidensweg von zu Unrecht verpassten Heimspielen im Müngersdorfer Stadion liegt hinter ihnen – einschließlich des Aufstiegs und der Rückkehr in die erste Bundesliga.
In diesem Zusammenhang begrüßen wir auch die seitens des 1. FC Köln bereits bekundete Bereitschaft, sich mit der aktiven Fanszene im Rahmen von Gesprächen grundsätzlich über die Vergabepraxis von Stadionverboten sowie die dazugehörigen Ausführungsrichtlinien auszutauschen. Das oben erwähnte Urteil bietet einen guten Anlass, diese Gespräche baldmöglichst aufzunehmen.
In der Hoffnung auf konstruktiven Austausch und eine umgehende Aufhebung der zu Unrecht erteilten Stadionverbote verbleiben wir mit freundlichen Grüßen,
Holger Richter
1. Vorsitzender Dachverband der aktiven FC-Fanclubs | |
| VfL Bochum - 1. FC Köln 1:2 | |  Zum Auswärtsspiel beim VfL Bochum fuhr unsere Gruppe zusammen mit anderen Szenegruppierungen im Regionalexpress, der mit einer Stunde Verspätung im Ruhrpott ankam. Dort wurde der Kölner Zug-Mob wie so oft von der hiesigen Staatsmacht bis zum Stadion begleitet, wo man sich aufgrund der Verspätung schnellstmöglichst in den Gästeblock begab.
Mindestens 10000 Kölner machten dort diese letzte Partie der Hinrunde zu einem Heimspiel für unseren FC, was auch ein diesbezügliches Spruchband noch mal klar machen sollte. Fast die gesamten 90 Minuten wurde lautstark gesungen, einen Zustand den wir uns auch für das ein oder andere Heimspiel wünschen würden. Beflügelt durch die FC-Fans fing unsere Mannschaft mit offensivem Fußball an, der schließlich in der 44. Minute seinen Höhepunkt fand: Kevin McKenna köpfte den Ball kurz vor Pausenpfiff zum 1:0-Halbzeitstand ein und verzauberte so die rot-weiße Stadionhälfte. Zum Anfang des zweiten Durchgangs gab es eine der wenigen optischen WH-Aktionen an diesem Tag auf einem Spruchband zu lesen, welches wohl keiner weiterer Erklärung bedarf: „13.12.: Ein Datum sagt mehr als 1000 Worte“. Die danach folgende FC-Hymne war wohl mit die lauteste Version, die in der laufenden Saison gesungen wurde. Leider konnte unsere Mannschaft daraufhin nicht an die Leistung der ersten Halbzeit anknüpfen; ein Gegentor in der 59. Minute zum 1:1 nach einem Eckball war die Folge. In der 83. Minute folgte der nächste Schock in diesem kämpferischen Spiel, als Geromel die gelb-rote Karte sah und den Gastgebern somit neue Hoffnungen machte. Doch der zuvor von den FC-Fans lautstark geforderte und daraufhin eingewechselte FC-Stürmer Manasseh Ishiaku machte diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung und schob den Ball nach brillanter Vorarbeit durch Ehret zum 2:1 Endstand ein. Die FC-Kurve kannte kein Halten mehr und feierte auch noch viele Minuten nach dem Schlusspfiff. Auch die gelb-rote Karte für Novakovic in der 90. Minute, die selbst der Schiedsrichter im Nachhinein als unberechtigt ansah, konnte die Stimmung nicht mehr trüben.
So feierte der Kölner Anhang die erfolgreiche Hinrunde, die Mannschaft, welche noch einmal das Publikum mit Saltos zu begeistern wusste, und sich selbst, bevor man unsere Stadionverbotler zum letzten Mal in diesem Jahr am Gästeblock begrüßen und anschließend wieder vom Bochumer HBF aus den Weg in die Domstadt antreten konnte. Der Klassenerhalt rückt immer näher. Come on FC!
Schwaadlappe Nr. 28 / VfL Bochum - FC | |
| Materialien auswärts: VfL Bochum ! | |  Vom Verein wurde uns mitgeteilt, dass folgende Materialien für das Auswärtsspiel beim VfL Bochum erlaubt sind:
-Trommeln
-Megafon
-kleine Fahnen (bis 1,5m Stocklänge)
-Zaunfahnen
Rucksäcke müssen im Gästebereich abgegeben werden.
GRAS FRESSEN UND SIEGEN!
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| 1. FC Köln - Hamburger SV 1:2 | |  Ein ereignisreiches Wochenende nahm schon am Samstag seinen Lauf als wir das 12-jährige Bestehen der Wilden Horde bis in die Morgenstunden feierten. So konnten wir am Sonntagmorgen in einige verschlafene Augen blicken, als wir uns aufgrund der vielen geplanten Aktionen an diesem Tag schon früh trafen. Zunächst wurden die Sammelstellen für „Horde Karitativ“ von unseren Stadionverbotlern aufgebaut. Dieses Jahr veranstalteten wir an diesem Heimspieltag eine Kleiderspende für das Kölner Arbeitslosenzentrum und der Diakonie Michaelshoven. Eine Aktion die man als vollen Erfolg werten kann, da unser Lager momentan durch die Spenden aus allen Nähten platzt. Wir möchten uns in diesem Zusammenhang bei allen Beteiligten und Helfern dieser Aktion, bei den oben genannten Organisationen und allen FC-Fans die gespendet haben, ganz herzlich bedanken. Ebenso bedanken wir uns bei „Poptown Hamburg“, welche direkt aus Prag kommend, ebenfalls mehrere Säcke voller Klamotten spendeten. Die ganze Aktion wurde, nach Absprache mir dem FC, von unseren Stadionverbotlern durchgeführt. Es lassen sich doch immer Mittel und Wege finden, die für alle Beteiligten zufriedenstellend sind. Danke hierfür an den Verein und das Fanprojekt für die Unterstützung der ganzen Aktion.
Wenig später präsentierte die Südkurve mittlere Schwenker, Doppelhalter und großen Schwenkfahnen, was zusätzlich mit einem Konfettiregen untermalt wurde. Aufgrund des 12-jährigen Bestehens unserer Gruppe kam bei dieser Aktion sehr viel neues Material zum Einsatz. Anschließend sahen die 50.000 Zuschauer im ausverkauften Müngersdorfer Stadion zunächst einen offensiven FC, der aber leider schon in der 15. Minute einbrach und den 0:1-Rückstand verbuchen musste. Eine Viertelstunde später war es wieder ein Kopfballtor vom Hamburger Petric, der das 0:2 markieren konnte und die Südkurve nun vollständig zum schweigen brachte, während die 5.000 Gästeanhänger feierten. Nach dem Seitenwechsel durften die Mitglieder unserer Gruppe zunächst die Geburtstagsglückwünsche der Boyz Köln in Spruchbandform entgegen nehmen (Danke!) und räumten danach zusammen mit den anderen FC-Fans im Unterrang die Kurve auf, indem man die Papierschnitzel vom Intro „recycelte“. So entstand eine spontane und lustige Situation die sich mehrmals wiederholen sollte. Abwechselnde Lieder, „Faketorjubel“ und auch ältere Songs kamen lautstark zum Einsatz und verliehen der Südkurve im Vergleich zu ersten Halbzeit ein ganz anderes Gesicht. So erhoffte man sich doch noch einen Punkt aus diesem Spiel und durfte dann auch in der 83. Minute jubeln, als Novakovic den Ball zum Anschlusstreffer zum 1:2 in die rechte Ecke schoss, was aber nichts mehr an dieser Niederlage ändern konnte.
Nachdem die Materialien zusammengeräumt wurden, startete die letzte Aktion des Wochenendes. Aufgrund der Vorfälle beim Heimspiel gegen Hoffenheim (siehe Spielbericht unten) entschied man sich dazu nach dem Heimspiel gegen Hamburg eine Demonstration zu veranstalten, welche sich gegen Polizeiwillkür und Polizeigewalt richten sollte. „FC-Fans gegen Polizeiwillkür – Weder Freund noch Helfer“ lautete dabei das Motto. Viele Doppelhalter und Fahnen wurden zu diesem Thema präsentiert und die hiesige Staatsmacht staunte wohl nicht schlecht über die Kreativität der sonst so „asozialen Fußballfans“. Auch eine Delegation Hamburger Ultras erschien nach kurzfristiger Absprache am Stadionvorplatz der Südkurve um uns bei unserem Marsch friedlich zu begleiten, wofür wir uns ganz herzlich bei der „Chosen Few Hamburg“ bedanken möchten!!! Ein Dank natürlich auch an alle Kölner Gruppen die diesen Marsch erst möglich gemacht haben, ihr seid die Fanszene Köln!!! Kurz vor unseren Räumlichkeiten wurde die Demonstration nach kurzer Ansprache unserer Capi aufgelöst und die Hamburger mit Dank verabschiedet. Anschließend liessen wir den Abend im Raum mit den noch anwesenden Kölner Gruppen gemütlich ausklingen.
