13
Juli
2010
Dauerkarten 2010/2011
Bis einschließlich Montag, den 12.07.2010 hat jedes Mitglied, welches in der letzten Saison eine Dauerkarte über unsere Gruppe bezogen hat, noch die Möglichkeit sein Antragsformular per Post oder eingescannt per E-Mail einzureichen.

Wenn euch das Formular auf dem Postweg nicht erreicht hat oder ihr weitere Fragen habt:
dauerkarten(at)wh96.de.

Update: Das Geld wird zu Beginn der KW 29 abgebucht (ca. 19.-20. Juli 2010).

29
Juni
2010
LIGA total! Cup
Am 31. Juli und 01. August wird in Gelsenkirchen der LIGA total! Cup ausgespielt. Es werden der FC Bayern, der Hamburger SV, der 1. FC Köln und der FC Schalke 04 teilnehmen.

Wir, die Ultragruppen der genannten Vereine, werden bei diesem Turnier nicht anwesend sein.

In unseren Augen handelt es sich hierbei in erster Linie um eine Werbeveranstaltung des größten deutschen Telekommunikationsanbieters. Wir gehen davon aus das man während der Veranstaltung an allen Ecken und Enden mit Werbung des Sponsors konfrontiert wird. Gute Stimmung während der Spiele bedeutet somit auch gute Publicity für das Unternehmen. Wir haben kein Interesse zu Werbeträgern dieses Konzerns zu werden.

Des Weiteren hat das Turnier einen eindeutigen Eventcharakter. Dem Publikum werden die Spiele gleich im Doppelpack präsentiert. Damit den Zuschauern dabei jedoch nicht langweilig wird, hat man die Spielzeit auf dreißig Minuten pro Halbzeit reduziert. Die Veranstalter selbst sprechen dabei von einer „spannungsstei-gernden“ Maßnahme. Unserer Meinung nach wird hier nicht das klassische Fußballpublikum angesprochen, sondern vor allem jenes Klientel, das in den letzten Wochen wieder die Fanmeilen der Republik belagert hat, weil diese gerade angesagte Orte zum Feiern waren.
Ein Publikum für das Fußball oftmals nicht mehr als eine Alternative zur sonstigen Wochenendgestaltung mit Kino-, Restaurant oder Discobesuch darstellt.

Weder dem Namenspatron, noch diesen Zuschauern wollen wir die echte Fußballatmosphäre bieten, die sie sich für ihr Event erhoffen.

Wilde Horde Köln 1996 in Zusammenarbeit mit den Boyz Köln, Coloniacs, sowie den Ultragruppen der oben genannten Vereine.

07
Juni
2010
7. Original Südkurven-Cup
Wie schon in den vergangenen Jahren findet auch in der laufenden Sommerpause wieder der Original Südkurven-Cup, inzwischen zum siebten Mal, statt. Das Turnier wird auf dem ASV-Rugby-Platz (Luxemburger Str./Militärring in Klettenberg) am Samstag, den 26.06.2010 ab 10:00 Uhr ausgetragen. Neben der Austragung des Einladungsturniers möchten wir auch in diesem Jahr wieder, nicht nur mit den teilnehmenden Mannschaften, sondern auch mit allen anderen interessierten FC-Fans, den Tag im Kreise der Kölner Fanszene verbringen.

Grillgut und Kölsch zu moderaten Preisen, eine Tombola zugunsten der Sektion Stadionverbot und eine anschließende Party nach der Siegerehrung runden auch dieses Jahr wieder den Südkurvencup als Fußballturnier und Familienfest der aktiven Fanszene des 1. FC Köln ab.

Außerdem werden wir während des Turniers verschiedene neue Artikel (T-Shirts, Schals und Aufkleber) zum Verkauf anbieten. Und auch die Nationalmannschaftsfans kommen bei uns auf ihre Kosten: Es wird mindestens ein Beamer inklusive Leinwand aufgebaut, damit die Achtelfinalspiele der WM geguckt werden können.

Fragen zum Südkurven-Cup, der bereits zum vierten Mal auf der ehemaligen Spielstätte des Kölner BC stattfindet, könnt Ihr wie gewohnt an info(at)wh96.de schicken. Alle FC-Fans sind herzlich dazu eingeladen, den Tag im Kreise der Fanszene zu verbringen!

