10
März
2010
Alle mit dem Zug nach Mainz!


10
März
2010
1. FC Köln - FC Bayern München 1:1
Nach dem Punktgewinn beim kleinen Derby in Leverkusen konnte sich unser Verein mit einer ähnlichen Leistung auch (geringe) Hoffnungen auf einen Erfolg gegen den Rekordmeister aus München ausmalen. In den Tagen vor dem Spiel traf die Mannschaft um Zvonimir Soldo allerdings eine Verletzungswelle. Christopher Schorch zog sich beim Länderspiel unter der Woche einen Kreuzbandriss zu, Adil Chihi ist ebenso bis Saisonende außer Gefecht. Auch Kevin Pezzoni, Taner Yalcin und Pierre Womé mussten verletzt zuschauen.

Mit Carsten Cullmann auf der Ersatzbank ging es dann am Samstag gegen den FC Bayern darum, die Heimbilanz endlich mal wieder aufzufrischen. Und die Wiedergutmachung nach dem 1:5 gegen den VfB Stuttgart gelang eindrucksvoll. Schon nach sieben Minuten traf Lukas Podolski die Latte, nach 30 Minuten traf er dann nach einem hart geschossenen Freistoß zum nicht ganz unverdienten 1:0.
Die Südkurve empfing die Mannschaften mit einem kleinen Intro aus Fähnchen und Schwenkfahnen. Eigentlich hatten die Boyz eine Choreo für das heutige Spiel geplant. Nachdem sie aber als Folge der Vorfälle in Leverkusen die Entsorgung der Choreo selber bezahlen sollten, zog die Gruppe ihre geplante Choreo zurück. Darauf bezogen sich die Sprüche „Choreo fällt wegen Reinigungskosten aus!“ sowie „Von unseren Choreos profitieren und dabei noch abkassieren…“. CNS bezog mit dem Spruchband „Bald alle nackt? Der FC sagt ja!“ Stellung zur lächerlichen Diskussion von Boulevardpresse und FC (der sich, warum auch immer, dazu äußert) über Nacktscanner im Stadion.

Während der ersten 45 Minuten konnte unsere Südkurve etwas mehr überzeugen als in den letzten Spielen, wenn man das Spiel gegen Stuttgart einmal ausblendet. Gerade das Tor nach einer halben Stunde gab zur richtigen Zeit neuen Schub, da die Stimmung traditionell eigentlich nach 30 Minuten abflacht. Der Stimmungsblock, auf den wir vor dem Spiel sowie im Schwaadlappe erneut aufmerksam machten, könnte die Stimmung in der Südkurve jedoch weiter nach vorne bringen, da die Möglichkeit geschaffen wird, dass alle, die aktiv an Stimmung interessiert sind, in einem Block versammelt sein könnten.
Im Gästeblock wurde zum Intro eine kleine Choreo durchgeführt, die jedoch als ausbaufähig zu bezeichnen ist – eine schwer zu interpretierende Blockfahne sowie kein dichtes Bild aus roten und weißen Fahnen. Stimmungstechnisch war der Gästeblock kein einziges Mal wirklich zu vernehmen.

Die zweite Halbzeit begann sowohl auf dem Platz als auch auf den Rängen etwas ruhiger, bevor der Rekordmeister nach zehn Minuten die Befürchtungen wahrmachen sollte. Zunächst präsentierte Louis van Gaal seine breit aufgestellte Mannschaft durch Einwechslungen von Ribery und Klose, bevor Schweinsteiger in der 58. Minute den Endstand von 1:1 erzielte. Nach dem Gegentor nahm der Druck der Bayern zu und zum Ende hin konnte der FC mit einem Punkt mehr als zufrieden sein. Schweinsteiger und Ribery trafen das Aluminium – ein Wachmacher für die Südkurve, die auch während der zweiten Halbzeit den Ton in Müngersdorf angab, wenn auch etwas gemächlicher als in der ersten Halbzeit. Der Gästeblock war auch nach dem Gegentor kaum bis gar nicht zu vernehmen.