Gemeinsam gegen Polizeiwillkür – Stadionverbotler mit uns!!!! | |
| Hertha BSC Berlin – 1. FC Köln 2:1 | |  Zum den 15. Spieltag eröffnenden Auswärtsspiel fuhr man an diesem Freitag mit zwei Bussen in die Hauptstadt. Dort zeitig eingetroffen machte man sich geschlossen mit einigen Materialien auf den Weg zum Eingang des Olympiastadions. Nach den üblichen Diskussionen bezüglich der Verbote von Materialien ging es folgend weiter zum Eingang des tatsächlichen Gästebereiches. Hier dann, ähnlich wie beim Spiel in Leverkusen, die Ernüchterung: ein völlig planloser und überforderter Ordnungsdienst hielt es für nötig erneut extreme Personenkontrollen bei den Gästefans durchzuführen. Durch diese Maßnahme verzögerte sich der Einlass enorm, weshalb die Kölner Fans von Minute zu Minute unruhiger wurden. In dieser Folge ergaben sich verbale und nonverbale Konfrontationen mit dem Ordnungsdienst und den einschreitenden Beamten. Zwar entspannte sich die Lage deutlich als der Ordnungsdienst das Tor endlich breit öffnete. Was bleibt ist jedoch die Frage nach solch unnötigen Maßnahmen die mittlerweile scheinbar zur Normalität werden sowie dem Ursprung des Auslösers für diese Vorkommnisse.
Trotz allem deckten die aktiven der 2.500 mitgereisten Fans aus der Domstadt den Block ordentlich mit Zaunfahnen, kleinen Fähnchen und Doppelhaltern ein bevor es dann endlich losging: nach gutem Start unserer Mannschaft kam es in der 12. Minute zu der ersten, leider vergebenen, FC-Chance. Wenig später konnten die Berliner dann das Zepter übernehmen und kamen nach mehreren Angriffen in der 24. Minute direkt zum 0:1. Der FC zeigte sich unbeeindruckt und konnte kurz vor dem Pausenpfiff durch einen Kopfball von Novakovic nach schöner Flanke von Ehret zum 1:1 ausgleichen. Der zweite Durchgang begann sehr kämpferisch und es sah so aus als wenn unsere Mannschaft das Feld am heutigen Tage mit mindestens einen Punkt verlassen könnte. Doch in der 86. Minute schockten die Gastgeber die FC-Mannschaft und gingen mit einem Kopfball erneut in Führung. Alle letzten Versuche an diesem Ergebnis noch etwas zu ändern waren nutzlos und so verlor unser 1. FC Köln das vorletzte Auswärtsspiel der Hinrunde mit 1:2. Trotzdem wurde die Mannschaft auch bei diesem verlorenen Spiel gebührend verabschiedet, da man trotz dieser Niederlage über große Strecken den nötigen Kampfgeist und das spielerische Können an den Tag legte.
Die Unterstützung des Gästebereichs für die eigene Mannschaft pendelte sich dabei zwischen ausreichend und schlecht ein, wobei die anwesenden „Umlandfans“ wohl ihren negativen Teil dazu beitrugen. Die Heimkurve konnte dagegen zumindest nach den Toren an Lautstärke überzeugen. Nach dem Spiel verließ man ohne weitere Vorkommnisse den Gästeblock, begrüßte unsere Stadionverbotler und nahm die lange Rückreise nach Köln auf sich.
Schwaadlappe Nr. 27 / Hertha BSC Berlin - FC | |
| Materialien auswärts: Hertha BSC Berlin ! | |  Vom Verein wurde uns mitgeteilt, dass folgende Materialien für das Auswärtsspiel bei Hertha BSC Berlin erlaubt sind:
-Megafon & Trommeln
-Doppelhalter & Schwenkfahnen
-Zaunfahnen
-Fähnchen bis 1,5m
Des Weiteren wird der Kurvenflyer Schwaadlappe wie üblich im Rahmen dieses Auswärtsspiels an alle FC-Fans vor Ort verteilt.
ALLEZ FC!!
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| Infoflyer Schwaadlappe ab sofort als Newsletter erhältlich! | | Seit dem Meisterschaftsspiel in Bielefeld wird der Schwaadlappe nur noch bei den Auswärtsspielen unseres FC verteilt. Die Gründe für dieses Vorgehen liegen in einer Zensur unseres Kurvenflyers durch den Verein bei Heimspielen. Auf die genauen Gründe wollen wir an dieser Stelle allerdings nicht weiter eingehen. Wer sich über den ganzen Sachverhalt informieren möchte, kann dies auf der Homepage mit unserer Stellungnahme vom 3. Oktober 2008 tun.
Durch die Verteilung bei den Auswärtsspielen ist es uns aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mehr möglich die große Masse von FC-Fans zu erreichen. Um diesem Problem entgegen zu wirken haben wir uns nun dazu entschieden den Schwaadlappe zusätzlich zum Download als Newsletter anzubieten. Ihr könnt euch ab sofort auf unserer Homepage für den Newsletter eintragen und bekommt den Schwaadlappe dann immer zu den entsprechenden Spielen in euer Postfach geschickt.
Natürlich werden wir den Flyer auch weiterhin im Rahmen der Spiele vor Ort an die mitgereisten FC-Fans verteilen, jedoch wollen wir mit dieser Maßnahme auch allen Daheimgebliebenen und sonstigen Interessierten die Möglichkeit bieten immer aktuell informiert zu sein.
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| 1. FC Köln - TSG 1899 Hoffenheim 1:3 | |  Schon früh bewegte sich eine größere Anzahl von WH-Mitgliedern zum Heimspiel gegen Hoffenheim ins Stadion, um für unsere diesjährige Aktion „Horde Karitativ“ am 07.12. insgesamt 40.000 Flyer im gesamten Stadion auszulegen. Zusätzlich hierzu wurde das Transparent „07.12.2008 – Horde Karitativ – Gemeinsam Aktiv – Unser letztes Hemd für Köln“ präsentiert. Wir sammeln am 07.12. beim Heimspiel gegen den Hamburger SV Kleiderspenden. Nähere Infos dazu in den gesonderten News. Danach kamen im ausverkauften Müngersdorfer Stadion aufgrund des heutigen Gegners mehrere andere Spruchbänder zum Einsatz: „Jeder kleine I-Dötz weiß: 1899 ungleich 50+1“ und „Tradition seit 1899? Marketing seit 1999“ konnte man mit einem Pfeilhinweis zum Gästeblock in der Nordkurve lesen. Währenddessen wurden in der Südkurve folgende Spruchbänder entrollt: „1 Dorfverein, 8 gesponserte Fans, 99 Prozent Investor – Das nennt ihr Tradition“ sowie „Franz Kremer – Legende für die Ewigkeit. Dietmar Hopp – Investor auf Zeit“. Diese gemeinschaftliche Aktion des Dachverbandes der Kölner Fanclubs bedarf wohl keiner weiteren Erklärung.
Im Unterrang der Südkurve wurde diese Aktion zusätzlich mit einigen Doppelhaltern und mittleren Schwenkfahnen untermalt. Leider fiel die Mikrofonanlage auf der Süd an diesem Tag dem Wetter zum Opfer, so dass unsere beiden Vorsänger alles daran setzten, die Kurve mit zwei Megaphonen einzuheizen, was den beiden für den nachfolgenden Spielverlauf und dem eigentlich uninteressanten Gegner auch relativ gut gelang. Anschließend konnten die 50.000 Zuschauer eine hart umkämpfte Partie mit der größten FC-Chance durch Novakovic in der 26. Minute sehen. Kurze Zeit später folgte leider die Quittung für diese vergebene Möglichkeit mit dem Gegentor zum 0:1 Halbzeitstand für die von SAP gesponserten Gäste. Die zweite Hälfte wurde von harten Zweikämpfen im Schneetreiben dominiert, so dass erst FC-Abwehrspieler McKenna in der 52. Minute mit einer roten Karte und einige Minuten später der Hoffenheimer Gustavo mit einer gelb-roten Karten vom Platz gestellt wurden. Leider bewirkte dies keine Wende im Spiel der Geißböcke, weswegen unsere Mannschaft ab der 67. Minute mit 0:2 zurück lag und die Südkurve damit erst mal schockte. Doch an aufgeben dachten einige der FC-Spieler nicht, was ein Anschlusstreffer in der 78. Minute durch Petit zur Folge hatte und die FC-Fans somit noch mal lautstark hoffen ließ.
Doch alle Anfeuerungsversuche auf der Süd- und auch auf der Nordtribüne waren vergeblich, so dass die Gäste kurz vor Ende den Endstand zum 1:3 markieren konnten. Die Südkurve zeigte sich dabei während des gesamten Spiels sehr aggressiv, aber –nicht zuletzt auch wegen der defekten Mikro-Anlage – eher sangesunfreudig, während man von den 3.000 „EDV-Fachleuten“ eher wenig vernehmen konnte, was allerdings schon traurig genug ist. Nach dem Aufräumen der Kurve bewegten sich unsere und einige befreundete Gruppen wie zu jedem Heimspiel auf den Stadionvorplatz, um einige der kölschen Stadionverbotler zu begrüßen. Dabei wurde folgendes Spruchband für ein WH-Mitglied präsentiert: „Wenn 4 Wochen dir genommen, Freuen WHir uns auf dein Wiederkommen! Halt durch Ben!“. Als man gerade ein zweites Spruchband für ein Mitglied der Boyz Köln, „Gute Besserung Meuti“ (- an dieser Stelle noch mal gute Besserung an Meuti und Norman von den Boyz Köln), entrollen wollte, begab sich auf einmal eine stattliche Anzahl von mehreren Polizeibeamten in unsere Richtung, um unser Vorhaben mit einer Kette zwischen unseren Mitgliedern und den Stadionverbotlern zu stören. Schon alleine in diesem Fall muss man nach dem Sinn dieser Aktion fragen, standen sich doch hier, wie bislang zu jedem Heimspiel in der laufenden Saison, die eigenen Gruppenmitglieder und deren Freunde gegenüber. Auch der aus Fansicht „unattraktive Gegner“ Hoffenheim lässt bei allem Unverständnis zum Dietmar-Hopp-Modell keine Räume für eventuelle Gewalt-Aktionen an den Gästefans zu, da hier einfach das nötige Potential fehlen würde. Man ließ sich davon aber nicht so provozieren, wie es einige der Polizisten wohl gerne gehabt hätten, sondern machte sich nach dem Austausch einiger verbaler „Nettigkeiten“ schließlich zu unseren Räumlichkeiten auf. Dies nahmen die Beamten jedoch zum Anlass, mit Schlagstock und Pfefferspray bewaffnet auf alles und jeden, darunter auch Frauen und Minderjährige, einzuschlagen und unseren bis dahin eigentlich nicht vorhandenen „Gewalt“-Mob in seine Schranken zu weisen.