13
Mai
2010
1. FC Nürnberg - 1. FC Köln 1:0
Zum letzten Spiel der Saison ging es für die Anhänger des Domstadt-Vereins Richtung Frankenland. Am frühen Morgen machten sich so zwei WH-Busse mit neun Pariser Freunden auf den Weg, um den FC ein 34. Mal in dieser Saison anzufeuern. Nachdem das letzte Spiel gegen Freiburg – der Klassenerhalt war bereits in trockenen Tüchern – erneut harte Kost für uns war, hofften wir zumindest zum Saisonabschluss auf eine gute Leistung auf dem Platz und auf den Rängen.

Nach Ankunft staunten wir zunächst über den unglücklich gebauten Gästeblock. Schlechte Sicht aufgrund mehrerer Zäune, ein Capo-Podest, dass ringsum mit Platten versehen ist, wodurch man von einigen Plätzen im unteren Teil des Blocks nichts sehen konnte, Ordner in der ersten Reihe des Blocks, aufgestellt zwischen einem Drängelgitter und dem Zaun.
Um den Gästeblock vorerst das letzte Mal von innen zu sehen, musste der FC den FCN allerdings zunächst einmal mit einem Sieg in absolute Abstiegsgefahr bringen.

Doch schon nach den ersten Minuten war erkennbar, dass der FC mal wieder nicht in der Lage war, das Spiel zu machen und vor allem Tore zu schießen.
Auf den Rängen überzeugte die Nürnberger Heimkurve in den ersten Minuten durch laute und geschlossene Gesänge, doch nahm die Leistung stetig ab – was wahrscheinlich damit zu tun hatte, dass es schon nach rund 20 Minuten für den Glubb um nichts mehr ging, nachdem Hannover in Bochum schon geführt hatte und das Ergebnis unseres Spiel irrelevant wurde.
Diese „es-geht-um-nichts-mehr-Mentalität“ schlug sich nicht nur auf den Heimrängen nieder, sondern auch auf dem Platz und im Gästeblock. Unsere Stimmung war von Beginn an nicht durchgehend überzeugend, auch wenn der Kölner Anhang ab und zu aufhorchte und geschlossen laut sang. Zum Intro präsentierten wir erneut ein Spruchband zum Thema Paris: „Toujours la une familia!“ („Stets eine Familie!“)
Auf dem Spielfeld plätscherten die ersten 45 Minuten vor sich hin – ohne große Chancen auf beiden Seiten.

Nach dem Seitenwechsel war dann endgültig die Luft raus. Der Gästeblock bot gewohnte durchschnittliche Leistung, die Heimkurve war kaum noch zu vernehmen.
Die Glubberer entschieden das Spiel dann, während sich beide Mannschaften eigentlich schon mit einer Punkteteilung abgefunden haben, für sich. Ottl hämmerte einen Freistoß aus rund 22 Metern in die rechte Ecke.

Und so ging auch das letzte Spiel der Saison für uns mit einer Niederlage zu Ende – der 14. der Saison. Auch das letzte, psychologisch anspornende, Ziel, am Ende der Saison vor den Mitaufsteigern aus Hoffenheim und Mönchengladbach zu stehen, wurde verfehlt. Mit Abpfiff stand zudem auch fest, dass das Ziel, welches die ganze Saison über ausgesprochen wurde – 40 Punkte –, nicht erreicht wurde. Was in der Sommerpause getan wird, um endlich öfter bessere Leistung abzurufen, bleibt zu diesem Zeitpunkt offen.

Wir wünschen Euch zunächst eine ruhige und erholsame Sommerpause!

06
Mai
2010
1. FC Köln - SC Freiburg 2:2
Am vorletzten Spieltag der Saison sollte unser 1. FC Köln den SC Freiburg an einem Samstagnachmittag im heimischen Müngersdorfer Stadion empfangen. Aufgrund der verkorksten Heimbilanz hoffte ein jeder Kölner darauf, dass die Mannschaft zumindest im letzten Heimspiel noch einmal siegen würde, jedoch war ebenfalls jedem bewusst, dass die Mannschaft aus dem Breisgau den Klassenerhalt noch nicht endgültig geschafft hatte und es keineswegs leicht werden würde, drei Punkte zu holen.