Mit zwei Punkten gegen die beiden Spitzenmannschaften der Bundesliga lässt es sich sehr gut leben und nun gilt es in den letzten neun Spielen weiterhin fleißig Punkte zu sammeln. Dabei spielen wir gegen alle Konkurrenten im Abstiegskampf und dem Kampf um Plätze im gesicherten Mittelfeld.

Schwaadlappe Nr. 52 / FC - FC Bayern München

10
März
2010
1. FC Köln - VfB Stuttgart 1:5
Am 23. Spieltag der Fußballbundesliga empfing unser 1. FC Köln den VfB aus Stuttgart. Die Enttäuschung über das Ausscheiden im DFB-Pokal gegen Augsburg und die Niederlage auf Schalke waren spürbar und dennoch galt es, sich wieder zu motivieren und weitere Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.

Zum Einlaufen der Mannschaften präsentierten die Gruppen der Südkurve einige Schwenker, kleine Fahnen und Doppelhalter, um unser Team auch optisch zu pushen.
Nach Anpfiff entwickelte sich ein stark umkämpftes und schnelles Spiel, in dem zunächst keines der Teams die Überhand gewinnen konnte. Die erste Chance durch Novakovic in der 12. Spielminute gab Anlass zur Hoffnung: es schien so, als hätte sich die Mannschaft die harsche Kritik der letzten Tage zu Herzen genommen. Diese Hoffnung wurde aber schon im Keim erstickt, als Cacau keine Minute später im Kölner Strafraum ungestört den Abschluss suchte und die Schwaben mit 1:0 in Führung brachte.
„Weitermachen, nicht aufgeben!“ ...und genau das Gegenteil geschah: in der Folgezeit verlor der FC in den entscheidenden Momenten jegliche Konzentration und Bissigkeit. Zwar konnten einige Chancen herausgespielt, jedoch nicht verwertet werden. Anders die Stuttgarter, die in der 31. Minute geschickt konterten. Wiederum war es Cacau, der das 2:0 erzielte. Kurz darauf gelang diesem sogar sein Hattrick. 3:0 für den VfB.
Bis zu diesem Zeitpunkt konnte unsere Südkurve dem Gästeanhang Paroli bieten, aber nun gewannen die Schwaben, deren Auftritt zwar relativ konstant aber keineswegs überragend war, im Müngersdorfer Stadion die akustische Oberhand.
Das Spiel schien schon vor der Halbzeit gelaufen. Umso überraschender kam kurz vor dem Halbzeitpfiff der Anschlusstreffer durch Schorch. Trotz des gerade erst erzielten 1:3 wurde unsere Mannschaft mit einem gellenden Pfeifkonzert in die Kabine verabschiedet.

Dem FC-Fan an sich schenken selbst kleinste Erfolgserlebnisse neuen Mut. So legte die Südkurve zu Beginn der zweiten Hälfte wieder ordentlich los. Die Mannschaft schien dies zu rechtfertigen und erspielte sich einige hochprozentige Chancen, welche allerdings, wie schon in Hälfte eins, nicht genutzt werden konnten.
Für die Schwaben stellte es in der 70. Minute wiederum kein Problem dar, gegen die unkonzentrierte Kölner Defensive einzunetzen. Kurz darauf krönte Cacau seinen Auftritt mit dem 5:1.
Spätestens nach dem 4:1-Rückstand war die Südkurve endgültig am Ende ihrer Bereitschaft, noch einmal Anstrengungen für die Mannschaft zu leisten. Bis zur 90. Minute im Stadion zu bleiben sollte hingegen für jeden wichtig sein, der zu seinem Verein, auch in solchen Situationen, steht. Durch dick un durch dünn, janz ejal wohin.