Dass man sich spätestens ab diesem Zeitpunkt auch von unserer Seite aus nonverbal zur Wehr setzte, liegt in der Natur der Sache und hätte den zuständigen „szenekundigen“ Beamten vor diesem aus unserer Sicht völlig unverständlichen und unverhältnismäßigen Einsatz klar sein müssen. So wurden aufgrund dieses Verhaltens der Staatsmacht auf beiden Seiten Leute verletzt, wobei z.B. ein weibliches WH-Mitglied durch mehrere Tritte und Schläge seitens der Beamten eine Kopfverletzung davon trug. Als ein Mitglied einer anderen kölschen Gruppierung brutal von Polizisten zu Boden geschlagen wurde und diese ihn auch danach weiter mit Schlägen traktierten, versuchten einige Leute dem Einhalt zu gebieten und den Polizisten kenntlich zu machen. Seine Kollegen drängten die Leute jedoch ab, damit ihr prügelnder Kumpel sich schnell aus dem Staub machen konnte. So war es natürlich unmöglich, direkt eine Anzeige zu erstatten. Nun wird wohl das Film- und Fotomaterial auf beiden Seiten ausgewertet. In diesem Zusammenhang stellt sich die grundsätzliche Frage, welche Straftat von den Mitgliedern unserer Gruppe an diesem Tag ausgegangen sein soll, die diesen Polizeieinsatz hätte rechtfertigen können. Legitimieren verbale Attacken nun schon körperliche Angriffe seitens der Polizei? Als man einige „polizeiliche Tritte und Schläge“ später an unserem Raum angekommen war, konnten wir noch weitere Provokationen seitens der Polizei beobachten, wobei man sich auch hier wieder die Frage stellen muss, warum die Polizei bei einem solchen emotionslosen Heimspiel wie gegen Hoffenheim so massiv in Erscheinung tritt. Hätten wir nicht umgehend alle Leute in unsere Räumlichkeiten geschickt, so wäre es vor deren Türen sicher zu einer erneuten Eskalation der Polizeigewalt gekommen. Wie kann es sein, dass szenekundige Beamte sich direkt neben der oben beschriebenen Szenerie aufhalten, ohne einzugreifen?
Wieso wurden die Beamten der Hundertschaft nicht darüber informiert, dass es sich bei diesen Szenen um ein ganz normales Prozedere wie bei jedem Heimspiel handelt? Sind wir mittlerweile schon soweit, dass von Seiten der Polizei Fallen gestellt werden, um Eskalation zu provozieren? Wenn die Fans von sich aus zu Besonnenheit aufrufen und versuchen, alles in gesittete Bahnen zu lenken, dann scheint das der Polizei nicht zu passen. Muss sie dann jedoch selbst als Aggressor auf den Plan treten, um ihr Dasein zu legitimieren? Fragen, die wir nicht beantworten können, die unser Vertrauen in das deutsche Rechtssystem sicherlich nicht verstärkt haben und auf die wir schon beim nächsten Heimspiel reagieren werden. | |
| Panorma-Ansicht der Spruchbänder | | Von den gestrigen Spruchbändern gibt es eine Panorama-Übersicht unter diesem Link!
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| Horde Karitativ - Unser letztes Hemd für Köln
| |  Auch in diesem Jahr möchte die Wilde Horde 1996 im Rahmen der Aktion »Horde Karitativ« bedürftigen Menschen in Köln helfen. Erfuhr unsere Aktion im letzten Jahr nicht den erhofften Zuspruch, möchten wir in diesem Jahr wieder mehr FC-Fans dazu bewegen, sich sozial für unsere geliebte Stadt zu engagieren. Hierzu sind wir eine Kooperation mit dem Kölner Arbeitslosenzentrum e.V. (KALZ) eingegangen. Das KALZ ist eine Beratungsstelle und ein Anlaufzentrum für Arbeitslose, welches neben vielen anderen Angeboten, mit dem LObby-REstaurant „Lore“ (Domstr. 81), Obdachlosen u. Armen täglich ein dreigängiges Menü anbietet. Darüber hinaus betreut das KALZ die Überlebensstation »Gulliver« (Bahnbogen 1 in der Trankgasse am Kölner HBF) welche als konkretes Handeln gegen die Ausgrenzung von Obdachlosen u. Armen in Köln verstanden und als Anlaufstelle bzw. Hygienestation dienen soll. Zu den Angeboten im Gulliver gehört dabei auch eine Kleiderstube, für die wir zum Heimspiel gegen Hamburg am 07.Dezember 2008 eine Sammlung veranstalten.
An diesem Tag werden Sammelstellen errichtet, an denen man die Kleiderspenden abgeben und sich über die eingangs erwähnten Projekte informieren kann. Wir bitten daher alle FC-Fans ihre entbehrlichen Kleidungsstücke am 07. Dezember 2008 mit zum Stadion zu nehmen und sie vor Einlass an einer unserer Sammelstellen abzugeben. Es wäre dabei sehr hilfreich, wenn die mitgebrachten Kleidungsstücke schon im Vorfeld in Plastiksäcken vorsortiert, gewaschen und getrocknet wären. Schaut also einfach alle mal bis zum HSV-Heimspiel in eure Kleiderschränke. Bestimmt findet sich das ein oder andere Kleidungsstück, welches ihr entbehren könnt und womit ihr anderen Menschen zur Weihnachtszeit eine Freude macht. Wir bitten dabei zu beachten dass es sich hierbei nicht um „alte Lumpen“ handeln sollte. Würde man das Kleidungsstück selber tragen, wenn man es bekäme? Das ist die Frage die man sich bei der Auswahl der Kleiderspende selber stellen sollte. Getragene Unterwäsche und „ausgelatschte Schuhe“ sind daher nicht erwünscht, dafür aber umso mehr funktionierende Kleidung, Rucksäcke u. Gürtel sowie neuwertige Unterwäsche.
Die Übergabe und Verwaltung der gesammelten Kleidungsstücke wird gemeinsam mit unserem zweiten Kooperationspartner, der Diakonie Michaelshoven, vorgenommen. Die Diakonie Michaelshoven ist der größte diakonische Träger im Kölner Raum und betreibt u.a. seit Mai 2008 das soziale Projekt „Kaufhaus Kalk“ in der Kalker Hauptstr. 177. Wesentliche Ziele sind dabei neben der Integration von Langzeitarbeitslosen äußerst günstige Einkaufsmöglichkeiten für jeden. Für sozial schwache Mitkölner gibt es hier außerdem die Möglichkeit mit einer „Fair Card“ noch günstiger einkaufen zu können.
Ihr könnt Euch also sicher sein, dass Eure Kleiderspenden in die richtigen, bedürftigen Hände fallen.
Unser letztes Hemd für unsere Stadt
FC-Fans engagieren sich für Obdachlose und Arme Menschen in Köln
Bei Rückfragen stehen wir gerne unter hordekaritativ(at)wh96.de Rede und Antwort.
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| SV Werder Bremen - 1. FC Köln 3:1 | |  Mit zwei Bussen fuhr unsere Gruppe an diesem Sonntag nach Bremen. Auf dem ersten Rastplatz traf man sich mit den Boyz und machte geschlossen ein Gruppenfoto als Kölner Ultraszene. Nach entspannter Anreise traf man zeitig in Bremen ein um vom Gästeparkplatz den Marsch zu unserem Eingang anzutreten. Zu Beginn des Spiels wurden im unteren Bereich der Gästekurve von den aktiven Fanclubs einige Schwenkfahnen und mehrere Doppelhalter geboten. Optisch ein kompaktes und geschlossenes Bild. Die 3.000 mitgereisten Kölner sangen anschließend das ein oder andere Mal kräftig mit und sorgten für eine gute Atmosphäre. Leider sollte dies sich im Verlauf dieses Spiels immer wieder ändern da es auf dem Platz nicht gerade gut um unsere Mannschaft stand:
Nach einem engagierten Start beider Parteien musste der Schiedsrichter wegen einem Foul von Pierre Womé auf Foulelfmeter entscheiden, den die Heimmannschaft schließlich auch zum 0:1 verwandeln konnte. Nach diesem kurzzeitigen Schock erholte sich die FC-Mannschaft wieder, erspielte sich einige Torchancen und hatte den Ausgleich auf dem Fuß. Das auslassen dieser rächte sich dann abermals kurz vor dem Pausenpfiff als die Hausherren durch ein Kopfballtor nach einer Ecke auf 0:2 erhöhten. Trainer Christoph Daum konnte jedoch in der Halbzeitpause die richtigen Worte treffen: im zweiten Durchgang dauerte es keine fünf Minuten bis Milivoje Novakovic den Anschlusstreffer zum 1:2 markieren konnte. Nach weiterer guter Chance durch Petit klingelte es wenig später jedoch wieder im Tor von Keeper Mondragon. Bremens Stürmer Almeida konnte mit einem Sonntagsschuss zum 1:3 treffen.