In der Woche vor dem Spiel erreichte uns die schockierende Nachricht von der Auflösung dreier Gruppen der Virage Auteuil und Tribune G aus Paris. Sowohl „Grinta“ und „Authentiks“, zu denen wir sehr freundschaftliche Kontakte pflegen, als auch die „Supras Auteuil“, unsere Pariser Brüder, wurden seitens des Staates verboten. Verboten wurde weiterhin das öffentliche zur Schau stellen jeglicher Symbole der genannten Gruppen, weitere Zusammentreffen und gemeinsame Auftritte der Gruppenangehörigen und die Gründung von Nachfolgegruppen. Dies resultiert aus dem Streit zweier Kurven – wohlgemerkt eines Vereines (Paris St. Germain). Die Virage Auteuil ist die Heimat unserer Brüder und Freunde. Vertreten sind in dieser Kurve sämtliche Kulturkreise und Herkunftsländer, die es in Paris gibt und diese Stadt zu einem multikulturellen Ereignis machen.
Auf der anderen Seite steht der „Kop de Boulogne“, eine von Rassismus und rechtsextremen Neigungen geprägte Kurve. Der Streit dieser beiden Kurven gipfelte wenige Wochen vor der Auflösung der Gruppen in dem Tod eines Kop-Mitglieds, welches nach einer Schlägerei ins Koma fiel und bald darauf verstarb.
Für einen Text, der sich tiefergehend mit den Ursachen, Geschehnissen und Auswirkungen beschäftigt, sei auf die Internetseite der Coloniacs verwiesen (www.coloniacs.com).

Aufgrund dieser erschütternden Nachricht solidarisierte sich die Kölner Ultrà-Szene während des Spiels auf folgenden Spruchbändern mit unseren Jungs aus Paris:

„Virage Auteuil encore vivant!“ („Virage Auteuil lebt weiter!“ WH96),

„GRINTATKSA91 POUR TOUJOURS! NO JUSTICE NO PEACE!“ (“GRINTATKSA91 für immer! Keine Gerechtigkeit, keinen Frieden!“ Coloniacs ),

„Sarkozy: Liberté, egalité, fraternité?? Auch für Ultras !!“ (Boyz)

„We are Paris - We are Cologne and we always will be!” (Coloniacs, WH96)

Eine weitere schlechte Nachricht erreichte die Kölner Szene und unsere Gruppe im Besonderen in den letzten Tagen: Zur neuen Saison wird es den Raum im Radstadion als Anlaufstelle für die Fanszene und als Versammlungspunkt unserer Gruppe nicht mehr geben. Die genaue Situation wurde im Schwaadlappe Nr. 56, welcher unter nachfolgenden Link gelesen und runtergeladen werden kann, erläutert. Unser Anliegen brachten wir mittels eines Spruchbandes zum Ausdruck: „KSS (Kölner Sportstätten): Der Raum im Radstadion muss für die Kölner Fanszene erhalten bleiben!“

Nun aber zum Hauptsächlichen: Der FC fand von Spielbeginn an gut in die Partie und wusste diese über weite Strecken der ersten Hälfte zu kontrollieren. Schon nach neun Minuten traf Tosic zur Führung für unsere Mannschaft. Die bis zur 31. Spielminute souverän spielende Kölner Hintermannschaft ließ seitens der Breisgauer kaum gefährliche Offensivaktionen zu. Das Chaos im Strafraum nach einem Eckball der Freiburger nutzte Idrissou jedoch zum 1:1. Bis zur Halbzeit ergaben sich keine weiteren nennenswerten Aktionen.
In den zweiten 45 Minuten begannen beide Teams zunächst sehr zurückhaltend. In der 59. Spielminute traf wiederum Idrissou mit einem Sonntagsschuss wie aus dem Nichts. Dieses Tor führte zu einer Öffnung des Spiels: Sowohl der SCF als auch unser FC suchten ihr Heil in Offensivaktionen. Auf Dauer gewannen unsere Mannen jedoch die Überhand, was folgerichtig zum in der 84. Minute von Freis erzielten Ausgleich führte. Beim 2:2 blieb es auch.