Warum keiner unserer Spieler dazu fähig ist, warum Konzentration, Leidenschaft und Bissigkeit in den wirklich wichtigen Momenten fehlen, darauf weiß allerdings nach einem solchen spielerischen Offenbarungseid sicherlich keiner eine Antwort. Und trotzdem werden wir nächste Woche wieder im Block stehen und für unsere große Liebe alles geben. Dann in einem kleinen Vorort Kölns. Auf in die Werksstadt! Auf geht´s, Köln! It´s Derbytime!!

Schwaadlappe Nr. 51 / FC - VfB Stuttgart

05
März
2010
Shirt "Kölscher Klüngel" erhältlich
Beim kommenden Heimspiel gegen den FC Bayern München ist es möglich, an unserem Stand in der Südkurve die T-Shirts zum neu eingeführten Kölner Fanrechtefonds zu kaufen.
Der so genannte Kölsche Klüngel "hilft FC-Fans, die unverschuldet mit einem Stadionverbot belegt wurden oder anderweitig unter unsach-gemäßen oder übertriebenen staatlichen Repressionen, wie Stadt-verboten, zu leiden haben. Auch will der Dachverband, Gründer des Fonds, Aufklärung betreiben, um präventiv dafür zu sorgen, dass möglichst wenige FC-Fans mit Polizei und/oder Justiz in Konflikt geraten. Neben seiner sozialen Funktion wird über den Fonds Öffentlichkeitsarbeit und öffentliche Aufklärung betrieben werden. Hilfestellungen müssen hierbei nicht nur finanzieller Art sein, es können auch beratende Beiträge geliefert werden."

Das T-Shirt ist weiß und trägt auf der Vorderseite das Logo des Fanrechtefonds. Für 10 Euro könnt Ihr das T-Shirt an unserem Stand erwerben. Unser Stand befindet sich in der Südkurve, hinter dem Block S3, neben dem Glashaus des Fan-Projektes.

Weitere Informationen über den Fanrechtefonds erhaltet Ihr unter folgendem Link.

02
März
2010
Bayer 04 Leverkusen - 1. FC Köln 0:0
Das kleine Derby gegen den Nachbarn aus Leverkusen sollte dieses Mal für einen Großteil der Kölner Fanszene mit einer besonderen Anreise beginnen. So trafen sich mittags rund 600 Fans auf der Schäl Sick, um sich mit einem vom Dachverband organisierten Schiff auf den Weg zum Flutlichtspiel in der Farbenstadt zu begeben. Nach rund eineinhalb Stunden Fahrt und mehreren Aktionen seitens der Kölner, die leider wieder einmal unter Stadtverbot leiden mussten, legten wir in Leverkusen an (Stadtverbotler mit uns!).
Über verschiedene Wege machten sich die FC-Fans durch den Neuland-Park auf zur umgebauten BayArena. Diese war am Ende von rund 7000 Kölner belagert, die sich über alle möglichen Varianten Karten für das Spiel besorgten. Wenn der ewige Vizemeister das Stadion nicht selbst füllen kann, tun wir das eben.

Zum Intro wollten wir mit 300 Stadtfahnen, die auf dem Schiff verteilt wurden, unsere Liebe zu unserer Stadt ausdrücken. Leider wurden seitens des Gastgebers alle Materialien verboten, was die Ordner so wörtlich nahmen, dass sie teilweise Eintrittskarten von Fans zerrissen, die versuchten, mit ihrer Stadtfahne ins Stadion zu gelangen. Wie übertrieben lächerlich kann man sich eigentlich machen.
Nur rund 60 Fahnen fanden am Ende den Weg ins Stadion. Diese wurden zum Einlaufen der Mannschaften zusammen mit einer nett anzusehenden Pyro-Aktion präsentiert.
Dass Pyrotechnik gesittet und ruhig, ohne Randale-Hintergrund, ablaufen kann, konnte man im Kölner Gästeblock wieder einmal sehen.