Dieses Tor bedeutete den Genickbruch für unser Team in diesem Spiel. Trotz Bemühen konnten die Geißböcke keine entscheidenden Akzente mehr setzen. Der alles in allem akustisch und optisch gute Auftritt des Gästeblockes auf den Rängen wurde dadurch getrübt. Trotzdem bedankte die Kurve sich nach dem Spiel für einen kämpferischen Auftritt bei der Mannschaft. Die Heimkurve konnte man zwar einige Male in Bewegung sehen aber kaum hören, was bei solch einem Spiel ungewöhnlich erschien. Nach dem Spiel ging der Ultrahaufen geschlossen zu den Bussen wo man die Stadionverbotler begrüßte und anschließend mit anderen mitgereisten FC-Fans die Abreise antrat.
Schwaadlappe Nr. 26 / SV Werder Bremen - FC | |
| Materialien auswärts: SV Werder Bremen ! | |  Vom Verein wurde uns mitgeteilt, dass folgende Materialien für das Auswärtsspiel beim SV Werder Bremen erlaubt sind:
-Trommeln & Megafone
-kleine Fahnen
-Zaunfahnen
-große Schwenkfahnen
FIGHT CLUB SEIT 1948! | |
| 1. FC Köln – Hannover 96 2:1 | |  Nach einem tollen Auswärtssieg in Stuttgart stand heute das Heimspiel gegen Hannover 96 auf dem Programm. Somit konnte unser Team mit einem Sieg wieder einen bigpoint im Kampf gegen den Abstieg setzen. Zum Einlaufen der Mannschaften wurden daher im Unterrang der Südkurve mehrere große Schwenkfahnen und einige Doppelhalter präsentiert. Schön ist inzwischen, dass viele andere Gruppierungen diesem Beispiel folgen und ebenso Fahnen und Doppelhalter in eigener Produktion herstellen. Diese Tatsache, ebenso wie die Schalparade zur Hymne am Anfang eines jeden Heimspieles, tragen zu einer farbenfrohen und starken Heimkurve bei. Fortlaufend mussten die 47.000 Zuschauer im nicht ganz ausverkauften Müngersdorfer Stadion schon in der 13. Minute den Rückstand zum 0:1 für Hannover hinnehmen, als der Gästeblock nach einem Distanzschuss zur Freude kam.
Dieser war heute mit 2.000 Gästen mittelprächtig gefüllt. Die Norddeutschen waren akustisch das eine oder andere Mal zu vernehmen und auch optisch zeigten beide Gästegruppen ein paar nette Utensilien. Die ersten 10 Minuten war die Südkurve jedoch lautstark, im Gegensatz zum Dortmund-Heimspiel raffte man sich gar nach dem Gegentor auf der Südtribüne wieder auf und schaffte es die Mannschaft zum Ausgleich zu motivieren. So konnte Pedro Geromel in der 42. Minute nach einem Eckball zum 1:1 ausgleichen. Ein Treffer an dem sich unsere Südkurve komplett entlud: dieses Mal hatte man den Eindruck, alle Fans waren gewillt die Mannschaft zum Sieg zu tragen. Auf der Gegenseite führte der Treffer zu Protesten welche sich aber nicht bestätigen sollten.
In der zweiten Hälfte starteten beide Mannschaften mit einem hohen Tempo und kamen jeweils zu ihren Chancen. Die Südkurve unterstützte dabei ihre Mannschaft noch lauter als in der ersten Halbzeit und konnte wenig später die Früchte ihrer Arbeit auf dem Platz ernten als Trainer Christoph Daum mit seiner Einwechslung von Wilfried Sanou ein glückliches Händchen bewies. So brachte der kleine Mann aus Burkina Faso die Heimkurve in der 71. Minute mit einem abgefälschten Schuss ins Tor zum kompletten ausrasten. Führung für Köln! In der 89.Minute erhielt Hannovers Stajner nach einer Tätlichkeit gegen Antar verdient die rote Karte. Danach pfiff der Schiedsrichter die Partie endlich ab. Die Süd stand zu diesem Zeitpunkt mit ihren Feierlichkeiten dieses ganz wichtigen Heimsieges schon längst Kopf und bedankte sich anschließend bei ihrer Mannschaft. Diese Saison bringt bisher massig Spaß, das war in Köln nicht immer so.
Nach dem Spiel begrüßten die Mitglieder unserer Gruppe natürlich auch dieses Mal die Leute denen es leider immer noch verwehrt bleibt ihren Verein IM Stadion unterstützen zu dürfen. Das traditionelle Prozedere wurde dieses Mal von einem Spruchband abgerundet welches sich an ein Mitglied unserer Sektion Stadionverbot richten sollte das momentan gesundheitlich angeschlagen ist: „FELIX: MIT DEINEN FREUNDEN IM RÜCKEN KOMMST DU BALD WIEDER AUF DIE BEINE: GUTE BESSERUNG!“ Auf dem Marsch zu unseren Räumlichkeiten wurde dann nach diesem erneuten sportlichen Erfolg zusammen mit unseren Ausgesperrten mit einigen wenigen Bengalen abgefeiert. „…what you gonna do, what you gonna do when they come for you?…“ | |
| Bilder vom EINS:NULL – Kultur gegen Rassismus | | Mit einiger Verspätung reichen wir nun die Bilder der Aktion "EINS:NULL – Kultur gegen Rassismus" vom 14.09.2008 nach.
Alle Infos rund um die Veranstaltung könnt Ihr im Schwaadlappen vom Spiel gegen Bielefeld nachlesen! | |
| VfB Stuttgart – 1. FC Köln 1:3 | |  Schon früh sollte es an diesem Samstag für unsere beiden Busse zum Auswärtsspiel nach Stuttgart losgehen. Auf dem Hinweg verletzte sich ein Mitglied auf einem Rastplatz, doch konnten zwei nette Kölnerinnen diese Person umgehend ärztlich versorgen und später mit dem PKW mitnehmen. Ein Dank hierfür und gute Besserung an den Verletzten! Am Gästebereich kam man zusammen mit weiteren Bussen der Fanszene leider etwas verspätet an. Man schaffte es aber noch rechtzeitig, alle mitgebrachten Materialien vor Anpfiff in den Block zu bekommen. So fanden einige Schwenkfahnen und Doppelhalter den Weg in die mit 3.500 Kölnern gefüllte Gästekurve, was zum Einlaufen der Mannschaften ein farbenfrohes Bild ergab. Die FC-Fans zeigten sich von Anfang an stimmgewaltig und durften direkt nach drei gespielten Minuten schon jubeln, als FC-Stürmer Novakovic den Ball zum 1:0 abstauben konnte.
Die Stuttgarter reagierten aber keineswegs geschockt und kamen zu einigen Tormöglichkeiten welche allerdings nicht zuletzt durch unseren Torwart Faryd Mondragon zunichte gemacht wurden. So stand es zur Halbzeitpause verdient 1:0 für unseren geliebten 1. FC Köln. Im zweiten Durchgang sahen die 55.000 Zuschauer einen gut mauernden FC der ein Mal mehr in dieser Saison die Offensive eines Europapokalaspiranten verzweifeln liess. So durfte der heute fahnentechnisch stark vertretene Gästeblock in der 61. Minute abermals ausrasten, als wieder Novakovic nach einem Abwehrfehler der Gastgeber den Ball zum 2:0 souverän ins Netz versenken konnte. Der Heimblock zeigte sich zunächst geschockt, keimte danach aber wieder auf: insgesamt muss man von einem starken Auftritt der Cannstatter Kurve sprechen. Und auch die Mannschaft der Gastgeber gab nicht so einfach auf, so dass der Anschlusstreffer zum 1:2 nach einem Eckball nur acht Minuten später erfolgte.
Danach wurde es noch mal spannend: beide Seiten schenkten sich fortan nix mehr und legten eine gute kämpferische Leistung an den Tag. In der Nachspielzeit fiel dann die Entscheidung: FC-Spieler Petit luchste dem Stuttgarter Hilbert den Ball ab und schoss diesen zum 3:1 Endstand ein. Die kölschen Schlachtenbummler verfielen so in einen Dauerjubel und bedankten sich anschließend natürlich bei ihrer Mannschaft für diese tolle Leistung. Selbstverständlich erfuhren unsere Stadionverbotler, die dieses Mal auf dem Spielfeld eines stadionnahen Fußballplatzes auf uns warten sollten auch nach diesem Auswärtsspiel unsere Solidarität. Trotz Stadionverbot - kriegt ihr uns niemals tot!
Schwaadlappe Nr. 25 / VfB Stuttgart - FC | |
| 1. FC Köln – BV Borussia Dortmund 0:1 | |  Mal wieder an einem Wochenspieltag traf unser Verein zuhause auf die Mannschaft von Borussia Dortmund. Zu diesem Anlass zeigten wir und andere aktive Fangruppen im Unterrang der Südkurve einige Schwenkfahnen verschiedener Größen sowie eine kleine wiederholt verwendete Blockfahne. Auf dem Platz sahen die 50.000 Zuschauer im ausverkauften Stadion ein aggressives Flutlichtspiel mit zwei kämpferisch eingestellten Mannschaften. Weniger aggressiv und auch leidenschaftsloser war jedoch der Stimmungspegel in der Südkurve. Während knapp 5.500 Gästeanhänger einen der wohl lautstärksten Auftritte der letzten Jahre in Müngersdorf ablieferten, schwieg unsere Südkurve nach zwanzig guten Minuten.