Nach Spielende verabschiedete die Mannschaft die anwesenden Kölner Fans mit dem Spruchband „Ihr seid erstklassige Fans - Dank Euch bleiben wir es auch!“ In vielerlei Hinsicht hat dieser Spruch einen gewissen Wahrheitsgehalt: Das Potential innerhalb der Szene ist vorhanden, Auswärtsspiele werden von einer großen Anzahl Kölner besucht und auch beim für uns Kölner Fans 'verbotenen' Hoffenheimspiel waren wir anwesend, um unser Team zu unterstützen. Jedoch ist nicht zu verkennen, dass ein großer Teil des Publikums, hauptsächlich bei Heimspielen, mehr und mehr zum Eventpublikum verkommt. Kontinuität bzgl. des Supports und der Stadionbesuche, was für uns ein wichtiges Kriterium für die Definition eines Fans darstellt, vermisst man immer häufiger. Damit soll keinesfalls gemeint sein, dass von jedem Fan erwartet wird, 90 Minuten durchzusingen. Unserer Ansicht nach wäre dies zwar der Optimalfall... Zumindest was die in S3 stehenden Leute anbelangt erwarten wir jedoch ein hohes Supportengagement. Jedoch scheinen auch in diesem Bereich, einem der wohl noch beständigsten Blöcke im Müngersdorfer Stadion, die Zuschauer von Spieltag zu Spieltag zu wechseln. Lediglich in den unteren zehn bis 15 Reihen kennt ein Fan noch so etwas wie einen angestammten Stehplatz. Traurig aber wahr!

Wie nach jedem Heimspiel begrüßten wir vor den Toren die Stadionverbotler unsere Szene, welche sich mit dem Spruchband „Ihr habt uns die Kraft gegeben auch in dieser Saison nicht aufzugeben“ bei allen ihren Unterstützern und Brüdern, die im Stadion standen und ihnen über diese schwere Zeit hinweghelfen, bedankten. Während der Präsentation des Spruchbandes brüllten alle Anwesenden gemeinsam das kölsche Lied „Unser Veedel“. Gerade die Passage ,denn he hält m'r zosamme, ejal wat och passeet' trifft es derzeit wohl am allerbesten: Egal, welche Hiobsbotschaften uns noch erreichen, welche Steine uns in den Weg gelegt werden - Wir alle gemeinsam, Kölner und Parisiens, geben nicht auf!
Auf dem Weg zum Radstadion, auf dessen Gelände wie nach jedem letzten Heimspieltag die Saisonabschlussfeier der Szene stattfand, fanden noch einige Bengalen und Rauchtöpfe begleitet von ,Pyrotechnik ist kein Verbrechen' - Gesängen den Weg gen Himmel, getreu dem Motto unserer neu erstellten T-Shirts: „Ich. Du. Wir sind FC. Kölner - Mit Feuer und Flamme!“.
Auf der Vorwiese der Nordkurve bedankten sich nochmals unsere SVler mittels eines Spruchbandes, ehe es nach dem Gruppenfoto endlich an die Grill- und Bierstände ging. Der ausgiebige Schmaus der in erfreulich großer Zahl anwesenden Kölner wurde ein weiteres Mal von unserer Sektion Stadionverbot unterbrochen, welche es sich nicht nehmen ließ, einen Gruß an diverse Organisationen zu senden („...und an Presse, DFB und Polizei: Auch nächstes Jahr sind wir dabei !!“) und dazu ein nettes Feuerwerk zu veranstalten. Das letzte Spruchband unserer Stadionverbotler war zweien unserer Gruppe gewidmet, die in der nächsten Saison endlich wieder ihre Leidenschaft im Stadion ausleben und ihren geliebten Verein unterstützen können („Wir werden euch vermissen aber wir lassen euch gehen mit gutem Gewissen!“). So nahm der Abend im Kreis der Szene bei diversen Getränken, Grillgut und Musik unserer Gruppen-DJ's seinen Lauf.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle anwesenden, mithelfenden oder genießenden Kölner für diesen gelungenen Saisonausklang. Ein letzter Akt bleibt jedoch noch zu bewältigen: Lasst uns unseren Verein auch in Nürnberg gebührend unterstützen und den Franken zeigen, was kölscher Frohsinn bedeutet...

Schwaadlappe Nr. 56 / FC - SC Freiburg

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