Im Vorfeld des Spiels ging es für die Pessimisten lediglich darum zu tippen, wie viele Gegentore unsere Mannschaft kassieren würde. Während der 90 Minuten sollte sich herausstellen, dass es nicht Viele sein würden.
Unser Team begann, auswärts gewohnt, defensiv, was dieses Mal auch wieder funktionierte, und folglich hatte der Tabellenführer seine Probleme, zu guten Chancen zu kommen. Nach 15 Minuten hatte Hypiää wohl die größte Chance, bevor auch Sebastian Freis für die Geißböcke nach rund einer halben Stunde eine Riesenchance vergab.
Torlos gingen die Mannschaften mit dem Fazit in die Halbzeit, dass es ein Spiel ohne viele große Torchancen und mit einer gut stehenden Kölner Defensive sein sollte.
Im Gästeblock war die Zufriedenheit über das Spiel unserer Mannschaft an der Stimmung abzulesen. Wenn man bedenkt, dass wir ohne Trommeln, die ebenfalls nicht erlaubt waren, Stimmung erzeugen mussten, kann man den Auftritt als ‚gut gelungen‘ bezeichnen.
Oft hallten die lauten Sprechchöre der FC-Fans durch das Stadion. Dass fast die gesamte Hintertortribüne in Kölner Hand war, war daran sicherlich nicht ganz unschuldig. Auch durch den neuen, wenn auch äußerst kleinen, Oberrang hatten wir die Chance, endlich mit mehr Fans nach Leverkusen zu reisen.
Die zweite Halbzeit entwickelte auf dem Platz keine Neuigkeiten. Der FC verteidigte so gut er konnte, die Werkself hatte keine Mittel um erfolgreich vor dem Tor von Faryd Mondragon aufzutauchen.
Auch auf den Rängen zeigte sich das gewohnte Bild: der FC-Anhang überzeugte phasenweise sehr, während man aus der Heimkurve so gut wie keine lauten Gesänge vernehmen konnte.Erfreulich zu sehen, dass es auch gute Derbystimmung seitens der FC-Fans gibt, wo wir uns in den letzten Jahren doch oft über schlechte Stimmung bei den Spielen des Jahres beklagt haben.

Kurz vor Ende der Partie und des Punktgewinns für den FC wurde Toni Kroos dann bei einer Ecke mit Gegenständen beworfen. Wir haben stets die Meinung vertreten, dass es keinem hilft, Gegenstände auf den Platz zu werfen! Die wahren Probleme entstehen durch solche unüberlegten Aktionen, die wir in der Vergangenheit, heute und in Zukunft verurteilen werden. Diese und unachtsame Aktionen innerhalb des Gästeblocks sind nicht förderlich für Fans, die das sichere Abbrennen von Pyrotechnik befürworten und dafür kämpfen.
Aktionen wie die kurz vor Ende des Spiels stehen in keinem Zusammenhang zu einem Pyro-Intro zu Beginn des Spiels, welches nicht nur von Fans, sondern auch von Spielern gerne gelobt wird und sie motiviert.

Nach Abpfiff, der, was man am Arme-hochreißen erkennen konnte, mehr als nur ein Punktgewinn für uns darstellte, verabschiedete sich die Mannschaft von den feiernden Fans und auch Christopher Schorch relativierte seine Worte, die er vor dem Derby äußerte, indem er ein ALAB-Tshirt überzog. Emotionen sollte man nicht verstecken!

Den Rückweg aus der Vizemeister-Stadt traten wir gewohnt mit dem Zug an. Nachdem 80 Minuten nach Spielende endlich der erste Zug Richtung Köln eintrudelte, empfingen wir die Stadtverbotler sowie die Fans, die durch polizeiliche Maßnahmen dem Spiel fernbleiben mussten.
An dem Achtungserfolg in Leverkusen gilt es nun gegen den FC Bayern anzuknüpfen!

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