Hier gilt es in naher Zukunft Lösungsansätze für dieses langjährige Problem zu finden damit unsere Tribüne auch bei vermeintlich durchschnittlichen Spielen eine Einheit bilden kann. Nach torloser und umkämpfter erste Hälfte konnten die Mannschaften im zweiten Durchgang die zunächst erspielten Torchancen ebenso nicht nutzen. Doch in der 65. Minute kam es wie es kommen musste: der Ex-Kölner Kringe schob den Ball zum 0:1 vor unserer Süd ein welche dadurch natürlich total verstummte. In dieser Folge konnte unsere Mannschaft keinerlei offensive Impulse mehr setzen und so ging man aus diesem Spiel leider verdient als Verlierer vom Platz. Auch der Stimmungspunkt ging heute ganz klar an die Gäste aus dem Ruhrpott. War man gegen Schalke noch guter Hoffnung und nach einem Heimsieg gegen Cottbus zufrieden, war dies mitunter die schlechteste Heimleistung der FC-Fans in Sachen Stimmung in der laufenden Saison. Den einzigen Lichtblick für unsere Gruppe an diesem Mittwoch stellte der Marsch mit unseren Stadionverbotlern zurück zum Raum dar.
Vor diesem Marsch hatten WHir aus aktuellem Anlass zu den Ereignissen beim Uefa-Cup Spiel FC Schalke 04 – Paris SG folgendes Spruchband angefertigt und als Gruppe mit unseren Ausgesperrten vor den Toren hochgehalten: „WILL DER „GAST“ AUF SCHALKE REIN, MUSS ER ERSTMAL NACKIG SEIN!“. Dieses Spruchband bezog sich auf die völlig überzogenen Einlasskontrollen am Gästebereich der Arena auf Schalke bei denen angeordnet wurde sich in einem extra bereit gestellten Zelt komplett zu entblößen. Auch Mitglieder unserer Gruppe waren hiervon betroffen da sie unsere Freunde der Supras Auteuil nach Gelsenkirchen begleiteten. | |
| Materialien auswärts: VfB Stuttgart ! | |  Vom Verein wurde uns mitgeteilt, dass folgende Materialien für das Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart erlaubt sind:
-Megafon
-Zaunfahnen
-Trommeln
-Doppelhalter
-Schwenkfahnen
-kleine Fähnchen (bis 1,5m Stocklänge)
Des Weiteren wird der Kurvenflyer Schwaadlappe wie üblich im Rahmen dieses Auswärtsspiels an alle FC-Fans vor Ort verteilt.
KÄMPFT UND SIEGT FÜR UNS!!
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| Bayer Leverkusen – 1. FC Köln 2:0 | |  Zum zweiten Derby dieser Saison hatte sich die Kölner Fanszene an einem Freitagnachmittag schon früh in einer bahnhofsnahen Kneipe versammelt um sich auf das Auswärtsspiel im Kölner Norden auf der anderen Rheinseite vorzubereiten. Von diesem Treffpunkt aus bewegte sich der Mob Richtung Domtreppe um dort ein Gruppenfoto zusammen mit den Stadionverbotlern machen zu können und wenig später in einem völlig überfüllten Zug gen Autobahnkreuz zu fahren. Nach Ankunft ging man geschlossen zum Stadion und musste auf diesem Weg erneut zweifelhaftes Verhalten der Polizei wahrnehmen, wodurch der Mob einige Minuten zum Stillstand kam. Wenig später erreichte man nun den Eingang des Gästebereiches der durch die Masse an Zugfahrern aus Köln sehr stark frequentiert wurde.
Auch ein kurzfristiges Schließen dieses einzigen Einganges des Gästeblocks trug nicht gerade zur Entspannung der Situation bei. Als dieses einzige Tor, welches im übrigen eine Breite von ca. einem Meter aufweisen konnte, später wieder aufgemacht wurde, war es für die noch draußen stehenden FC-Fans schon zu spät: Panik entstand und es entwickelte sich kurzerhand die Eigendynamik, den Gästebereich durch das große Fluchttor zu betreten. Unabhängig der Tatsache das wir uns bewusst sind, dass das Verhalten vereinzelter FC-Fans als durchaus diskussionswürdig erscheint, lag hier ganz klar ein Organisationsfehler seitens des Leverkusener Ordnungsdienstes vor. In dem Tumult brach sich sogar ein Mitarbeiter des mitgebrachten Kölner Ordnungsdienstes ein Bein. Bei solch einem Andrang nur einen so kleinen Eingang zur Verfügung zu stellen ist definitiv eine Farce. Dennoch erreichte man pünktlich den Gästeblock welcher durch die Umbaumaßnahmen kein Dach und somit auch keine Heizstrahler mehr aufweisen konnte.
Leider schaffte man es hier nicht, die Aggressionen welche sich aufgrund der Vorkommnisse außerhalb des Stadions aufbauten im positiven auf das Spielfeld zu übertragen: genauso wie die Heimkurve, die nur nach den beiden Toren laut wurde, hatten wir einen der eher schlechteren Auftritte in Leverkusen erlebt. Aufgrund von Materialverboten konnte man leider auch keine Fahnen und Fanutensilien im Kölner Block ausmachen. Auf dem Spielfeld sahen die knapp 3.500 mitgereisten Kölner wenig später eine zunächst überzeugende FC-Mannschaft die sich vor dem vermeintlichen Favoriten nicht versteckte. Die nötigen Torchancen blieben jedoch aus, weswegen beide Teams mit einem 0:0 in die Halbzeitpause gingen.
Im zweiten Durchgang erlebte man schließlich einen stärkeren Gastgeber der dann auch in der 68. Minute zum 0:1 einschenken konnte. Sechs Minuten vor dem Ende brachte ein Foulelfmeter die Entscheidung zum 0:2 womit man nach drei gewonnen Spielen leider wieder eine Niederlage, ausgerechnet gegen diesen Rivalen, einstecken musste. Dennoch war die Niederlage von anderer Qualität als in den Vorjahren. Die Mannschaft hat sich auch nach dem Rückstand nicht versteckt und war phasenweise ebenwürdig. Nun gilt es beim kommenden Heimspiel wieder zuzuschlagen…
Schwaadlappe Nr. 24 / Bayer Leverkusen - FC | |
| Anreise Leverkusen! | | Zum Derby am kommenden Freitag werden wir mit folgender Zugverbindung anreisen:
18.31h ab Köln Hbf von Gleis 2 C-E
18.44h an Leverkusen-Mitte Gleis 5
Schließt euch alle an um mit einem geschlossenen Haufen auf der anderen Rheinseite zu erscheinen!
Des Weiteren wird der Kurvenflyer Schwaadlappe wie üblich im Rahmen dieses Auswärtsspiels an alle FC-Fans vor Ort verteilt.
A. L. A. B.!
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| Materialien auswärts: Bayer Leverkusen ! | |  Vom Verein wurde uns mitgeteilt, dass folgende Materialien für das Auswärtsderby bei Bayer Leverkusen erlaubt sind:
-Megafon
-Zaunfahnen
-Trommeln
DIE NR. 1 AM RHEIN SIND WIR!
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| 1. FC Köln – FC Energie Cottbus 1:0 | |  Nach dem Derbysieg an der holländischen Grenze sollte das Heimspiel gegen Cottbus für die aktive Fanszene des 1. FC Köln rund um den Dachverband ganz im Zeichen der FARE-Wochen stehen, an denen sich wieder mehrere Fanszenen bundesweit unter dem Motto „Different Colors – One Game“ gegen Rassismus und Diskriminierung beim Fußball aussprachen. Folgende Aktionen wurden unter Dachverbandsregie realisiert: Am Eingang zur Südkurve wurde eine Ausstellung zur Thematik ausgehangen, welche großen Zuspruch erfahren sollte.
Zum Einlaufen der Mannschaften wurden mehrere Spruchbänder im Ober- wie im Unterrang ausgerollt, die alle den gleichen Inhalt in verschiedenen Sprachen zum Ausdruck brachten: „LOVE COLOGNE – HATE RACISM“ oder eben auf Kölsch im Unterrang „FÖR KÖLLE – JÄJE RASSISMUS“. Zum kommenden Heimspiel wird außerdem ein T-Shirt des Dachverbandes mit dem Motto der FARE-Wochen erscheinen. Des Weiteren erstrahlte zum Intro im Unterrang ein Meer aus Schwenkfahnen und einigen Doppelhaltern bei den Boyz , den Red Scorpions und uns. Anschließend konnten die 49.000 Zuschauer bestaunen, dass der 1. FC Köln im Jahr 2008 in der Lage ist einen Gegner vollends zu kontrollieren und eine Klasse schlechter wirken zu lassen. Daumen hoch!
Nach ein paar einfachen Chancen sowie einer dunkelroten Karte für die Gäste in der 29.Minute, verursacht durch ein klares Foul an Ehret wurde das Cottbuser Bollwerk in der 39.Minute durch Novakovic nach schöner Vorarbeit von Womé geknackt. Die Südkurve, bis dahin eher leise, konnte nun bis zur Halbzeit ein bisschen Lautstärke für sich verbuchen. Somit ging man doch mit einem guten Gefühl in die Halbzeitpause um die zweite Hälfte in der Kurve und wie gewohnt mit unserer Hymne beginnen zu lassen. Dazu sei gesagt, dass diese immer leiser zu werden scheint und man den Eindruck hat dieses Lied würde langsam an Reiz verlieren was im Endeffekt sehr schade wäre. Insgesamt war der Auftritt der Süd an diesem Tag phasenweise schwach. Dies lag vielleicht auch an dem eher unattraktiveren Gegner, jedoch ganz bestimmt nicht an der starken Leistung unserer Mannschaft.
Doch Ausreden zählen nicht! Unser Team drängte immer mehr auf einen weiteren Treffer, schaffte aber nicht den nötigen Abschluss weswegen die drei Punkte am Ende höchstverdient mit einem vielleicht etwas zu knapp ausgefallen 1:0-Sieg in Köln blieben. Die in etwa 900 mitgereisten Gästefans konnte man so gut wie gar nicht vernehmen (dann schon eher unsere Jungs auf Nord, jedoch auch mit Leistungsabfall im Gegensatz zum Schalke Heimspiel) und so leerte sich die Gästekurve nach Abpfiff sehr schnell während die restlichen Tribünen ihre Mannschaft mit dem Geißbock auf der Brust zu einem weiteren Heimsieg gratulieren durften. 13 Punkte nach 8 Spielen, so kann es weitergehen!
Unsere Gruppe begrüßte nach dem Aufräumen in der Kurve abermals unsere ausgesperrten Mitglieder vor den Stadiontoren: „04.10.: AUSGESPERRT IN DER STUNDE DES TRIUMPHES – GEMEINSAM WIEDER MIT EUCH SINGEN UNSER GRÖSSTER WUNSCH IST!“ - Dieses Spruchband bedarf wohl keiner weiteren Erklärung. Trotz Stadionverbot... kriegt ihr uns niemals tot! | |
| VfL Borussia Mönchengladbach – 1. FC Köln 1:2 | |  Am vergangenen Samstag wurden die grünen Bauern von den roten Rittern endlich auch wieder auf heimischem Boden geschlagen: seit dem 4.Oktober um 17.28 Uhr heisst es DERBYSIEGER FC, der erste Sieg in Gladbach seit 16 Spielzeiten! Los ging dieser ruhmreiche Tag am frühen Morgen am Kölner Hauptbahnhof, als ein Teil der FC-Fans sich per Zug auf den Weg in die Provinz machte. In Rheydt angekommen machte man sich per Pendelbus auf zum Stadion. Auf dem Hinweg kam es zu einem unplanmäßigen Stopp vor dem Fanhaus des Erzfeindes, welcher uns gezwungenermaßen in einen Polizeikessel beförderte. Der restliche kurze Weg wurde per Fußmarsch fortgesetzt.
So war man leider deutlich später als geplant am Gästebereich, weshalb unser Kurvenflyer „Schwaadlappe“ nur sporadisch und in geringer Zahl verteilt werden konnte. Wie immer findet ihr diesen als Link unten eingefügt. Glücklicherweise war heute nicht alles an Fanutensilien verboten, wofür man unserem Verein auch mal einen Dank aussprechen muss. So fanden zwei Megafone und etliche Fähnchen, Doppelhalter und mittlere Schwenkfahnen den Weg in den Gästeblock. Hier versammelten sich insgesamt 7.500 Kölner welche zum verspäteten Einlaufen der Mannschaften diese Utensilien präsentierten. „Und wir schmeißen Stein auf Stein…“ ertönte es dabei lautstark zum wiederholten Male an diesem Tag aus unserem Bereich des Stadions. Und es sollte mit kölschem Liedgut und weiteren kreativen Gesängen noch lauter werden als Fabrice Ehret in der 5.Minute nach einem Abstauber (vorher hatte Vucicevic einen harmlosen Schuss abgegeben, den Torwart Heimeroth abprallen liess) mit geballten Fäusten an der Eckfahne zum Gästeblock stand und die 0:1 Führung mit dem Kölner Anhang bejubelte. Die Freude und leider auch die Lautstärke waren jedoch nur von kurzer Dauer. Der Gastgeber erzielte in der 13.Minute den Ausgleich zum 1:1, was zugleich auch den Halbzeitstand bedeuten sollte.
Die Heimkurve konnte man nach diesem Tor das erste Mal richtig hören. Sie verstummte aber kurze Zeit später wieder, so dass stimmungstechnisch auf beiden Seiten von einem eher schlechten Derby die Rede sein muss denn der Gästeblock hatte über die gesamte Spielzeit auch nicht seinen besten Tag erwischt. Nach dem Seitenwechsel setzte sich das Spiel auf beiden Seiten recht defensiv fort und so bekam man die erste Chance für unsere Mannschaft nach zehn Minuten der zweiten Hälfte zu sehen. Kurz vor Schluss gingen dann traditionell im Gästebereich vereinzelte grün-weiss-schwarze Utensilien hoch. Die mitgereisten FC-Fans mussten sich während dessen schon fast mit dem Unentschieden zufrieden geben, als auf einmal ein Foul an Chihi einen Freistoß an der linken Strafraumkante einbrachte. Dieser wurde von unserem Goalgetter Novakovic ausgeführt, der den Ball in der 88. Minute zum 2:1 ins linke Eck zirkeln konnte und damit den Gästeblock sowie ganz Köln zum schreien brachte.
Endlich! Nach mehr als einem Jahrzehnt konnte sich unsere Mannschaft in dieser Saison endlich auch auswärts durchsetzen und zum Derbysieg mit einem 2:1-Endstand ausholen. Und so wurde im Gästeblock noch weit nach Abpfiff und in Köln bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Auf dem Rückweg wurde man am Bahnhof Rheydt zum wiederholten Male von der Polizei mit übertriebenem und unnötigem Verhalten konfrontiert. Doch selbst dies sollte der guten Stimmung keinen Abbruch tun, denn heute konnte es nur heissen: DERBYSIEGER FC!
Schwaadlappe Nr. 23 / VfL Borussia Mönchengladbach - FC | |
| Infoflyer Schwaadlappe ab sofort auswärts! | | Der Schwaadlappe kam in dieser Saison bereits bei den Auswärtsspielen in Pirmasens und Wolfsburg mit einer jeweils aktuellen Ausgabe daher. Seit dem Meisterschaftsspiel in Bielefeld wiederholt sich dieses ungewohnte Bild. Somit wird unser Kurvenflyer ab sofort nur noch auswärts verteilt. War die Capo-Problematik zu Beginn der Saison so elementar für unsere Gruppe, dass wir nicht bis zum ersten Heimspiel warten konnten, so liegen die Gründe aktuell an anderer Stelle. Jede Ausgabe des Schwaadlappe muss von uns einige Tage vor dem Heimspiel beim Verein angemeldet werden. Dieser Ablauf ist jedoch weniger als formeller Akt zu verstehen. Vielmehr hat der 1. FC Köln an fast jedem Kurvenflyer etwas auszusetzen. Unbequeme, vereinskritische oder nicht konforme Passagen werden dabei regelmäßig zensiert.
Die Einflussnahme des Vereins hat in unseren Augen ein nicht mehr tragbares Maß angenommen, weshalb wir uns weder willens noch in der Lage sehen, den Schwaadlappe bei Heimspielen in gewohnter Form aufrecht zu erhalten. Als Konsequenz haltet Ihr den Schwaadlappe deshalb jetzt auswärts und unzensiert in den Händen. In den letzten Monaten häuften sich Streitpunkte um bestimmte Themen, Meinungen, Gesänge und Spruchbänder in unserem Flyer. Anfangs konnte noch ein Konsens erreicht werden, mit dem sowohl der Verein als auch wir als Ultrà-Gruppierung leben konnten. So wurden Empfehlungen gegeben, von denen wir uns im Falle einer sachlichen Argumentation auch überzeugen ließen. In letzter Zeit ließen sich bestimmte Konflikte allerdings nicht mehr lösen. Der wichtigste Punkt in diesem Bereich ist für uns die Berichterstattung über Tatsachen. Ein vulgärer oder beleidigender Schreibstil lag und liegt uns fern, dennoch möchten wir Gesänge, Spruchbänder und sonstige Tatsachen rund um die Kurve beim Namen nennen – und das nicht nur, wenn sie vereinskonform sind.
Der Verein teilt diese Meinung leider nicht. So wurde uns in den vergangenen Monaten eine abweichende Schreibweise über gewisse Tatsachen auferlegt. Spruchbänder durften nicht im genauen Wortlaut beschrieben werden. Lieder, die in der Kurve gesungen wurden, durften ebenso nicht wiedergegeben werden und sonstige Begleiterscheinungen wie Pyrotechnik mussten gänzlich aus dem Schwaadlappe verschwinden, um nur einige Beispiele zu nennen. Wir möchten an dieser Stelle noch einmal betonen, dass wir stets eine sachliche Herangehensweise in unseren Publikationen anstreben, ohne jedoch auf Tatsachenberichte verzichten zu wollen. Im Vorfeld des Bayern-Heimspiels störte sich der Verein zum wiederholten Mal am Inhalt des Schwaadlappe. Neben weiteren Punkten wurde uns vom Verein verboten, ein Spruchband für einen verstorbenen Freund der Gruppe nach unseren Wünschen wiederzugeben. Zwar wurde uns ein letzter Gruß an unseren Freund trotz derzeitigem Spruchband-Verbot gegenüber unserer Gruppe erlaubt, dennoch wurde uns nicht erlaubt, dieses Spruchband explizit als unseres zu kennzeichnen.
Des Weiteren bewegten wir uns an anderer Stelle nicht mehr auf der Ebene der Zensur, sondern bekamen vom Verein eine bestimmte Formulierung aufdiktiert, was für uns eine endgültig nicht mehr tragbare Beschneidung unserer Meinungsfreiheit bedeutete. Nach nunmehr zahlreichen Diskussionen bleibt uns folglich also die Erkenntnis, dass wir auf diesem Weg nicht weiterkommen. Für uns ist es von elementarer Bedeutung, frei von Zensur mit der Kurve kommunizieren zu können. Nach mehreren Versuchen und gescheiterten Lösungsansätzen scheint uns dies jedoch nicht mehr möglich und deshalb bleibt uns nur der konsequente Schritt, den Schwaadlappe bis auf weiteres nicht mehr im Müngersdorfer Stadion zu verteilen.
Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen und langfristig kann unser Ziel nur sein, die FC-Fans bei Heimspielen mit unseren Inhalten zu erreichen. Der Preis für dieses Ziel ist derzeit jedoch zu hoch für uns, weshalb wir den Flyer nun auswärts und frei in der Meinung anbieten werden. Selbstverständlich könnt Ihr den Schwaadlappe unverändert nach dem jeweiligen Spiel unter www.wh96.de nachlesen. Wir hoffen auf Euer Verständnis und sind für Rückfragen im Allgemeinen oder zum Thema unter publikationen(at)wh96.de erreichbar.
WILDE HORDE 1996 | |
| Materialien auswärts: Borussia Mönchengladbach ! | |  Vom Verein wurde uns mitgeteilt, dass folgende Materialien für das Auswärtsderby bei Borussia Mönchengladbach erlaubt sind:
-Zaunfahnen
-Trommeln
-Megafon
-kleine Fähnchen bis 1,5m Stocklänge
-Schwenkfahnen (max. 5 Stück, Angabe der Personalien nötig)
AUF, IHR 11 GÖTTER: MACHT GANZ KÖLN STOLZ!! | |
| Anreise Mönchengladbach! | | Zum Derby am kommenden Samstag werden wir mit folgender Zugverbindung anreisen:
11.25h ab Köln Hbf von Gleis 9
12.14h an Rheydt Hbf
Schließt euch alle an um mit einem geschlossenen Haufen in der Feindesstadt zu erscheinen!
AUF ZUM DERBYSIEG!
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| 1. FC Köln – FC Schalke 04 1:0 | |  An diesem für Stadionbesucher zwar unter Flutlicht, aber eben wochentags stattfindenden Spiel am Freitagabend sollte der Westklassiker gegen Schalke im ausverkauften Müngersdorfer Stadion ein unvergessliches Erlebnis werden. Doch von vorne… Für dieses Heimspiel verzichtete unsere Gruppe auf das große Heimbanner und hing stattdessen aus Respekt vor dem beim letzten Heimspiel verstorbenen FC-Fan Hans-Manfred Marian folgendes Spruchband während des gesamten Spiels auf: „Ruhe in Frieden Hans Manfred“.
Zum Einlaufen der Mannschaften wurden anschließend wie gewohnt Schwenkfahnen und Doppelhalter auf der Süd präsentiert, bevor mit einer Schweigeminute zum Anpfiff dem Verstorbenen gedacht wurde. Zum Intro des Spiels inklusive Hymne und Schalparade zeigte die Troika Köln ein Spruchband zum Geburtstag eines ausgesperrten Mitglieds: „UNSERE STIMME GEBALLT – BIS ES ZU DIR NACH DRAUSSEN SCHALLT! ALLES GUTE, MICHA!“, während es im Unterrang etwas zur 50 + 1 Thematik vom Dachverband zu lesen gab: „PRO 50 + 1!! – FÜR UNSEREN SPORT, FÜR UNS!!“. Sofort zu Spielbeginn erwischte die FC-Mannschaft einen besseren Start als beim Pokalspiel in Mainz und zeigte sich sehr offensiv. Kurz vor dem Ende der Halbzeit verlängerte der bei dieser Partie stark aufspielende Vucicevic einen Einwurf von Wome, so dass Mohamad in der Mitte stehend keine Probleme mehr hatte den Ball aus kurzer Distanz zum 1:0 einzuköpfen. Hatte die Südkurve bis dahin einen ihrer lautstärkeren Tage, so kannte sie nun kein Halten mehr. Es wurde bis weit in die Pause reingesungen und endlich war mal wieder ein Gefühl des Zusammenhaltes erkennbar. Während der Pause wurde im Unterrang noch mal mit folgendem Webhinweis „DIE INTERESSEN DER FANS DÜRFEN NICHT IGNORIERT WERDEN! www.eurostand08.com" auf eine europaweite Kampagne für die Rechte von Fußballfans hingewiesen.
Im zweiten Durchgang sahen die 50.000 Zuschauer eine engagiert aufspielende Gastmannschaft die vergeblich auf den Ausgleich pochte, jedoch immer wieder an dem positiv zu bewertenden Kampfverhalten unserer rot-weißen Jungs scheiterte. Den stattlichen Gästehaufen von 8.000 Ruhrpottlern konnte man indes zum Anfang des Spiels noch ein paar mal vernehmen. Dieser wurde aber im Verlaufe der Begegnung immer leiser, so dass man akustisch gesehen von einem eher schwächeren Auftritt der Schalker sprechen muss.
Die Südkurve erlebte dagegen nach den vergangenen Heimspielen eine Art Wiederauferstehung was darauf hoffen lässt, mit unseren neuen Vorsängern bald wieder eine der stärksten Kurven in Deutschland zu sein. Trotzdem liegt hier noch viel Arbeit vor uns. So wurde das Westduell gegen Schalke abermals gewonnen womit die Vorfreude auf den bevorstehenden Samstag immer größer wird, an dem wir zum Derbysieg gegen die Bauern ausholen werden!
Come on FC!!
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| Vorstellung Kalender 2009 | |  Auch in diesem Jahr wird es wieder einen Kalender unserer Gruppe geben. Mit 14 komplett farbigen DIN A4 Seiten, inklusive einer Informationsseite zu den Spielterminen und Feiertagen, qualitativ hochwertiger Bilder unserer Aktionen, kommt der Kalender daher. Eine kleine Vorschau findet Ihr im aktuellen Schwaadlappe vom Spiel gegen Bielefeld.
Erhältlich wird er nur auf Vorbestellung bis zum 30.09. unter fotos(at)wh96.de sein und der Preis beträgt 10 Euro (zuzüglich 3 Euro Versandkosten, falls ein Versand nach Hause erwünscht wird).
Der Kalender wird ab dem Spiel gegen Cottbus verkauft!
Bei Fragen wendet euch bitte an fotos(at)wh96.de | |
| FSV Mainz 05 – 1. FC Köln 3:1 | |  Zum Auswärtsspiel in der 2.Runde des DFB-Pokals reiste die Wilde Horde an diesem Dienstagabend mit dem Sonderzug des Fan-Projektes nach Mainz. Dieser war mit insgesamt 250 FC-Fans an einem für Fans eher schwierig zu realisierenden Termin nicht so gefüllt wie man es sonst an den Wochenenden gewohnt ist, weshalb viele weitere Mitglieder der Gruppe den PKW zur Anreise nutzten. Trotzdem ging man vom Mainzer Hbf nach Ankunft mit einem geschlossenen Mob zum Stadion, der sich lautstark durch die Mainzer Innenstadt schlängelte. Im Auswärtsblock sammelten sich schließlich insgesamt 1.500 Kölner die unter unserer Federführung zum Intro mehrere Fahnen und Doppelhalter präsentierten. Die Mainzer versuchten mit einer kleinen Choreographie dagegen zu halten und zeigten sonst kaum optische Reize. Unsere beiden Vorsänger versuchten von Anfang an die Kurve zum singen zu bringen. Dies sollte zwar nicht so gut gelingen wie in Bielefeld, aber trotzdem konnte man den Gästebereich zumindest bis zu den Gegentoren immer mal wieder lautstark vernehmen. Auf dem Feld ging es derweil sehr temporeich zur Sache wobei der FC sich immer wieder in Szene setzen, jedoch nie zum torreichen Abschluss kommen konnte. So gingen die Mannschaften nach 45 Spielminuten torlos in die Kabine. In der zweiten Hälfte sollte ein harter Pokalfight entstehen. In der 61. Minute erfolgte dann für alle Kölner unter den 19.300 Zuschauern die Ernüchterung als unsere Mannschaft nach einem Kopfballtor dem ein Eckball vorausging mit 0:1 in Rückstand geriet. Dieser wurde dann leider in der 68. Minute von den Mainzern nach einem berechtigten verwandelten Foulelfmeter auf 0:2 ausgebaut. Der Gästeanhang zeigte sich geschockt, konnte nach nur fünf weiteren Minuten allerdings jubeln: die FC-Mannschaft setze endlich ein Zeichen und konnte durch Mohamad, der damit sein Foul was einige Minuten vorher zum Elfmeter führte wettmachen konnte, auf ein 1:2 verkürzen. Dies ließ die mitgereisten FC-Fans kurzzeitig wieder hoffen. Diese Hoffnung wurde in der 79. Minute durch das 1:3 der Gastgeber begraben und auch alle weiteren vergeblichen Versuche unserer Mannschaft nach vorne zu drängen konnten an diesem Endstand nichts mehr ändern. Ein schwaches Spiel unseres Teams mit einem nicht stattfindenden Mittelfeld! So verpasst unser geliebter 1. FC Köln abermals einen Einzug in die Endrunden des DFB-Pokals. Jetzt gilt es alle Kräfte für den Klassenerhalt zu bündeln! | |
| DSC Arminia Bielefeld – 1. FC Köln 2:0 | |  An diesem Samstag fuhr unsere Gruppe zusammen mit einigen anderen
Fanclubs und FC-Fans mit dem Regionalexpress nach Bielefeld. Dort erwartete uns nach ruhigem Marsch zum Stadion ein netter Gästebereich der mit 3.000 stimmgewaltigen Kölnern gut gefüllt wurde. Man präsentierte zusammen mit den Boyz Köln mittlere Schwenker und Doppelhalter und versuchte die von Anfang an gute Stimmung auf das Spielfeld zu übertragen, obwohl einige FC-Fans durch Stau und den aufgrund der Umstände bezüglich des Anti-Islamkongresses in Köln verspäteten Sonderzug erst kurz nach Anpfiff den Gästeblock erreichen konnten. Die Lautstärke der mitgereisten Kölner sollte zumindest in den Anfangsminuten auch auf dem Platz zu spüren sein, da sich unsere Mannschaft mehrere Chancen erspielte, diese jedoch leider nicht verwerten konnte. Danach wurden die Gastgeber etwas stärker, scheiterten aber immer am gut stehenden FC-Keeper Mondragon der mit seinem Einsatz so das 0:0 in die Pause retten konnte. Im zweiten Durchgang hatte unsere Mannschaft deutlich mehr Ballbesitz und in der 62. Minute durch Novakovic die beste Torchance. Dies ließ auch die FC-Fans durch Dauerschleifen und kölsches Liedgut immer lauter werden, was nicht nur unseren beiden Vorsängern sehr viel Spaß bereitete. Doch leider kam es in der 74. Minute wie es schon befürchtet wurde: ein abgefälschter Freistoß der Bielefelder bedeutete das 0:1 für die Gastgeber und der gesamte Kölner Anhang war schockiert. Dieser zeigte sich kurz danach zwar weiterhin lautstark, wurde aber nur zwei Minuten später erneut zum schweigen gebracht als FC-Torwart Mondragon das Tor verließ und somit den 0:2-Endstand durch ein unglückliches Eigentor von McKenna mit verschulden sollte. So wurde eine kämpferisch gut gespielte Partie unserer Mannschaft leider verloren. Trotz allem kann man sich als Gruppe stolz schätzen, an diesem Tag im Gästeblock gestanden zu haben. Es hat einfach Spaß gemacht die Mannschaft anzupeitschen. Wenn auch drei wichtige Punkte im Abstiegskampf verloren gingen, so muss heute in Mainz im Pokal und besonders am Freitag in Müngersdorf im West-Klassiker gegen die Königsblauen aus dem Pott nachgelegt werden. Kämpft für den Sieg, ihr 11 Geißböcke! Abseits vom Geschehen auf dem Platz gab es um das Spiel in Bielefeld zwei weitere erwähnenswerte Dinge: über unserem Banner hing ein Trauerflor für den beim Heimspiel gegen den FC Bayern verstorbenen FC-Fan Hans-Manfred, von dem wir uns beim Heimspiel gegen Schalke ehrenvoll verabschieden werden. Ruhe in Frieden! Des Weiteren wurde unser Kurvenflyer Schwaadlappe zum ersten Mal aufgrund Unstimmigkeiten zwischen dem Verein und unserer Gruppe bei einem Auswärtsspiel verteilt. Weitere Informationen zu diesem Schritt findet ihr im unten stehenden Link und in den nächsten Tagen auf unserer Homepage.
Schwaadlappe Nr. 22 / DSC Arminia Bielefeld - FC | |
| Materialien auswärts: FSV Mainz 05 ! | |  Vom Verein wurde uns mitgeteilt, dass folgende Materialien für das Auswärtsspiel im DFB-Pokal beim FSV Mainz 05 erlaubt sind:
-Zaunfahnen
-Trommeln
-Megafon
-kleine Fähnchen bis 2m Stocklänge
BERLIN, BERLIN, WIR FAHREN NACH BERLIN! | |
| Materialien auswärts: DSC Arminia Bielefeld ! | |  Vom Verein wurde uns mitgeteilt, dass folgende Materialien für das Auswärtsspiel beim DSC Arminia Bielefeld erlaubt sind:
-Zaunfahnen
-Trommeln
-Megafon
-kleine Fähnchen bis 1,5m
AUF ZUM WICHTIGEN SIEG!
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| 1. FC Köln – FC Bayern München 0:3 | |  Ein großes Heimspiel sollte es auf dem Platz und auch auf den Rängen werden… Diese Hoffnung erübrigte sich allerdings schon während der ersten 20 Minuten der Partie als das Fußballspiel und das gesamte Drumherum plötzlich zur Nebensache wurde: im Oberrang der Osttribüne des Müngersdorfer Stadions verstarb noch während der Partie ein FC-Fan, der das Spiel mit seinem Sohn besuchte. Gab es in der Vergangenheit in unserem Stadion und nicht zuletzt durch die Geschehnisse um unseren Kapitän Ümit Özat in den vergangenen Tagen genügend Beispiele die uns und den FC-Fans deutlich machten, wie schnell Fußball zur Nebensache werden kann so gipfelten die Geschehnisse am vergangenen Samstag darin, dass ein FC-Fan während der Partie an Ort und Stelle starb. Für uns war dieser Umstand Grund genug, die Stimme und somit auch die Mikrofonanlage und das Megafon ruhen zu lassen. Die Würde und der Respekt, der in diesem Moment und im weiteren Verlauf der Partie dem Verstorbenen und seinen Angehörigen galt steht für uns über der Unterstützung der eigenen Mannschaft.
Es ist nicht auszudenken, was im Kreise unserer Gruppe los wäre wenn wir mal selber in S3 von einem solchen Vorfall betroffen wären. An dieser Stelle rückte die aufgrund einer guten ersten Halbzeit unserer Mannschaft unter Umständen etwas zu hoch ausgefallene Niederlage gegen den deutschen Rekordmeister in den Hintergrund. Unsere Gedanken sind weiterhin bei dem Verstorbenen und seinen Angehörigen. Wir möchten diese Zeilen vielmehr nutzen, um auch kritisch den letzten Samstag zu reflektieren. Und dies besonders in Hinsicht auf die Südtribüne des Müngersdorfer Stadions. Über den Ordnungsdienst haben wir umgehend erfahren, dass eine Person auf der Osttribüne nach einem Herzinfarkt direkt vor Ort behandelt wird. Aufgrund der Geschehnisse gegen Eintracht Frankfurt hatten wir die Mikrofonanlage gegen den FC Bayern München von der Lautstärke her besonders moderat eingestellt. Mögen die ersten beiden Durchsagen aufgrund des Umstandes noch zu leise gewesen sein, so wurde für eine dritte Durchsage die Mikrofonanlage bewusst laut gestellt und eine ruhig Durchsage von einem unserer Vorsänger an die Südtribüne gemacht.
In dieser kommunizierten wir, wie schon oben erwähnt, dass wir aus Respekt vor der zu behandelnden Person bis auf weiteres nicht singen würden. Parallel wurden fast alle Fanclubbanner abgehangen und die geplanten Spruchbandaktionen seitens des Dachverbandes der aktiven Fanclubs wurden eingestellt und auf das nächste Heimspiel verschoben. Ob nun die Anlage zu leise für die Durchsage war oder nicht: was uns schockierte ist die Tatsache, dass teilweise FC-Fans im Oberrang abfällige Gesten in unsere Richtung machten und jetzt erst recht begannen zu singen. Dies vermittelte uns das Gefühl, dass die Leute bewusst und aus Trotz wegen dem vorherigen Heimspiel gegen uns und Teile der anderen aktiven Fans im Unterrang sangen was sie, hoffentlich zum großen Teil aus Unwissenheit, auf Kosten eines während der Partie verstorbenen Fans taten.
Viele dieser abweisenden Gesten wurden von unseren Mitgliedern vernommen. Im weiteren Verlauf und nach klar werden, warum in Teilen des Stehplatzes geschwiegen wurde, sang der Oberrang jedoch weiter. Wir möchten niemanden angreifen, der weiterhin aus Unwissenheit seine Mannschaft unterstützte. Aktuell stellt sich für uns jedoch nach den Geschehnissen der letzten Wochen die Frage wie weit wir von einer starken, einheitlichen Südkurve weg sind, wenn die Fans jetzt gegeneinander singen anstatt zusammen ihre Mannschaft zu unterstützen? Anscheinend sind wir von einer lauten Südkurve, die ihre Mannschaft ZUSAMMEN unterstützt Lichtjahre entfernt. Unser großer Respekt gilt den Ultras und weiteren Fans des Gästeanhangs für ihre Anteilnahme. Diese stellten nach Übermittlung der schlimmen Nachrichten ebenfalls den Support ein. Ein weiterer Punkt, der an diesem Nachmittag mehr als kritisch bei uns ankam ist das Bejubeln eines Tores für die Gastmannschaft durch Lukas Podolski. Auch WHir als Gruppen wünschen uns, dass Lukas Podolski irgendwann ein mal wieder, wenn nicht sogar noch in dieser Saison das Trikot des 1.FC Köln überstreift. Doch aktuell spielt er für einen anderen Verein, der am vergangenen Samstag unser Gegner war. Innerhalb der Mannscha |
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